Kinder kosten Kraft?

Hallo,

wie geht es euch? Kosten euch eure Kinder auch soviel Kraft?
Ständiges wiederholen von Ver- und Geboten, ständiges Nein-Sagen, ständige Beobachtung der Kinder, ständiges korrigieren, ständige Anspannung wenn man mit Ihnen zusammen ist. Wie ergeht es euch?

Gruss
mrh

moin,
das sehe ich, nach dem ich einige kinder gut gross bekommen habe, anders:

natuerlich kosten kleinstkinder kraft - man ist quasi 24 stunden in voelliger anspannung, ob und wie das kind noch atmet, man hoert jeden furz querliegen - da ist es gut, wenn man einen zuverlaessigen partner bei sich hat, mit dem man sich die verantwortung teilen kann.

ich habe - solange die kinder klein waren - eigentlich auch keine kraft/lust gehabt wegzugehen - die knappe zeit, wo kinder keine aufmerksamkeit brauchten, nutzte ich zum ausschlafen, um neue kraft zu gewinnen.

aber es wird dann eigentlich immer leichter: verbote muessen nicht staendig wiederholt werden, wenn man gewisse dinge mit aller konsequenz deutlich erklaert.
die wohnung sollte man bei kleinkindern sowieso so umraeumen, dass es ueberhaupt keine konfliktherde geben kann, d.h. die sachen, die kaputtgehen koennen, werden einfach so hochgestellt, dass der neugierige mitbewohner nicht dran kann, und statt wiederholt vor einer heissen herdplattte zu warnen, sehe ich auch kein problem darin, dass sich ein kind ( kontrolliert!!! ) auch mal die pfoten verbrennt, wenn der forscherdrang zu uebermaechtig wird.

was du als anspannung bezeichnest, nenn ich angst vor verantwortung!
kinder geben waehrend ihrer entwicklung unheimlich viel zurueck, und in der gesamtbilanz empfand ich das zusammensein nicht als anspannung, sondern als grenzenlose energiequelle fuer weitere gemeinsame aktionen.

ich denke mal, deine frustruierten beobachtungen begruenden sich nicht auf eigenen erlebten kindern, sondern auf wenige „pflichtstunden“ mit fremden kindern:

es ist dein gutes recht, das so negativ zu empfinden, aber dir entgeht ein grosses stueck vom kuchen eines ausgefuellten sinnvollen lebens, wenn du so ein glueck nie erfahren wirst!

gruss
khs

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Hi
Sicher sind Kinder Anstrengend! Aber ist es nicht auch toll zus ehen wie se Lernen?

Wenn sie mit Kleinen Blauen Augen und Hunde Blick an Dir hochschauen weis man doch wöfür man das alles macht.

nach einem Anstrengendem Lager schenkte mir mal ein Kind ein Selbstgescnitztes Holzkreuz- Iregendwie gab das wieder kraft und es tat sehr gut.

Auch wenn es nicht meine eignen Kinder sind und ich sie nur mal ne Stunde oder ein Wochenende habe ist es die geballte kinder Power und ich kann mir vortsellen wiees ist eigene zu haben.

Gruß Ww *derbesagtesHolzkreuzalsGlücksbringeramInnenspiegelhängenhat*

Hallo,

wie geht es euch? Kosten euch eure Kinder auch soviel Kraft?

Natürlich. In unserem Geburtvorbereitungskurs sagte die Hebamme, daß Kinder uns in emotionale Zustände führen werden, die wir uns zum damaligen Zeitpunkt nicht vorstellen könnten - im positiven wie im negativen. Recht hatte die Dame!

Ständiges wiederholen von Ver- und Geboten, ständiges
Nein-Sagen, ständige Beobachtung der Kinder, ständiges
korrigieren, ständige Anspannung wenn man mit Ihnen zusammen
ist. Wie ergeht es euch?

Sei getröstet, die Probleme werden andere, allerdings nicht kleiner.

Ich habe die Erfahrung gemacht, daß Kinder zwar sehr viel fordern (sicher zurecht) aber mindestsens genausoviel zurückgeben - und man wächst mit den Anforderungen.

Gandalf

Ständiges wiederholen von Ver- und Geboten, ständiges
Nein-Sagen, ständige Beobachtung der Kinder, ständiges
korrigieren, ständige Anspannung wenn man mit Ihnen zusammen
ist. Wie ergeht es euch?

Ja. Anstrengend und unangenehm. Auch für Kinder. Ich erinnere mich ungern. Kann sein, dass man diesen Vater auch nicht so gerne mag, deswegen muss er auch angespannt sein. Wie wärs damit, kindliche Maßstäbe zuzulassen, solange das nicht zu wirklichen Katastrophen führt? Spielen, kuscheln, grundsätzliches Misstrauen, das was durcheinander kommt, abbauen und etwas mehr Entspanntheit. Auch wenns laut, bekleckert und etwas chaotisch ist.

Hallo MRH
also ich habe gerade deinen Artikel in der Rubrik „Älter werden“ gelesen und rate jetzt mal ins Blaue, dass du entweder älter bist, oder zumindest älter fühlst.

Unter diesen Umständen (des wild ratens!) denke ich mir, dass du von anderen Werten, mehr Grenzen, starreren Ritualen, Vorschuss-Respekt und ähnlichem geprägt bist und das, was ich jetzt mal geballt als „moderne Lebensführung“ nennen will, oftmals überfordert bist.

Dann nimm dir doch eine große Portion altersgerechter Gelassenheit und fühle dich nicht für jede Kleinigkeit ausschließlich zuständig.
Man lernt nicht aus den Erfahrungen der anderen, immer nur aus den eigenen, also lass die passenden Erfahrungen zu, und (ich behaupte mal) so an die 60 % der Erziehung laufen von allein.
Zumindest was das Korriegieren, das Maßregeln, das Ver- und Gebieten angeht.

Liebe Grüße
von
Susanne

(alleinerziehende Mutter eines *wohlgeratenen* 18-jährigen[nein ich will nicht prunken, nur sagen, dass ich weiß, wovon ich rede])

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Hallo mrh,
spontan würde ich JEIN sagen.
Aber es gab und gibt Situationen, wo die Kinder mit Ursache dafür waren, trotz völliger Erschöpfung über sich und seine Grenzen hinauszuwachsen. Was für ein Anreiz.
Und das Schönste ist, wenn die beiden (heute 24 und 25 Jahre) sagen, dass wir in der Erziehung zumindest das Allermeiste richtig gemacht hätten (ich selbst sehe das viel differenzierter).
MfG BM

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Hallo mrh!

wie geht es euch? Kosten euch eure Kinder auch soviel Kraft?
Ständiges wiederholen von Ver- und Geboten, ständiges
Nein-Sagen, ständige Beobachtung der Kinder, ständiges
korrigieren, ständige Anspannung wenn man mit Ihnen zusammen
ist. Wie ergeht es euch?

Ich hab zwar keine eigenen Kinder (immerhin aber eine kleine Nichte), aber ich bin Lehrerin.
Wenn ich ständig von Ge- und Verboten reden, ständig Nein sagen müsste, immer Beobachten und Korrigieren würde, dann würd ich in dem Job nicht lang überleben. (Ehrlich gesagt: Diese Einstellung hat mich mal zum Burnout gebracht. Da hab ich dann 'ne Menge kapiert).

Kinder sind keine kleinen Erwachsenen. Sie müssen Fehler machen dürfen, sie müssen ausprobieren können.
Dazu gehört Provokation und Grenzen und Gefühle austesten.

Ich beobachte meine Nichte(3 1/2) unheimlich gern, weil Kinder in diesem Alter einfach noch nicht total von Grenzen und Zensur zurechtgestutzt sind. Ist dir mal aufgefallen, dass Kinder von sich aus meistens gute Laune haben? Ich finde diese Lebensfreude inspirierend und lasse mich gerne davon einnehmen.

Für ein Kind ist Spielen erstmal wichtiger als das Ordnung halten, Fühlen wichtiger als Verstehen, eigenständig werden wichtiger als gehorchen.

Mein bescheidener Tip wäre, dass du mehr mit Kinderaugen siehst - und auch mal loslässt.

Klar sind Kinder auch total anstrengend und nervend, da hätt ich auch schon aus der Haut fahren können. Und das geht manchmal jeden Tag so.
Da kann man als Erwachsener einfach nur nach anderen Strategien suchen und manchmal auch nur die innere Tüte Popcorn aufmachen und gucken, wie das Theater wieder vorüber geht. Loslassen eben.

Trotzdem: Ich find Kinder toll. Guck mal, was sie dir geben.

LG ChrisTine

P.S.: Der Pessimist sagt: „Das Glas ist halbleer.“
Der Optimist sagt: „Ja, aber nicht mehr lange!“ *g*

wie geht es euch?

Gestern gings mir schlecht…

Kosten euch eure Kinder auch soviel Kraft?

Nein,ich habe sehr viel Spaß mit meinen Kindern,haben heute Pommes draussen gegessen,mit 4 weiteren Spielkameraden,danach sind wir Trampolin gesprungen…alles easy.

Ständiges wiederholen von Ver- und Geboten,

Dafür habe ich noch nen guten alten Plattenspieler…

ständiges
Nein-Sagen, ständige Beobachtung der Kinder, ständiges
korrigieren,

Alles fest im Griff…

ständige Anspannung wenn man mit Ihnen zusammen
ist.

Nöö!

Wie ergeht es euch?

Heute wieder besser

Hallo Gandalf,

ja, das befürchte ich, daß die Probleme später zunehmen werden.
Ich weiss ja nicht, wie alt Du warst, als Du bzw. Deine Frau eure Kinder bekommen habt, aber ich finde 35 Jahre schon zu alt. Dies ist natürlich nur meine Sichtweise, gesundheitliche Aspekte spielen hier noch eine Rolle.

Gruss
mrh

Hallo mrh,

Ich weiss ja nicht, wie alt Du warst, als Du bzw. Deine Frau
eure Kinder bekommen habt, aber ich finde 35 Jahre schon zu
alt. Dies ist natürlich nur meine Sichtweise, gesundheitliche
Aspekte spielen hier noch eine Rolle.

35 sind, speziell für Männer, nicht zu alt. Ich war auch älter, als meine Kinder kamen. Meine Schallgrenze waren 45 Jahre. Da hab ich mich auch sterilisieren lassen. Wenn schon, dann Nägel mit Köpfen.

Gandalf

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Hallo,
es gibt Dinge die kosten im postivien Sinne Kraft und es gibt Dinge, die kosten im negativen Sinne Kraft.
Bei Dir habe ich den EIndruck, Du fühlst Dich negativ belastet.
Das kann ich bei meinem Kind nicht nachvollziehen. Ich finde es schön, Fragen zu beantworten und das Kind zu beschäftigen - oder von ihm beschäftigt zu werden.
Vielleicht solltest Du mal darüber nachdenken, ob Deine Erwartungshaltung der Realität entspricht. Vielleicht willst Du auch Dinge - möglicher Weise um Ruhe zu haben - die sowas von unreealistisch sind, dass Du eine regelrechte Erziehungsspirale kommst, in der Du glaubst gebetsmühlenartig alle Verbote Wiederholen zu müssen.
Gruß D.

Phasenweise ja
Hi!

Phasenweise bin ich mit den Nerven echt runter, dann läuft alles wieder recht entspannt.

Ich bin kein Verfechter von „Aber Kinder geben einem doch soviel wieder zurück“, ich mag diese Verpflichtung nicht, die da mitschwingt, aus eigener Erfahrung.

Wenn ich ständig mein Kind beobachten würde und ständig Verbote aussprechen würde, fände ich das auch anstrengend. Manchmal hilft es, sich zu überlegen, was man langfristig will. Will ich mein Kind mit 14 noch auf dem Spielplatz beaufsichtigen müssen oder lasse ich ihm Raum, sich den Spielplatz selbst zu erobern, Stück für Stück? Anstatt zu sagen: „Kletter da nicht rauf“, ihm sagen: „Halt Dich gut fest, schau hin, wo Du hintrittst“. Das läßt sich auf viele Dinge übertragen.

Manchmal hat man so Meckerphasen und geht sich selbst und dem Kind tierisch auf die Nerven damit. Da die Kurve zu kriegen und innerlich ein Stück zurückzutreten und gelassener zu werden ist nicht leicht. Aber auf jeden Fall hilfreich. Oder glaubst Du, dass ein Kind eine zigfach wiederholte Ermahnung überhaupt noch hört? Wenn Verbot, dann konsequent, dafür andere Dinge laufen lassen, die Gewichtung ist der Schlüssel dabei und gelingt uns auch nicht immer.

Perfektionismus ist mit Kindern definitiv nicht angesagt, zu hohe Erwartungen (die klingen in vielen Deinen Beiträgen durch) auch nicht, das frustriert nur. Außerdem sollte man sich einiges einfach nicht mehr antun, da ist Ärger vorprogrammiert: Statt mit Kindern ins Edelrestaurant (es soll ja Kinder geben, mit denen geht das problemlos, so eins hab ich leider nicht) doch lieber in den Biergarten mit Spielplatz usw.

Man muss ganz bewusst aus so einer alles-negativ-Spirale aussteigen. Manchmal helfen ein paar Kinderfreie Tage und ein Neustart danach.

Grüsse
kernig

Ich habe letztens mal abends am Küchentisch gesessen und gewartet, dass das Piepsen im Ohr endlich weggeht.

Gandalf, Gandalf, ich glaube, wir müssen uns mal kennenlernen…

Ständiges wiederholen von Ver- und Geboten, ständiges
Nein-Sagen, ständige Beobachtung der Kinder, ständiges
korrigieren, ständige Anspannung wenn man mit Ihnen zusammen
ist.

Natürlich ist es manchmal anstrengend. Aber man muss doch auch mal lassen können. Wenn man auf alles 100 % achtet, bekommt man natürlich Stress und ist angespannt.
Es gibt Dinge im täglichen Leben die müssen genauso gemacht werden. Und dann gibt es tausend Dinge drumherum, da muss man auch mal fünfe grade sein lassen. Sonst macht man sich doch selber kaputt.

Gegenfrage: Wie würdest Du Dich fühlen, wenn quasi ständig jemand hinter Dir steht und beobachtet, was Du machst und wie Du es machst? Das grenzt ja schon fast an Mobbing.

Also entspann Dich!

Andrea

hi

Ständiges wiederholen von Ver- und Geboten, ständiges
Nein-Sagen, ständige Beobachtung der Kinder, ständiges
korrigieren, ständige Anspannung wenn man mit Ihnen zusammen
ist. Wie ergeht es euch?

ich glaube du nimmst dich zu wichtig - lass die kinder doch mal kinder sein - die können das prima (und sogar noch besser) ohne dauernd korrigiert und beobachtet zu werden

Gruß H.

Hallo,

wie geht es euch? Kosten euch eure Kinder auch soviel Kraft?
Ständiges wiederholen von Ver- und Geboten, ständiges
Nein-Sagen, ständige Beobachtung der Kinder, ständiges
korrigieren, ständige Anspannung wenn man mit Ihnen zusammen
ist. Wie ergeht es euch?

Ich habe die Erfahrung gemacht, daß man die Kinder,
die man sonst im allgemeinen und auch grundsätzlich
nett und zuvorkommend behandelt, mit ganz kleinen
Nuancen des Tons dazu bringen kann, etwas zu tun,
das nicht unbedingt Spaß macht.

Der Trick besteht darin, daß die Kinder ihren Stolz
oder ihre Würde (oder wie auch immer man das nennt)
behalten können, wenn sie sanften Anweisungen folgen.

Ach ja, und Kinder reagieren genau so wie „große Leute“
darauf, ob es einen freut (und sie das auch merken)
oder nicht - wenn man sie trifft.

Grüße

CMБ

Kinder zu haben, ist das schönste, was es gibt, freu dich drüber! Es ist Liebe, die im Mittelpunkt steht, nicht Kraft. Doch, natürlich kosten sie auch viel Kraft. Jeden Abend springen meine drei Kinder auf meinem Bett herum, jedesmal sage ich: Das Bett ist kein Trampolin! Und jedesmal lachen sie nur darüber und hüpfen weiter. Na und? Sind eben Kinder! Dann sage ich: Ich zähle bis drei, und dann schlaft ihr, und sagte eins, und nichts passiert, und sage zwei, und nichts passiert, aber noch bevor ich drei sage, schlafen sie.

Na ja, zugegeben, drei sage ich oft erst am nächsten Morgen, aber was soll’s, sind eben Kinder.

Und hier noch was, was ich mal irgendwo gehört habe.

Du tust, was ich sage!
Nein!
Doch!
Nein!
Doch!
Nein!
Doch!
Nein!
Patsch!
Au!

Es gibt auch einen alten Vers „Die Spuren der Kinder“, ließ den mal!