moin,
das sehe ich, nach dem ich einige kinder gut gross bekommen habe, anders:
natuerlich kosten kleinstkinder kraft - man ist quasi 24 stunden in voelliger anspannung, ob und wie das kind noch atmet, man hoert jeden furz querliegen - da ist es gut, wenn man einen zuverlaessigen partner bei sich hat, mit dem man sich die verantwortung teilen kann.
ich habe - solange die kinder klein waren - eigentlich auch keine kraft/lust gehabt wegzugehen - die knappe zeit, wo kinder keine aufmerksamkeit brauchten, nutzte ich zum ausschlafen, um neue kraft zu gewinnen.
aber es wird dann eigentlich immer leichter: verbote muessen nicht staendig wiederholt werden, wenn man gewisse dinge mit aller konsequenz deutlich erklaert.
die wohnung sollte man bei kleinkindern sowieso so umraeumen, dass es ueberhaupt keine konfliktherde geben kann, d.h. die sachen, die kaputtgehen koennen, werden einfach so hochgestellt, dass der neugierige mitbewohner nicht dran kann, und statt wiederholt vor einer heissen herdplattte zu warnen, sehe ich auch kein problem darin, dass sich ein kind ( kontrolliert!!! ) auch mal die pfoten verbrennt, wenn der forscherdrang zu uebermaechtig wird.
was du als anspannung bezeichnest, nenn ich angst vor verantwortung!
kinder geben waehrend ihrer entwicklung unheimlich viel zurueck, und in der gesamtbilanz empfand ich das zusammensein nicht als anspannung, sondern als grenzenlose energiequelle fuer weitere gemeinsame aktionen.
ich denke mal, deine frustruierten beobachtungen begruenden sich nicht auf eigenen erlebten kindern, sondern auf wenige „pflichtstunden“ mit fremden kindern:
es ist dein gutes recht, das so negativ zu empfinden, aber dir entgeht ein grosses stueck vom kuchen eines ausgefuellten sinnvollen lebens, wenn du so ein glueck nie erfahren wirst!
gruss
khs
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