Kind zum einschlafen kriegen! bitte helft mir

Hallo,

seit 7 Monaten nun haben wir einen wirklich lebendigen und lustigen Sohn. Nur eine Macke hat das ganze. Wie kriegen wir Ihn Abends / Nachmittags zum schlafen?? habt Ihr Tipps? Zur Zeit muß er immer im Arm einschlafen ansonsten brüllt er wie ein Löwe. In 2 Wochen ziehen wir nun um und ich wollte mal nachfragen (weil ich denke das dass ein Neuanfang in diesem Punkt sein kann) ob Ihr eine Idee habt was wir probieren können? Einfach hinlegen, Schlafmusik einschalten und Ihn brüllen lassen? Oder bringt das sowieso nichts? Ich danke im voraus für JEDEN ernstgemeinten Tipp!
Noch ne Frage: Ab wann habt Ihr eure Kinder ins eigene Zimmer getan? Zur Zeit schläft er in seinem Bettchen im Schlafzimmer.

Grüße

Uwe

Lieber Uwe,

jeder Mensch ist anders. Sowohl Eltern als auch Kinder. Das schicke ich Dir jetzt gleich voraus. Und ich möchte Dich bitten, Dir unbedingt eine eigene Meinung zu bilden und meine „Tipps“ kritisch für Dich selbst zu hinterfragen. Es gibt eben leider keine Allheilmittel!

Für mich waren immer Rituale das große Zauberwort. Bestimmte Dinge müssen dabei stets gleich ablaufen. So entwickelt Euer Kleiner mit der Zeit einen sicheren Bindungsstil.

Praktisch kann das bedeuten: (vorerst) jeder Tag läuft nach ähnlichem Muster ab. Ruhig mal nach der Uhr füttern, spazieren gehen und all das. Überforderungen fernhalten, auch nervige Großeinkäufe müssen mit Kind nicht sein. Einige feste Bezugspersonen, die dann aber regelmäßig da sind, sind auf jeden Fall sinnvoll (gerade für Notsituationen).

Ab dem frühen Nachmittag nicht mehr so sehr toben. Einen ausgiebigen Spaziergang an der frischen Luft machen. Zu einer Zeit, wo man meint, das Kind würde müde werden (sie reiben sich ja doch irgendwann die Augen), gemeinsam Abendbrot essen, viel mit ihm reden und immer gleich erzählen, was ihr jetzt macht (die Kleinen verstehen schnell und viel). „Jetzt gehen wir ins Schlafzimmer. - Jetzt ziehen wir den Schlafanzug an. - Jetzt waschen wir uns.“ Usw. Für ruhige Atmosphäre in der Umgebung sorgen, wenn möglich die Beleuchtung dimmen.

Ins Bett legen, ein Lied singen oder etwas erzählen, auf jeden Fall am Bett bleiben, bis der Kleine nicht mehr schreit. Hört er partout nicht auf (steigert sich hinein), nochmal kurz aus dem Bettchen nehmen und trösten, bis er aufhört. Aber dabei am Bett stehenbleiben und nicht durch die Wohnung wandern oder so. Wieder ins Bettchen legen. Mit ruhiger Stimme verabschieden und gehen. Beim Schreiben hat es mir geholfen, auf die Uhr zu schauen. Es zerreißt einem ja das Herz, und Sekunden sind wie Stunden.

In Intervallen ins Zimmer gehen und trösten. Beim ersten Schreien sofort. Dann erst nach einer Minute, dann nach fünf Minuten. Sofern es klappt, das Kind nicht aus dem Bettchen nehmen. In der Regel stellt sich nach spätestens einer Woche schon eine gelassenere Nachtruhe ein.

Es gibt auch Eltern, die finden es nicht schlimm, ihr Kind mit ins Bett zu nehmen und mit ihm die Nacht zu verbringen. Für mich kam das nie in Frage, da ich alleinerziehend bin, nicht nur ein Kind habe und arbeite. Deshalb kam das für mich nie in Frage. Aber das musst Du für Dich selber entscheiden.

Viel Glück!

Jana

Hallo Uwe

das Thema wird hier regelmäßig besprochen, kein Wunder, kommt es doch mehr oder weniger ausgeprägt bei fast allen „jungen Eltern“. Und so unterschiedlich die Menschen selbst sind auch die Tips und Ansichten dazu. Aber: eine „one fits all“-Lösung gibt es nicht.

Bei uns haben Rituale ganz gut geholfen: Vor dem Zu-Bett-Gehen noch eine warme Milch, dann Zähne-Putzen, dann ein Schlaflied und dann ab in die Falle. Bei Geschrei anfangs gleich reingehen, trösten, gut zureden und ruhig wieder raus. Dann etwas längere Pause, dann noch länger usw. Ruhig bleiben, nicht rumschreien.

Damit keine Mißverständnisse aufkommen: wenn ein Kind krank ist oder wirklich tierisch Angst hat (mit der Zeit erkennt man den Unterschied) gilt das natürlich nicht. Dann ist intensive Pflege, Kuschelei etc angesagt.

Es gibt zu diesem Thema eine ellenlange Diskussion über Grenzen, Strenge, … auch das Buch „Jedes Kind kann schlafen lernen“ hat erbitterte Beführworter und ebenso engagierte Gegner - muß jeder für sich selbst einen geeigneten Weg finden.

Und zum Schluß noch ein Tip (steht auch in Deiner Vika): „Never give up“ :wink:

Gruß
mΔx

Hallo Uwe,

wird er noch gestillt?

Gruß,
Claudia

Hallo Uwe

Bei meinem Sohn war´s auch so, daß er auf dem Arm eingeschlafen ist und kaum hab ich ihn ins Bett legen wollen ist er wieder aufgewacht. Dann hab ich versucht neben seinem bettchen zu bleiben bis er eingeschlafen ist. Das ist dann auch irgendwann geschehen aber kaum bin ich aus dem Zimmer gegangen ist er wieder aufgewacht.
Dann hab ich auch davon gehört, in immer längeren Intervallen draussen zu bleiben und hab ihn schreien lassen. Erst eine dann zwei dann drei minuten usw. Das ist zwar ziemlich grausig, wirkt aber, nach drei tagen ist er dann gleich eingeschlafen.
Natürlich sind die rituale ganz wichtig und wenn das Kind krank ist muß natürlich entsprechend gehandelt werden.

Noch ne Frage: Ab wann habt Ihr eure Kinder ins eigene Zimmer
getan? Zur Zeit schläft er in seinem Bettchen im Schlafzimmer.

Mein Sohn ist erst wie er zwei Jahre alt war zu seiner großen Schwester ins Zimmer gekommen.
Aber das sollte jeder für sich entscheiden, oder?

Alles Gute Karamell

Hallo

In 2 Wochen ziehen wir nun um und ich wollte mal
nachfragen (weil ich denke das dass ein Neuanfang in diesem
Punkt sein kann)

Meinst du damit, dass der Umzug ein Neuanfang in Punkto Einschlafgewohnheiten sein kann?

Ich denke, ein Umzug wird beim Kind eher bewirken, dass es sich unsicherer und gestresster fühlt, und also eher anhänglicher wird. Ehrlich gesagt, ich würde dem auch nachgeben und den halt rumtragen. Ich bin ziemlich sicher, dass das besser ist für das Kind. Und eigentlich trennen sich Kinder später leichter, die als Babies genug Zuwendung bekommen haben.

Außerdem ist es für Babies ausgesprochen gesund, herumgetragen zu werden. Das regt alle Körperfunktionen an.

Das mit der Schlafmusik und einfach brüllen lassen, das machen ja viele Eltern. Aber für besonders gut halte ich das eigentlich nicht.

Viele Grüße
Simsy

Hallo,

[Baby, 7 Monate, schreit wenn man es alleine lässt]

und

ob Ihr eine Idee habt was wir probieren können?
Einfach hinlegen, Schlafmusik einschalten und Ihn
brüllen lassen? Oder bringt das sowieso nichts?

Hier ein tatsächlich ernstgemeinter Tipp:
Quelle:http://www.knetfeder.de/kkp/bindung2.html

 ....
 Wesentlichen Einfluss auf die Feinfühligkeit von 
 Eltern hat auch ihre Bindung zu ihren eigenen Eltern. 
 Die Bereitschaft, ein Baby zu trösten oder aber 
 schreien zu lassen, hat viel mit den eigenen Kindheits-
 erfahrungen zu tun. Diese werden durch die Geburt eines 
 eigenen Babys wiederbelebt, und so wiederholen sich oft 
 positive wie negative Tendenzen von Generation zu Generation:
 Eltern, die als Kind misshandelt wurden, misshandeln 
 oft auch ihr Kind, und Eltern, die selber gute Erfahrungen 
 mit Bindung machen konnten, können auch ihren eigenen Kindern
 gegenüber feinfühlig sein. 
 Das bedeutet aber nicht, dass Eltern mit negativen 
 Kindheitserlebnissen zwangsläufig negative Beziehungsmuster 
 an ihr eigenes Baby weitergeben müssen. Eine wichtige Rolle 
 spielt dabei, ob die Eltern den Einfluss ihrer eigenen 
 kindlichen Erfahrungen mit Bindung auf ihr aktuelles Verhalten 
 anerkennen können und sich bemühen, diese Vergangenheit zu
 überdenken, um zu einem ausgeglicheneren, liebevollen Umgang
 mit ihrem Baby zu gelangen. 
<u>Es bedarf jedoch einer erheblichen Fähigkeit zur Einsicht</u> 
<u>und des Nachdenkens, um eine Weitergabe negativer </u>
<u>Bindungserfahrungen zu verhindern</u>. 
 In Fällen schwerer seelischer Verletzungen in der 
 Kindheit kann psychologische Hilfestellung nötig sein, 
 um dem eigenen Baby eine sichere Bindung zu ermöglichen.
 ...

Noch ne Frage: Ab wann habt Ihr eure Kinder ins eigene Zimmer
getan? Zur Zeit schläft er in seinem Bettchen im Schlafzimmer.

„Kinder ins eigene Zimmer getan“ (!)

Na dann!

Grüße

CMБ

Determininmoralinat owt

Hallo Uwe!

Ich gehöre zu den Gegnern von „Jedes Kind kann schlafen lernen“ und der darin beschriebenen Methode.
Erstmal: Seid froh, dass Ihr einen Sohn habt, der seine Bedürfnisse ausdrücken kann. Denn Nähe ist ein Bedürfnis. Ein Bedürfnis, das befriedigt wurde, verschwindet irgendwann - ein Bedürfnis, das nicht befriedigt wird, zeigt sich nur in anderer Art und Weise wieder - z.B. das Kuscheltier muß immer dabei sein (Ersatz für Bezugsperson), es wird jahrelang am Daumen genuckelt etc.
Ich kann jetzt nicht sagen „meine Erfahrung sagt“, denn mein Sohn ist erst 1 Jahr alt. Meine Meinung ist aber einfach, dass Kinder Bedürfnisse haben, die man so gut wie möglich erfüllen sollte. Dazu gehört nun mal auch das Rumtragen. ALLE Kinder kommen mit diesem Bedürfnis auf die Welt - bei den einen ist es mehr ausgeprägt, bei den anderen weniger.
Habt Ihr denn eine Tragehilfe? Wenn mein Sohn anstrengend ist, kommt er einfach in den Ergo, ich hab beide Hände frei und er wird getragen.
Schreien lassen finde ich persönlich grausam und absolut gegen die Natur. Das Urvertrauen geht flöten (fehlendes Urvertrauen ist eine Ursache von vielen bei unterschiedlichen psychischen Erkrankungen). Bevor jetzt der Aufschrei kommt: Nein, ich sage nicht, dass jedes Baby, das schreien gelassen wird später psychische Probleme hat, ich denke aber, dass das durchaus passieren kann, wenn der Mensch sowieso einen eher sensiblen Charakter hat und vielleicht noch andere Faktoren hinzukommen (z.B. später, was es alles so gibt in der Kindheit, Krankheit, Scheidung etc).
Und die Methode - naja… Wenn es mir schlecht gehen würde und ich weinen würde, würde ich mich persönlich verarscht fühlen, wenn man mich weinen läßt, mich NICHT tröstet, sondern mir immer nur sagt: „Hey, ich bin nebenan, keine Angst“, mir vielleicht nochmal kurz über den Kopf tätschelt und dann wieder geht. Ich würde mich erbärmlich fühlen und ich denke, einem Baby geht es genauso. Dass es irgendwann nicht mehr schreit ist nur Resignation, sonst nichts. Menschen passen sich sehr schnell den Gegebenheiten an. Ja, das Kind ist dann „brav“. Aber mir persönlich ist ein glückliches Kind lieber als ein braves. Außerdem ist inzwischen erwiesen, dass Streß (und schreien ist richtiger Streß für die Kleinen) schlimme Schäden anrichten kann.

Hier noch Infos zu den „Methoden“:

http://www.rabeneltern.org/schlafen/wissen/schlafen-…

und noch ein paar Ammenmärchen:

http://www.rabeneltern.org/schlafen/ammenmaerchen/sc…

Ansonsten: Hör auf Deinen Instinkt! Wenn Du Dich wohl dabei fühlst, wenn Dein Kind alleine schreit, dann ok. Wenn nicht, dann laß Dir nicht von anderen Leuten sagen, was Du tun solltest. Der Instinkt und das Gefühl haben meistens Recht.

Ich denke, dass Kinder die Nähe, nach der sie sich sehnen auch bekommen sollten. Nur so werden sie glücklich und haben eine Sicherheit, die ihnen keiner mehr nehmen kann.
Die älteren Kinder, die ich kenne, die von Anfang an im Familienbett schlafen durften, sind alle irgendwann von selbst ausgezogen (so mit 3-4 Jahren).

Ich erspare mir außerdem jede Menge Streß, indem ich meinem Sohn das gebe, was er möchte. Wenn er schreien würde, könnt ich mich ja mal gar nicht locker machen…

Ich empfehle außerdem die Bücher „In Liebe wachsen“ von Carlos Gonzalez und „Schlafen und Wachen“ von William Sears.

So, jetzt hast Du von allen Seiten was gehört und kannst Dir ja das Richtige für Euch rausziehen. Viel Glück!

Lieben Gruß und guten Schlaf :smile:

N.

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo,

ich dachte, ich stimme dir mal lauthals zu, weil bis jetzt sich fast nur die Fraktion „kontrolliert schreien lassen“-Fraktion zu Wort gemeldet hat.

z.B. das Kuscheltier muß immer
dabei sein (Ersatz für Bezugsperson),

Gerade gestern hat mich jemand nach den Kuscheltieren meiner Kinder gefragt (sie sind jetzt 14 und 15) und – ich wusste es nicht. Sie hatten immer Kuscheltiere, aber haben nie eine tiefere Beziehung zu dem einen oder anderen aufgebaut, jedenfalls nicht so, wie ich das von anderen Kindern kenne. Ich wurde dumm angeguckt und konnte es mir nicht erklären.
Aber jetzt, wo du das schreibst – richtig, unsere Kinder schliefen immer im eigenen Bett ein, ich blieb bei ihnen, bis sie schliefen (meistens singend/vorlesend) und wenn sie nachts aufwachten, krochen sie bei uns ins Bett. Das ging lange so und es hat uns nie wirklich gestört.

Jedenfalls schlafen sie inzwischen durch, allein ein, allein in ihrem Bett. Entgegen aller Unkenrufe, als sie mit 5 noch in unserem Bett schliefen.

Gruß
Elke

1 „Gefällt mir“

Hallo Uwe,

generell kann es sein, dass es nur eine momentane Situation ist, dass das Kind beim einschlafen unbedingt den engen Körperkontakt braucht. Ich würde ihm das geben. Beim Umzug wird er in eine neue fremde Umgebung kommen, bei uns dauerte das (etwa gleiches Alter) 1 Woche, danach hatte er sich eingewöhnt. In dieser Zeit brabbelte er aber nicht, sondern hatte viel damit zu tun, die neuen Eindrücke zu verarbeiten. Dazu gehörte auch vermehrter Körperkontakt zur Mama um sich die Sicherheit zu holen, dass alles in Ordnung ist wie es ist. Das werdet ihr mit einplanen müssen.

Wenn sich das mit dem Schlafen nicht von selbst reguliert kannst du ja noch nach weiteren Einschlafmethoden schauen und gucken, was zu euch und dem Kind am besten passt, es gibt verschiedene Varianten, wie man dem Kind das Vertrauen geben kann im eigenen Bettchen einzuschlafen. Eine umstrittene (dennoch bei vielen erfolgreiche) Methode ist die im „Jedes Kind kann schlafen lernen“-Buch beschriebene Variante. (Nein, ich möchte hier bitte keine der hundert Diskussionen um dieses Buch anfangen). Bevor ihr das aber probiert, lest erst das Buch, dann lest euch Sekundärliteratur sowie Kommentare dazu durch (im Internet auch hier im Forum im Archiv gibt es zahlreiche Diskussionen und Standpunkte dazu).

Ansonsten müsst ihr da nun durch, das gibt sich aber auch wieder :o) Ansonsten sagt euch gegenseitig immer wieder, wie gut und wichtig es ist, dem Kind Nähe und das Gefühl von Geborgenheit zu vermitteln, auch wenn man dazu mal ein paar Wochen mit dem Kind gemeinsam einschlafen muss.

lg und starke Nerven,

Dany

Vielen Dank
Danke Danke Danke,

ich werde einiges bei mir überdenken und das mit den Abständen werde ich auf jeden Fall mal ausprobieren. Die Antworten haben gut getan.

Gruß Uwe

Hallo!

Ohne hier eine Diskussion über Einschlafmethoden lostreten zu wollen: Ich möchte nur berichten, wie meine Eltern sich bei mir verhalten haben.
Meine Mutter hat 5 Kinder bekommen und bei allen die gleiche Methode angewendet. Sie hat uns liebevoll ins Bett gebracht und darauf geachtet, dass das Zubettbringen möglichst immer zur gleichen Zeit passiert und wir immer die gleichen Einschlafrituale (Lied singen, später: Geschichte vorlesen, schmusen,…) gibt. Nachts hat sie uns jedoch tatsächlich schreien lassen. Alle 5 Kinder haben dann ca. 10 bis 12 Tage nach der Geburt durchgeschlafen. Und zwar von Anfang an in den eigenen Betten.
Uns Kindern hat das, soweit ich es beurteilen kann, nicht geschadet. Im Gegenteil. Ich hatte und habe schon immer ein sehr inniges Verhältnis zu meiner Mutter gehabt. Sie ist für mich eine ganz wichtige Person im meinem Leben, der ich blind vertraue und dies auch schon immer getan habe. Für meine Schwestern gilt das gleiche.
Die Methode hat meine Mutter übrigens von ihrer Freundin erfahren. Diese wiederrum hat selbst 7 Kinder bekommen und auch die haben Dank dieser Methode spätestens 14 Tagen nach der Geburt durchgeschlafen. Bei diesen 7 Kindern, soweit ich das beurteilen kann, auch niemand einen Schaden durch diese Einschlafmethode davongetragen.

Das die Methode umstritten ist, weiß ich selbst. Muß eben jeder für sich selbst entscheiden. Wichtig ist auf alle Fälle, dass man als Elternteil sog. Einschlafrituale praktiziert, um dem Kind Sicherheit zu geben. Nervosität und Unruhe der Eltern übertragen sich sehr schnell auf das Kind.

Soweit zu meinen Erfahrungen als „Beteiligte“.
Viele Grüße.

Nachtrag
Noch ein Votum für die Unterschiedlichkeit der Menschen:

Ich habe zwei Kinder, einen Jungen und ein Mädchen. Mein Sohn war in Bezug auf Schlafen äußerst anstrengend. Er wollte partout nicht ins Bett. Alles half nichts.

Meine Tochter hingegen hatte von Anbeginn an keinerlei Schlafprobleme. Im Gegenteil mag sie es überhaupt nicht, zum Beispiel zu mir ins Bett zu kommen (außer natürlich zum Herumalbern und Schmusen). Sie will ihr eigenes Bett und weiß genau, wozu es da ist: nur zum Schlafen.

Da ich ja wohl der gleiche Mensch bin und auch an Ritualen, Lebensumständen u. ä. sich den Kindern gegenüber nichts gravierend anders verhält, plädiere ich tatsächlich darauf, das Kind einzubeziehen in die Einschlafproblematik. Einer so und der andere eben so.

Ich finde, das beweißt hinreichend, dass es eben nicht DAS EINE MITTEL gibt. Leider las ich auch hier schon wieder von warnenden Hinweisen (psychische Probleme). Auch hierzu: Mein Sohn war Daumenlutscher und hatte nie ein Kuscheltier, ist inzwischen Gymnasiast und vollkommen unauffällig - außer vielleicht der normale Wahnsinn eines Pubertierenden *g*. Meine Tochter nimmt nur Nuckel und liebt ihren kleinen Teddy abgöttisch - ohne den geht nichts. Sie scheint aber auch ziemlich unauffällig zu sein.

An alle Ersteltern deshalb mein Tipp: hört nur auf Euer eigenes Bauchgefühl. JEDES Kind wird irgendwann durchschlafen, nicht mehr in die Windel machen, sprechen lernen etc. Auch ohne unser perfektes Eltern-Zutun :wink:)))

Alles Gute für Dich, Uwe
Jana

Wo liegt das Problem?
Hallo Uwe,

seit 7 Monaten nun haben wir einen wirklich lebendigen und
lustigen Sohn.

Das ist schön.

Nur eine Macke hat das ganze. Wie kriegen wir
Ihn Abends / Nachmittags zum schlafen?? habt Ihr Tipps? Zur
Zeit muß er immer im Arm einschlafen ansonsten brüllt er wie
ein Löwe.

Ja, ihr kennt doch die momentan beste Methode: Auf dem Arm halten. War bei meinen Mädels auch so. Sie zeigten mir alle beide den für sie besten Zeitpunkt, allein einschlafen zu lernen, von selbst: Ich wirkte nicht mehr nur beruhigend auf sie, sondern lenkte sie durch meine Anwesenheit ab. Das war mit ca. 12-15 Monaten. Da legte ich sie dann in ihr Bett und blieb anfangs noch dabei (bei der Großen zuerst händchenhaltend), später ging es dann ganz allein. Sie wussten aber, dass ich immer SOFORT komme, wenn sie weinen.

In 2 Wochen ziehen wir nun um und ich wollte mal
nachfragen (weil ich denke das dass ein Neuanfang in diesem
Punkt sein kann) ob Ihr eine Idee habt was wir probieren
können?

Nein, das ist schon Stress genug.

Einfach hinlegen, Schlafmusik einschalten und Ihn
brüllen lassen? Oder bringt das sowieso nichts?

Das ist in meinen Augen Kinderquälerei. Dass manche Leute mit Anleitungen zur mutwilligen Kinderquälerei auch noch Geld verdienen, finde ich schon fast pervers.

Noch ne Frage: Ab wann habt Ihr eure Kinder ins eigene Zimmer
getan? Zur Zeit schläft er in seinem Bettchen im Schlafzimmer.

Meine Mädels zogen in ihr gemeinsames Kinderzimmer, als sie 3,5 und 1,5 Jahre alt waren. So waren sie aber wieder nicht ganz allein, sondern haben eben die Schwester noch dabei. Vorher waren sie in unseren Schlafzimmer. Die Kleine will übrigens noch fast jede Nacht in mein Bett und darf das auch. Die Große kommt mittlerweile nur noch am Wochenende früh kuscheln oder wenn sie mal schlecht geträumt hat (ist selten).
Euer Baby kann noch lange genug allein schlafen, bis es soweit ist, lasst es Geborgenheit tanken.

Viele Grüße, Heike

Hi Uwe,

also unser Sohn (auch 7 Monate) hat erst seit kurzem Einschlafprobleme. Früher hab ich ihn in sein Bettchen gelegt und er hat gepennt. Seit einigen Wochen kriegt er aber ziemliche Schreianfälle, wenn Schlafenszeit ist. Allgemein ist er zur Zeit sehr Nähe bedürftig. Unserer würde am liebsten auch immer auf dem Arm einschlafen, aber ehrlich der Kleine ist ganz schön schwer und die Arme schlafen einem schnell ein, wenn man ihn die ganze Zeit rum tragen soll.

Wir haben eben unser Einschlafritual, ob das bei euch auch funktioniert kann ich dir ehrlich nicht sagen. Ich leg ihn in sein Bettchen und er schreit erst mal. Ich lass mich davon aber erst mal nicht aus der Ruhe bringen, rede weiter beruhigend auf ihn ein und geb ihm meine Hand. Nach wenigen Momenten ist er dann eigentlich ruhig. Er spielt dann mit meinen Fingern und irgendwann zieht er sie sich automatisch auf die Stirn. Da liegt sie dann bis er eingeschlafen ist. Viele sagen „Lass ihn ruhig mal schreien und geh raus, nach zwei drei Malen ist Ruhe.“ Aber ich bring das ehrlich nicht übers Herz. Ich bleib halt bei ihm bis er in seinem Bett eingeschlafen ist, aber rum tragen ist nicht drin. Bei uns funktioniert das so. Aber nicht jedes Kind ist gleich und unserer schläft auch relativ schnell ein. Am besten ist eh nicht zu viel ausprobieren. Kinder brauchen Routine auch beim Einschlafen. Am besten eine feste Zeit und feste Rituale.

Alles Gute für euch.

Lieben Gruß
Heli

OT: ‚Viele sagen …‘
Hallo,

Nur eine kurze Anmerkung zum „Argument“:

Viele sagen "Lass ihn ruhig mal schreien und geh raus,

siehe: http://www.pressetext.at/pte.mc?pte=051109022

 ...
 Bild-Zeitung mit rund 12 Mio. Lesern pro Ausgabe 
 ...

Grüße

CMБ

1 „Gefällt mir“

Hallo Elke,

z.B. das Kuscheltier muß immer
dabei sein (Ersatz für Bezugsperson),

Gerade gestern hat mich jemand nach den Kuscheltieren meiner
Kinder gefragt (sie sind jetzt 14 und 15) und – ich wusste es
nicht. Sie hatten immer Kuscheltiere, aber haben nie eine
tiefere Beziehung zu dem einen oder anderen aufgebaut,
jedenfalls nicht so, wie ich das von anderen Kindern kenne.
Ich wurde dumm angeguckt und konnte es mir nicht erklären.

Genau so ist es bei uns auch. Allerdings hatte ich gelesen, dass diese sogenannten Übergangsobjekte eben wirklich ein Mutterersatz sind/sein sollen. Unsere Kinder hatten/haben eben genug vom Original.

Aber jetzt, wo du das schreibst – richtig, unsere Kinder
schliefen immer im eigenen Bett ein, ich blieb bei ihnen, bis
sie schliefen (meistens singend/vorlesend) und wenn sie nachts
aufwachten, krochen sie bei uns ins Bett. Das ging lange so
und es hat uns nie wirklich gestört.

Stört uns auch nicht. Ich mag meinen „kleinen Teddy“.

Jedenfalls schlafen sie inzwischen durch, allein ein, allein
in ihrem Bett. Entgegen aller Unkenrufe, als sie mit 5 noch
in unserem Bett schliefen.

Die Große (4,5 J.) schläft seit ca. 1 Jahr durch, die Kleine (2,5 J.) tut das nur manchmal, meist kommt sie noch zu uns. Das ist auch gut so. Sie sind allerding seit 1 Jahr im gemeinsamen Kinderzimmer, also auch nicht richtig allein. Finden wir natürlicher so.
Schön zu lesen, dass noch mehr Leute so denken. :smile:

Viele Grüße, Heike

Kind zum einschlafen kriegen! bitte helft mir
Hallo Uwe,

Bei unseren beiden Kindern hat es eigentlich ähnlich funktioniert wie schon viele hier beschrieben haben:

Die kleinen Baby´s in den Schlaf geschauckelt. Unsere Tochter hat ein paar mal bei uns im Ehebett geschlafen (war Mitten in der Nacht beim Stillen) Hab mich dann immer fürchterlich erschreckt als ich das bemerkt habe und hab sie schnell in ihr Bettchen gesteckt (bevor wir sie noch zerquetschen -> ist zum Glück nicht passiert)

Dann so nach und nach haben wir angefangen die Kinder so halbwach ins Bett zu legen (natürlich haben wir mit ihnen leise gesprochen „so jetzt kommst du ins Heiabettchen und du tust schon schlafen…“ oder so ähnlich.
Dann bei der nächsten Phase wurde immer mehr Vor-Programm eingebaut Singen Buch angucken ect. Meine Tochter (11 Monate) singt dann immer mit. Manchmal denk ich sie will mich übertönen weil es sich so grässlich anhört (mein Talent reicht nur für die Dusche) und dann wach ins Bett. Dann singe ich noch ein bischen und zieh den Clowni auf (der singt dann weiter „La Le Lu“. Und wenn ich aus dem Zimmer gehe wünsch ich noch eine gute Nacht, schöne Träume, ect. Sobald sie schreit bin ich rein und hab sie rausgenommen bis sie sich wieder beruhigt hatte. Manchmal habe ich auch ganz leise vor der Tür gewartet (dann ist der Weg nicht so weit)

Am Bett sitzen bleiben ging nicht, weil der Fußboden so knarrt und dann wacht sie gleich wieder auf.

Inzwischen schlafen beide relativ schnell alleine ein (manchmal hört man noch Geprabbel) und durch. Beide haben ein eigenes Zimmer. (Wir schlafen momentan auf einem ausziehbaren Sofa auf dem Flur, da unsere Tochter bei jeder unserer Bewegungen im Bett aufgewacht ist. Uns war das Durchschlafen wichtiger als unser Schlafzimmer „Grmpf“. Und um zu vermeiden, dass beide Kinder wach sind, haben wir uns das „Zusammenlegen“ gespart)

Wenn es ein sehr anstrengender Tag war (z.B. Geburtstag und viel Besuch) dann wacht meine Kleine nachts gerne auf und Schreit wie am Spieß. Da muss man dann halt schnell rennen. Sie verarbeitet dann nachts die ganzen Eindrücke.

Also ich würde auch raten nach dem Umzug erst nochmal besonders Vorsorglich das Kind zum schlafen zu bringen, ist ja eine ganz neue Umgebung und das Kind weiss so gar nicht damit umzugehen.

Ansonsten Toi Toi Toi

Und haltet die Ohren steif…

Sonnige Grüße von Soni

Buchtipp
Hi!

seit 7 Monaten nun haben wir einen wirklich lebendigen und
lustigen Sohn. Nur eine Macke hat das ganze. Wie kriegen wir
Ihn Abends / Nachmittags zum schlafen?? habt Ihr Tipps?

Ich finde das Buch „Jedes Kind kann schlafen lernen“ sehr lesenswert. Uns hat das sehr geholfen und meine Tochter ist eine gute „Schläferin“. (Einbrüche bei Krankheit oder ähnl. gehören nat. dazu)

In 2 Wochen ziehen wir nun um und ich wollte mal
nachfragen (weil ich denke das dass ein Neuanfang in diesem
Punkt sein kann)

da müsst ihr nach eurem Gefühl gehen, ob es nicht zuviel des Neuen ist oder ob es eine Gelegenheit ist

Noch ne Frage: Ab wann habt Ihr eure Kinder ins eigene Zimmer
getan? Zur Zeit schläft er in seinem Bettchen im Schlafzimmer.

Nach einer Woche hat meine Tochter im eigenen Zimmer geschlafen. Hier denke ich allerdings, dass jede Familie ihre eigene Lösung finden muss. Für mich ging es nicht anders, weil ich bei jedem lauteren Schnaufer aufgewacht bin und fix und fertig war. Da war es eine gute Lösung im eigenen Zimmer. Das ist bei uns nur drei Meter weg vom Schlafzimmer über dem Gang. So hab ich sofort gehört, wenn sie aufge-wacht ist, aber nicht jeden Seufzer im Schlaf.

LG, IRIS