Hi,
jetzt geht mir meine Ex nun gewaltig auf den Senkel.
Ich darf mein Kind (16 Monate) nur Samstags abholen, dann Sonntags wiederbringen. Will ich mehr, dann soll ich meine Arbeit verschieben, was nicht möglich ist, Besuche sind nicht möglich. Nur, mir reicht der Kontakt hinten und vorne nicht. Wir sind nun soweit, das sie unser Kind bei Oma abgibt, ich es hole und auch dort wieder hinbringe, nur damit wir uns nicht sehen. Kontakt zur Mutter gleich Null. Leider ist auch kein klärendes Gespräch mehr möglich. Das der Status.
Ich persönlich habe damit ein Problem. Zum einen kann ich Sohnemann erst mal neu kennenlernen, er hat kein Problem damit, aber ich. Dann habe ich einen schönen Tag und weg ist er. Mir gehts danach hundeelend. Tags darauf (Montag) krieg ich meine Arbeit eigentlich nicht mehr in den Griff, kann ich mir aber nicht leisten.
Ich bin nun 2 Wochen ohne Sohn-Kontakt. Und das soll so weitergehen. Die Mutter rastet aus („kümmere dich um deinen Sohn“, so ein einziger Anruf). Ich will mich aber nicht quälen, denn ganz ohne Sohn geht es mir immer besser, auch wenn die totale Trennung weh tut. Mein Sohn darf, wenn er es mal kann, jederzeit zu mir kommen, das versperre ich nicht, wenn ich die Möglichkeit hätte, ich würde ihn zu mir nehmen. Ansonsten habe ich mich irgendwie (auf Grund der derzeitigen Situation) innerlich verabschiedet von ihm. Klar, ich habe ein Kind und ich weiß um die Verantwortung, aber ich kann mich nicht deswegen aufgeben.
Mir fällt in dem Zusammenhang nur der Begriff „Besuchspapi“ ein. Und das widerspricht mir vollends. Das kann ich nicht, kann es auch nicht lernen. Ich habe es einige Monate probiert, es geht nicht. Nun ist die Trennung fast 10 Monate her (von ihr einseitige, für mich nicht nachvollziehbare Trennung, von heute auf morgen sozusagen, ich weiß heute noch nicht den Grund). Meinen Sohn liebe ich, doch ich bin bereit ihn aufzugeben. Klar, irgendwann wird er mich dafür zur Verantwortung stellen, doch von einem Papa, der gezwungenermaßen nur stundenweise pro Woche zur Verfügung steht, hat er genau so wenig. Sicher, wenig ist besser als gar nicht. Ist das letztendlich relevant fürs Kind? Mein Sohn merkt, wie schlecht es mir geht und reagiert dementsprechend. Muß ich ihm das zumuten? Nein!
Wie sind eure Meinungen zu dieser absolut verfahrenen Kiste (auch wenn die Geschichte oben relativ wirr klingt)?
Gruß
André

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