Hallo zusammen!
Im Juli kommt unser erstes Kind. Und wir haben einen Hund (Rüde, 1,5 Jahre alt). Der Hund ist ein absolut lieber Köter, der auf alle Leute zwar laut bellend zuläuft, aber sich sofort streicheln lässt. Ein Kampfschmuser sozusagen:smile:.
Könnt ihr mir Tips geben, wie wir das Zusammenleben zwischen Hund und Kind „managen“ können, ohne daß der Hund zu „kinderschädlichen“ Handlungen neigt?
Hallo Weikko,
wir haben damals, mit dem einverständnis des Krankenhauses, ein Tuch bzw. Windel, mit nach Hause genommen und dem Hund in den Korb gelegt. So hatte unser Hund die Gelegenheit, sich schon mal an den neuen Geruch zu gewöhnen. Desweiteren habe ich meinen Hund
nie zurückgestellt oder weggesperrt. Sie war von anfang an der Beschützer meines Sohnes. Nur ins Kinderzimmer durfe sie nicht und alleine habe ich die Zwei auch nicht gelassen. Ansonsten war der Hund immer dabei, wo auch das Kind war. Es hat problemlos geklappt. Nur später musst Du halt aufpassen, dass das Kind den Hund nicht ärgert, aber dass weisst Du auch selber
Ansonsten wünsche ich Euch viel glück - mit Kind und Hund.
Gruss - BelRia
Hallo zusammen!
Im Juli kommt unser erstes Kind. Und wir haben einen Hund
(Rüde, 1,5 Jahre alt). Der Hund ist ein absolut lieber Köter,
der auf alle Leute zwar laut bellend zuläuft, aber sich sofort
streicheln lässt. Ein Kampfschmuser sozusagen:smile:.
Könnt ihr mir Tips geben, wie wir das Zusammenleben zwischen
Hund und Kind „managen“ können, ohne daß der Hund zu
„kinderschädlichen“ Handlungen neigt?
folgende Tips (ich machs kurz, weil ich gleich weg muß; wenn Du noch Fragen hast, beantworte ich sie gern nächste Woche).
Bevor Ihr das Kind nach Hause holt, eine Windel oder ein Kleidungsstück des Babys für den Hund mitbringen und ihn daran schnuppern lassen. Aber keine Zellstoffwindeln! Die können für den Hund gefährlich werden, wenn er was davon verschluckt.
Bevor das Kind nach Hause kommt, den Hund ein bißchen weniger beachten (für ein, zwei Wochen), das heißt ein bißchen weniger mit ihm reden, kürzere Begrüßung, weniger streicheln usw.
Wenn das Kind dann zu Hause ist: dem Hund mehr Aufmerksamkeit widmen als vorher (so daß er die Anwesenheit des Babys als angenehm empfindet und nicht „eifersüchtig“ wird). Wenn Kind und Hund nicht in einem Raum sind, weniger mit dem Hund beschäftigen als wenn beide zusammen sind (gleiche Begründung). Sprich: die Anwesenheit des Kindes muß für den Hund immer positiv sein.
Kind und Hund NIE alleine lassen, das gilt auch wenn das Kind größer ist. Und ist auch für den Schutz des Hundes, wenn das krabbelnde Kind dann „nervig“ wird ;o)
Aufpassen, wenn der Hund das Kind anknurrt oder ähnlich seine Abwehr zeigt. Dann ist verstärktes Gehorsamstraining gefragt. Das kann allerdings auch so nie schaden, also nehmt Euch am besten noch ein bißchen Zeit dafür, bevor das Kleine kommt. Fleißig Sitz üben, Betteln am Tisch ist verboten und so weiter…
Wenn Ihr das Kleine haltet und näher an den Hund herangehen wollt (so daß der Hund gestreichelt werden kann): das Kind sollte nicht „von oben“ an den Hund herankommen, sondern von vorn. Sonst könnte der Hund das als Bedrohung deuten und mal zuschnappen.
Und, nicht zu vergessen: wenn Euer Kind dann alt genug dafür ist, sollte ihm klargemacht werden, daß ein Hund kein Spielzeug ist. Wenn sich der Hund also zurückzieht, muß das Kind das akzeptieren und sollte ihm nicht hinterherlaufen. Solange Euer Nachwuchs das noch nicht versteht, müßt Ihr darauf aufpassen. Die meisten „Unfälle“ mit Kindern und Hunden passieren nämlich, wenn das Kind dem Hund zu aufdringlich wird und der sich keinen Rat mehr weiß als „zur Warnung“ zu beißen. Das Problem daran: bei einem kleinen Kind ist der Kopf in Beißhöhe, während bei einem Erwachsenen nur das Bein betroffen wäre.
Und zu guter Letzt: nicht zu ängstlich sein. Wenn Ihr aufpaßt, kann nicht viel passieren.
Ich habe meinem Hund immer den Rest aus der Babyflasche gegeben, auch als ich noch gestillt habe dann vom abgepumpten…
Das hat voellig gereicht, damit er das Baby akzeptiert hat.
Gruss
Carmen
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
sylvia hat schon das wichtigste gesagt, ich möchte noch
ergänzen:
wenn euer rüde ein normaler hund ist, muß er und wird er das
kind als neues mitglied des rudels aufnehmen.
wichtig ist, daß ein hund andere vorstellungen von „familie“ hat
als wir, d.h. er sollte gelegenheit bekommen, den neuen „welpen“
(nun ja, so sieht er das) ausgiebig kennenzulernen. gleichzeitig
aber muß er lernen, daß er nicht der boss ist. also behandelt
das tier wie immer und lasst ihn, soweit hygienisch vertretbar,
an dem zuwachs teilhaben, ganz selbstverständlich. dann wird er
die neue situation akzeptieren und, aus seiner sicht, das kind
wie seinesgleichen betrachten. die positionskämpfe kommen
später, aber dann muß auch das kind ein wenig lernen.
bastelt euch kein kuscheltier.
grüßlein,
frank
Kein Scherz!! Ihr könnt ja schon mal vorher den Hund „ärgern“ mit „Kinderstreichen“ wie am Schwanz ziehen und am Schwanz festhalten, usw… dadurch lernt er dies zu akzeptieren und wenn er dann falsch reagiert könnt ihr ihn noch „erziehen“ und viel Wichtiger… ihr merkt wie er darauf reagiert…