Kierkegaard über Kindertaufe

Hallo!

Sören Kierkegaard hat bekanntlich über das „bestehende Christentum“ ätzenden Spott ausgegossen, insbesondere über den Brauch, Säuglinge zu taufen. Der Glaube sei ein Sprung, und dieser Sprung werde eben durch die (freiwillig angenommene) Taufe symbolisiert (so ähnlich).
An irgendeiner Stelle fügt er aber hinzu, wer als Säugling getauft sei, müsse den Sprung nachher sozusagen als „Sprung auf der Stelle“ nachholen.
Ich habe das irgendwann gelesen und würde die Stelle gerne wiederfinden. Kann mir jemand helfen?

Adrian

Hallo Adrian,

Sören Kierkegaard hat bekanntlich über das „bestehende
Christentum“ ätzenden Spott ausgegossen, insbesondere über den
Brauch, Säuglinge zu taufen. Der Glaube sei ein Sprung, und
dieser Sprung werde eben durch die (freiwillig angenommene)
Taufe symbolisiert (so ähnlich).
An irgendeiner Stelle fügt er aber hinzu, wer als Säugling
getauft sei, müsse den Sprung nachher sozusagen als „Sprung
auf der Stelle“ nachholen.
Ich habe das irgendwann gelesen und würde die Stelle gerne
wiederfinden. Kann mir jemand helfen?

ich finde die Stelle auch nicht, sorry. Aber frag soch mal bei den Theologen.

Gruß

Thomas Miller

Hallo Adrian,

„Die Pfarrer, diese heiligen Männer, verstehen ihr Handwerk recht gut. Und gleichfalls verstehen sie: Wenn es so wäre, wie es das Christsein erfordert, und jeder vernünftige Mensch einsieht, daß einer sich nur dann entscheiden kann, wenn er zu Jahren gekommen ist, das verstehen die Pastoren auch sehr gut, nämlich daß dann aus ihrem Gewerbe nichts Ordentliches werden könnte.“ sagt Kierkegaard über die Taufe… von einem Sprung steht hier nichts, aber das erfaßt es doch schon ganz gut, oder?

Hier http://www.markokleiber.de/index-6.html habe ich eine Magisterarbeit gefunden, Thema: „Der Augenblick: ästhetisch - ethisch. Zu einem anthropologischen Grundthema bei S. Kierkegaard“. Vielleicht möchtest Du Dir das mal anschauen. Da steht z. B.: "Kierkegaard geht es um die „Taufe des Willens“, „daß man das Wollen wählt“. Das Ich wählt sich dabei letztlich selbst; Kierkegaard schreibt sogar: „es empfängt sich selbst.“ Was aber ist dieses Selbst, das da im Augenblick der Wahl so absolut bejaht werden soll?

Falls Dir das nicht weiterhilft, schließe ich mich Dr. Miller’s Rat an: Vielleicht können die Theologen weiterhelfen. :smile:

Liebe Grüße, Nike

Danke!
Das ist zwar nur die eine Seite der dialektischen Medaille, und ich weiß, dass K. an einer Stelle, wo er sich von keinem der „heiligen Männer“ belauscht fühlte, auch anderes zu sagen wusste (eben das suchte ich).
Nichtsdestotrotz: danke!

A.