Kieferaufbau

Hallo,

meine Mutter macht sich Gedanken, weil ihr Unterkieferknochen immer schwächer wird und aufgebaut werden muss. Wie funktioniert so etwas? Ist es eine gefährliche / langwierige Operation? Wer kann was dazu schreiben oder hat es gar schon hinter sich?

danke, ich wünsch Euch ein frohes Weihnachtsfest!

snej

Servus Snej,
vielleicht schaust Du erst mal da nach:

http://www.chirurgie-portal.de/mkg-chirurgie/knochen…

Dann blickst möglicherweise auf einem viel höheren Niveau nicht durch :wink:

Wenn Du dann mit weiteren Fragen wiederkommst, solltest Du vielleicht schon eine Antwort auf eine Frage von mir haben:

Wer hat (Zahnarzt, Klinik, Freundin, Publikumsmedium), warum, Deiner Mutter, für welchen Kiefer (Ober- oder Unter-) diesen Rat gegeben?

Kai

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Hallo Snej,

so eine OP kann tatsächlich ziemlich lange dauern, wenn Komplikationen (z.B. Knochen von Zysten zerfressen) eingetreten sind, die vorher dem Facharzt nicht ersichtlich waren. Es gibt keine Garantie, dass der Knochen nach solch einem Aufbau auch so erhalten bleibt. Er kann sich innerhalb eines Jahres auch wieder in den ursprünglichen Zustand zurück entwickeln, selbst wenn man eigenes Knochenmaterial (z.B. aus dem Kinn oder häufiger aus dem Beckenkamm) verwendet! Merkwürdigerweise wird dieser Umstand nie erwähnt…

Im allgemeinen kann so eine OP auf dem Zahnarztstuhl unter Narkose erfolgen. Die maximale Grenze für solch eine umfangreiche OP in der Praxis sollte nicht höher als 4 Stunden betragen - das ist aber schon der Knaller. Man rechnet jedoch meistens mit 2 Stunden.

Der Patient braucht nach solch einer langen OP eine rund um Betreuung von mindestens 24 Stunden, länger wäre noch besser. Schon einige Tage vor der OP sollte der Patient seinen Körper darauf vorbereiten, in dem er z.B. Arnica C30 als Streukügelchen zu sich nimmt.

Der Betreuer sollte wissen, dass es dem Patienten nach der OP richtig schlecht gehen kann. Z.B. Schüttelfrost, weil die Narkose so lange gedauert hat. Es wäre völlig falsch, den Patienten dann ins heisse Badewasser zu stecken, weil der Kreislauf sonst einen Kollaps erleiden könnte. Hier sollten mit vielen Decken Abhilfe geschafft werden. Die Wangen hingegen brauchen Kühlung, um ein Abschwellen zu erreichen. Auch ein Würgegefühl oder Erbrechen kann sich nach der OP einstellen.
Wichtig ist, dass trotz des enormen Schlafbedürfnis des Patienten die verschriebenen Medikamente zeitgerecht eingenommen werden. Arnica sollte auch Tage nach der OP nicht vergessen werden. Als Speisen nach der OP würde ich leichte Speisen, aber stärkende empfehlen, wie z.B. Hühnersuppe.

Falls deine Mutter solch einen Eingriff vor hat, sollte sie sich unbedingt an einen Facharzt wenden, der nicht nur einmal im Jahr so etwas macht.

Liebe Grüße
Asmodine

PS: Falls noch Fragen bestehen und ich sie beantworten kann, helfe ich auch gern per Mail weiter.