Kinder früher oder später?

Halli Hallo,

der Frühling steht vor der Tür, die Leute gehen wieder an die frische Luft und was muß ich sehen:

-> Superviele 18-jährige Mädels schieben Ihre frischgebohrenen Säuglinge durch die Gegend!!!

Ein meinem Bekanntenkreis heiraten alle oder bekommen gerade Ihr 1. oder 2. Kind…

Muß ich mir sorgen machen, dass ich zu spät dran bin mit meiner Familienplanung??? Dabei bin ich gerade mal 25!!! :smile:

Spaß bei Seite! Auch bei mir ist seit 1 Jahr ein starker Kinderwunsch vorhanden…kann ich gar net erklären, ist ein Gefühl im Bauch, das mir sagt, jetzt ist der richtige Zeitpunkt!
Wäre da nur nicht das Problem mit dem Geld…! Ich bin nun mal der Meinung, man sollte dem Kiddi schon was bieten können, also schon mal drüber nachdenken, ob der Zeitpunkt der Richtige ist und auch die familiäre Situation paßt und eben auch die Kohle.
Bei uns ist es so, dass wir beide zwar soweit ganz gut verdienen, ich mir aber nicht vorstellen kann, mit einem Gehalt auszukommen. Schließlich hat man ja Unmengen von Nebenkosten etc.

Wie machen das bloß diese 18-jährigen??? Ist mir echt ein Rätsel!!!

Meines Wissens bekommen man nach der Geburt lediglich ca. 300,- DM Kindergeld und die ersten Monate 600,- DM Erziehungsgeld. Und danach??? Wie soll man denn bitte dann von einem Gehalt zu Dritt leben?

Mich würde interessieren, wie IHR das hinbekommt?! Schließlich hat nicht jeder einem Mann/Freund, der monatlich 5.000,- DM netto auf die Hand bekommen, ODER???

Viele Grüße
Antonia

Hallo,

ich weiß gar nicht, ob dir das hilft, aber wir haben mit der Verwirklichung unseres Kinderwunsches erst nach der finanziellen Absicherung gewartet - und es nicht bereut. Beim ersten Kind war meine Frau 33, ich 36, bei zweiten waren wir 36 und 39. Natürlich ist das sehr spät, aber wir haben heute genauso viel Freude an unseren Kindern wie andere, vielleicht sogar noch mehr. Die meisten Menschen sind nach meiner Erfahrung gelassener, je älter sie ist. Das kann dem Kind zugute kommen.

Das war allerdings ein rein persönlicher Erfahrungsbericht, der auf dich nicht unbedingt zutreffen muss. Wirklich entscheiden kann das nur jeder (oder jede) für sich selbst.

Ich wünsche dir die für dich richtige Entscheidung.

Alles Liebe

Thomas Miller

Hallo Antonia,
den „richtigen“ Zeitpunkt gibt es nicht.
Kriegt man „jung“ Kinder, sind die aus dem Haus, wenn man gerade 40 ist - also noch nicht zu alt, um zu leben.
Kriegt man später Kinder, so lebt man halt vorher.
(leben: toller Ausdruck, ich weiß, aber das sind so die Sprüche, die man immer hört - meist ist damit „high live bis zum Abwinken“ gemeint :wink: )
Auch mit Kinder „lebt“ es sich, mit Einschränkungen, gut.

Das finanzielle will natürlich gut überlegt sein, sollte aber nicht DER entscheidende Punkt sein.
Natürlich muss man zurückstecken - egal wann man ein Kind bekommt.
Aber: wenn man nicht viel verdient und dann zurücksteckt ist es häufig einfacher, als wenn man sich erst einen Lebensstandart mit 3-4 mal Urlaub im Jahr und den zwei Autos in der Garage angewöhnt hat und dann plötzlich kürzer treten muss.
In den ersten Jahren kommen auch noch ein paar staatliche Leistungen hinzu (270,- DM Kindergeld, 600,- DM Erziehungsgeld für 6 Monate, danach einkommensabhängig für weitere 18 Monate. 3 Jahre Erziehungsurlaub, mit der Möglichkeit, 19 Std./Woche weiter arbeiten zu „dürfen“), die einem etwas die Last nehmen sollen (es reicht nicht ganz, aber besser als nichts).
Wenn das Kind dann in den Kindergarten oder später zur Schule geht, kann der Partner, der bisher zu Hause blieb, evtl. wieder arbeiten gehen.
Über das Erziehungsgeld sollte dir die zuständige Stelle bei der Gemeinde- oder Kreisverwaltung Auskunft geben können.

Ein Beispiel, wie es geht:
Verheiratet, zwei Kinder, Nettoverdienst MIT Kindergeld ca. 5000,- DM.
davon muss noch die Krankenversicherung (mit Pflege- ) gezahlt werden (300,- DM)
Abzahlung Haus ca. 2300 DM
Nötigste Versicherungen 400,- DM
Rückzahlung Bafög 200,- DM
Strom, Gas, Wasser 300,- DM
verbleiben 1500,- DM (noch keine Kleidung, Essen, Rücklagen für Reparaturen etc. eingerechnet)

von diesem Geld haben wir nicht besonders gut, aber auch nicht schlecht gelebt. Jetzt, wo meine Frau wieder etwas mit verdient, haben wir sogar Geld über, um Rücklagen zu bilden für Urlaub etc., ins Kino oder essen zu gehen.

Es geht also, man muss nur wollen.

Ach ja: allernnötigen Notfalls, wenn es denn gar nicht reicht, gibt es ja noch das Sozialamt.
BITTE KEINE FALSCHEN HEMMUNGEN (sorry, dass ich laut geworden bin). Das Sozialamt ist für solche Fälle da - und seien es nur ein paar Mark Wohngeld, die dabei abspringen.
Wenn es denn (Euerer Meinung nach) nicht reicht, erkundigt euch. (Fragen kostet nichts) Wenn das Kind da ist: stellt einfach mal einen Antrag - Ablehnen kann das Sozialamt immer noch.

War etwas unübersichtlich -
dennoch
Viele Grüße und ein schönes Osterfest

HaWeThie

Vielleicht ist unsere Gesellschaft auch zu anspruchsvoll.
Kinder bedeuten Freude aber auch wirtschaftlicher Verzicht.
PiRo

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Geld…
Hallo Antonia,

Spaß bei Seite! Auch bei mir ist seit 1 Jahr ein starker
Kinderwunsch vorhanden…kann ich gar net erklären, ist ein
Gefühl im Bauch, das mir sagt, jetzt ist der richtige
Zeitpunkt!

Was sagt denn der werdende Vater?

Wäre da nur nicht das Problem mit dem Geld…! Ich bin nun
mal der Meinung, man sollte dem Kiddi schon was bieten können,
also schon mal drüber nachdenken, ob der Zeitpunkt der
Richtige ist und auch die familiäre Situation paßt und eben
auch die Kohle.

Das waren auch unsere Überlegungen - nicht, dass Geld die erste Priorität sein sollte - aber wir waren uns einfach zu egoistisch, „früh“ Eltern zu werden.

Bei uns ist es so, dass wir beide zwar soweit ganz gut
verdienen, ich mir aber nicht vorstellen kann, mit einem
Gehalt auszukommen. Schließlich hat man ja Unmengen von
Nebenkosten etc.

Na ja - UNMENGEN halte ich für übertrieben! Aber ein fehlendes Gehalt macht sich halt sehr bemerkbar!

Wie machen das bloß diese 18-jährigen??? Ist mir echt ein
Rätsel!!!

Keine Ahnung! Frag doch mal eine 18-jährige Mutter.

Meines Wissens bekommen man nach der Geburt lediglich ca.
300,- DM Kindergeld und die ersten Monate 600,- DM
Erziehungsgeld. Und danach??? Wie soll man denn bitte dann
von einem Gehalt zu Dritt leben?

Du bekommst 270 DM Kindergeld (wird wohl ab 2002 auf 300 DM erhöht). Für die ersten 6 Monate erhälst Du 900 DM (vorausgesetzt, dass bleibende Einkommen übersteigt keine 100.000 DM / Jahr) abzüglich des Mutterschaftsgelds, dass Du in den ersten sechs Wochen nach der Geburt in Höhe Deines letzten Nettoeinkommens erhälst (stimmt nicht ganz: Du bekommst 25 DM am Tag und einen Zuschuss vom Arbeitgeber. Das ergibt dann zusammen Dein letztes Durchschnittsnetto).

Ab dem 7. Monat sinkt dann die Grenze von 100.000 DM auf 32.200 DM. Das heist nicht, dass Ihr nix mehr bekommt, aber es wird halt anteilig gekürzt! Diese Summe bekommt Ihr dann bis zur Vollendung des 24. Lebensmonats. Danach gibt es nix mehr!

Ist etwas viel und auch heftig kompliziert - kannst Du aber im Bundeserziehungsgeldgesetz (vom 1.12.2000 - HaWeThie hatte noch das alte) nachlesen

Mich würde interessieren, wie IHR das hinbekommt?! Schließlich
hat nicht jeder einem Mann/Freund, der monatlich 5.000,- DM
netto auf die Hand bekommen, ODER???

Es klappt halt! Klar ist es enger als vorher, aber es klappt. Bei uns stand fest, dass meine Frau nach den drei Jahren Erziehungsurlaub (oder neu: Elternzeit) wieder arbeiten geht (was sie denn auch seit nem Monat wieder macht). Für unseren eigenen Egoismus wäre mein Einkommen nicht ausreichend - für Leute, die keinen Wert auf zwei Autos und eine Flugreise im Jahr legen, würde es reichen.

Gruß
Guido, der nicht glaubt, Dir geholfen zu haben!

Du bekommst 270 DM Kindergeld (wird wohl ab 2002 auf 300 DM
erhöht). Für die ersten 6 Monate erhälst Du 900 DM
(vorausgesetzt, dass bleibende Einkommen übersteigt keine
100.000 DM / Jahr) abzüglich des Mutterschaftsgelds, dass Du
in den ersten sechs Wochen nach der Geburt in Höhe Deines
letzten Nettoeinkommens erhälst (stimmt nicht ganz: Du
bekommst 25 DM am Tag und einen Zuschuss vom Arbeitgeber. Das
ergibt dann zusammen Dein letztes Durchschnittsnetto).
Ab dem 7. Monat sinkt dann die Grenze von 100.000 DM auf
32.200 DM. Das heist nicht, dass Ihr nix mehr bekommt, aber es
wird halt anteilig gekürzt! Diese Summe bekommt Ihr dann bis
zur Vollendung des 24. Lebensmonats. Danach gibt es nix mehr!

Das Erziehungsgeld von DM 900 ist das sogenannte Budget und das gibt es nur unter 2 Bedingungen:

  1. Man begrenzt den Bezug von Erziehungsgeld bzw. die Elternzeit von vornherein auf 1 Jahr (Das Budget wird nur 1 Jahr gezahlt und danach gibt es NICHTS mehr!)

  2. Es werden auch die Einkommensgrenzen, die ab dem 7. Monat gelten nicht überschritten; ansonsten ist das ErzG anteilig mit DM 300 je Monat zurückzuzahlen!

Wenn man 24 Monate ErzG möchte, dann gibt es nur DM 600 max. je Monat.

MfG
Undine

Hallo Antonia,

aus all den komplizierten Rechnungen der Vorredner hast du gelernt, dass man auch mit einem Monatsgehalt von 5.000 ordentlich verzichten muss. Dasselbe gilt für eins von 10.000. (Da kriegt man ja auch dann nichts mehr vom Staat). Es ist so, dass man vorher eben zwei Gehälter hatte für zwei Personen und nachher hat man eben nur noch eins für drei Personen. Gegenüber dem Lebensstandard von vorher ist es ein enormer Rückschritt in jedem Fall - nur dann nicht, wenn du von vornherein alles auf Sozialhilfebasis rechnest. Aber das Geldproblem ist im Vergleich zu dem, was Kinderhaben ernsthaft bedeutet, ein Klacks.

Überleg dir, was es für dich bedeutet, ein halbes Jahr lang jeden Tag so über die Stunden hinweg nach und nach 1 Tasse Milch auf die Kleidung gespuckt zu kriegen. Oder gezwungen zu sein, dich plötzlich supergut mit deinen Eltern (oder Schwiegereltern)zu stellen, da du wegen der Kinderbetreuung auf sie angewiesen bist. Genauso bist du gezwungen, dich zwecks Spielfreundschaften mit den anderen Müttern vom nächsten Spielplatz anzufreunden, egal, wie albern oder kleinkariert oder überkandidelt du sie findest. Was es heißen würde, wenn du mehr als drei Jahre lang kaum mehr eine ruhige Mahlzeit einnehmen kannst? Wenn du drei Jahre lang das Kind bis auf winzigste Ausnahmen überall mit hinschleppen musst? Wenn ein Weg von 5 Minuten zu einer Angelegenheit von einer Stunde oder mehr wird? Wenn du in der gewissen Breiphase dreimal - fünfmal täglich die Küche feucht aufwischen musst? Wenn deine berufliche Zukunft auf ein Minimum reduziert wird? Wenn du als Rabenmutter verschrien wirst, weil du dich für eine Kinderbetreuung einsetzt, um nicht ganz und gar aus dem Beruf zu kommen? Der wichtigste Punkt ist zweifellos die Partnerschaft, du solltest wirklich vorher überlegen, ob du das Kind allein aufziehen möchtest oder ob du eine entsprechend stabile Partnerschaft hast und das Kind darin im Konsens gezeugt werden kann… ehrlich, Geldprobleme sind ein Klacks dagegen. Kinderzeug kriegt man prima gebraucht, nachher kann mans sogar wiederverkaufen, und wenn so ein Baby quäkt, werden viele Omas richtig spendierfreudig. Da eist man was los, wenn nicht in der Verwandtschaft, dann von so Stiftungen undsoweiter. Verzichten muss man eh, und um „Absicherung“ geht es weniger.

Wenn du scharf auf Kinder bist, nimm einen Babysitterjob an. Wenn du nach einem Jahr dann immer noch scharf auf Kinder bist, dann such dir einen anständigen Mann, heirate ihn, kriege welche - es ist wunderbar, Kinder zu haben, ernsthaft.

DANKE!
Hi!

Das Erziehungsgeld von DM 900 ist das sogenannte Budget und
das gibt es nur unter 2 Bedingungen:

  1. Man begrenzt den Bezug von Erziehungsgeld bzw. die
    Elternzeit von vornherein auf 1 Jahr (Das Budget wird nur 1
    Jahr gezahlt und danach gibt es NICHTS mehr!)

  2. Es werden auch die Einkommensgrenzen, die ab dem 7. Monat
    gelten nicht überschritten; ansonsten ist das ErzG anteilig
    mit DM 300 je Monat zurückzuzahlen!

Wenn man 24 Monate ErzG möchte, dann gibt es nur DM 600 max.
je Monat.

MfG
Undine

Gut, dass es Leute hier gibt, die sich richtig auskennen - ich hatte da nur einen Auszug aus dem BErzG vorliegen. Dass der DTV allerdings solch wichtige Sachen nicht mitdruckt, finde ich ziemlich krass.

Gruß
Guido

Danke an alle
Hallo,

also erst mal vielen Dank für die vielen Antworten/Meinungen. Ich bin zwar nicht unbedingt weiter gekommen, was meine Entscheidung angeht (besser natürlich die von mir und meinem freund), aber ich bin doch um einiges schlauer geworden.

Mein Fazit ist: Jeder muß es einfach selber herausfinden, was für Ihn das beste ist!!!

Mal kucken, was die Zeit so bringt…
Viele liebe Grüße und frohe Ostern wünscht
Antonia

Hallo Antonia,
die Frage nach dem richtige Zeitpunkt kann dir wahrscheinlich keiner richtig beantworten.
Was ich dir aber noch zu allen anderen Postings sagen will ist, daß nicht jedes Kind gesund zur Welt kommt, bzw. vielleicht kurz danach erkrankt (bei w-w-w gibts einige Eltern, die ein krankes Kind haben/hatten). Könntest du es verkraften, bis an dein/deine Kindes Lebensende für das Kind rund um die Uhr dazusein? Das kann man schaffen, aber es kostest wahrscheinlich mehr Kraft, als man mit Geld aufwiegen kann.
Das Glück, ein Kind zu haben, kann man sowieso mit nichts aufwiegen.
Ich wünsch dir, daß du die für dich richtige Entscheidung fällst.
Gruß
Daggi

hallo antonia
Ich selbst bin vater von 3 kindern von denen eines schwerstbehindert ist.
ein paar gedankenansätze möchte ich dir geben :
1 Weißt du ob du gleich ein kind bekommst ?
später könnte zu spät sein.
Sicher geld ist wichtig, aber sollte es einen kind verhindern ? ändert sich eure finanzielle situation in absehbarer zeit?

ich kan dir sagen das kinder der schönste Stress sind, den es gibt- Aber es bedeutet auch ungeheuer viel verzicht am eigenen leben , und in unserem falle des behinderten kindes hat es uns an die körperliche und seelische belastbarkeitsgrenze geführt und führt uns noch. trotzdem -so schöne momente wie mit den eigenen kindern lassen sich kaum beschreiben.
Ich wünsche dir die richtige entscheidung- wie immer sie ausfälllt . gruß
norbert

Hallo Antonia,

Muß ich mir sorgen machen, dass ich zu spät dran bin mit
meiner Familienplanung??? Dabei bin ich gerade mal 25!!! :smile:

So alt war ich, als meine Tochter kam.

Spaß bei Seite! Auch bei mir ist seit 1 Jahr ein starker
Kinderwunsch vorhanden…kann ich gar net erklären, ist ein
Gefühl im Bauch, das mir sagt, jetzt ist der richtige
Zeitpunkt!

Das Gefühl wäre schon mal ein guter Ansatz, wenn der zukünftige Vater auch so denkt.

Wäre da nur nicht das Problem mit dem Geld…! Ich bin nun
mal der Meinung, man sollte dem Kiddi schon was bieten können,
also schon mal drüber nachdenken, ob der Zeitpunkt der
Richtige ist und auch die familiäre Situation paßt und eben
auch die Kohle.

Was meinst Du mit „Was bieten können“? Biete Deinem Kind viel Liebe und Verständnis, wenn es mal was nicht haben kann, das es bei anderen oder gar in der Werbung sieht, und schon ist die Welt wieder in Ordnung (ich war drei Jahre lang Sozialhilfe-Empfängerin und danach gut 5 Jahre Studentin mit Kind, alles alleinerziehend)

Bei uns ist es so, dass wir beide zwar soweit ganz gut
verdienen, ich mir aber nicht vorstellen kann, mit einem
Gehalt auszukommen. Schließlich hat man ja Unmengen von
Nebenkosten etc.

Und noch ein humorvoller Spruch zuletzt: Als meine Schwester und ich es zwei Monate (!) nicht schafften, uns zum Bummeln zu verabreden, konnte ich nur kurz und knapp sagen: So schlimm ist es gar nicht, mit Kindern weniger Geld zu haben, man kommt ja eh’ nicht zum Ausgeben :wink:

Trau Dich, wenn Dein Freund/Mann es auch will.

Lieben Gruß, Karin

Also jetzt muss ich auch mal was dazu sagen!
Auszug aus Deinem Beitrag:

Überleg dir, was es für dich bedeutet, ein halbes Jahr lang
jeden Tag so über die Stunden hinweg nach und nach 1 Tasse
Milch auf die Kleidung gespuckt zu kriegen. Oder gezwungen zu
sein, dich plötzlich supergut mit deinen Eltern (oder
Schwiegereltern)zu stellen, da du wegen der Kinderbetreuung
auf sie angewiesen bist. Genauso bist du gezwungen, dich
zwecks Spielfreundschaften mit den anderen Müttern vom
nächsten Spielplatz anzufreunden, egal, wie albern oder
kleinkariert oder überkandidelt du sie findest. Was es heißen
würde, wenn du mehr als drei Jahre lang kaum mehr eine ruhige
Mahlzeit einnehmen kannst? Wenn du drei Jahre lang das Kind
bis auf winzigste Ausnahmen überall mit hinschleppen musst?
Wenn ein Weg von 5 Minuten zu einer Angelegenheit von einer
Stunde oder mehr wird? Wenn du in der gewissen Breiphase
dreimal - fünfmal täglich die Küche feucht aufwischen musst?
Wenn deine berufliche Zukunft auf ein Minimum reduziert wird?
Wenn du als Rabenmutter verschrien wirst, weil du dich für
eine Kinderbetreuung einsetzt, um nicht ganz und gar aus dem
Beruf zu kommen? Der wichtigste Punkt ist zweifellos die
Partnerschaft, du solltest wirklich vorher überlegen, ob du
das Kind allein aufziehen möchtest oder ob du eine
entsprechend stabile Partnerschaft hast und das Kind darin im
Konsens gezeugt werden kann… ehrlich, Geldprobleme sind ein
Klacks dagegen.

>>> Meinst Du das wirklich so wie Du es schreibst? Dann ist Kinder zu haben ja nur der reinste „Horror“, auch für Dich scheinbar. Wir sind in einer ähnlichen Phase und möchten auch gern Kinder aber wenn ich so was lese, dann bin ich echt am zweifeln. Ich höre soviel in meinem Bekanntenkreis was man alles nicht mehr machen kann wenn man Kinder hat, was man für Probleme mit Kindern hat, und: wir hätten´s gut, wir haben ja keine Kinder…
Mein Gott, warum um alles in der Welt soll man denn Kinder bekommen wenn alles so fürchterlich ist??? Denn alle diese Leute die über Kinder jedesmal jammern wenn ich sie treffe, sagen dann auf meine Frage, ob es denn auch schöne Seiten an Kindern gibt, so ganz nebenbei und kurz angebunden „ja natürlich“ und das war´s dann meist. Macht mich stutzig sowas, genauso wie auch Dein Beitrag.

Ich weiss es ist eine grosse Verantwortung, Kinder zu bekommen und zu erziehen, aber irgendwie hab ich den Eindruck, dass entweder es mit Kindern wirklich alles so sch… ist wie ich immer so mitbekomme, oder dass diese Eltern einfach nur jammern WOLLEN, um bemitleidet zu werden…

Grüsse
Wolle

Pro Kinder!
Hallo Wolle,

Dann ist Kinder zu haben ja nur der reinste „Horror“, auch für
Dich scheinbar.

Für mich nicht. Wir haben im Moment zwei, und das bereuen wir nicht, im Gegenteil. Sicher sind die ersten beiden Jahre jedes Kindes anstrengend, aber keineswegs so ein Horror wie aus dem Posting herausklingt. Wir haben es jedenfalls geschafft, Familien zu finden, wo sowohl Eltern als auch Kinder miteinander zurechtkamen. Wir haben es organisiert gekriegt, daß mal einer los ist und der andere bei den Kindern war, und auch das Mitnehmen ist nicht immer schlimm gewesen.
Die Breiphase mit Rumkleckern ist nicht so lang, wenn man lange stillt, und nach einigen Wochen lernen die Kleinen auch das Umgehen mit dem Löffel.
Und so weiter und so fort.

Wir sind in einer ähnlichen Phase und möchten

auch gern Kinder aber wenn ich so was lese, dann bin ich echt
am zweifeln.

Keine Notwendigkeit. Es lohnt sich.

Mein Gott, warum um alles in der Welt soll man denn Kinder
bekommen wenn alles so fürchterlich ist???

Ist es nicht.

Denn alle diese

Leute die über Kinder jedesmal jammern wenn ich sie treffe,
sagen dann auf meine Frage, ob es denn auch schöne Seiten an
Kindern gibt, so ganz nebenbei und kurz angebunden „ja
natürlich“ und das war´s dann meist. Macht mich stutzig sowas,
genauso wie auch Dein Beitrag.

Wundert mich auch. Sicher gibt’s Probleme, aber das ändert nichts daran, daß es eine sehr schöne Sache ist, und daß die Kinder einem viel Schönes und Gutes bringen.

Ich weiss es ist eine grosse Verantwortung, Kinder zu bekommen
und zu erziehen, aber irgendwie hab ich den Eindruck, dass
entweder es mit Kindern wirklich alles so sch… ist wie ich
immer so mitbekomme, oder dass diese Eltern einfach nur
jammern WOLLEN, um bemitleidet zu werden…

Ersteres bestimmt nicht. Letzteres vielleicht, bei einigen. Ich weiß nicht warum, aber laß es Dir gesagt sein: Kinder sind was Schönes!

Gruß Kubi

Noch weitere Gedanken dazu + Hintergrundinfo:
Wir wohnen seit kurzem in einem recht dicht bebautem Neubaugebiet (Reihenhäuser etc.). Und wir bekommen mit, wie in der direkten Nachbarschaft mehrere Familien mit 2-4 Kindern wohnen, wo die Eltern speziell die Mütter die Kinder sehr häufig nur anbrüllen (kann ich teilweise auch verstehen, 4 Kinder sind sicher nur schwer unter einen Hut zu bekommen), die Kinder in der Menge ihrerseits einen Riesenkrach machen (klar, bei den „Vorbildern“), kurz gesagt: Man kann nicht mehr auf der Terrasse sitzen, ohne stundenlangen Lärm ertragen zu müssen (im Schnitt Lärm von 8-12 Kindern plus deren Mütter). Wir fühlen uns wie in einem Riesen-Kindergarten, wo kaum einer Rücksicht nimmt oder die Kinder auch mal zur Ruhe ermahnt werden.
Es geht hier nicht darum, dass wir uns gestört fühlen (obwohl das natürlich der Fall ist, fast jeden Tag), sondern darum, dass solche Erfahrungen natürlich auch prägen. Ist vielleicht wirklich alles etwas unglücklich - so viele Kinder in der Nachbarschaft auf engstem Raum. Aber so ist es nun mal und ich muss sagen, mir sind die Kinder (und auch die keifenden Mütter) der Nachbarschaft schon zuviel! Wie wird´s dann erst beim eigenen? Ich bin völlig hin- und herschwankend und weiss auch nicht…
Aber wir sind auch schon jenseits der 30 und viel Zeit bleibt auch nicht mehr…
Übrigens: Wir wohnen nicht in irgendeinem „Asozialen“-Viertel (sorry für diesen Ausdruck) sondern in einem der besten Wohngebiete des Ortes. Also bitte nicht mit dem Hinweis kommen, man solle nur in eine bessere Wohngegend ziehen…

MfG
Wolle

Lokalkolorit

Wir wohnen seit kurzem in einem recht dicht bebautem
Neubaugebiet … wo kaum einer
Rücksicht nimmt oder die Kinder auch mal zur Ruhe ermahnt
werden.

Da kann ich nur sagen, daß scheint am Gebiet zu liegen, egal was es für eins ist. Wir wohnen auch in einem Neubaugebiet, gemischt Einfamilien-, Doppel- und Reihenhäuser, teilweise Eigentum, teilweise gemietet. Sehr viele Kinder in allen Altersstufen, pro Familie zwischen keinem und fünf. Und man kann problemlos auf der Terrasse sitzen. Sicher machen Kinder auch Krach, aber es bleibt im „normalen“ Rahmen, und schreiende Eltern erleben wir auch selten.

Ist vielleicht
wirklich alles etwas unglücklich - so viele Kinder in der
Nachbarschaft auf engstem Raum. Aber so ist es nun mal und ich
muss sagen, mir sind die Kinder (und auch die keifenden
Mütter) der Nachbarschaft schon zuviel!

Wie gesagt, das ist kein generelles Problem, sondern eins des Wohngebietes.

Wie wird´s dann erst

beim eigenen?

Das hängt von Euch ab…

Aber wir sind auch schon jenseits der 30 und viel Zeit bleibt
auch nicht mehr…

Stzimmt, allzu lange solltet Ihr da nicht mehr warten.

Übrigens: Wir wohnen nicht in irgendeinem „Asozialen“-Viertel
(sorry für diesen Ausdruck) sondern in einem der besten
Wohngebiete des Ortes. Also bitte nicht mit dem Hinweis
kommen, man solle nur in eine bessere Wohngegend ziehen…

Hinweis entfällt, aber wie gesagt: aus irgendeinem Grunde haben sich in diesem Wohngebiet viele laute Familien gesammelt.

Gruß Kubi

Da kann ich nur sagen, daß scheint am Gebiet zu liegen, egal

Ist vielleicht
wirklich alles etwas unglücklich - so viele Kinder in der
Nachbarschaft auf engstem Raum. Aber so ist es nun mal und ich
muss sagen, mir sind die Kinder (und auch die keifenden
Mütter) der Nachbarschaft schon zuviel!

Wie gesagt, das ist kein generelles Problem, sondern eins des
Wohngebietes.

>>> Nee, eher das Problem einiger weniger Familien, die alle anderen stören.

Übrigens: Wir wohnen nicht in irgendeinem „Asozialen“-Viertel
(sorry für diesen Ausdruck) sondern in einem der besten
Wohngebiete des Ortes. Also bitte nicht mit dem Hinweis
kommen, man solle nur in eine bessere Wohngegend ziehen…

Hinweis entfällt, aber wie gesagt: aus irgendeinem Grunde
haben sich in diesem Wohngebiet viele laute Familien
gesammelt.

>>> Wie schon gesagt, die Familien sind nicht generell laut, nur einige wenige, leider in unserer unmittelbaren Nachbarschaft. Man kann sich dem Lärm eben nicht entziehen, draussen sitzen bei dem Wetter? Naja, mit Oropax würde es vielleicht gehen… Grauenhaft. Das hat mir zur Zeit die Lust auf Kinder eigentlich total vergällt, seit wir hier wohnen eben. Vorher war der Wunsch eindeutig vorhanden. :frowning:

Gruß Kubi

Gruss
Wolle

Ich weiss es ist eine grosse Verantwortung, Kinder zu bekommen
und zu erziehen, aber irgendwie hab ich den Eindruck, dass
entweder es mit Kindern wirklich alles so sch… ist wie ich
immer so mitbekomme, oder dass diese Eltern einfach nur
jammern WOLLEN, um bemitleidet zu werden…

Lieber Wolle,
mit meinem ARtikel wollte ich nicht sagen, dass Kinderhaben der reinste Horror ist - ich wollte darstellen, dass die täglichen Schwierigkeiten dabei nur wenig mit Geld zu tun haben. Falls du die oben beschriebenen Wechselfälle als Horror empfindest… nun ja. Um mich zu wiederholen: Es ist ernsthaft wunderbar, Kinder zu haben, es macht geradezu süchtig (vielleicht ist damit der Kindersegen in deiner Nachbarschaft zu erklären). Es ist schön, besonders, ungeheuerlich, es ist der helle Wahnsinn, es ist das einzig echte und ehrliche Abenteuer, es ist tagtäglich explosiv wundervoll Kinder zu haben… und trotzdem ist es so, wie ich im Ursprungsartikel beschrieben habe.

Klar tut ein bisschen Mitleid uns gut. Und wir Eltern klagen auch, weil wir - vor allem in puncto Kinderbetreuung!!! - so viel schlechter gestellt sind als Familien in den allermeisten europäischen Ländern. Die deutschen Sitten sind in dieser Hinsicht wirklich nicht mehr zeitgemäß. Es geht hier um ein Umdenken der Politiker, aber auch um ein Umdenken auf breiter Front. Also bitte nimm unsere Klage so: Liebe Mitdeutsche, Kinderhaben ist schön (usw. , siehe oben), aber in Frankreich und Polen, in Schweden und den Niederlanden, in Großbritannien und Spanien haben die Leute besser kapiert, wie man dafür sorgt, dass Eltern (vor allem Mütter) nicht beinahe automatisch aus der Gesellschaft herauskatapultiert werden.

Grüße, und lies bitte die ARtikel etwas mehr in dem Zusammenhang, in dem sie stehen,
Juliane

Lieber Wolle,
mit meinem ARtikel wollte ich nicht sagen, dass Kinderhaben
der reinste Horror ist - ich wollte darstellen, dass die
täglichen Schwierigkeiten dabei nur wenig mit Geld zu tun
haben. Falls du die oben beschriebenen Wechselfälle als Horror
empfindest… nun ja. Um mich zu wiederholen: Es ist ernsthaft
wunderbar, Kinder zu haben, es macht geradezu süchtig
(vielleicht ist damit der Kindersegen in deiner Nachbarschaft
zu erklären).

>>> Kann sein, aber wenn das dazu führt, dass nur noch die Kinder wichtig sind, man selber alles zurückfährt, die Nachbarschaft über Gebühr nur noch belästigt und nur noch Unverständnis für die Bedürfnisse der Erwachsenen hat, weil man hat ja so viele Kinder, da müssen sich doch alle unterordnen. Und Kinderlose? Die haben ja sowieso keine Ahnung, sollen doch mal ganz ruhig sein… Sorry, aber es ist wirklich so, zumindest kommt es mir so vor als zur Zeit (noch) Kinderloser, dann hab ich echt Zweifel… Auf diese Weise möchte ich NIE NIE Kinder haben, es muss doch auch anders gehen, ich kenne zwar auch einen (!) Fall in meiner Bekanntschaft, wo es einfach wunderschön ist mit den beiden Kindern die sie haben, aber das ist eindeutig eine Ausnahme, es gibt zig Gegenbeispiele.

Liebe Mitdeutsche,

Kinderhaben ist schön (usw. , siehe oben), aber in Frankreich
und Polen, in Schweden und den Niederlanden, in Großbritannien
und Spanien haben die Leute besser kapiert, wie man dafür
sorgt, dass Eltern (vor allem Mütter) nicht beinahe
automatisch aus der Gesellschaft herauskatapultiert werden.

>>> Das machen sie doch teilweise selber, aber ich meine das jetzt etwas anders: Es gibt ganz klar eine Polarisierung in der Gesellschaft, das ist klar. Aber das verursachen häufig die Eltern selber! Ich höre immer, dies und das geht nicht wegen der Kinder. Verstehe ich, klar. „Wir können dies und das nicht mit Euch unternehmen wegen der Kinder“ (obwohl einige andere mit Kindern gleichen Alters dabei sind…, verstehe ich irgendwie nicht), klinken sich selber sozusagen völlig aus. Auch telefonische Kontakte etc. gehen mehr und mehr zurück (verstehe ich gar nicht). Keine Einzelfälle, sondern haufenweise passiert im Bekanntenkreis.
Es ist wohl so, dass man mit Kindern ein anderer Mensch wird. Wenn das aber dazu führt, dass nur noch die Kinder wichtig sind, man selber völlig darin untergeht und z.B. der Vater jedesmal froh ist der Familie zu entfliehen wenn´s mal die Gelegenheit dazu gibt, dann kann es das doch wirklich nicht sein! Und alle denken dann, es dreht sich alles nur noch um Kinder. Und glauben, alle anderen (Kinderlose) denken genauso. Wenn man etwas kritisiert weil es einen wirklich extrem stört, dann heisst es immer mit einem süffisanten Lächeln „Naja, Ihr habt ja keine Kinder! Wartet erst mal ab, wenn´s bei Euch so ist!“ Oder sogar: „Typisch, Ihr seid ja eben kinderfeindlich“!
Meiner Ansicht nach schon fast eine Frechheit so eine Aussage. Denn kinderfeindlich bin ich wirklich nicht. Aber ich bin der Meinung dass man sich z.B. nicht als Nachbar mit 4 Kindern einfach so ausbreiten kann, dass nur noch eine einzige Rücksichtnahme zählt: Nämlich die auf das ungestörte Ausleben der Kinder, egal wie laut und extrem es ausartet. Darauf soll man gefälligst Rücksicht nehmen. Selber hat man dann als Nachbar allerdings keinen Anspruch auf irgendwas, wenn unsererseits um etwas Rücksichtnahme gebeten wird, dann ist man nur der böse Nachbar, der es wagt, irgendetwas gegen Kinder zu sagen… Ist das wirklich der Zustand der Kinderfreundlichkeit, den alle wollen? Das stell ich mir doch ganz anders vor! Kinder können ein gesundes Mass an Rücksichtnahme gar nicht früh genug lernen.

Wie gesagt, es gibt in unserer Bekanntschaft und Nachbarschaft eigentlich nur ganz wenige positive Beispiele, wie schön es mit Kindern sein kann. Das stell ich mir auch vor als Ziel bei eigenen Kindern. Aber irgendwie hab ich den Eindruck, dass solche Kinder es später bei den allgemein rücksichtslos und ego-bezogen erzogenen Kameraden sehr sehr schwer haben werden…

Vielleicht sollten wir auch nur umziehen, könnte auch schon helfen. Jeden Tag wird mir hier nämlich vor Augen geführt wie abschreckend alles mit diesen (vielen) Kindern unserer Nachbarn ist, ich fahre schon mit Bauchschmerzen immer von der Arbeit nach Haus. Blöd nur, dass es das eigene Haus ist, was man nicht so einfach verkauft…

Mit nur schwach hoffnungsvollen und sehr nachdenklichen Grüssen

Wolle