Kind hat trotz guter Mundhygiene Karies

Mein Sohn ist 5 Jahre alt.

Da ich selbst schon als Kind sehr schlechte Zähne hatte und der Zahnarzt bei nahezu jeder Kontrolle eine neue Karies gefunden hat, achtete ich vom ersten Zähnchen an bei meinem Sohn extrem auf gute Zahnhygiene.

Er trinkt selten gesüsste Getränke, meist nur Leitungswasser, ist wenig Süßigkeiten, putzt brav die Zähne (inzwischen mit der elektrischen Zahnbürste), und abends putze ich auch immer noch einmal nach.

Trotz aller Vorsichtsmaßnahmen hat er nun schon die vierte Füllung bekommen (alle an den hinteren Backenzähnen, teilweise trat die Karies zuerst in den Zwischenräumen auf, so daß man sie nicht sehen konnte, bis sogar eine Ecke vom Zahn abbrach). Auf Anraten des Zahnarztes sind diese inzwischen schon versiegelt.

Was kann ich noch tun, um meinem Kind Dauerbesuche beim Zahnarzt zu ersparen? Ich komme mir langsam unglaubwürdig vor, weil ich ihm immer sage, dass man Zahnschmerzen und schlechte Zähne bekommt, wenn man sie nicht gründlich putzt und zuviel Süßes ist. Denn er ist in seinem Kindergarten derjenige, der die meisten Füllungen hat, und dass obwohl andere fast ständig mit Dauerlutschern und ähnlichen süßen Sachen im Mund herumlaufen.

Ich weiß, dass die Qualität der Zähne zu einem Großteil Vererbungssache ist, aber es muss doch trotzdem Möglichkeiten geben, ihn vor der nächsten Behandlung bewahren zu können.

Außerdem wurde bei ihm im Unterkiefer ein Kreuzbiss festgestellt, der in ein bis zwei Jahren behandelt werden soll. Der Zahnarzt hat angedeutet, dass ein Abschleifen der entsprechenden Zähne eine Zahnspange vermeiden würde. Mir ist nicht ganz wohl bei der Sache? Wie wird heutzutage normalerweise ein Kreuzbiss behandelt?

Servus Manuela,
ein einfacher- und ein schwierigerer Ratschlag:

  1. fluoridiertes Kochsalz verwenden

http://www.kariesvorbeugung.de/

  1. Weil Du das möglicherweise schon tust, wäre ein komplettes Ernährungstagebuch (eine Woche) Deines Buben hilfreich.

Es stimmt, daß es verschieden agressive Stämme von Mundbakterien gibt.
Es stimmt, daß nicht alle Zähne gleich widerstandsfähig gegen Karies sind.
Es stimmt aber auch, daß es keine Karies ohne Zucker gibt.
Ansonsten ist Dein eingeschlagener Weg schon richtig:
ZahnÄrztin früh mit einbinden
Alle Prophylaxeangebote nutzen
Auch kleinste Defekte sofort therapieren
Auf die neuen Zähne (ich wette, die unteren Schneidezähne sind schon locker) hoffen.
Nicht nachlassen

Kai

Auf die neuen Zähne (ich wette, die unteren Schneidezähne sind
schon locker) hoffen.

Noch wackelt nichts :wink:.

Ich hoffe auch auf die neuen Zähne, denn die Zahnärztin hat auch gesagt, dass es Fälle gibt, in denen die Milchzähne schlecht sind, die bleibenden dann aber robust und gesund. Schön wär´s…

Danke dir sehr für deine Antwort!

Hi

Ich muß wegen einer Zahnspange extrem auf Hygiene achten, daher meine Antwort hier.

Mir hat man von mehreren Experten erklärt, daß nicht die Menge von Zucker und Säure es ist, die die Zähne kaputtmachen, sondern die Zeit des Ausgsetztseins. D.h. eine volle Tafel Schokolade mit Kakao und sofortiges Zähneputzen ist weniger schlimm als drei Bonbons den ganzen Tag über verteilt zu lutschen und nur am Abend zu putzen.

Kohlensäurehaltige und/oder zuckerhaltige Getränke nehme ich nur durch Strohhalme zu mir. Dadurch fließt es an den Zähnen vorbei.

Das größte Problem ist das Putzen nach den Mahlzeiten, wenn man auswärts ißt. Also hauptsächlich eine Sache der Disziplin und Einstellung.

Ergebnis: Seit einem Jahr bis auf eine herausgebrochene alte Füllung kein Loch.

Gruß
d.

Hallo,

die Tipps der anderen sind schon mal hilfreich, um die Ursache zu finden, die vorallem in der Mundhygiene und der Ernährung liegen.
Aber Karies ist auch mittlerweile als Krankheit erkannt worden.
Der Kampf braucht leider seine Zeit.