Also, jetzt reichts mir aber langsam: Eben lese ich wieder in einem Artikel, „dies oder jenes sei eine Killerapplikation“. Und ich habe überdeutlich den Eindruck, der Autor weiß selbst nicht so genau, was dieser Ausdruck meint, aber, das macht sich halt gut.
Und ich kann diesem Geschreibsel auch nicht entnehmen, wen oder was diese Software denn nun „killen“ oder aus dem Markt fegen oder sonst was anstellen und bewirken soll.
Vielleicht ist das ja solch ein Modewort, das in einiger Zeit wieder einschlafen wird, so daß jegliche Anstrengung schon heute verfrüht und unnötig ist: Würde ja ohnehin aussterben.
Ich bin aber strikt gegen dümmliches Nachplappern (und Nachschreibseln), und, damit ich endlich mitreden kann: Kann mir mal jemand in möglichst kurzen Worten erklären, was denn „eine Killerapplikation“ - wie falsch auch immer sein soll? Oder: Was man darunter „zu verstehen hat“?
Vielen Dank
Antal, unterwegs im Auftrag für die deutsche Sprache.
Und ich habe überdeutlich den Eindruck, der Autor weiß selbst
nicht so genau, was dieser Ausdruck meint , aber, das macht
sich halt gut.
Na ja, Anglizismen schleichen sich eben gerne ein
Kann
mir mal jemand in möglichst kurzen Worten erklären, was denn
„eine Killerapplikation“ - wie falsch auch immer sein soll?
Oder: Was man darunter „zu verstehen hat“?
Eine Killerapplikation (vom englischen „killer application“) ist eine Anwendung, die so attraktiv ist, dass der Käufer eine dazugehörige Hardwarekomponente nur deshalb kauft, weil damit diese besagte Anwendung genutzt werden kann. Ein aktuelles Beispiel wäre z.B. Email-
Push-Service für Handys und PDAs. Dabei wird man immer sofort vom PDA oder vom Handy informiert, sobald eine neue Email angekommen ist. Weitere Beispiele: push-to-talk beim Handy, Navigation beim PDA.
Hallo,
ich habe mich auch schon insgeheim über diesen Ausdruck amüsiert, weil mein Chef ihn ebenfalls benutzt.
Wir haben in unserer neuen Intranet-Software eine „Killerapplikation“, die einfach so wichtig und toll für die Mitarbeiter ist, dass alle ganz wild darauf sind, diese zu benutzen. Sie dient sozusagen als „Lockvogel“ für alle weiteren Anwendungen in unserem neuen Intranet, zu denen die Mitarbeiter dann noch (mehr oder weniger) gezwungen werden
Kann
mir mal jemand in möglichst kurzen Worten erklären, was denn
„eine Killerapplikation“ - wie falsch auch immer sein soll?
ganz einfach: Applikationen sind Aufnäharbeiten: Seiden-, Samt- oder Spitzenapplikationen. Werden sie nicht über, sondern unter die Kleidung aufgenäht, so wirken sie auf manche Menschen kitzelnd. Das sind dann Killerapplikationen.