Kind will nicht zur Oma/Opa gehen

Hallo

Hat jemand auch schon so eine Erfahrung gemacht
und hat mir einen guten Rat.
Wäre sehr sehr dankbar !

Ja, hatte ich auch mal.

Das Zauberrezept lautet: „mit da bleiben“ und
im Hintergrund sehen, wie die Interaktion ist.

Keinesfalls die Tochter zwingen, irgendwo
„hinzugehen“ oer „dazubleiben“, wenn keine
absolute (dienstliche) Notwendigkeit besteht.

Diese Investition an persönlicher Disziplin
ist m. E. nach sinnvoll eingesetzt.

Grüße

CMБ

Hallo Liam,

ich würde meine Kinder (fast 3 J. und fast 5 J.) nicht zwingen, zu den Großeltern zu gehen, wenn sie das nicht möchten. Mit 3-jährigen kann man schon prima sprechen, deshalb würde ich versuchen, mit dem Kind darüber zu reden.
Wenn das Kind da nicht allein hin möchte, dann könnte man versuchen, gemeinsam etwas Zeit bei den Großeltern zu verbringen. So bekommt das Kind auch das Gefühl der Familienzugehörigkeit. So sind das nur ältere Leute, zu denen das Kind gebracht wird, wo die Eltern aber auch nicht bleiben wollen. Nach ein paar Wochen könnten die Großeltern beispielsweise dann mal einen Zoobesuch mit ihrem Enkelkind machen, der eben nur für Großeltern und Enkel ist.
Dazu kommt, dass Kinder mit etwa 3 Jahren oft noch einmal sehr anhänglich werden, quasi um noch einmal kräftig Nähe zu tanken, bevor sie im nächsten Entwicklungsschritt unabhängiger werden. Das konnte ich auch bei meinen beiden Mädels und auch den Kindern im Freundeskreis beobachten. Dies könnte durchaus der Fall sein bei euch. Da hilft es auch am besten, wenn man dem Kind die Nähe gibt, die es braucht.
Was noch sein könnte, ist dass es dem Kind einfach zu langweilig ist. Kann gut sein, dass die Großeltern eben immer die gleichen Dinge mit dem Kind spielen und das nun allmählich langweilig wird. Könnte das sein? Als es meinen Mädels in der Kinderkrippe zu langweilig wurde, wollten sie auch nicht mehr hin. Als sie dann in die große Gruppe (also eine richtige Kindergartengruppe) wechseln durften, war das Problem gelöst. Vielleicht hilft etwas Abwechslung im Programm schon weiter.
So, das waren jetzt viele Ideen. Was davon bei euch zutrifft, kann ich nicht wissen, aber vielleicht hilft es als Gedankenanstoß ja weiter.

Viele Grüße, Heike