Hallo WWW-lers!
Eine ganz kurze Frage:
Neulich hat mich eine Mutter angesprochen, daß sie das IQ ihres Kindes hat bestimmen lassen.
Das würde ich auch gerne tun.
Könnt Ihr mir sagen an welche Stelle ich mich melden muß? Und wieveil das kostet?
Vielen Dank und einen lieben Gruß,
Helena
Liebe Helena,
sicherlich gibt es diese Tests, aber selbst die Aussagekraft bei den Erwachsenen-Tests ist ja nicht unstrittig (siehe unten). Daher kann ich Dir nur von einem Test abraten, da Kinder unterschiedliche „Entwicklungsschübe“ haben und Du Dich & Dein Kind eventuell über ein Testergebnis nur unnötig unter Druck setzt.
Für die Förderung der Intelligenz ist es nach meinem Geschmack wichtiger, sein Kind zu beobachten und es sowohl bei Stärken, als auch bei Schwächen förderlich und behutsam zur Seite zu stehen.
Und was bringt Dir letztlich ein wages Wissen über einen „Wert“, der in keinerweise den Wert einer behutsamen Förderung widerspigelt.
Viele Grüße
Kathleen
Hallo Helena!
Also es gibt schon Tests die auch bei Kindern eingesetzt werden können. Entwicklungstests und Intelligenztests. Dabei kann ein guter Intelligenztest schon etwas über den IQ in einigen Jahren aussagen.
Allerdings empfinde ich es als völlig unsinnig ein Kind, das keine Probleme hat, zu testen. Ein IQ-Test bei Kindern ist (aus meiner Sicht) nur dann sinvoll, wenn es Probleme (in der Schule) gibt und man abklären will in welchen Bereichen es Entwicklungsrückstände gibt, oder ob es überhaupt nicht am IQ sondern an einer anderen Störung liegt.
Solang es aber keine Probleme gibt, ist meiner Meinung nach die mütterlcieh Einschätzung viel mehr wert. Eine Mama weiß, wo die Schwächen, Stärken und Interessen des Kindes liegen. Danach sollte auch die Schule gwählt werden und nicht anhand irgendeiner Zahl.
Macht es einen Unterschied ob dein Kind einen IQ von 95 oder 120 hat? Solange in der Schule alles gut klappt würde ich mir das Geld unbedingt sparen!
Sollte es Probleme geben, würde ich zu einem Psychologen gehen und mich beraten lassen, auch finanziell.
lg infi
Hallo Helena,
wie alt ist denn das Kind.
Ganz abwägig finde ich einen IQ-Test (Mensa) nicht, wenn es von
mehreren Seiten empfohlen wird (z.B. Kinderarzt oder Lehrer).
Das Kind kann besser geförderdert und verstanden werden. Viele
unterforderte Hochbegabte fallen in ihren Leistungen dramatisch ab und
fallen mit Unkonzentriertheit und Aggressionen oder Rückzug auf.
Logisch, ist der IQ egal, wenn’s keine Probleme gibt. Aber es könnte
eine Lösung sein, wenn man das Gefühl hat, dass das Kind nicht seinen
Fähigkeiten entsprechend behandelt wird. Voraussetzung hierfür ist nach
dem Testergebnis entsprechnd zu reagieren.
Viele Grüße
Hallo,
wenn Du einen Termin bei einem (Kinder-)psychologen oder einer (Kinder-)psychologin machst, kannst Du einen Intelligenztest bei Deinem Kind veranlassen. Kostenpunkt: ca. 200 Euro.
Bei diesen Tests ist alles berücksichtigt (unterschiedliche „Entwicklungsschübe“ etc.), wenn die Tests sachgemäß durchgeführt werden, einigermaßen aktuell und qualitativ gut entwickelt worden sind.
Abgesehen davon, obwohl es mich nichts angeht und obwohl eine Intelligenztestung harmlos ist: Ich würde mein Kind nur dann einer solchen Testung unterziehen, wenn es einen guten Grund gäbe (z.B. Schwierigkeiten in der Schule).
Beste Grüße,
Oliver Walter
VIELEN HERZLICHEN DANK…
Hallo Kathleen, Dr. Walter, Chili und Infinity7,
Vielen Dank für Eure Antworten.
Wie man aus der ViKa entnehmen kann, ist mein Sohn in Oktober 5 Jahre alt geworden. Also in der Schule ist er überhaupt nicht aufgefallen, weil er noch in der KiGa geht! ;o)))
Doch dort ist es aufgefallen, (und nicht nur mir!!!) daß er höchstwahrscheinlich überdurchschnittlich Intelligent ist. Und genau das ist was ich wissen wollte: In wie fern ist er das?
Der einzigen Hintergrund dafür war, was man von ihm erwarten soll/darf, wenn er noch mit 5 in die Schule kommt: Erst nach ca 1 Monat wird er dann 6 (sog. „Kann-Kind“).
Natürlich kenne ich seine Stärke und seine Schwächen, aber ich hätte es ein bißchen differenzierter und detaillierter. ZB. Er interessiert sich sehr für Sachen, die ihm geistig fördern und wie wir finden, malt er für sein Alter recht gut. Dagegen schwach ist er eher im Bereich vom Basteln (zB mit Scheren umzugehen) und im Allgemein mit „Geschicklichkeiten“.
Schöne Grüße und nochmals vielen Dank,
Helena
Hallo Helena,
Deine Beiträge lese ich immer gerne und mit Interesse,
weil unsere Kinder beinahe gleichaltrig sind (meine
Tochter wird bald (Ende März) fünf).
Doch dort ist es aufgefallen, (und nicht nur mir!!!) daß er
höchstwahrscheinlich überdurchschnittlich Intelligent ist. Und
genau das ist was ich wissen wollte: In wie fern ist er das?
Woran? Was ist der aussergewöhnliche Aspekt des Ganzen?
Der einzigen Hintergrund dafür war, was man von ihm erwarten
soll/darf, wenn er noch mit 5 in die Schule kommt: Erst nach
ca 1 Monat wird er dann 6 (sog. „Kann-Kind“).
Ich denke mal, „soziale Geborgenheit“ unter
befreundeten Mitschülern ist ausschlaggebend
für die Bewertung der schulische Situation.
Das bisschen „Schulstoff“ was normal entwickelte
Kinder nebenbei noch lernen können, halte ich
für vollkommen unerheblich.
Er muss also in Lage sein, mit 6 1/2 jährigen
Kerlchen glaubwürdig zu verhandeln und von
diesen als „gleichwertig“ anerkannt werden.
Kann er das nicht, so wird er sich unter
„Schule“ vor allem sein „Aussenseitersein“
merken, auch gutgemeinte und wohlbegründete
„Initiativen“ durch Lehrer und Eltern sind
bei daraus entstehenden Problematiken keine
wirkliche Lösung.
Bei meiner Tochter ist das so, dass ich froh
bin, dass sie mit einigen Freundinnen aus dem
Kindergarten (zur regulären Zeit) in eine Klasse
kommen wird, ich halte das für eine
„gute Prognose“. 
Grüße
CMБ
Hallo Semjon,
Deine Beiträge lese ich immer gerne und mit Interesse,
Ich danke Dir! :o))) Ganz meinerseits.
weil unsere Kinder beinahe gleichaltrig sind (meine
Tochter wird bald (Ende März) fünf).
…ob die beiden uns beide mal verschwägern??? ;o))
Doch dort ist es aufgefallen, (und nicht nur mir!!!) daß er
höchstwahrscheinlich überdurchschnittlich Intelligent ist. Und
genau das ist was ich wissen wollte: In wie fern ist er das?Woran? Was ist der aussergewöhnliche Aspekt des Ganzen?
Daran, daß er viel früher als im gleichen Bj. geborene alle Buchstaben kannte. Daß er total mühelos zwei
sprachen wie die jeweiligen gleichaltrigen Muttersprachler spricht. Daß er sich am liebsten und ohne jegliche einmischung von anderen (älteren) Menschen, sich mit Aktivitäten beschäftigt, die ihm geistig fördern. Daß er Sachen tut, die idR für älteren Kindern gedacht sind. Er macht gerne Sachen, die -wenn ich mich so ausdrücken darf- „intelligente(-re)“ Kinder gerne tun (wenn überhaupt): Er hört gerne klassische Musik oder spielt Schacht und bringt das anderen bei(!!!).
So um nur einen paar auf die schnelle zu nennen.
Ich denke mal, „soziale Geborgenheit“ unter
befreundeten Mitschülern ist ausschlaggebend
für die Bewertung der schulische Situation.
Zugegeben ich habe es früher nicht so viel Bedeutung beigemessen. Das war aber falsch. Aber das ist eh kein Thema: Bis auf 1 oder 2 Kinder, die erst nächstes Jahr in die Schule kommen, sind sämtliche Freunde von David älter wie er und kommen jetzt in September 2007 in die Schule. Ich glaube das ist wirklich für ihn mit einen wichtigen Grund weshalb er JETZT zur Schule will.
Das bisschen „Schulstoff“ was normal entwickelte
Kinder nebenbei noch lernen können, halte ich
für vollkommen unerheblich.
Das war schon mal im entsprechenden Brett ein Thema. Ich halte es für schlicht viel zu wenig und eine schändliche Zeitverschwendung. (Begründung: Es gibt zahlreiche Studien, die belegen, daß der mensch zwischen ca 6 und 12 Jahre alt am aufnahmefähigsten ist und am wirksamsten lernt. Da aber hierzulande die ersten 4 Jahren nur 3,5 Std/tgl. zur Schule gehen, geht imho sehr viel verloren und wird diese somit unwiderruflich vergeudet).
Er muss also in Lage sein, mit 6 1/2 jährigen
Kerlchen glaubwürdig zu verhandeln und von
diesen als „gleichwertig“ anerkannt werden.
Wie gesagt, seine Freunde werden bis Juni alle 6. Er wird es erst im Oktober. Aber das was Du hier beschreibst ist es schon jetzt das übliche.
Kann er das nicht, so wird er sich unter
„Schule“ vor allem sein „Aussenseitersein“
merken, auch gutgemeinte und wohlbegründete
„Initiativen“ durch Lehrer und Eltern sind
bei daraus entstehenden Problematiken keine
wirkliche Lösung.
Dagebe ich dir uneingeschränkt Recht. Genauso denke ich. Und vermutlich genauso problematisch sehen wir beide das…
Bei meiner Tochter ist das so, dass ich froh
bin, dass sie mit einigen Freundinnen aus dem
Kindergarten (zur regulären Zeit) in eine Klasse
kommen wird, ich halte das für eine
„gute Prognose“.
Ich auch!!! :o)))
Also vielen herzlichen Dank, Semjon, für Deinen Beitrag und Deine Zeit. Ich lese auch sehr gerne Deine Beiträge und halte viel von denen (zumal sie immer sehr ausgeglichen und bestens begründet sind) Ah! Und nicht zuletzt, weil du nie Wiki als Begründung benutzst ;o)) Sympathisch bist du mir deshalb auch, weil du diese kyrillische Buchstabe in Deinem Nick benutzst und ich habe eine sehr große Schwäche (familiär bedingt)für alles was aus Rußland kommt…
Grüße
Dir auch, ganz liebe Grüße,
Helena
Hallo, Helena,
Wie man aus der ViKa entnehmen kann, ist mein Sohn in Oktober
5 Jahre alt geworden. Also in der Schule ist er überhaupt
nicht aufgefallen, weil er noch in der KiGa geht! ;o)))
die Sache mit den Schulschwierigkeiten ist nur ein Beispiel, Helena. Selbstverständlich kann ein Kind auch im Kindergartenalter auffallen, so daß man eine Intelligenztestung für angemessen halten kann. Also nicht vorschnell schlußfolgern: „Bei mir trifft das Beispiel nicht zu, also gilt die Regel nicht für mich.“
Prinzipiell spricht jedoch nichts gegen eine Intelligenztestung, sie kann nützliche Informationen liefern, aber die Eltern müssen die Ergebnisse einer solchen Testung richtig einschätzen können. Dazu brauchen viele Eltern professionelle Beratung, sonst kann es eventuell mehr schaden als nützen.
Beste Grüße,
Oliver Walter
Unterfordert/Überfordert
Hallo!
Also ich muss sagen, wenn ich das so lese, scheint dein Kleiner ja wirklich sehr intelligent zu sein.
Da seine Freunde heuer alle in die Schule kommen und ihm ja nur ein Monat fehlt, würde ich ihn auch in die Schule geben. Ansonsten fühlt er sich zurückgesetzt und demotiviert, was kein guter Einstieg in seine Schulkarriere ist.
Ich denke es wird sich dann auch bald herausstellen, ob dein Sohn sich in der Schule langweilt, weil er alles schneller begreift als andere Kinder. Dann kann man ja immer noch über einen Intelligenztest nachdenken.
Ich glaube auch, dass es wichtiger ist Freunde zu haben, sozial integriert und kompetent zu sein und körperlich in der Lage sich zu wehren, wenn man in die Schule kommt, als alle Buchstaben zu können oder ähnliches.
Der Stoff in der Schule und die Zeit in der Schule scheint wenig zu sein. Man darf aber nicht vergessen, dass Kinder in dem Alter viel viel Freizeit brauchen um andere Dinge zu lernen. Auch sozialer Umgang und andere für uns Alltägliche Anforderungen (Alleine einkaufen, alleine mit dem Bus fahren, mit dem Computer umgehen, richtig mit dem Hund spielen, richtig mit den Gefühlen anderer umgehen und diese lernen zu verstehen, Geschwindigkeit und Abstände einschätzen…) muss „gelernt“ werden und das sind keine unwesentlichen Anforderungen. Daher finde ich es nicht so schlimm, wenn Kinder in der Schule nicht sooo gefordert werden und dafür mehr Wert auf ein harmonisches Miteinander und „Alltagsfertigkeiten“ gelegt wird.
Ich hatte in der 4ten Klasse Volksschule bereits 2mal die Woche 6 Stunden. Das war ok.
Ich stelle heute immer wieder fest, dass Kinder mit Freizeitstress (Musikinstrument, Ballett, Kampfsportart…) und Schule (inzwischen lernen die Kleinen ja auch in der Volksschule schon Englisch usw) eher überfordert sind.
Wenn du Angst hast, dass dein Sohn unterfordert ist, kannst du ihn ja nebenher ein Musikinstrument lernen lassen (wenn ihn klassische Musik interessiert) und eventuell in einen Schachkurs für Kinder geben (hat mein Bruder in der Volksschule auch gemacht).
lg infi
Hallo, Oliver
die Sache mit den Schulschwierigkeiten ist nur ein Beispiel,
Helena. Selbstverständlich kann ein Kind auch im
Kindergartenalter auffallen,
Ja, das ist klar. Aber alle schienen hier vom Schulkind auszugehen und Probleme aus diesem Alter entziffern zu wollen. Und das ist nicht der Fall.
Daß im KiGa ein Kind sehr wohl auffallen kann, weiß ich: In unserem KiGa ist eins deshalb schon „geflogen“ und in einem „Sonderkindergarten für verhaltensauffälligen Kindern“ aufgenommen worden.
Prinzipiell spricht jedoch nichts gegen eine
Intelligenztestung, sie kann nützliche Informationen liefern,
aber die Eltern müssen die Ergebnisse einer solchen Testung
richtig einschätzen können. Dazu brauchen viele Eltern
professionelle Beratung, sonst kann es eventuell mehr schaden
als nützen.
Ja, stimmt. Solche Infos sind imho grundsätzlich mit Vorsicht zu geniessen.
Beste Grüße,
Dir auch beste Grüße und vielen herzlichen Dank!
Helena *die in der Krankenpflegeausbildung 3 Jahre lang insgesamt ca 800 Std Psychologie gehabt und die Abschlußprüfung davon mit einem 1 abgeschlossen hat, weil es so faszinierend fand. Ausserdem, später, im Berufsleben habe ich jede einzelne Minute davon sehr, sehr zu schätzen gewußt und mir sehr zu nutzen gemacht. (und oft gedacht: „Schade, daß es nicht mehr war“.*
Hallo Infi!
Also ich muss sagen, wenn ich das so lese, scheint dein
Kleiner ja wirklich sehr intelligent zu sein.
Danke! Das glaube ich nämlich auch. Allerdings weiß ich nicht, ob das wirklich so toll ist oder nicht. Dadurch, daß ich das nicht ändern kann bzw. will, wird eh so bleiben (mit der üblichen Unterstützung). Er it aber ein riesen großen Bengel! ;o))) (Übrigens bzgl. Bengel ganz der Mama, wie ich gestehen muß) ;o)))
Da seine Freunde heuer alle in die Schule kommen und ihm ja
nur ein Monat fehlt, würde ich ihn auch in die Schule geben.
Ja, die Meinung sind wir auch hier, sowohl Eltern, wie Angehörige und Erzieherinnen. Mittlerweile die Schule auch.
Ansonsten fühlt er sich zurückgesetzt und demotiviert, was
kein guter Einstieg in seine Schulkarriere ist.
Ich denke es wird sich dann auch bald herausstellen, ob dein
Sohn sich in der Schule langweilt, weil er alles schneller
begreift als andere Kinder. Dann kann man ja immer noch über
einen Intelligenztest nachdenken.
Da gebe ich Dir uneingeschränkt Recht.
Ich glaube auch, dass es wichtiger ist Freunde zu haben,
sozial integriert und kompetent zu sein und körperlich in der
Lage sich zu wehren, wenn man in die Schule kommt, als alle
Buchstaben zu können oder ähnliches.
Genau. Allerdings bei David sind diese beide Voraussetzungen gegeben.
Der Stoff in der Schule und die Zeit in der Schule scheint
wenig zu sein. Auch sozialer Umgang und andere für uns Alltägliche
Anforderungen (Alleine einkaufen, alleine mit dem Bus fahren,
mit dem Computer umgehen, richtig mit dem Hund spielen,
richtig mit den Gefühlen anderer umgehen und diese lernen zu
verstehen, Geschwindigkeit und Abstände einschätzen…) muss
„gelernt“ werden und das sind keine unwesentlichen
Anforderungen.
Ich gebe Dir wieder Recht. Allerdings: das meiste davon kann er ja auch in die Schule lernen. ZB. Umgang mit dem PC, oder allein mit dem Bus fahren. Hund hat er auch daheim nicht.
Daher finde ich es nicht so schlimm, wenn
Kinder in der Schule nicht sooo gefordert werden und dafür
mehr Wert auf ein harmonisches Miteinander und
„Alltagsfertigkeiten“ gelegt wird.
Für mich ist das dagegen absolut kein Widerspruch. Das „miteinander“ habe ich zB zu 90%, würde ich sagen, ganz sicher in der Schule gelernt.
Ich hatte in der 4ten Klasse Volksschule bereits 2mal die
Woche 6 Stunden. Das war ok.
Gut, wir schleifen am Thema vorbei, glaube ich, aber wir hatten 7 Std tgl.
Ich stelle heute immer wieder fest, dass Kinder mit
Freizeitstress (Musikinstrument, Ballett, Kampfsportart…)
und Schule (inzwischen lernen die Kleinen ja auch in der
Volksschule schon Englisch usw) eher überfordert sind.
Da bin ich nicht ganz Deiner Meinung. Denn diese Freizeitaktivitäten wirken auch zT als Entspannung oder Abschaltung vom Lernstoff. Meiner jahrelange Klavierunterricht empfand ich wirklich als solche und war mit absolut kein Stress verbunden.
Wenn du Angst hast, dass dein Sohn unterfordert ist, kannst du
ihn ja nebenher ein Musikinstrument lernen lassen (wenn ihn
klassische Musik interessiert) und eventuell in einen
Schachkurs für Kinder geben (hat mein Bruder in der
Volksschule auch gemacht).
Ja, stimmt. An solchen Aktivitäten mangelt es ja nicht. Nur wie damals ausdiskutiert, stellt sich die Frage was machen kinderreiche Familien, die sich das nicht leisten können…
Nochmals Danke für Deine Antwort und einen lieben Gruß,
Helena
Liebe Helena,
ich habe noch zwei Aspekte, die mir durch Erfahrungen aus meinem unmittelbaren Bekannten-/Familienkreis sehr wichtig geworden sind, wenn es um hochbegabte Kinder geht.
1.) Ein zu großes Angebot an Hobbies (Musik, Sport, Fremdsprachen etc.) hat in zwei Fällen dazu geführt, dass das Kind sehr schnell die Lust an „Perfektionierung“ verloren hat. Daher denke ich, dass hier weniger mehr sein kann. Und meistens zeichnen sich diese Kinder ja gerade dadurch aus, dass sie sich selbst Herausforderungen suchen.
2.) Wichtig finde ich, dem Kind seine „Außergewöhnlichkeit“ nicht ständig spüren zu lassen. Denn es wird immer irgendwo Superlativen geben, auf die das Kind irgendwann mal trifft. Frustrationen sollten daher früh erlebt werden - je später, desto tiefer der Fall - und der kann bei hoch intelligenten Kindern im höheren Schulalter (oder gar im Berufsleben) sehr hart ausfallen. Abgesehen davon, dass diese Kinder in diesem Fall häufig „Leistung“ und „Liebe“ gleichsetzen.
Viele Grüße
Kathleen
Liebe Kathleen,
Vielen Dank für Deine Antwort!
1.) Ein zu großes Angebot an Hobbies (Musik, Sport,
Fremdsprachen etc.)
Also bei uns ist es ganz sicher, daß eine dritte Sprache absolut nicht eilig ist ;o))) Und ich denke Musik und sport schließt sich nicht aus, zumal er ja selbst das wird ausuchen dürfen (und wenn er das nciht will, dann macht er das eben nicht)
hat in zwei Fällen dazu geführt, dass das
Kind sehr schnell die Lust an „Perfektionierung“ verloren hat.
Mir geht es gar nicht um „Perfektionierung“, sondern, daß er sich wohl fühlt und zweitens daß es ihm Spaß macht. Wenn er das nicht (mehr) will, kann er jederzeit fdamit aufhören.
2.) Wichtig finde ich, dem Kind seine „Außergewöhnlichkeit“
nicht ständig spüren zu lassen. Denn es wird immer irgendwo
Superlativen geben, auf die das Kind irgendwann mal trifft.
Ganz Deiner Meinung. Daß wir ihn für hochintelligent halten, weiß er nicht einmal. Ich glaube er denkt es ist so bei allen anderen Kindern und hat damit, soviel ich weiß, absolut kein Problem oder bestimmte Haltung.
diese Kinder in diesem Fall häufig „Leistung“ und „Liebe“
gleichsetzen.
Stimmt.Habe ich auch davon gehört. Aber wir vermeiden es.
Viele Grüße
Danke, Dir auch! Und schönes WE!
Helena
Hallo,
2.) Wichtig finde ich, dem Kind seine „Außergewöhnlichkeit“
nicht ständig spüren zu lassen.
Ich möchte ergänzen, dass du dir Gedanken machen solltest, wie du deinem Sohn den IQ-Test „verkaufst“. Ich kenne einen Fall, da dachte das Kind, es sein krank oder gar behindert, weil es andauernd getestet und untersucht wurde. Mit diesen Gedanken hatten die Eltern gar nicht gerechnet…
Viele Grüße
Tato
Hallo,
Ich möchte ergänzen, dass du dir Gedanken machen solltest, wie
du deinem Sohn den IQ-Test „verkaufst“. Ich kenne einen Fall,
da dachte das Kind, es sein krank oder gar behindert, weil es
andauernd getestet und untersucht wurde. Mit diesen Gedanken
hatten die Eltern gar nicht gerechnet…
Also noch sind wir überhaupt nicht an den Ansätzen.
Darüber hinaus, muß das Kind nicht unbedingt davon erfahren. einmal einen Test hat noch keinem geschadet… :o))
Trotzdem vielen Dank für Deine Antwort dazu!
Liebe Grüße
Helena
Hola Helena,
eine persönliche Erfahrung zur Aussagekraft von Tests: unsere Tochter hatte sehr große Entwicklungsschwierigkeiten (im Gegensatz zu deinem Sohn war sie im Bereich „Geschicklichkeiten“ allerdings wirklich viel besser als andere Kinder). Als sie 5 - 6 Jahre alt war, waren wir mit ihr über längere Zeit bei einem Kinderpsychiater - also nicht nur zu einem einzigen Test. Der hat dann prognostiziert, dass sie wohl in eine Sonderschule gehen müsse.
Resultat: sie wurde zwar ein Jahr später eingeschult, hat aber inzwischen ihren Realschulabschluss, hat keine Klasse wiederholen müssen und ist jetzt an einer Fachoberschule.
Gruß
gargas
P.S.: Irgendwie ist es witzig dich in einem Brett zu treffen, auf dem ich mich eigentlich nie bewege - ¡Y que tengas mucha suerte y alegría con tu(s) hijo(s)!
Hallo, Helena,
Helena *die in der Krankenpflegeausbildung 3 Jahre lang
insgesamt ca 800 Std Psychologie gehabt und die
Abschlußprüfung davon mit einem 1 abgeschlossen hat, weil es
so faszinierend fand. Ausserdem, später, im Berufsleben habe
ich jede einzelne Minute davon sehr, sehr zu schätzen gewußt
und mir sehr zu nutzen gemacht. (und oft gedacht: „Schade, daß
es nicht mehr war“.*
ja, Psychologie ist ein wirklich interessantes Fach. Da stimme ich Dir zu. 
Beste Grüße,
Oliver
Hola Gargas,
Resultat: sie wurde zwar ein Jahr später eingeschult, hat aber
inzwischen ihren Realschulabschluss, hat keine Klasse
wiederholen müssen und ist jetzt an einer Fachoberschule.
Es würde ja eh hier gesagt, daß man sehr vorsichtig mit dem Ergebnis umzugehen ist… Dein Beispiel beweist, daß es tatsächlich so ist.
P.S.: Irgendwie ist es witzig dich in einem Brett zu treffen,
auf dem ich mich eigentlich nie bewege -
Hihihi! Ich auch! Denn ich bin auch ganz selten hier, im Psychologi-Brett!
¡Y que tengas mucha
suerte y alegría con tu(s) hijo(s)!
Ja, danke Gargas: Du aber auch! Viel Glück und Freude mit Deinen Kindern (Übrigens ich habe nur der einen: David zZ. 5 Jahre alt und in September (noch mit 5) schon Schulkind)
Ganz liebe grüße,
Helena