Kind trotz Schichtdienst

Guten Tag,
Ich hätte gerne ein Kind. Leider arbeiten mein Mann und ich im Schichtdienst, auch am Wochenende. Ich würde gerne wissen, welche Möglichkeiten es gibt zur Kinterbetreuung am Wochenende, in Berlin. Es sollte auch bezahlbar sein. Wie machen das andere Familien, in ähnlicher Situation?
Vielen Dank für Eure Antworten

Moin!

Wie machen das andere Familien, in ähnlicher Situation?

Wir haben damals in entgegengesetzten Schichten gearbeitet und brauchten
somit nur eine Betreuung für die „Übergabezeiten“.

Mit Grüßen
Simone

Moin,

Das mit entgegengesetzten Schichten kenne ich auch von Bekannten,
aber ich finde, dass sie die Beziehung der Eltern auch stark belasten kann, da diese sich kaum sehen.
Und eigentlich nur noch über das Kind kommunizieren.

Das sollte man auch nicht außer Acht lassen und mit einbeziehen, gerade wenn es sogar über die Wochenenden hinaus geht.

Vielleicht kann wenigstens einer der Partner auf Tagschicht wechseln.

LG
Wölkchen

Hallo!

aber ich finde, dass sie die Beziehung der Eltern auch stark :belasten kann, da diese sich kaum sehen.

Das kann natürlich passieren. Ich behaupte nicht, dass es die Lösungen für alle Familien ist.
Besonders, wenn man Schichtdienst schon grundsätzlich als belastend empfindet.

Aber wenn in drei Schichten gearbeitet werden kann, hat es auch einige Vorteile.
Mit ein bisschen Organisation sieht man sich vermutlich häufiger als in der klassischen Rollenverteilung, wo nur einer voll berufstätig ist.
Weiterhin haben so beide Elternteile die Möglichkeit den Alltag des Kindes mitzuerleben, von Anfang an eine intensive Beziehung zu entwickeln und trotzdem berufstätig zu sein
Die Betreuungskosten sind immens niedriger.
An entgegengesetzten Wochenenden zu arbeiten, bedeutet weniger Arbeitsstunden in der Woche = z.Bsp. einer hat Dienstag seinen freien Tag, der andere hat Frühdienst = gemeinsamer Familiennachmittag.

Was ich als Nachteil empfunden habe, sind die unregelmäßigen Schlafzeiten. Und der teilweise wirklich sehr wenige Schlaf.
Aber auch daran kann man sich gewöhnen.

Für mich haben jedenfalls die Vorteile überwogen.

Vielleicht kann wenigstens einer der Partner auf Tagschicht
wechseln.

Einer Tagdienst einer Schichtdienst? Würde ich für ungünstig halten.
Aber laut Posting scheint es ja eh nicht in Frage zu kommen.
Eher würde ich über eine Stundenreduzierung (von einem oder beiden) nachdenken.

Mit Grüßen
Simone

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Hallo

Mit ein bisschen Organisation sieht man sich vermutlich häufiger als in der klassischen Rollenverteilung, wo nur einer voll berufstätig ist.

Und vor allen Dingen hat man sich mehr zu erzählen, und lebt nicht so in völlig verschiedenen Welten nebeneinander her.

Weiterhin haben so beide Elternteile die Möglichkeit den Alltag des Kindes mitzuerleben, von Anfang an eine intensive Beziehung zu entwickeln und trotzdem berufstätig zu sein.

Genau, und darüber können sie sich auch austauschen, sowohl über die Arbeit als auch über die Entwicklung des Kindes usw (ab und zu werden sie sich ja wohl noch treffen und miteinander reden können). Ich kann mir das sehr spannend und interessant vorstellen.

Viele Grüße

Guten Abend,

entweder könnt Ihr Eure Schichten aufeinander abstimmen, wie Simone schon schrieb - oder Ihr habt willige Großeltern (Ersatzweise gute Freunde):wink:.

Last but noch least gibt es in Berlin-SPANDAU meines Wissens eine 24-Stunden-Kita. Ob das in anderen Bezirken auch schon möglich ist, kann ich Dir nicht sagen.

Auf jeden Fall ist es eine logistische Meisterleistung, was Dir bevorstehen könnte.

Grüße von
einer Oma eines Schichteltern-Kindes
Demenzia

Hallo,

meine Frau und ich arbeiten auch im Schichtdienst. Sehr häufig arbeiten wir in versetzten Schichten, der andere kümmert sich ums Kind. Dabei ist jedoch ganz wichtig die gemeinsame Freizeit dann komplett als Familie zu gestalten.

Überschneidende Arbeitszeiten haben wir dann über eine Tagesmutter abgedeckt. Dabei hatten wir Glück das diese sehr zuverlässig war, eine Freundin der Familie.

Im Kleinkindalter hat unserem Kind der Schichtdienst auch nichts ausgemacht. Mittlerweile ist unser Bubi 9 Jahre alt und mit dem steigenden Bewusstsein empfindet er es durchaus als Mangel wenn häufig nur ein Elternteil mit zum Fußballturnier mitfährt.

Also ist es grundsätzlich schon sinnvoll wenn sich zumindest ein Elternteil auf Tagschicht begibt, wobei es auch auf Wechselschicht funktioniert wenn keine Möglichkeiten zur beruflichen Veränderungen bestehen.

Ja spannend und interessant vielleicht, aber ich habe das genau Gegenteil miterlebt.

Da keine familiäre Hilfe vorhanden war, haben sich die Partner kaum gesehen.

Es musste perfekt organisiert werden, beide Parteien waren völlig ausgelaugt, und gifteten sich schließlich nur noch an.

Mit 35 hat der Mann dann den ersten Herzinfarkt.
Damit war die Partnerin dann fast völlig überfordert.

Im Endeffekt ist dann die Oma ins Haus miteingezogen, und kümmert sich nun vorrangig um Haushalt und Kind.

Von 1-6 Jahren mag die Organisation noch einfach sein, aber wenn das Kind erst schulpflichtig wird, sind die Zeiten auch noch gebunden.
Gerade Früh- und Spätschicht kann dann zu organsisationproblemen führen.

Ich will es ja nicht madig machen, aber man sollte es mitbedenken.
Ich denke bei Schichtdienst ist auch eine Familie wichtig, die mal einspringen kann.

LG
Wölkchen

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