Liebe/-r Experte/-in,
ich hoffe, Sie können mir weiterhelfen.
Ich habe seit ca 1 Woche starke Schmerzen im Bereich des linken Kiefergelenks, also direkt unterm Ohr. Kann auf der Seite kaum kauen, kriege auch den Mund nicht weit auf. Seit 3 Tagen tut auch das andere Kiefergelenk etwas weh. War zuerst bei einer HNO-Ärztin, da ich direkt vorher eine starke Kieferhöhlenentzündung hatte. Die meinte aber, die Entzündung sei ausgeheilt, konnte auch am Ohr nichts feststellen und hat mich deshalb zum Zahnarzt geschickt. Der hat mich geröngt, wobei aber kein Befund zu erkennen war, außer dass meine Kieferhöhlenentzündung wohl doch noch nicht ganz ausgeheilt sei. Laut ihm liegen die Schmerzen nur an einer extremen VErspannung, da ich nachts immer mit den Zähnen knirsche. Er hat mir jezt eine neue Aufbisschiene verschrieben (habe schon x Schienen kauputtgebissen…), eine Behandlung beim Ostheopathen (wobei der leider erst in 1 Monat Termine frei hat) und ein Muskelrelaxans (Diazepam). Die Bisschiene ist leider auch noch nicht fertig, also behandle ich die Schmerzen bis jetzt nur mit Diazepam. Es ist bisher nur leider kaum besser geworden. Kann es vielleicht sein, dass die Schmerzen doch eine andere Ursache haben, z.B. eine Entzündung, die man beim Röntgen nicht sehen konnte? Was kann ich noch tun, um die Schmerzen zu lindern? An was für einen Arzt könnte ich mich noch damit wenden?
Erwähnenswert ist wohl noch, dass ich zur Zeit mein Abi nachmache, habe in einem Monat die ersten Prüfungen, stehe also sehr unter Stress.
Tut mir leid, dass ich mich nicht kürzer fassen konnte, aber fand alles, was ich geschrieben habe, wichtig, um sich ein Urteil bilden zu können.
Wäre sehr dankbar für eine Antwort!
MfG
Hallo!
Es scheint so, dass bei Dir die Reste der Entzündung
und Stress die Hauptursache für Deine KG-Probleme sind
(wobei eine Frendiagnose nicht 100% genau zu treffen
ist). Andere Entzündungen z.b. im Knochen durch Zähne
oder sogenannte Abszesse zwischen den
Muskulatursträngen im dem Bereich kann man sicher
anhang Röngenbild oder auffallende Schwellung erkennen.
Die Überweisung zum Ostheopathen ist ein guter Schritt,
vielleicht suchst Du Dir auch mal einen Therapeuten mit
manueller Therapie, der die Verspannung lösen und ggf.
erkennen kann, ob ein falscher Biss die Verspannung
auslöst. Ansonsten versuche Dich möglichst viel mit
z.B. Musik und Augen zu zu enspannen!
Viel Erfolg
Katrin
Team: Anfragetext entfernt
Vielen Dank für die Antwort! KLingt alles logisch! Wie kann sich denn durch die Augen entspannen?
Vielen Dank für die Antwort! KLingt alles logisch! Wie
kann
sich denn durch die Augen entspannen?
Hallo!
Ich verstehe zwar Deine letzte Frage nicht wirklich,
aber ich versuche Dir mal etwas die Ostheopathie und
die manuelle Therapie zu erklären:
Die manuelle Therapie ist der Abrechnungsbegriff dieser
Behandlungsrichtung, aber eigentlich nur ein Teil von
dem, was ein Ostheopath macht. Nur beherrschen auch
einige Zahnärzte diese Form der Behandlung. Durch
bestimmte Bewegungen, Haltungen, Druckpunkte etc. kann
die (Kiefer)Muskulatur entspannt werden.
Da ich kein Experte in dieser Richtung bin, schick ich
Dir mal einen Link zu:
http://www.therapeuten.de/therapien/osteopathie.htm
Ich hoffe, das hilft Dir eher weiter!
lg Katrin
Hallo,
so wie Du die Beschwerden schilderst, denke ich, dass Du (Ihr)
mit der Diagnose Kiefergelenkdysfunktion schon sehr richtig
liegt. Auch der eingeschlagene Therapieweg scheint mir der
richtige zu sein. Leider ist es in der Regel so, dass sich eine
Verbesserung des Zustandes nur sehr langsam und zögerlich
einstellt. Priorität hat sicherlich die Schienentherapie, die die
extrem starke Belastung der Gelenke durch das nächtliche
Knirschen erheblich dämpfen kann. Hier ist ein intensiver
Erfahrungsaustausch mit Deinen Za.-Arzt gefragt, da es sehr
unterschiedliche Schienenkonzepte gibt und man die jeweils
individuell beste Schiene für den Patienten finden muss. ( Kann
übrigens Geld kosten, da die Krankenkasse eine Kiefergelenk-
therapie in der Regel nicht bezahlt). Ich selbst verwende häufig
relativ weiches Schienenmaterial, da es von den Patienten als
sehr viel angenehmer empfunden wird. Das einzige, aber auch
gleichzeitig wichtigste, was Du tun kannst, ist zu versuchen, den
Abiturprüfungsstress nicht mit in den Schlaf zu nehmen. Das ist
leicht gesagt und ebenso schwer umzusetzen. Aber für die
Gesundung ist einzig und allein entscheidend, dass Du die
Belastungen deutlich verringerst.
Gute Besserung.
W. W.
Team: Anfragetext entfernt