Ich möchte heute noch einmal dieses Thema aufgreifen:
Problem: unser Sohn wurde im vergangenen Jahr eingeschult und vom ersten Tag an lief es nicht geradeaus. Am ersten Tag wurde ihm durch die Lehrerin (über 50 Jahre, geschieden, allein erziehend) gesagt, dass er lernen müßte, sauberer zu malen. Am dritten Tag hieß es, dass er ja noch verkehrtrum schreiben würde etc. So zog sich das bis Anfang diesen Jahres hin. Jede Woche Elterngespräche etc. Unser Sohn wurde durch die ganze Sache immer aggressiver. Im Unterricht konnte er nicht still sitzen, hampelt rum und lässt sich leicht ablenken. Andererseits sind seine Leistungen über dem Klassendurchschnitt.
Wie ich berichtete, wurden uns seitens durch die Grundschule folgende Varianten vorgeschlagen - 1. das Kind in die KJP zur Therapie zu geben oder 2. an eine Schule für verhaltensauffällige Kinder umzuschulen. Weitere Möglichkeiten gab es nicht!
Wir haben uns jetzt für die erste Variante entschieden und möchten die Therapie-Zeit nutzen, um für die Zeit nach der Therapie „vorzusorgen“.
Die Lehrerin hat signalisiert, dass sie unseren Jungen eigentlich nicht wieder zurück haben möchte - darf dies aber natürlich nicht aussprechen - immerhin ist sie ja Pädagogin! Wobei sie ihre Ansätze auch darin sieht, Kindern die Bücher vom Tisch zu „wischen“, wenn sie miteinander reden oder sogar die Hände von Kindern auf den Tisch schlägt.
Meine Frage: hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht und was wurde unternommen? Was würden Sie unternehmen und an welche Behörde können wir uns wenden?
Eine Umschulung ist wohl nicht mehr zu umgehen, denn unser Sohn hat seinen Stempel drauf. Die kleinste Kleinigkeit nach der Therapie wird sicherlich alle Hebel wieder umschmeißen, da man solchen Kindern a) wohl kaum eine Chance gibt und b) sie mit Argus-Augen beobachten wird.
Ich danke schonmal im voraus für evtl. Tipps!
