Kinder-HNO-Arzt: wie sieht die Hör-Prüfung aus?

Hallo zusammen,

unsere Tochter (27 Monate) lernt langsam sprechen, und es kommt kaum ein Wort deutlich heraus; man merkt aber, dass sie Fortschritte macht und seit einigern Wochen immer mehr Wörte in ihr en Sprachschatz aufnimmt. Eeine befreundete Kinderärztin meinte, sie spreche „verwaschen“ und empfahl uns, doch mal zu einerm HNO-Arzt zu gehen, da sie meinte, die Kleine spräche, wie sie hört, und sie könnte Polypen o.ä. haben, ohne dass sie einen Gehörschaden habe. (Kurz nach der Geburt wurde ein Hörtest durchgeführt, der negativ ausfiel).

Kann uns jemand sagen, was bei einer HNO-Untersuchung bei Kleinkindern gemacht wird? Da die Kleine vielleicht uneinsichtig sein könnte, weil sie nicht versteht, was man von ihr möchte (bei anderen Ärzten schon vorgekommen), würde ich gerne wissen, mit welchen Erwartungen wir an einen HNO-Arzt-Besuch herangehen können.

Vielen Dank,
Deborah

Vieeln Dank,

Hallo Deborah,

meinen Erfahrungen entsprechend wird in dem Alter schwerpunktmäßig die (ich sag mal untechnisch) Vibrationsfähigkeit des Trommelfells gemessen. Ist es aus irgendwelchen Gründen verhärtet (z.B. durch unerkannte Infektionen) oder befindet sich Flüssigkeit dahinter (z. B. beim bei Kleinkindern häufiger vorkommenden Paukenerguss), reagiert das Aufzeichnungsgerät entsprechend und der Arzt kann eine Diagnose aussprechen und eine Therapie empfehlen.

Das ganze ist absolut schmerzlos, dem Kind wird lediglich ein Ohrstecker ins Ohr gestopft und dann wird ein Signal losgelassen, dessen Echo sozusagen gemessen wird.

Gruß, bebro

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Bei begründetem Verdacht (aber bitte nur dann), gibt es die Möglichkeit ein EEG aufzunehmen. Mann sieht dann objektiv, ob ein Hören vorhanden ist. Dazu muß das Kind allerdings narkotisiert werden, also wie gesagt, wenn irgend möglich vermeiden. Liegt (wie bei mir) eine Schädigung hinter dem Hörnerv kann man allerdings auch dann nichts erkennen.

Einige HNO-Ärzte haben sich auf Kinderaudiometrie spezialisiert. Frag mal bei einem Hörgeräteakkustiker nach, ob sie Adressen haben.

Gandalf

Hier ein kleiner Abriss der Möglichkeiten, leider werden noch viel zu wenig Hördstörungen bei Kindern erkannt und damit eine Frühförderung möglich !!!

Hörprüfungen einschließlich Gleichgewichtsprüfung:

Tonschwellenaudiometrie, Sprachaudiometrie, Kinderaudiometrie am Mainzer Kinderspieltisch, Kindersprachaudiometrie nach Jacobi-Albrecht, dichotischer Hörtest, überschwellige Tonaudiometrie (z.B. SISI-Test),

Impedanzaudiometrie, bestehend aus Tympanometrie und Stapediusreflexmessung (contra- und ipsilateral)

otoakustische Emissionen (OAE)

Hirnstammaudiometrie bzw. Hirnstrommessung (BERA)

calorische Vestibularisprüfung mit Elektronystagmographie (ENG)

sonstige Untersuchungen:

Ultraschall- A -Untersuchung der Nasennebenhöhlen

Ultraschall- B -Untersuchung der Nasennebenhöhlen, der Halsweichteile, der Speicheldrüsen und der Schilddrüse.

Geruchs- und Geschmacksprüfung

Rhinomanometrie

Otoskopie mittels Stereomikroskopie

Tauchtauglichkeitsprüfung (Ohrmikroskopie, Audiometrie, Impedanzmessung )

Dies kann man nicht alles erläutern!!! Kannst ja im WWW unter den Stichworten mal suchen gehen.
Gruss R.

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Bei begründetem Verdacht (aber bitte nur dann), gibt es die
Möglichkeit ein EEG aufzunehmen. Mann sieht dann objektiv, ob
ein Hören vorhanden ist. Dazu muß das Kind allerdings
narkotisiert werden, also wie gesagt, wenn irgend möglich
vermeiden.

Bitte!!! Seit wann muß zu einem Elektro-Ezephalogramm narkotisiert werden??? Da sieht man doch nur noch, wie das Gehirn unter Narkose funktioniert. Ich wurde (vor ewigen Zeiten mal) so untersucht, und das bei vollem Bewußtsein.

Karin

Bitte!!! Seit wann muß zu einem Elektro-Ezephalogramm
narkotisiert werden??? Da sieht man doch nur noch, wie das
Gehirn unter Narkose funktioniert. Ich wurde (vor ewigen
Zeiten mal) so untersucht, und das bei vollem Bewußtsein.

Da hab ich mich etwas falsch ausgedrückt. Es handelt sich nicht um ein EEG, sondern um eine Ableitung des Hörnervs. Ob die unter Vollnarkose abläuft hab ich eben noch mal nachgefragt und es stimmt. Die Methode wird oben auch von Rudi angesprochen.

Gandalf

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