Habe gerade ein kleines „Formulierungsproblem“:
Meine Tochter lebt bei der Mutter. Naja, meistens zumindest; die Kleine ist jedes WoE bei mir und immer dann, wenn die Mutter Vorlesungen o.ä. hat.
Sollte ich Lisa (meine Tochter) im Lebenslauf erwähnen oder nicht?
Bisher hab ich immer geschrieben
ledig, eine Tochter (3 Jahre)
Schreckt sowas eher ab (wegen Betreuung usw.)? Wenn ich ergänzen würde „lebt bei der Mutter“ is auch Mist. Also ganz weglassen? Oder spricht da was gegen?
Habt Ihr nen Tipp für mich?
Vielen Dank und Gruß
Vince.
Ich würde es erwähnen.
Weglassen - wie denn? - bringt ja nichts, denn über Deine Steuerkarte kommt es bei einer Einstellung ohnehin raus.
Außerdem gehen die meisten eh davon aus, dass ein Kind bei der Mutter lebt, wenn die Eltern getrennt sind.
Vielleicht hab ich mich falsch oder mißverständlich ausgedrückt: es geht mir nicht darum, meine Tochter bzw. ihre Existenz generell zu verschweigen. Meine Befürchtung ist die, dass vielleicht auch angenommen werden könnte, dass man wegen Kind/Familie keine Überstunden machen will, der Familie den unbedingten Vorrang einräumt, „mal ne Stunde eher weg muss“, etc.
Klingt blöd, ich weiß, aber ich hatte kürzlich in nem Vorstellungsgespräch das Gefühl, dass meine Tochter eine Art „Stolperstein“ hätte werden können. Deshalb frag(te) ich mich, ob das wirklich der Fall sein könnte und ob ich das in der Schriftform entschärfe. Denn man kriegt ja selten genug die Chance auf Erklärung im persönlichen Gespräch …
ich bin gelegentliche Entscheidungsträgerin bei den Neueinstellungen, und sag Dir deshalb mal wie ich das sehe:wink:
Lügen bzw. Verschweigen wichtiger Angaben sind ein absolutes Ausschlußkriterium. Damit kannst Du im Vorstellungsgespräch bzw. in der Probezeit mächtig auf die Nase fallen. Schliesslich will man dem neuen Mitarbeiter vertrauen. Und wer weiss schon was er noch verbirgt?!?
Bei Männern gehe ich erstmal davon aus, dass die Kinder anderweitig versorgt sind … ist ja auch meistens so.
frage ich im Vorstellungsgespräch nach den Einzelheiten. Wenn Du mich dann davon überzeugen kannst, dass Dein Kind nicht möglicherweise ständige Ausfälle verursacht, sehe ich da kein Problem.