Kinder brauchen Autorität!

Hallo,

ja, dass brauchen sie wirklich; Grenzen.
Heutzutage steht aber kaum ein Kind, geschweige denn ein Mensch für einen Schwächeren mehr auf, man bleibt sitzen. Puren Egoismus nenne ich das und es ist erschreckend wie wenig Eltern darauf reagieren, daß Alte in ein öffentliches Verkehrsmittel eingestiegen sind und sie nicht den Platz räumen. Auch Ihr werdet mal alt und werdet froh sein, einen Sitzplatz zu haben. Was sind das für Eltern, die Ihre Kinder nicht auffordern aufzustehen, wenn Ihnen Schwächere begegnen?

Gruß
H.

Hallo,

ja, dass brauchen sie wirklich; Grenzen.

klar, braucht jedes Kind seine Grenzen.
Kinder testen wo ihre Grenzen sind!

Heutzutage steht aber kaum ein Kind, geschweige denn ein
Mensch für einen Schwächeren mehr auf, man bleibt sitzen.
Puren Egoismus nenne ich das und es ist erschreckend wie wenig
Eltern darauf reagieren, daß Alte in ein öffentliches
Verkehrsmittel eingestiegen sind und sie nicht den Platz
räumen. Auch Ihr werdet mal alt und werdet froh sein, einen
Sitzplatz zu haben.

Sorry, aber dem kann ich mich nicht anschließen! Ich habe es schon oft genug erlebt, das Kinder oder Jugendliche, älteren Herrschaften im Bus ihren Sitzplatz anbieten.
Du solltest nicht alle über einen Kamm scheren! Es gibt solche und solche Kids!
Übrigens ist das nicht nur bei Kindern so, sondern auch bei vielen Erwachsenen und vorallem auch bei alten Leuten!

Was sind das für Eltern, die Ihre Kinder
nicht auffordern aufzustehen, wenn Ihnen Schwächere begegnen?

Siehe oben!

mfg
Nicky

Gruß
H.

Hi

… eventuell Eltern, die selber nicht mehr aufstehen?
Ich kriege auch die Krise, wenn ich sehe wie sich son kleiner, hyperaktiver Fratz auf den Sitz schmeißt, und so ein schon ziemlich klappriger Herr stehen bleibt und durch den Bus fliegt. Aber die Erwachsenen sind ja auch nicht besser!

Nicht nur gibt es keinen Sitzplatz, das Wohlergehen anderer schert die meisten Bus-Bahn-Fahrer generell einen Scheíßdreck. Die Bahn oder Bus muss nichtmal sonderlich voll sein, die Leute bewegen sich einfach nicht und bleiben genau das stehen wo sie sind- im vorderen Teil des Busses, obwohl hinten noch steh(!)plätze frei sind.
Resultat? Vorne drängelt es sich und die Leute kommen nichtmal mehr an die Haltestangen, können sich nirgendwo festhalten und stehen freiweg im Raum. Sehr angenehm. Vor allem im Bus.

Gutes Benehmen ist nicht mehr alltäglich. Das letzte Mal kamen zwei ältere Frauen in den Bus, ich saß alleine, und als sich eine setzte bot ich an den anderen Platz auch frei zu machen.
Da waren die Damen platt und habens ich noch darüber unterhalten als ich (3 Haltestellen weiter) ausgestiegen bin.

So ungewöhnlich ist das. Man nimmt einfach keine Rücksicht mehr- wie sollten die Kinder das auch lernen, wenn es schon ihre Eltern nicht mehr tun?

lg
Kate

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Wir müssen lernen, für die Alten aufzustehen, für sie einzutreten! Wir müssen etwas tun und diese Wel verändern! Nicht die anderen, wir müssen andere auffordern aufzustehen, Ihnen zeigen wie wichtig es ist, Respekt den Alten zu zeigen, die uns groß gezogen haben.
Wir sind gefragt, unbedingt!

Gruß
H.

Ich rede von München und meine Erfahrungen. Es ist überall so, Kinder, wie Erwachsene stehen in Seltenheit auf. Du hast Glück, dies anders zu sehen, leider bin ich auch in der Statistik verwurzelt, somit kann ich durchaus eine repräsentative Statistik erstellen: Ich bleibe dabei: Menschen werden immer egoistischer!

Gruß
H.

Hallo,

daß Alte in ein öffentliches
Verkehrsmittel eingestiegen sind und sie nicht den Platz
räumen.

ein Mann in einem Bus schimpft laut über die Jugend, die in vollen Bussen ältere Erwachsene keinen Platz anbietet.
Darauf spricht ihn einer an und meint, er habe doch einen Sitzplatz.
Ja, ich schon, aber meine Alte nicht!!!

Kinder brauchen auch Vorbilder!
Das Schimpfen über Rücksichtslosigkeit solcher Art: Ja, scheint berechtigt!

Ich bekam einmal von meinem Großvater eine Kopfnuss, weil ich nicht für einen alten Mann aufstand. Ok, ist auch ne Erziehungsmaßnahme…

Aber sie war mit Sicherheit nicht ausschlaggebend. Ich habe einfach im Laufe meines Lebens gelernt, anderen Menschen Achtung, Verständnis und Respekt entgegenzubringen. Vielleicht war es das.

Das Einzige, was mich heute schockt: Die Vorstellung, dass ein junger Mensch für mich aufsteht und sagt „Nehmen Sie doch bitte Platz.“

Weil ich dann alt bin. Bäähhhhhhhhh! Ne Horrorvorstellung für einen 54-Jährigen …

Respekt, Liebe zu anderen Menschen (nicht die körperliche! sondern Akzeptanz und Respekt) können die Kids aus meiner Sicht nur durch Vorbilder lernen.

Wie weit sind wir da eigentlich? Sind nicht auch die Nichtmehr-Kids Diejenigen, die es vormachen? Warum also sollen die Kids da anders reagieren?

Hallo,

ja, dass brauchen sie wirklich; Grenzen, sinnvolle.

Gibts aber auch bei den meisten, so schlimm ist es nun auch nicht.

Heutzutage steht aber kaum ein Kind, geschweige denn ein
Mensch für einen Schwächeren mehr auf, man bleibt sitzen.

Kind - Mensch ??? Bißchen in der Wortwahl vertan.

  • aufstehen für Ältere oder sonstwie Sitzplatzbedürftige sollten nicht kleine Kinder. Denen tun auch schnell die Füße weh von langen Wegen oder sie sind erschöpft vom Kindergartenausflug oder den ganzen Tag Schule und Schülerlalden - das ist heute anstrengender als vor 60 Jahren.
    Die Eltern sollten in dem Fall aufstehen, die sind im belastbarsten Alter, wenn auch vielleicht einigermaßen fertig nach 8 Std. Arbeit und Kinderbetreung vorher und nachher (die Großeltern helfen da ja leider nicht mehr viel mit - auch etwas, was vor 60 Jahren anders war, selbst vor 40 Jahren noch. Meine Oma hat mich schulfertig gemacht, oft Mittagessen gekocht, das Abendessen immer gemacht etc. Wenn meine Schwiegermutter zu Besuch ist, macht sie zweimal die Woche morgens die Kinder schulfertig, kocht aber abends nie - angeblich mögen wir ihr Essen nicht - dabei essen die Kinder bei Ihr zu Besuch ja auch, das was sie kocht. Nee, die Großeltern sind auch nicht mehr, was sie mal waren.)
    Oder eben Jugendliche und junge Erwachsene. Das passiert aber auch druchaus, selbst in überfüllten Berliner Bussen - meistens steht schon irgendjemand auf, wenn ein offensichtlich platzbedürftiger Mensch daherkommt.
    Vielleicht wirkst Du auf andere fitter und/oder jünger, als Du bist?
    Dann wäre eine freundliche Anfrage sinnvoll (allerdings nicht im schmetternden, gesund, stark und ausgeschlafen klingenden Bass).

Puren Egoismus nenne ich das und es ist erschreckend wie wenig
Eltern darauf reagieren, daß Alte in ein öffentliches
Verkehrsmittel eingestiegen sind und sie nicht den Platz
räumen. Auch Ihr werdet mal alt und werdet froh sein, einen
Sitzplatz zu haben. Was sind das für Eltern, die Ihre Kinder
nicht auffordern aufzustehen, wenn Ihnen Schwächere begegnen?

Wir werden auch mal alt (wenn wir Glück haben) und müssen dann nicht mehr zu den Stoßzeiten los, sondern können den ganzen Tag nutzen, auch die Zeiten, in denen die Busse nicht so überfüllt sind.
Darauf freue ich mich - endlich mal halbwegs leere Busse und Bahnen. Nicht mehr morgens früh aufstehen, Kinder versorgen, zur Arbeit hetzen, nacher zum Kinder- oder Schülerladen hetzen, schnell noch einkaufen, schnell Essen machen, Hausaufgaben nachgucken, Kinder bekümmern, Kinder ins Bett bringen, max. 2 Stunden Feierabend und schließlich seblst völlig erledigt ins Bett fallen.

Aber ich steh schon auf für alte Leute, allermeistens (Ausnahme: ich bin selbst wirklich völlig hinüber, Kind ist mir auf dem Schoß eingeschlafen oder es gibt genug freie Sitzplätze im Bus).

Gruß, Havke

Wo sind die Vorbilder?
Moin,

ja, dass brauchen sie wirklich; Grenzen.

Nicht nur Kinder. Auch machthungrige Politiker und geldgierige Manager.
Jeder versucht Grenzen auszuloten, nicht nur Kinder.
Und ohne Vorbilder geht das kaum. Vorbilder scheinen aber eher die von mir genannten Menschen zu sein.
Schade, sicher. Aber solange sich die Menschen ihrer (eben auch schlechten) Vorbildfunktion nicht bewusst werden, wird das nichts.

Gruss Jakob

Hallo Hombre,

ich denke, Kinder brauchen keine Erwachsenen, die ihnen Grenzen vorschreiben. Sie brauchen Erwachsene, die sie auf ihrem Weg ins Leben liebevoll begleiten und ihnen durch ihr Vorleben zeigen, wie es sein kann. Stehe ich im Bus für einen alten Menschen auf, wird mein Kind es auch tun - er kennt es nicht anders.
Das funktioniert aber nur, wenn die Kinder uns lieben und achten. Liebe und Achtung wiederum müssen wir uns verdienen - auch bei unseren Kindern, die wird uns nicht geschenkt und wir können sie auch nicht durch Druckausübung erzwingen. Druck erzeugt beim Kind höchstens Angst - das wäre für mich keine Basis fürs Zusammenleben mit Kindern.
Mit verdienen meine ich: ich bin in der Vor-Bild-Funktion, muss genau überlegen, wie ich mich verhalte, denn so werden sich meine Kinder auch einmal verhalten. Will ich, dass sie nett zu fremden Menschen sind und ihnen in der Not mal helfen, so muss ich es auch tun, sonst wird das nix. Das ganze hat ne schöne Nebenwirkung: ich werde mir bewusster, was ich den lieben langen Tag so rede und tue, und habe die Möglichkeiten, blöde Marotten abzustellen.
Bei meinen Kindern hat es funktioniert und gab es mal Probleme, dann habe ich mir das Kind geschnappt und bin schick essen gegangen. Beim Dinner zu zweit habe ich dann - im zwanglosen Rahmen - ohne groß nachzufragen, erfahren, wo der Schuh drückt. Ich war die Verbündete, ein schönes Gefühl.

Liebe Grüße
Ina

Hallo,

Ich rede von München und meine Erfahrungen. Es ist überall so,
Kinder, wie Erwachsene stehen in Seltenheit auf. Du hast
Glück, dies anders zu sehen, leider bin ich auch in der
Statistik verwurzelt, somit kann ich durchaus eine
repräsentative Statistik erstellen: Ich bleibe dabei: Menschen
werden immer egoistischer!

Dann rede ich mal nicht von Muenchen und meinen Erfahrungen. :smile: Ich kenne genug Kinder, die aufstehen, Tueren aufhalten, Platz machen, „bitte“ und „danke“ sagen und generell sehr hilfsbereit sind. Natuerlich gibt es immer mal solche, die sowas vergessen und daran erinnert werden muessen. Man kann aber nicht alle ueber einen Kamm scheren.
Moeglicherweise werden Menschen egoistischer. Du kannst nicht jeden aendern, nur als gutes Beispiel fuer deine Kinder und andere Leute in deiner Umgebung das tun, was due fuer richtig haelst und dich so benehmen, wie du es von anderen Leuten erwartest. Stell sicher, dass deine Kinder gut erzogen sind und auch mal gute Eltern werden.

Wie gesagt, ich kenne Kinder die sich sehr gut benehmen koennen. Manche benehmen sich nur in bestimmten Situationen, in der Schule, oder nur daheim, oder nur bei Oma und Opa. Die Frage ist dann eben, warum das so ist. In meiner derzeitigen Schule wissen sie, dass gutes Benehmen gross geschrieben wird und sie konfrontiert werden, wenn sie sich daneben benehmen. In meiner letzten Schule war das nur bedingt der Fall. Kommt eben drauf an, welche Erwartungen man hat. Das gilt fuer den eigenen, wie auch fuer anderer Leute Nachwuchs. :smile:

Gemotze ueber das schlechte Benehmen von Kindern ist irgendwie sinnlos, wenn man gleichzeitig Eltern sieht, die sich alles andere als gut benehmen. Es ist einfach nicht angebracht aeltere Herren in der Bahn anzuschreien und zu bedrohen, weil sie gebeten haben doch ein Fenster zu schliessen. Oder sich zu weigern sein schreiendes Kleinkind im vollen Zug auf den Schoss zu nehmen, damit sich jemand setzen kann. Oder seine Kinder in aller Oeffentlichkeit anzuschreien und ihnen waehrenddessen einen Klaps nach dem andern zu geben.
Komischerweise sehe ich eher Erwachsene, die anscheinend vergessen haben wie man sich gut benimmt. Deren Kinder muss man dann vermehrt darauf hinweisen, wie sie sich zu benehmen haben und was angemessen ist. Kein Wunder, wenn’s daheim ja auch keiner zu wissen scheint.
Das heisst aber noch lange nicht, dass sich alle Erwachsenen so benehmen wuerden. Die sind dann nur nicht so laut und auffaellig. :smile:

Kel

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[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

O.T.: warum bei OWT alles zitieren? (owT)

Grenzen:

ja, dass brauchen sie wirklich; Grenzen.

Soziales Verhalten:

Heutzutage steht aber kaum ein Kind, geschweige denn ein
Mensch für einen Schwächeren mehr auf,

„geschweige denn ein MENSCH“…

Vorbilder:

Was sind das für Eltern, die Ihre Kinder
nicht auffordern aufzustehen, wenn Ihnen Schwächere begegnen?

…und Autorität.

Ich stimme Dir zu, all das brauchen Kinder, aber wirf bitte nicht alles so planlos durcheinander. Fürchterlich!

Entschuldige bitte, ich vergaß den Text zu löschen.
Schönen Gruß
Nicky71

solche und solche
Hallo!

Etwas konfus und allgemein, deine Klage.
Ich habe das schon so oder so erlebt.

Persönlich halte ich recht viel von Höflichkeit und Rücksicht, versuche das auch meinem Kinde beizubringen. Wobei ich auch der Meinung bin, dass z.B. ein Grundschüler mit Schulranzen nicht unbedingt für Ältere aufstehen muss, vor allem, wenn noch gesunde, rüstige Erwachsene ihren Hintern auf einem Sitzplatz ausruhen.

Was ich dazu noch anmerken möchte: Es wäre doch hilfreich, wenn ich der Ansicht bin, dass ich nicht mehr so gut im Gang stehen kann, einfach freundlich jemanden zu bitten für mich aufzustehen. Wird das dann abgelehnt oder ich blöd angemacht, dann kann ich mich zu recht aufregen. Aber man sollte schon bedenken, dass das Sitzenbleiben ja manchmal auch pure Unachtsamkeit sein kann und nicht böse Absicht.

Ich habe schon alte Menschen erlebt, die meckerten schon über die Jugend von heute, die nicht für sie aufsteht, bevor sie überhaupt im Bus drin waren. Das bringt diesen Konflikt erst so richtig in Gang.

Grüsse
kernig

Hallo,
mein 3 jähriger Sohn ist mit seinem Laufrad von einem stattlichen Herrn und seiner Dame in Begleitung
auf der Strasse mit vollem Bewusstsein (Boshaftigkeit) umgerempelt worden. Der Herr hat ihm mit voller
Wucht absichtlich seinen Ellenbogen in die Seite gerammt. Ein abbiegende Autofahrer hat es gesehen
und seine Hilfe angeboten. Fast wäre der der Mann anschließend auf mich losgegangen, aber seine
Begleitung hat ihn noch davon abgehalten. Der Mann war Ende 60.

Jeden Tag erlebe ich Erwachsene, die vor den Augen meines Kindes über die rote Ampel gehen.

Vorbilder? Die Vorbilder sind wir Erwachsene, nicht die Kinder. Wenn man das Bedürfnis hat zu sitzen,
dann kann man auch höflich darum bitten. Vielen Menschen sieht man es nicht an, dass sie bedürftich
sind (schwangere, frisch orperierte, oder auch Kinder, die erschöpft sind oder andere Gebrechen haben).

Nur weil jemand älter ist als ein Kind, ist für mich kein Grund aufzustehen oder es von einem Kind zu
verlangen. Es ist eine Frage des Respekts und der sozialen Kompentenz zu erkennen oder zu erfragen,
ob es jemand mehr nötig hat sich zu setzen.

Wenn ein offenbar gesunder Erwachener oder älterer Mensch einem Teenager mit Prothese oder einer
Frau mit Baby und Einkaufstüten nicht den Platz anbietet, dann funktioniert es auch nicht anders herum.
Respekt gebührt auf beiden Seiten.

Viele Grüße