Kinder in die Psychiatrie geben?

Ich möchte heute noch einmal dieses Thema aufgreifen:

Problem: unser Sohn wurde im vergangenen Jahr eingeschult und vom ersten Tag an lief es nicht geradeaus. Am ersten Tag wurde ihm durch die Lehrerin (über 50 Jahre, geschieden, allein erziehend) gesagt, dass er lernen müßte, sauberer zu malen. Am dritten Tag hieß es, dass er ja noch verkehrtrum schreiben würde etc. So zog sich das bis Anfang diesen Jahres hin. Jede Woche Elterngespräche etc. Unser Sohn wurde durch die ganze Sache immer aggressiver. Im Unterricht konnte er nicht still sitzen, hampelt rum und lässt sich leicht ablenken. Andererseits sind seine Leistungen über dem Klassendurchschnitt.

Wie ich berichtete, wurden uns seitens durch die Grundschule folgende Varianten vorgeschlagen - 1. das Kind in die KJP zur Therapie zu geben oder 2. an eine Schule für verhaltensauffällige Kinder umzuschulen. Weitere Möglichkeiten gab es nicht!

Wir haben uns jetzt für die erste Variante entschieden und möchten die Therapie-Zeit nutzen, um für die Zeit nach der Therapie „vorzusorgen“.

Die Lehrerin hat signalisiert, dass sie unseren Jungen eigentlich nicht wieder zurück haben möchte - darf dies aber natürlich nicht aussprechen - immerhin ist sie ja Pädagogin! Wobei sie ihre Ansätze auch darin sieht, Kindern die Bücher vom Tisch zu „wischen“, wenn sie miteinander reden oder sogar die Hände von Kindern auf den Tisch schlägt.

Meine Frage: hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht und was wurde unternommen? Was würden Sie unternehmen und an welche Behörde können wir uns wenden?

Eine Umschulung ist wohl nicht mehr zu umgehen, denn unser Sohn hat seinen Stempel drauf. Die kleinste Kleinigkeit nach der Therapie wird sicherlich alle Hebel wieder umschmeißen, da man solchen Kindern a) wohl kaum eine Chance gibt und b) sie mit Argus-Augen beobachten wird.

Ich danke schonmal im voraus für evtl. Tipps!

Moin,

Ich möchte heute noch einmal dieses Thema aufgreifen:

Du hattest doch vor ca. 3 Wochen schonmal ähnliches gefragt und viele gute Antworten bekommen.

http://www.wer-weiss-was.de/cgi-bin/forum/showarchiv…

Was gibt es denn nun neues?
Gruß
Marion

Huhu,

nur so weils mir grad wieder in den Sinn kommt:

Wurde denn schonmal über Ergotherapie nachgedacht?
Die sind nämlich auch für die Behandlung von verhaltensauffälligen Kindern da. Wenn dein Sohn Tiere mag kann ich vorallem auch die tiergestützte Therapie empfehlen. Leider gibt es davon noch nicht sehr viele in Deutschland, aber die Erfolge sind herausragend gut.

(Und ja ich lerne gerade Ergotherapie und merke nur immer wieder, dass einfach kein Arzt mal an die guten „Basteltanten/-Onkel“ denkt.)

Nur so als Anmerkung. Wobei in der Psychatrie auch viel durch Ergotherapeuten gemacht wird. Man könnte dies aber eben auch ambulant machen bzw. einfach als Nachbehandlung. Wenn es bewilligt wird, muss die Kasse schließlich zahlen, denn ohne Rezept geht bei Ergotherapeuten gar nichts, leider.

bye Frieda

Hallo!

Wie ich berichtete, wurden uns seitens durch die Grundschule
folgende Varianten vorgeschlagen - 1. das Kind in die KJP zur
Therapie zu geben oder 2. an eine Schule für
verhaltensauffällige Kinder umzuschulen. Weitere Möglichkeiten
gab es nicht!

Wir haben uns jetzt für die erste Variante entschieden …

Wieso hatte er diesen Psychiartrie-Aufenthalt denn überhaupt bewilligt bekommen? Das zahlt doch nicht die Krankenkasse aufgrund des Gutachtens einer Grundschullehrerin. Wie lautet denn die Diagnose?

Was sagen den die behandelnden Psychologen? Glaubst du nicht, dass die einen besseren Rat geben können als irgendwelche Fremden hier in einem öffentlichen Forum?

Meine Frage: hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht und was
wurde unternommen? Was würden Sie unternehmen und an welche
Behörde können wir uns wenden?

Ich habe Erfahrungen mit „Abstempeln“ meines Sohnes in der Grundschule gemacht, und habe sehr gute Erfahrungen mit einem Gespräch mit der vorgesetzten Schulbehörde (Schulamt) gemacht.

Eine Umschulung ist wohl nicht mehr zu umgehen, denn unser
Sohn hat seinen Stempel drauf. Die kleinste Kleinigkeit nach
der Therapie wird sicherlich alle Hebel wieder umschmeißen, …

Die kleinste Kleinigkeit? Wenn das so ist, dann ist die Therapie aber doch noch nicht abgeschlossen.

Sicher sollten die Einflüsse, die dem Kind geschadet haben, nach Möglichkeit aus dem Weg geräumt werden. Aber es wäre nach diesem Erlebnis natürlich auch gut, wenn er erleben könnte, dass er irgendwann doch von der Lehrerin und von der Klasse akzeptiert würde.

Ist es denn wirklich nur die Schule, durch die er Probleme hat?

Viele Grüße
Simsy

Wieso hatte er diesen Psychiartrie-Aufenthalt denn überhaupt
bewilligt bekommen? Das zahlt doch nicht die Krankenkasse
aufgrund des Gutachtens einer Grundschullehrerin. Wie lautet
denn die Diagnose?

Das war ganz einfach. Überweisung zur KJP und anschließend erfolgte - nach ca. 10 Wochen Wartezeit - die Einweisung. Die ganze Sache hatte schon so einen Teufelskreis angenommen, dass unser Sohn komplett „raus muss“ aus allem. Was uns als Eltern sehr weh tut, aber wir müssen ja auch wissen, was mit unserem Filus los ist.

Was sagen den die behandelnden Psychologen? Glaubst du nicht,
dass die einen besseren Rat geben können als irgendwelche
Fremden hier in einem öffentlichen Forum?

Natürlich werden wir den Rat der Psychologen befolgen. Keine Frage! Aber es gibt ja immer Menschen, denen vielleicht das gleiche oder ähnliches widerfahren ist. Deshalb bin ich offen für jeden Ratschlag und jeden Hinweis.

Ich habe Erfahrungen mit „Abstempeln“ meines Sohnes in der
Grundschule gemacht, und habe sehr gute Erfahrungen mit einem
Gespräch mit der vorgesetzten Schulbehörde (Schulamt) gemacht.

Da ist ja die Erfahrung und der In-Put, den ich suche. Wie bis Du an die Schulbehörde rangetreten, was hast Du denen berichtet etc.? Wie haben die reagiert, was haben die unternommen?

Eine Umschulung ist wohl nicht mehr zu umgehen, denn unser
Sohn hat seinen Stempel drauf. Die kleinste Kleinigkeit nach
der Therapie wird sicherlich alle Hebel wieder umschmeißen, …

Die kleinste Kleinigkeit? Wenn das so ist, dann ist die
Therapie aber doch noch nicht abgeschlossen.

Die Hebel waren nicht auf unseren Sohn - sondern auf die Lehrer bezogen…

Sicher sollten die Einflüsse, die dem Kind geschadet haben,
nach Möglichkeit aus dem Weg geräumt werden. Aber es wäre nach
diesem Erlebnis natürlich auch gut, wenn er erleben könnte,
dass er irgendwann doch von der Lehrerin und von der Klasse
akzeptiert würde.

Das stimmt. Das haben wir auch überlegt und wollten auch gerne, dass er wieder in seine gewohnte Umgebung kommt, aber sind die anderen Kinder dann kuriert, die ihn vorher erpresst, bedroht oder gehänselt haben? Wenn die Lehrer incl. Schulleitung diese Problematik nicht einmal erkennen und auch keine Hilfestellung geben bzw. anbieten, was soll man dann tun? Sicherlich lernt ein Kind in der Therapie, mit solchen Konflikten umzugehen, aber Kinder können verdammt grausam sein…

Ist es denn wirklich nur die Schule, durch die er Probleme
hat?

Das Zentrum der Aggressionen liegt in der Schule und im Hort, der der Schule angeschlossen ist. Privat haben wir gar keine Probleme mit diesen Aggressionen - weder im Sportverein, noch im Nachbar- bzw. Familienbereich. Schon merkwürdig…

Hallo Frieda,

danke für den Tipp! In der KJP werden u.a. Reiten, Ergotherapie, Schwimmen und eine Art Kampfsport angeboten und mit den Kindern durchgeführt. Also alles Sachen hinsichtlich Körperwahrnehmung
etc.

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Marion,

neues gibt es insofern, dass wir uns wohl oder übel um einen neuen Schulplatz kümmern müssen. Wir haben gehofft, dass wir das nicht müssen. Viele haben uns ja den Tipp gegeben, nicht kampflos die Waffen nieder zu legen, sondern die Sache u.a. öffentlich zu machen etc.

Nun wollten wir eben erfahren, ob jemand den Weg z.B. über die Schulbehörde gegangen ist und wie die Reaktion z.B. von der betroffenen Schule incl. Lehrerin war. Bevor man solche Minen legt, sollte man sich eben auch über die Konsequenzen Gedanken machen. Vor allem aber, ob sich so ein Kampf überhaupt lohnt und ob er Aussicht auf Erfolg hat. Was nützt uns ein nervenaufreibender Gang zur Schulbehörde etc., wenn summasummarum nichts dabei rauskommt als schlaflose Nächte, endlose Briefe etc.

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo,

verhaltensauffällig finde ich hier vor allem die Lehrerin !!!

Ja, meine mittlere Tochter hat auch so ein Modell erwischt - wohnst du zufällig im Nachbarort ???

Nachdem sich mehrere Eltern über die Elternbeirätin an die Schulleitung gewandt hatten, weil Kinder Angstzustände, Schlafstörungen und psychosomatische Probleme hatten (wohlgemerkt, mehrere Kinder !), und der Schulleiter immer nur verständnisvoll nickte, sich aber gar nichts änderte, gingen mehrere Eltern gemeinsam zu Schulrat - das ist derjenige beim Schulamt, der für die jeweilige Schule zuständig ist.

Es kam dann heraus, dass diese Lehrerin eine ganz dicke Akte mit Vorfällen hatte (von denen wir natürlich gehört hatten, aber als Eltern erfährt man halt nur Gerüchte *seufz*). Der Schulleiter bekam eine Rüge, ließ seinen Zorn an den Eltern aus, die Lehrerin (die eindeutig nicht gesund war, hat sie mir auch unter der Hand anvertraut) kam monatelang in eine Kur und wurde danach in verschiedenen Klassen eingesetzt, nicht mehr als Klassenlehrerin für Grundschüler.

Meine Tochter haben wir aus der Schule genommen, andere Kinder haben die Situation (ständig neue Vertretungslehrer, keinerlei Infos vom Schulleiter, also ein ziemliches Chaos) mühsam durchgestanden.

Dass die Lehrerin noch immer ihr Unwesen treiben kann, liegt vermutlich daran, dass Lehrer unkündbar sind. Für die Frau ist es übrigens auch eine unerträgliche Situation, sie ist alleinstehend und muss halt auch ihr Geld irgendwie verdienen.

Daher mein Rat: Suche dir gleichgesinnte Eltern, wende dich an den Elternbeirat oder gleich an das Schulamt. Dort gibt es auch Vermittlungsstellen, je nachdem, wer dort sitzt, können sie dir dort helfen oder auch nicht. Und alle Gespräche protokollieren, wir haben beispielsweise vor dem Besuch bei Schulrat einen Brief geschrieben und ihm als „Gedächtnisstütze“ dagelassen.

Lass deinen Sohn nicht abstempeln, wenn er eine Störung hat, muss man ihn unterstützen, aber nicht ablehnen ! Es haben mehr Menschen einen „Knall“, als man denkt, am schlimmsten sind die, die es nicht bemerken :wink:

Viel Glück,
Insel

hallo zeus (???),

Vor allem aber, ob sich so ein Kampf überhaupt lohnt
und ob er Aussicht auf Erfolg hat. Was nützt uns ein
nervenaufreibender Gang zur Schulbehörde etc., wenn
summasummarum nichts dabei rauskommt als schlaflose Nächte,
endlose Briefe etc.

was wäre denn die alternative zum kampf?
etwa nicht kämpfen , klein beigeben, kuschen? es schiene mir zudem in eurem fall wie ein verrat am kind.

also: auf in den kampf

viel glück
ann

Hallo zeus029!

Wie Du an den Vorpostings sehen konntest, Du-Ihr seid nicht allein!!

Uns ging es ähnlich. Die Direktorin in der Grundschule hatte unseren Sohn von Anfang an auf dem Kieker!! Sie war auch seine Klassenlehrerin!

Wir hatten/haben das Glück, nur zugezogen zu sein- auf nem Dorf! also kam unser Sohn in eine Klasse mit Zugezogezogenen, Aussiedlern und Asylanten!! An sich ja kein Problem, aber so schon mal der Status!!
Dann kam das Problem dazu, die anderen Kinder hinkten ziehmlich hinterher und er hatte alles fix drauf. Also hat er aus Langeweile gequasselt.
Oder er ist von den Asylanten provoziert worden, so daß er wieder erwischt wurde bei einer Reaktion darauf und somit abgestempelt wurde als „Ausländerfeindlich“!! Und das bei Kindern in der 1. - 2. Klasse!!
Wir haben ihm jedenfalls nicht so eine Einstellung beigebracht!!

Jedenfalls wurde uns empfohlen, doch einen Psychologen aufzusuchen!
Erst haben wir uns maßlos aufgeregt, aber dann doch eingewilligt. Wir haben einen Termin beim Schulpsycholgen gemacht: zum Glück!!!
Er hat Gespräche geführt und u.a. einen Intelligenztest gemacht: IQ von 146!!! Unserem Kind war langweilig!! Der war zu schlau für die anderen! Die Direktorin fiel erst mal aus allen Wolken, damit hatte sie nicht gerechnet!
Dann hatten wir das Glück, daß die Klassenlehrerin wechselte- und die wußte unseren Sohn zu nehmen. Hat ihn ein paar Sonderaufgaben machen lassen, solche, die Spaß machten. hat ihn gelobt! Und hat auch mal hinterfragt, was los war und festgestellt, daß nicht unser Sohn es immer war!

Inzwischen ist mein Sohn 19, hat nä. Woche Abi-Prüfungen und geht zum Dualen Studium nach Stuttgart!

Ich weiß nicht, inwieweit mein Artikel Euch helfen könnte! Aber ich denke, er macht Mut! Und steht, egal was kommt, hinter Eurem Kind!!
Jetzt erst mal die Therapie, dann evtl. Schulwechsel. Für alle eine Chance, neu anzufangen!
Und gebt Eurem Kind nicht das Gefühl, krank oder unnormal zu sein!!

Ich drücke Euch ganz fest die Daumen, das letztendlich alles gut wird!

LG Doreen

Dass die Lehrerin noch immer ihr Unwesen treiben kann, liegt
vermutlich daran, dass Lehrer unkündbar sind.

huhu Insel,

das stimmt nicht. Wenn sie sich arg daneben benimmt (ich vermute dass sie keine Klassen bekommt dürfte eine Stufe der Abmahnung sein) kann sie durchaus sozusagen „unehrenhaft entlassen“ werden. Das heißt, wenn sie sich weiter solche Ausrutsche wie bei euch leistet hat sie ihren Job auch nicht für die Ewigkeit. Allerdings müsste dann jedes Fehlverhalten der Lehrerin weitergeleitet werden. Die Vorgesetzten können ja nicht riechen wenn sie sich daneben benimmt.

Das nur kurz nebenbei, ich hoffe dass dein Kind nun mit der veränderten Schulsituation besser zurecht kommt.

Liebe Grüße,

Dany

Ich habe selbst keine praktischen Erfahrungen, wohl aber Gedanken dazu:

Eine solche Verhaltensweise kann Auch bedeuten, dass das Kind eventuell hochbegabt ist. Es kann sein, dass ihn das ganze Zeug in der Schule langweilt und es deshalb Schwierigkeiten hat, sich angemessen ruhig zu verhalten. Die überdurschnittlichen leistungen legen den verdacht nahe. Für solche Kinder gibt es spezielle Schulen.

Es kann aber auch ADS (Aufmerksamkeits Defizitsyndrom) oder Hyperaktivität sein. Jungs sind dabei drei mal häufiger betroffen als Mädchen.

Die Gefahr an dieser Sache ist leider oft, dass solche Kinder gesellschaftlich geächtet werden. Das Kind kann nichts dafür, wird aber nachteilig behandelt, weil sie angeblich keine Erziehung genossen haben. Das merkt man ja schon an der Lehrerin, die ihn eigentlich nicht mehr in der Klasse haben will. Das kann und darf nicht sein. Wo kämen wir denn da hin, wenn jedes Kind das anders ist, schlecht behandelt wird.

Dass Du da etwas unternehmen musst ist klar. Ein Kinderpsychologe ist da sicher der beste Ansprechpartner. Ich würde mich an deiner Stelle aber keinesfalls mit irgendwelchen fadenscheinigen Diagnosen zufrieden geben. Hol dir den Rat mehrerer Psychologen. Lass dich nicht abspeisen und bleib hartnäckig.

Gerade in Schulen neigt man oft zu vorschnellen Entscheidungen, weil man keine Zeit hat, sich intensiv um eine bestimmtes Kind zu kümmern. Von der Pädagogik in deutschen Schulen halte ich bis auf wenige Ausnahmen nicht sehr viel.

Gruß Marcus

Moin,

neues gibt es insofern, dass wir uns wohl oder übel um einen
neuen Schulplatz kümmern müssen.

Was raten denn die Psychologen? Sehen die eine Chance an der Schule für euren Sohn? Gibt es denn wirklich nur die eine Klasse?

Was nützt uns ein
nervenaufreibender Gang zur Schulbehörde etc., wenn
summasummarum nichts dabei rauskommt als schlaflose Nächte,
endlose Briefe etc.

Ich schließe mich hier Ann an. Selbst wenn es im Endeffekt nichts nutzt signalisiert ihr damit eurem Sohn, dass ihr euch für ihn einsetzt, das ihr hinter ihm steht. Ich denke, dass ist für euren Sohn ein wichtiges Zeichen.

Gruß
Marion

Hallo Zeus,

nur damit ich das richtig verstehe: Dein Kind ist in der ersten Klasse, besser als der Durchschnitt, kann aber nicht ruhig sitzen, zumindest nicht, nachdem die Lehrerin ihn seit ca. 6 Monaten permanent attackiert und schlecht macht. Und als Reaktion darauf schickt ihr ihn in die KJP. Hab ich das so richtig verstanden?

fragende Gruesse,

Ralph

Hallo,

Das Zentrum der Aggressionen liegt in der Schule und im Hort,
der der Schule angeschlossen ist. Privat haben wir gar keine
Probleme mit diesen Aggressionen - weder im Sportverein, noch
im Nachbar- bzw. Familienbereich. Schon merkwürdig…

nach allem, was du schreibst - darf ich mal fragen, warum ihr unbedingt wollt, dass das Kind wieder in die gleiche Schule kommt? Ist die nächste Schule so schwer zu erreichen?

Gruß
Elke

Hallo Doreen,

!!

hättest Du nächstens nicht vielleicht ein paar Ausrufungszeichen weniger? Sowas irritiert zumindestens mich so sehr, dass ich Dein Posting nicht zuende lesen konnte.

Gruß, Karin

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Ich kann mich doreen nur anschliessen.
was ich nach deiner Beschreibung von deinem sohn erfahren habe deutet mir sehr auf hochbegabung hin.
habe (leider) zwei hochbegabte Kinder, mein sohn ist daran gescheitert, wir haben ihn zu spät prüfen lassen, aus unwissenheit. unsere tochter ist in ihrer schule gut gefördert worden, durfte ne klasse überspringen.
bei jungen ist auch darauf zu achten das die hochbegabt oft viel komplizierter sind, als andere Kinder, dubiose hobbys, manche sportlich extrem unbegabt.hochbegabung findet auch nicht in allen bereichen gleich stark statt. Also nicht gleich abblocken. Mein Sohn hat danach allerdings gedacht er ist ja hochbegabt, also muss er nicht lernen. dumm gelaufen.
leider gelten solche kidds sehr schnell als streber und vermeiden dann zu lernen um nicht negativ aufzufallen. systemfehler?
ich drück euch die daumen, das ihr eine gute lösung findet!
Moni

Hallo

Das war ganz einfach. Überweisung zur KJP und anschließend
erfolgte - nach ca. 10 Wochen Wartezeit - die Einweisung.

Aber irgendwer muss doch die Überweisung zur KJP geschrieben haben. War es der Kinderarzt, oder ein Kinderpsychologe? Woraufhin wurde denn die Überweisung geschrieben? Auf eigenen Wunsch? Auf Wunsch der Lehrerin?

Ich habe Erfahrungen mit „Abstempeln“ meines Sohnes in der
Grundschule gemacht, und habe sehr gute Erfahrungen mit einem
Gespräch mit der vorgesetzten Schulbehörde (Schulamt) gemacht.

Da ist ja die Erfahrung und der In-Put, den ich suche. Wie bis
Du an die Schulbehörde rangetreten, was hast Du denen
berichtet etc.? Wie haben die reagiert, was haben die
unternommen?

Ich habe die zuständige Schulrätin rausgefunden und habe dort angerufen. Bis man die ans Telefon bekommt, dauert natürlich ein bisschen, wahrscheinlich wird man zurückgerufen. Dafür musste ich aber schon ein paar Angaben machen, jedenfalls um welche Schule es sich handelte.

Dann habe ich der Schulrätin die Situation geschildert. Ich habe vorher und auch nachher nochmal betont, dass ich nicht die Konfrontation mit der Lehrerin suche, sondern einen Weg, wie man sich unterhalten kann. Ich glaube, das war gut, dass ich das gesagt habe.

Dann hat wohl die Schulrätin mit der Lehrerin gesprochen, und auf einmal klappte alles, und es wurden auch alle an der Schule plötzlich sehr viel freundlicher zu mir.

Sicher geht das nur so, wenn die Schulrätin wirklich gut geeignet ist für ihr Amt. Aber ich finde, in dem Moment, wenn man mit jemandem redet, dann merkt man ja auch ein bisschen, ob das ein verständnisvoller Mensch ist oder nicht.

Viele Grüße
Simsy

Hallo

Ich schließe mich hier Ann an. Selbst wenn es im Endeffekt
nichts nutzt signalisiert ihr damit eurem Sohn, dass ihr euch
für ihn einsetzt, das ihr hinter ihm steht. Ich denke, dass
ist für euren Sohn ein wichtiges Zeichen.

Ja, das stimmt!
Kämpft für euren Sohn, das wird ihn bestimmt aufbauen.

Viele Grüße
Simsy

Hallo Zeus029,

Problem: unser Sohn wurde im vergangenen Jahr eingeschult und
vom ersten Tag an lief es nicht geradeaus.

Genau wie bei meinem jüngsten Sohn auch (er wurde 1 jahr früher eingeschult, weil wir keinen vernünftigen Kindergartenplatz hatten!

Wenn ich mich nur dem Schultor genähert habe und die Lehrerin mich sah, zog sich mir der Magen zusammen, denn immer rief sie mich ans Fenster oder in die Klasse mit den Worten: „Ihr Sohn hat das gemacht und er hat dies gemacht!“ Sie hat uns 2 Jahre lang vorgehalten, dass er nicht stillsitzen könne und wäre dabei mit seinem Fuß im eigenen Schultornister gelandet. Das war ein einziges Mal passiert und ist doch auch völlig egal, solange es nicht ihre Tasche war! So einen Scheiß musste ich mir 4 Grundschuljahre anhören. Mein Sohn sagte mir, ihm wäre langweilig in der Schule. Die Jungs haben nie mit ihm gespielt, weil er kein Fußball mag. Warum weiß ich eigentlich bis heute nicht. Die Lehrerin hat ihn systematisch zum Aussenseiter gemacht und wollte fast jedses Jahr, dass wir ihn zurückstufen lassen, obwohl sein Zeugnis gut war und er halt im 1. und 2. Schuljahr nicht gerne still sitzen wollte - wie übrigens die Hälfte der Klasse auch! Wir haben ihr gesagt, sie solle ihn doch sitzen lassen, aber dafür waren ja seine Noten nicht schlecht genug! Sie wollte ihn einfach loswerden!

Wir haben ihn weder zurückgestuft, noch aus der Grundschule genommen!
Ich habe beim Kinderschutzbund angerufen und mich beraten lassen. Die haben dann ca. 6 Wochen (1 mal pro Woche 1 Std.) ein Programm mit meinem Sohn durchgezogen und haben kostenlos ein Gutachten erstellt über sein Verhalten. Dabei kam heraus, dass er weder ADS noch HDAS o.ä. hat, sondern, dass er immer versucht sehr sorgfältig seine Arbeiten zu machen und deshalb in Zeitverzug kommt. Das Gutachten sagte auch uns als Eltern eine Menge über uns Kind, viel erfreuliches und auch, dass er gerne tobt und kämpft und das das für einen Jungen in seinem Alter vollkommen normal ist. Zumal wir zuhause auch nie probleme mit ihm hatten. Er schläft immer nachts dfurch, wird nie wach, spielt hier ganz vernünftig und nervt hier überhaupt nicht! Das Gutachten habe ich der Lehrerin im 3. Schuljahr kopiert und abgegeben. Danach war Sendepause. Sie hat mich nicht mehr reingerufen. Als es dann losging mit den weiterführenden Schulen, hat sie mir gesagt, dass er grundsätzlich ein Kind fürs Gymnasium wäre, aber er halt das 1 Jahr noch bräuchte und gab ihm eine Empfehlung zur Realschule. Da das noch im Jahr 2006 war und wir ohnehin unseren Sohn besser kennen, haben wir ihn aufs Gymnasium angemeldet. Das sollten doch wohl die Eltern entscheiden und wenn er dann mal hängen bleibt ist es auch egal! Er geht jetzt aufs Gymnasium und hatte sofort neue Freunde gefunden. Die Lehrerin mag ihn, weil er der Jüngste in der Klasse ist. Er ist natürlich nicht der „Überflieger“ aber er bringt auch keine Fünfen mit nach Hause. Er ist guter Durchschnitt - das ist für uns schon ganz toll. Die Kinder machen eine schwere Zeit mit solchen Grundschullehrern durch, man muss an sie glauben und sie unterstützen. Ich habe damals Nächte wegen dieser Schule und der Lehrerin nicht geschlafen und weil mein Sohn mir so leid tat. Zuserst wollte ich ihn von der Schule nehmen, dass wollte er aber selbst nicht. Also, sind wir geblieben und haben denen die Stirn gezeigt. Und es ist alles gut geworden. Das wird es bei dir auch. Später wirst du mal mit deinem Sohn darüber lachen. Laßt Euch nicht entmutigen und haltet zusammen - stärker als je zuvor!

Ich wünsche Euch alles erdenklich Gute!
Himbeere