eine Möglichkeit wäre, dass Du Dich auf den Webpages diverser Banken erkundigst, denn diese veröffentlichen ja in der Regel die Gewinnschätzungen. Sowieso solltest Du eine so genannte Konsensusschätzung vornehmen, also einen Durchschnittswert bilden. Die Gefahr beim KGV besteht ja leider darin, dass er sich recht großzügig auslegen lässt.
Schlimmstenfalls musst Du auf die gute alte Rechenmethode zurückgreifen.
eine Möglichkeit wäre, dass Du Dich auf den Webpages diverser
Banken erkundigst, denn diese veröffentlichen ja in der Regel
die Gewinnschätzungen. Sowieso solltest Du eine so genannte
Konsensusschätzung vornehmen, also einen Durchschnittswert
bilden. Die Gefahr beim KGV besteht ja leider darin, dass er
sich recht großzügig auslegen lässt.
was läßt sich denn das auslegen? Der Kurs oder der Gewinn?
Schlimmstenfalls musst Du auf die gute alte Rechenmethode
zurückgreifen.
Und das ist bei Deinem Vorschlag eine Ochsentour, denn die einzelnen KGV müssen dann mit der Indexgewichtung in das Index-KGV einfließen. Das sollte man doch lieber jemandem überlassen, der die entsprechende Software dafür hat.
Danke für Eure Antworten. Ich möchte diese Werte langfristig verfolgen, d.h. mindestens einmal wöchentlich kontrollieren.
Entsprechend ist die Methode von Jana dazu nicht zu gebrauchen; speziell wenn man an marktbreite Indizes wie den S&:stuck_out_tongue_winking_eye: 500 denkt.
Gruß
Gerd
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was läßt sich denn das auslegen? Der Kurs oder der Gewinn?
Die Einschätzung der Analysten. Gerd sprach davon, dass die KGV’s oft vorenthalten werden. Was man meistens findet, sind jedoch Analysteneinschätzungen der Banken - und die sind mit Vorsicht zu genießen.
Schlimmstenfalls musst Du auf die gute alte Rechenmethode
zurückgreifen.
Und das ist bei Deinem Vorschlag eine Ochsentour, denn die
einzelnen KGV müssen dann mit der Indexgewichtung in das
Index-KGV einfließen.
Ja, ist es ;-(
Bliebe noch Chartlesen, naja…
Das sollte man doch lieber jemandem
überlassen, der die entsprechende Software dafür hat.
was läßt sich denn das auslegen? Der Kurs oder der Gewinn?
Die Einschätzung der Analysten. Gerd sprach davon, dass die
KGV’s oft vorenthalten werden. Was man meistens findet, sind
jedoch Analysteneinschätzungen der Banken - und die sind mit
Vorsicht zu genießen.
die kann man gar nicht genießen, weil sie durch die Bank - Ausnahmen mag es geben - für den Eimer sind. Man kann aber ein KGV auch anhand des letzten IST-Wertes berechnen, was ich durchaus für vernünftig halte und keinerlei Annahmen beinhaltet.
was Du über die Analysten schreibst, ist absolut richtig.
Meinst Du mit dem letzten Ist Wert bei deutschen Werten z.B. den DVFA Gewinn auf Basis der im Geschäftsbericht veröffentlichten Daten?
Wenn ja, so bin ich der Meinung, das dieser allenfalls sagt, ob die Aktie oder der Index in der Vergangenheit „fair“ bewertet war. Wobei man sich trefflich steiten kann, was der „faire Wert“ ist. Um die Vorteilhaftigkeit der Investition in einen Index zu beurteilen, benötigt man meines Erachtens das Wissen über die zukünftige Gewinnentwicklung. Und hier beisst sich die Katze in den Schwanz. Ausserdem ist das KGV nur dann aussagefähig, wenn es in Verbindung mit dem aktuellen oder zukünftigen Zinsniveau gesehen wird. Rein statistisch lassen sich über das Zinsniveau ca. 25% der Indexbewegungen erklären und 50% über die Gewinnentwicklung. Der Rest ist Phantasie, heisse Luft oder was auch immer. Das Problem hierbei ist, wie Du sagtest, das Analysten mit ihren Prognosen häufig falsch liegen. Gleichwohl halte ich die Investition in einen Index auf Grund der Diversifikation für sinnvoll. Ob allerdings eine wöchendliche Kontrolle, wie Gerd es sich vorstellt, sinnvoll ist, glaube ich persönlich nicht. Es ist meiner Meinung nach wie mit dem betrachten eines Gemäldes. Wenn man einen halben Meter davor steht sieht man zwar die Details, aber man sieht nicht das Bild.
Beste Grüsse aus dem Süden der Republik
Roland
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was Du über die Analysten schreibst, ist absolut richtig.
Meinst Du mit dem letzten Ist Wert bei deutschen Werten z.B.
den DVFA Gewinn auf Basis der im Geschäftsbericht
veröffentlichten Daten?
z.B.
Wenn ja, so bin ich der Meinung, das dieser allenfalls sagt,
ob die Aktie oder der Index in der Vergangenheit „fair“
bewertet war. Wobei man sich trefflich steiten kann, was der
„faire Wert“ ist. Um die Vorteilhaftigkeit der Investition in
einen Index zu beurteilen, benötigt man meines Erachtens das
Wissen über die zukünftige Gewinnentwicklung.
Wissen? Man braucht eine eigene, vernünftige Einschätzung. Man muß doch eine eigene Meinung dazu haben, wie sich das Unternehmen für den angenommenen Investitionszeitraum entwickeln wird. Sich diese Überlegungen von einem Analysten abnehmen zu lassen, halte ich für falsch. Das letzte mal, daß ich mich von der geballten Meinung der Analysten zu einer Aktivität hinreißen ließ, habe ich jedenfalls bereut. Ich war schon vor gut drei Jahren der Ansicht, daß Merck gut Zukunftsaussichten hat. Das Geschwafel der Analysten brachte mich dazu, das Papier mit schon damals rd. 60% mit Gewinn zu verkaufen - heute wären es an die 200% gewesen.
Und bevor jemand auf diesen Gedanken kommt: Meine Ansichten bzgl. Analysten entspringt nicht eigenen, schlechten Erfahrungen als Anleger, sondern meiner eigenen, schlechten Erfahrungen auf persönlicher Ebene. Nachdem ich einige Analysten live kennengelernt hatte und merkte, was da für Pappnasen unterwegs sind, sah ich deren Kommentare mit anderen Augen. Man darf nicht aus den Augen verlieren, daß dort Leute sitzen, die den Beruf des Analysten nicht wirklich erlernt haben, sondern meist dazu gekommen sind wie die Jungfrau zum Kinde, und darüber hinaus letztlich die gleichen Informationen zur Verfügung haben wie die Anleger.
was Du über die Analysten schreibst, ist absolut richtig.
Meinst Du mit dem letzten Ist Wert bei deutschen Werten z.B.
den DVFA Gewinn auf Basis der im Geschäftsbericht
veröffentlichten Daten?
z.B.
Wenn ja, so bin ich der Meinung, das dieser allenfalls sagt,
ob die Aktie oder der Index in der Vergangenheit „fair“
bewertet war. Wobei man sich trefflich steiten kann, was der
„faire Wert“ ist. Um die Vorteilhaftigkeit der Investition in
einen Index zu beurteilen, benötigt man meines Erachtens das
Wissen über die zukünftige Gewinnentwicklung.
Wissen? Man braucht eine eigene, vernünftige Einschätzung. Man
muß doch eine eigene Meinung dazu haben, wie sich das
Unternehmen für den angenommenen Investitionszeitraum
entwickeln wird. Sich diese Überlegungen von einem Analysten
abnehmen zu lassen, halte ich für falsch. Das letzte mal, daß
ich mich von der geballten Meinung der Analysten zu einer
Aktivität hinreißen ließ, habe ich jedenfalls bereut. Ich war
schon vor gut drei Jahren der Ansicht, daß Merck gut
Zukunftsaussichten hat. Das Geschwafel der Analysten brachte
mich dazu, das Papier mit schon damals rd. 60% mit Gewinn zu
verkaufen - heute wären es an die 200% gewesen.
ich stimme Dir vom Grundsatz her absolut zu. Analysten sind aber dennoch nicht nutzlos. Sie sind ein recht guter Kontraindikator.
Eine eigene Meinung zu haben ist wichtig. Die meissten Anleger haben aber weder die Fähigkeit noch die Informationsbasis noch die Zeit, sich eine fundierte Meinung zu bilden.
Und bevor jemand auf diesen Gedanken kommt: Meine Ansichten
bzgl. Analysten entspringt nicht eigenen, schlechten
Erfahrungen als Anleger, sondern meiner eigenen, schlechten
Erfahrungen auf persönlicher Ebene. Nachdem ich einige
Analysten live kennengelernt hatte und merkte, was da für
Pappnasen unterwegs sind, sah ich deren Kommentare mit anderen
Augen. Man darf nicht aus den Augen verlieren, daß dort Leute
sitzen, die den Beruf des Analysten nicht wirklich erlernt
haben, sondern meist dazu gekommen sind wie die Jungfrau zum
Kinde, und darüber hinaus letztlich die gleichen Informationen
zur Verfügung haben wie die Anleger.
Nach meiner Meinung haben die Analysten zumindest im Bankgewerbe eine gute und fundierte Ausbildung. Die Ergebnisse werden aber dadurch trotzdem nicht besser. Wenn man sich anschaut, mit wieviel geschätzten Zahlen die Analysten arbeiten (und letztlich sind alle in die Zukunft gerichteten Zahlen nichts anderes als Prognosen) ist es für mich immer wieder erstaunlich, wenn ich Gewinnzahlen sehe, die die zweite Nachkommastelle ausweisen und das noch für das übernächste Jahr. Auch hier, und das ist wohl Deine Meinung, hilft der gesunde Menschenverstand mehr als blinde Zahlengläubigkeit.
was läßt sich denn das auslegen? Der Kurs oder der Gewinn?
Die Einschätzung der Analysten. Gerd sprach davon, dass die
KGV’s oft vorenthalten werden. Was man meistens findet, sind
jedoch Analysteneinschätzungen der Banken - und die sind mit
Vorsicht zu genießen.
die kann man gar nicht genießen, weil sie durch die Bank -
Ausnahmen mag es geben - für den Eimer sind. Man kann aber ein
KGV auch anhand des letzten IST-Wertes berechnen, was ich
durchaus für vernünftig halte und keinerlei Annahmen
beinhaltet.
Hm, aber Indexzertifikate werden doch von den Banken herausgegeben, und diese halten sich faktisch alle sehr bedeckt… Ich denke, ein weitgestreuter Vergleich bringt auch einige Sicherheit (wenn es die überhaupt gibt). Was ich nicht verstehe, ist der Vorschlag der IST-Wert-Berechnung. Bei Indizies??? Irgendwie verstehe ich das nicht wirklich. Kannst Du es erklären? Denn ich kenne bislang nur die Variante Börsenkurs : Jahresgewinn pro Aktie, wobei ich beim Jahresgewinn immer auch noch das EBIT und das EBITDA hinzuziehen würde.
Hm, aber Indexzertifikate werden doch von den Banken
herausgegeben, und diese halten sich faktisch alle sehr
bedeckt… Ich denke, ein weitgestreuter Vergleich bringt auch
einige Sicherheit (wenn es die überhaupt gibt). Was ich nicht
verstehe, ist der Vorschlag der IST-Wert-Berechnung. Bei
Indizies???
Das geht genauso gut oder schlecht wie mit Schätz-/Prognosewerten oder mit was solltest Du das Index-KGV berechnen?
wie ich schon ganz zu Beginn erwähnte, ist es bei Indizes sehr schwierig. Da hat man eben sehr viel Prognose drin. Das Einzige, wie man sich da halbwegs „schützen“ kann, ist meiner Meinung nach, die Analysewerte sehr vieler Banken miteinander zu vergleichen. So hat man wenigstens eine Art Mittelwert.