Hallo, unser Sohn wurde mit 17 Monaten letzten Donnerstag operiert. Irgendwie wurde verschlampt, angeblich aus Zeitmangel, das Klaas in den Rausch gelegt werden sollte. Wir mussten den kleinen an der OP Schleuse abgeben. Er hat natürlich geweint.
Nach der OP haben wir gesehen das der Zugang am Fuß gelegt wurden ist. Diese Stelle war nicht mit Emlasalbe behandelt. Wir gehen davon aus das der Kleine auch das unter vollem Bewusstsein ertragen musste.
Ist das überhaupt zulässig??? Darf man einem Kind in dem Alter so etwas antun??? Danke für Eure Antworten!!!
Folgenden Beschwerdebrief haben an das Klinikum gesendet:
Guten Tag,
letzten Donnerstag wurde unser Sohn Klaas ( 17 Monate alt ) operiert. Er war als zweiter auf der OP Liste, um ca. 9.20 sollte er „dran“ sein. Am Morgen der OP warteten wir darauf das er sein OP Hemd anbekam und die Prämedikation erhält. Ein gewohnter Ablauf für uns als Eltern. Emlasalbe wurde zeitig auf Armbeuge und Handgelenk verabreicht. Sogar ein 2. mal kam eine Schwester herein mit einer Tube Emla in der Hand.
Klaas ist unser 4. Kind, seine 3 Geschwister wurden schon 7 mal unter Vollnarkose operiert. An diesem Morgen kam es aber anders.
Auf einmal klingelte das Telefon auf der C5, Klaas sollte sofort in den OP. Wir fragten die Schwester noch warum Klaas weder Prämedikation noch OP Hemd erhält. Sie meinte die Anästhesie hätte zu spät angerufen, dafür bliebe jetzt keine Zeit mehr, das bleibt aus. Nur im Body reiche jetzt aus.
Wir gingen zur Schleuse. Wir haben unser Kind bei vollem Bewusstsein, unter Tränen und Schreien an der Schleuse abgegeben. Klaas hat nicht gewusst was los war. Er muss sich so erschrocken haben, er hat Angst gehabt. All die grünen Menschen. Die fremde Umgebung. Wo sind meine Eltern? Was geschieht jetzt mit mir?
Schrecklich! Ein einschneidendes Erlebnis für ein Kind in diesem Alter. Seine Bezugspersonen geben ihn ab. Hilflos ausgesetzt.
Und wir haben noch mal an der Schleuse gefragt warum er kein Zäpfchen bekommen hat. Die Krankenschwester der C5 wollte uns dann aufklären das es auch mit Zäpfchen immer eine schwierige Situation für die Eltern sei (wie gut das es Klaas so einfach viel).
Obendrauf kommt das der Zugang am Fuß gelegt wurden ist. Ohne Emlasalbe. Am Handgelenk sei wohl ist nicht möglich gewesen. Der Einstich war zu sehen. Wir hoffen das unser Sohn im benebelten Zustand das legen des Zugangs am Fußgelenk ertragen musste und nicht auch das noch im wachen Zustand.
Bei allen 7 OP`S davor hat nicht eines unserer Kinder geweint. Sie waren dank der Prämedikation so im Rausch das sie uns ankrinsten bei der Verabschiedung.
Warum haben wir als Eltern nicht gesagt das wir abbrechen??? Bis heute ärgern wir uns über uns selbst. Wahrscheinlich dachten wir das Klaas in aller besten Händen sei. So waren wir es eigentlich gewohnt. An dieser Schleuse haben wir davor schon drei mal eines unserer Kinder verabschiedet. Wir waren bis dahin immer vollstens zufrieden und dankbar.
Klaas wacht seit der OP mehrmals auf in der Nacht und hat Schreiattacken. Er kann nicht mehr alleine einschlafen. Klaas hat Angst wenn wir den Raum verlassen. Er klammert seit dem extrem an uns, auch am Tag.
An dieser Stelle möchte ich als Klaas seiner Mutter erwähnen das ich mit Kindern ab 6 Monaten aufgrund meiner Tätigkeit täglich zusammen arbeite. Ich weiß wie Kinder darunter leiden wenn sie einfach abgegeben werden ohne ihre sichere Basis in der Nähe zu haben. In meiner Ausbildung habe ich gelernt das es eines der schlimmsten Erfahrungen ist die ein Kind erleben kann. In Kindergarten und Krippe wird es nicht mehr praktiziert. Experten nennen es Kindesmisshandlung.
Am nächsten Tag (Entlassungstag) haben wir uns bereits mündlich bei der Krankenschwester beschwerd über diesen Ablauf. Sie schaute in die Akte und sagte uns das er eigentlich davor etwas bekommen sollte. Das stand so geschrieben und war angeordnet. Auch sie konnte nicht verstehen warum Klaas das Zäpfchen davor nicht erhalten hat.
Und sollte Klaas weil er Mastozytose Patient ist, keine Prämedikation erhalten sollen (obwohl es ja angeordnet war), hätte man ihn auch mit Maske an der Seite eines Elternteiles in Narkose bringen können.
Wir erwarten das zu diesem Vorfall, in kürze, Stellung genommen wird.