KiGa-Ausstieg: was t/nun?

Guten Morgen,
wir haben 14 Monate KiGa-Besuch mit einem Ende mit Schrecken (quasi) beendet.
Die Krise bahnte sich eigentlich schon nach einem Vierteljahr an, liess sich aber bis zum Sommer letzten Jahres „hinausschieben“. Nun ist das Verhalten der Gruppenleiterin (vorallem) unhaltbar für uns geworden. Ich möchte eigentlich nicht zu sehr ins Detail gehen, warum es dazu gekommen ist, sondern von Euch gerne wissen, was wir jetzt machen sollen.

Wir haben einen anderen KiGa im Auge, der aber erst im Sommer einen Platz für unsere Tochter (4) haben wird. Wir möchten ungerne unsere Tochter für ein halbes Jahr in einen anderen KiGa bringen (falls es einen Platz gäbe), weil sie sich dann vielleicht gerade eingelebt hat, wenn wir sie dann in den eigentlichen KiGa „versetzen“, wo sie sich dann erneut einleben müsste. (Vielleicht lebt sie sich in anderen KiGä auch besser ein als in dem bisherigen (aufgrund einer besseren Integration durch die Erzieher), aber das wissen wir nicht.)

Was also tun? Wir haben unsere Tochter aus dem KiGa genommen, weil sie dort praktisch nicht integriert gewesen/worden ist. (Näheres konnten wir leider nicht eruieren, da die Gruppenleiterin kein Gespräch mit uns ermöglicht, wünscht, durchführen möchte.)
Sie hat leider kaum Kontakt zu den KiGa-Kindern geknüpft /knüpfen können, weshalb es jetzt schwierig ist zu sagen, dass man regelmässige Besuche einführt, damit sie Kontakt zu Gleichaltrigen behält. In unserem Wohnort gibt es leider kaum gleichaltrige Kinder, und wenn, sind es nur Jungen /Geschwisterjungen, die entweder nur vor der Glotze hängen (erstere) oder sich mit sich beschäftigen (letztere), oder zu weit weg (über eine belebte Strasse )wohnen. (Ich habe nichts gegen Jungen (auch nicht gegen ihre klassische Technik-Orientierung, die wir für unserer Tochter nicht ablehnen), aber sie spielen irgendwie anders, habe ich den Eindruck, und ein Mädchen in der Gesellschaft unserer Tochter wäre wünschenswert, aber was nicht ist, kann man nicht ändern.)

Vielleicht ist der soziale Kontakt zu Gleichaltrigen jetzt auch nicht so wichtig, Hauptsache, sie ist aus dem KiGa raus, in dem sie sich nicht wohl gefühlt hat, in dem sie von einzelnen Kindern auch massiv drangsaliert worden ist (wo sie Erzieher einfach mal ein machtwort sprechen müssten - nicht, um unsere Tochter in Schutz zu nehmen, sondern um die „Täter“ prinzpiell in die Schranken zu weisen).
Ihr „Problem“ ist, dass sie aufgrund ihrer Grösse von den Kindern (und den Erziehrn) überschätzt worden ist in dem, was sie alterentsprechend durchschnittlich können müsste. (Was muss ein Kind schon können?! Ich mag es nicht mehr hören!). Dass die Kinder sie überschätzen, kann ich verstehen. Aber dass die Erzieher sich nicht ausreichend bewusst gemacht haben, dass sie eben erst 3 bzw. 4 jahre alt ist und deswegen vielleicht noch nicht so geschickt ist, mit Schere und Klebstoff (als Beispiel) umzugehen, oder von der Auffassungsgabe noch nicht so weit ist wie ein 5-6jähriges Kind (als das sie druchgehen könnte), oder ihr Sozialverhalten noch nicht so weit ewntwickelt ist,— das können wir nicht verstehen. dann hätten sie evtl. auch auf die Kinder „Einfluss“ nehmen können (Verständnis wecken), damit die Kinder unsere Tochter verstehen.
Versteht mich nicht falsch: unsere Tochter sollte keinesfalls in Watte gepackt werden; sie muss lernen, sich durchzusetzen usw. Aber wir denken, dass man sie hätte da irgendwie unterstützen müssen. Wir denken, Erzieher lernen solche Methoden. Vielleicht irren wir uns auch. Klären konnte wir diesen Punkt, wie gesagt, nicht (s.o.).(Hätten sie die methode gewusst, hätten sie sie ja auch anwenden können.)

Uns schwebt jetzt vor, z.B. regelmässig mit ihr zu basteln, zu malen, zu singen usw., aber nicht aus unserer Perspektive (wie wir es bisher gemacht haben), sondern wir würden uns anlesen, wie man kindgerecht (mit Kindern) bastelt, malt usw. Meint Ihr, so ein Erzieher-Ausbildung im Kleinformat bzw. -Crashkurs:wink: (mit Hilfe von Büchern aus der Stadtbücherei) ist sinnvoll?

Nagut, viel geredet, doch erklärt, weiter ratlos.
Jetzt ist Eure Erfahrung gefragt: was würdet Ihr machen? Was habt Ihr gemacht? Wie habt Ihr Euch für euch selbst Freiräume geschaffen (immerhin ist das Kind nun wieder den ganzen Tag zuhause, da hat mein Mann nicht mehr seine 3 Stunden „Ruhe“, die er für die Hausarbeit o.a.genutzt hat)? Je mehr es im KiGa abwärts ging, dest grösser ist ihre Anhänglichkeit geworden: sie hat es am liebsten, wenn man die ganze Zeit neben ihr im Zimmer sitzt und mitspielt (wir sollen MITspielen, die Ideen hat sie -zum Glück:wink:), was einfach nicht geht, aber trotzdem machen wir es immer wieder, weil wir -glaube ich- ein schlechtes Gewissen haben: sie hat ja sonst niemanden, mit dem sie spielt (und sie spielt mit niemandem, weil wir ja mit ihr spielen?!); dann lieber mit einem Erwachsenen als mit keinem? –
Uns ist völlig klar, das es Zeiten geben muss, wo man gemeinsam etwas macht, und Zeiten, wo sie sich alleine beschäftigen muss.
Na, ich lass es mal gut sein.

Vielen Dank für Eure Statements (wie gesagt, möglichst nicht zum Thema, wieso und warum es im KiGa schief gelaufen ist, sondern was wir jetzt bis zum Sommer machen:wink: )
Deborah

Hallo Deborah,

also ich persönlich würde die Zeit bis zum Sommer ohne Kiga überbrücken. Eben aus den von Dir erwähnten Gründen. Ich befürchte auch, daß ein doppelter Wechsel sie evtl überfordert.
Ich würde aber auch mit den zukünftigen Betreuern ein intensives Gespräch führen, in dem Ihr möglichst viel über die Kleine erzählt, damit sich die Betreuer auch auf sie einstellen können und solche Über-oder auch Unterforderungen vermieden werden können.

Wenn es Dem Kind in dem bisherigen KiGA eh nicht gefallen hat und sie nicht richtig integriert wurde, wird ihr der Ausstieg auch vermutlich nicht wirklich schwer fallen.

Da es bei Euch privat keine so richtig geeigneten Spielpartner zu geben scheint, würde ich oft Orte mit ihr besuchen, an denen sich andere Kinder aufhalten. In diesem Alter meine ich muß man noch keine Freunde mit nach Hause schleppen…genauso denke ich, es ist kein Muß, mit 4 jahren sozial perfekt zu sein. Die Kids lernen doch gerade erst, wie man überhaupt spielt, da müßen sich nicht gleich immer miteinander spielen.
Manchmal bedeutet die Aufforderung „Spiel mit“ auch nur, daß das Kind möchte, daß jemand einfach nur anwesend ist, damit es sich nicht alleine fühlt.

Grüße Maja

Hi Deborah,

ich gehe mal, wie von Dir gewünscht, nur auf das „was nun“ ein:

Ich würde Deiner Kleinen Zeit geben, bis sie in den anderen Kindergarten gehen kann. Vielleicht ist es gerade nach der Krise im alten Kindergarten ganz gut für Deine Tochter, wenn sie zur Ruhe kommen kann.

Ein „Zwischenkindergarten“ würde heißen: Wieder neue Kinder, wieder neue Betreuer. Kindergarten ist, bei allen positiven Seiten, immer schrecklich anstrengend für ein Kind. Eindrücke und emotionale Herausforderungen müssen bewältigt werden.

Die letzte Erfahrung war für Deine Tochter nicht sehr gut. Ein halbes Jahr Zeit und Geborgenheit zu Hause schaden ihr glaube ich nicht, und Ihr als Eltern habt Zeit, bis zum Sommer in ihr wieder Freude und Lust am neuen Kindergarten zu wecken.

Liebe Grüße,
Nike

Hallo, Deborah!

Wie schade für eure Tochter, so eine enttäuschende Erfahrung mit dem Kindergarten-Besuch gemacht zu haben. Wie sieht sie selbst denn die Situation mit dem neuen Kindergarten? Freut sie sich drauf? Oder hat sie eher Angst davor? Vielleicht lohnt es sich, im neuen Kindergarten nachzufragen, ob sie ein- oder zweimal wöchentlich nachmittags kommen darf. Ich weiß von Kindergärten mit Nachmittags-Öffnungszeiten (herrliches Bandwurm-Wort *g*), daß das möglich ist. Allerdings setzt das eine reguläre Anmeldung zum jetzigen Zeitpunkt voraus, allein versicherungstechnisch.
So hätte sie die Möglichkeit, sich langsam an die neuen Kinder und Erzieher(innen) und den Alltag dort zu gewöhnen.

Alles Gute für euch, und grüß die kleine Maus von uns (sofern sie sich noch an uns erinnert) -

Sams

Hallo,

ich stimme voll in den Chor „Keinen Zwischenkindergarten“ mit ein.
Für so kleine Große finde ich Körperbeherrschung sehr wichtig. Ich würd mit ihr in wenigstens eine Turngruppe gehen und sehr, sehr viel raus in die Natur. Wenn man so groß ist, hat man’s schwer genug. Da sollte man, so möglich, wenigstens auch stark und fit sein. Und wenn sie, was Turnen, Schwimmen, Ballspielen usw. angeht einen Vorsprung hat, ist das eine Menge wert.
Es gibt auch Musikgruppen für so ganz kleine. Und das ist ein anderer Bereich, der Ausgleich schafft. Auch auf lange Sicht.

Ich würde nicht versuchen, ein Programm mit ihr durchzuziehen, das dem Kindergarten nahe kommt. Weil sie sich sonst später vielleicht langweilt. Und wenn es zu schön ist zu Hause, will sie nachher gar nicht wieder los, wenn der andere Kindergarten ansteht.
Ansonsten ist pädagogische Bildung natürlich immer sinnvoll. :o)

Gib ihr Lieder und Geschichten, gib ihr frische Luft und Bewegung. Alles, was sie sonst noch will und braucht, wird sie Euch schon kundtun.
Viel Glück

Heike

Zu dem was sinnvoll ist wurde ja schon einiges gesagt, da will ich nicht auch noch mitseiern. Aber zu Deiner Aussage:

Uns schwebt jetzt vor, z.B. regelmässig mit ihr zu basteln, zu
malen, zu singen usw., aber nicht aus unserer Perspektive (wie
wir es bisher gemacht haben), sondern wir würden uns anlesen,
wie man kindgerecht (mit Kindern) bastelt, malt usw. Meint
Ihr, so ein Erzieher-Ausbildung im Kleinformat bzw.
-Crashkurs:wink: (mit Hilfe von Büchern aus der Stadtbücherei)
ist sinnvoll?

hätte ich schon noch eine Frage.
Wie habt Ihr denn bisher mit Eurer Tochter gebastelt, daß Ihr jetzt in die selbstverordnete Nachhilfe müßt?
Wenn ich Dein Posting richtig verstanden habe liegt dort der Hauptgrund für Eure Probleme.
Gruß Dobbs

Hallo Deborah

Ich sehe das gar nicht so problematisch, wenn dein Kind jetzt mal bis zum Sommer zuhause bleibt. Andere Kinder gehen in dem Alter erst hin. Also keine Angst vor einer Pause. Die Idee, zu Hause dies und das mit ihr zu machen, ist gut, dennoch muss auch das Selbständige gefördert werden.Also, immer mal was alleine machen und nicht immer mit-spielen. Sonst wird dann die Trennung im Sommer nach den schlechten Erfahrungen schwer.
Was mir an deinem Posting zu denken gibt ( ohne zu wissen, wie lang deine Tochter im Kiga war ), ist die schwierige Situation.Warum hatte sie keine Freunde? Warum hat sie anderen Anlass zu Hänseleien geboten? Und warum schließlich war das Verhältnis zur Kindergärtnerin so schlecht? Ich möchte nicht, dass du mir diese Fragen beantwortest, aber du solltest sie unbedingt dir/Euch stellen. Manchmal liegen die Probleme ganz woanders und dies sollte geklärt sein, bevor im neuen Kiga dieselben Sachen wieder auftreten.
Dies schreibe ich jetzt natürlich, ohne nähere Informationen zum Hintergrund der Geschichte, vielleicht liege ich völlig falsch. Dann vergiss es.
Liebe Grüße
R.

Hallo Deborah,

unsere Tochter wurde von uns nach 2 Monaten aus dem Kiga genommen. Sie war damals gut dreieinhalb Jahre alt. Die Gründe spielen hier keine Rolle, würden das Forum sprengen.

Auch bei ihr bestanden noch keine besonderen Kontakte zu Gleichaltrigen, allerdings spielte sie oft mit der 2 Jahre älteren Schwester und deren Freundinnen.

Wir haben damals mit ihr ausgemacht, dass wir einen anderen Kiga suchen würden und auf einen regelmäßigen Kiga-Besuch von mindestens einem Jahr vor der Einschulung bestünden. Sie hat diese Abmachung eingesehen und sich nach „Erholung“ von ihrem mißglückten Start sehr für die beiden anderen Kigas im Einzugsgebiet interessiert. In einen ging sie dann übrigens ein Jahr später sehr gerne und wurde problemlos integriert.

Die Monate dazwischen waren manchmal hart, insbesondere, weil man hier im Dorf natürlich ständig angequatscht wird, wenn man mit einem Kindergartenkind beispielsweise einkaufen geht („Na, bist du denn heute nicht im Kiga ?“). Natürlich langweilte unsere Tochter sich auch ab und zu. Unser Jüngster war noch ein ganz frisches Baby, an eine „Privaterziehung“, wie sie Dir vorschwebt, war daher nicht zu denken.

Es hat ihr trotzdem - oder vielleicht gerade deshalb - viel gebracht. Sie hatte die nötige Zeit, sich selbst zu „finden“, nachzudenken, zu spielen. Letzten Endes ist sie in ihrer Persönlichkeit gereift, es hat ihr gut getan.

Das sind nur unsere persönlichen Erfahrungen. Ich denke, wenn ein Kind ein entsprechendes Umfeld hat (Zugang zu Materialien, Bewegung, frische Luft), dann schadet eine Kindergartenunterbrechung auch dann nicht, wenn das Programm daheim nicht ganz so perfekt ist.

Viele Grüße,

Sylvia

Hallo,
vielen Dank für Eure Meinungen.
Unsere Tochter beschloss gestern morgen, obwohl am Nachmittag noch Turnen gewesen wäre, was sie gerne mag, nicht mehr in den KiGa zu gehen, nachdem wir am Mittwoch Nachmittag schon angedeutet hatten, dass es in diesem KiGa bald ein Ende gäbe (wir wollten ihr einen langsamen Abschied ermöglichen und sie erst Montag nicht mehr hingehen lassen). Mein Mann meinte, ihr sei die Erleichterung schon gestern anzumerken gewesen. Ich fand es auch sehr entspannend. Natürlich ist von uns allen jetzt eine Last gefallen, selbst wenn für uns Eltern es unbefriedigend ist, kein Gespräch mehr mit dem KiGa-Personal gehabt zu haben. Wir können da nur mutmassen, was WIR evtl. gegenüber dem KiGa (oder dem Kind) nicht richtig gemacht haben, und das werden wir versuchen, im neuen KiGa zu ändern.

Zu diesem Crashkurs: das war nur eine Idee. Pädagogische Bildung ist nützlich, aber es gibt etliche „Theorien“, und man muss aufpassen, dass man sich seinen eigenen Menschen- oder Elterninstinkt nicht mit Ratgebern „verbiegt“. Wir haben natürlich mit unserer Tochter schon gemalt und gebastelt, aber vielleicht zu fordernd, zu sehr auf Perfektion hinaus (in der Beziehung arbeite ich an mir:wink: ), zu sehr aus dem Denken der Erwachsenen heraus. Nur als Beispiel: ich habe mal gehört, dass Kinder in hoher Tonlage besser singen/ leichter singen können (was ja auch irgendwie logisch ist wegen der kürzeren Stimmbänder usw.), und seitdem spiele ich unserer Tochter Melodien lieber eine Oktave höher auf dem Klavier vor, als es mir angenehmer bzw. wie es vorgegeben ist. Solche Hinweise, bezogen auf Basteln usw., fände ich interessant, und vielleicht finde ich sowas ja in einem Buch; mehr meinte ich nicht.

Ihr habt uns Mut gemacht, dass es eine gute Zeit für unsere Tochter (und uns) werden könnte. Danke.

Bezüglich dieser Hinweise, die ich suche ((siehe Tonlage), werde ich mal eine Frage im Pädagogik-Brett stellen, aber falls hier jemand auch einen Tipp hat, dann: her damit (muss kein Buch sein, sondern kann ein Tipp sein, den jemand z.B. aus der Erzieher-Ausbildg. kennt).

Deborah

Hallo,

: Alles Gute für euch, und grüß die kleine Maus von uns (sofern
: sie sich noch an uns erinnert) -
Mal schauen, ob sie sich erinnert :wink:
Ich auf jeden Fall!!

Danke,
Deborah

Wie habt Ihr denn bisher mit Eurer Tochter gebastelt, daß Ihr
jetzt in die selbstverordnete Nachhilfe müßt?

Hallo Deborah,

warum macht Ihr mit dem Kind nicht einfach das, wozu Ihr Lust habt? Ich habe beispielsweise mit meinen Kinder NIEMALS gebastelt, weil ich das weder kann noch gerne tun mag. Ich wäre auch nie auf die Idee gekommen, mir irgendwelches Wissen oder irgendwelche Fertigkeiten hierzu anzulesen. Da gibt es doch wirklich näher liegende Dinge; tu etwas mir Ihr, das Dir liegt. Das andere bekommt sie doch im Kindergarten im Sommer alles wieder geboten, und es handelt sich doch nicht um ein zu schaffendes Pensum, bei dem man befürchten müßte, daß in einem halben Jahr Lücken auftreten. Geht doch mal ohne Ehrgeiz an die Sache ran…

Was ich z.B. gern mit meinen Kindern getan habe: Vorlesen, kleine Rollenspiele mit Kasperlepuppen oder Plüschtieren oder Fingern; Bücherei-Besuche (da gibts Kinderabteilungen), Schwimmen, kleine Ausflüge mit dem Fahrrad in die nähere Umgebung (es gibt doch immer irgenwo Enten zu füttern oder Steine ins Wasser zu werfen oder einen Kinderbauernhof oder einen Spielplatz); beim Modellieren mit Knetmasse oder Malen braucht ein Kind m.E. auch keine Hilfe, sondern nur freundliche Ermutigung - und was ganz wichtig ist: Material bereitstellen für die sinnvolle Beschäftigung alleine. Sinn und Zweck dieser Übergangszeit zuhause sollte meiner Meinung nach nicht sein, daß Deine Tochter lernt, daß Vater und Mutter pausenlos Programm machen und immer irgendetwas „passiert“. Langeweile - dosiert natürlich - enthält das beste kreative Potential!

LG
Aia

Hallo Aia,

Ich finde Deinen Artikel im Prinzip gut, aber:

(es gibt doch immer irgenwo Enten zu füttern

In Ballungszentren sind Teiche und Weiher oft am Umkippen oder bereits umgekippt, weil zuviele Wasservögel drauf leben. Enten fressen halt nicht nur so lustig, sie sch**** dann auch ins Wasser.

Enten füttern würde ich daher nicht unter die empfehlenswerten Tätigkeiten rechen.

Gruß, Karin