(Kinder-) Mobbing?

Kein Kinderkram
Mich hat das auch gewundert, dass dieser Artikel vor Löschung geschützt wurde, bevor auch nur die erste Antwort kam.

Es handelt sich um einen reinen Meinungsartikel! Dazu noch um einen höchst fragwürdigen.

Der selbst formulierte erste Teil entspricht nicht den Forenregeln, weil er schlichte Meinungsäußerung ist und mit wer-weiss-was nichts zu tun hat! Wenn überhaupt, dann hätte der in den zugehörigen Thread gehört.

Der zweite Teil ist ein Text, bei dem der Quellennachweis fehlt, verstößt also auch gegen die Forenregeln. Außerdem passt dieser zweite Teil noch nicht einmal zum ersten und ist in (nicht nur in dem Zusammenhang) völlig bescheuert.

Ich habe eine Frage an den Moderator, der diesen Sticky gesetzt hat:

Die Grundaussage des (zitierten) Textes ist, dass man früher auch überlebt hat, obwohl Blei und andere Dinge noch erlaubt waren, deren (in Teilen Lebens-)gefährliche Wirkung man heute weiß, weshalb man sie heute verboten hat. Wird das in dem Kontext so hervor gehoben, ist der einzig logische Schluss, dass man derartige Dinge nicht mehr verbietet! Krebserregende Stoffe? Ey, geil, was soll der Quatsch, wir haben es früher auch überlebt… Das ist billigstes Stammtischniveau - meine Meinung. Nicht 5 Minuten weiter gedacht.

Nun zur eigentlichen Frage: Ist das eine Aussage, die von den Moderatoren / von www unterstützt, um sie mit dem Status „nicht löschen“ zu versehen? (Mal ganz abgesehen von dem genannten Umstand, dass ausgerechnet ein Artikel, der mehrfach gegen die Forenregeln verstößt, derart ausgezeichnet wird. Das konterkariert die Forenregeln, die dann gleich auch abgeschafft werden können).

LG Petra

6 „Gefällt mir“

Hi Didi,
das hats Du ganz toll geschrieben - genau so ist es auch und genau das ist es auch - was ich an den heutigen Kindern und Jugendlichen so vermisse. Auch was du schreibst über das „Sitzenbleiben“. Früher war das dann einfach so - heute wird ein großer Aufstand gemacht und jeder lauert auf jeden - wer es wohl schaffen mag oder nicht - wie ich das so beobachte bei meinen Freunden!

Ja, früher war es noch unkomplizierter - leider können die Kinder und Jugendlichen von heute ja selbst garnix dafür. Sie sind reingeboren in diese Welt voller PC-Spielen, TV, und was es da sonst noch an Angeboten gibt. Selbst, wenn man heute wollte, dass die Kids wieder vor die Tür gehen - „es spielt niemand mehr draussen“ - ganz ganz wenige nur noch - alle anderen hocken vorm PC oder TV - auch schon die Kleinsten!

Für die Leute die Kids haben, ist das sicherlich eine schwere Sache!
Da gehts mir mit meinen Katzen schon besser - die gehen freiwillig raus! LG

[MOD] kinderkram
Hi,

eure Aufregung ist ganz umsonst. Der Artikel wird wie jeder andere ins Archiv wandern und zwar so wie er ist. Es wurde darauf hingewiesen, dass ein Großteil aus den Weiten des Internet stammt und dass die Quelle fehlt bedaure ich zwar aber….

Ich meine der Artikel regt zum Nachdenken an und wie es die Diskussion auch zeigt hat sich Dieser wie vermutet entwickelt. Sehr konträr und zum Teil auch sehr emotional.

Wir haben glücklicherweise sehr viele aktive User in diesem Brett die es verstehen sich einzubringen und nicht nur mitzulesen. Dadurch haben wir aber zum Teil auch mehr als hundert Beiträge am Tag und ich möchte diesen Artikel zumindest bis nächste Woche im Forum erhalten.

Viele Grüße
MeToo

PS: Anregungen, Kritik, etc. zu dieser Vorgehensweise bitte per Mail, danke.

ich verstehe es immer noch nicht
Hallo,

Ja, früher war es noch unkomplizierter - leider können die
Kinder und Jugendlichen von heute ja selbst garnix dafür. Sie
sind reingeboren in diese Welt voller PC-Spielen, TV, und was
es da sonst noch an Angeboten gibt.

Ich verstehe es immer noch nicht: Wer kauft denn den Kindern das Zeug? Das sind doch die Generationen, die jetzt hier sagen, das früher alles besser war.

Wie passt das zusammen, kann mir das jemand erklären?

Viele Grüße
Kati

4 „Gefällt mir“

Da läuft was schief
Hallo nochmal!

ich bin von einer Hänselei im „üblichen“ Rahmen ausgegangen.
Das so etwas auch richtig massiv passieren kann, ist mir klar.
Aber das hatte ich aus dem Posting so nicht herausgelesen.

Das hat man an Deinem Posting deutlich gemerkt. :smile: Deshalb auch meine Erwiderung, ich bin mir da nicht so sicher. Aus Sicht des betroffenen Kindes hat das evtl. auch schon schlimmere Ausmaße angenommen. Eine Glaskugel hat ja keiner hier, immer wieder schade.

Mobbing ist nichts harmloses, das möchte ich gar nicht
behaupten, aber nicht immer wenn jemand geärgert wird, steckt
Mobbing dahinter.

Man sollte einfach genauer hinschauen, bevor man es abtut, das wollte ich mit meiner Antwort einfach sagen.

Meiner Meinung nach wird aber schon einiges aufgebauscht, was
wirklich unter die Rubrik Muggenschiß fällt. Wenn ich im
Psycho-Brett lese wegen was wie viele Depressionen und
sonstiges haben, kommt es mir vor, wie wenn solche Begriffe
sehr inflationär verwendet werden.

Da ich selbst davon ein Stück betroffen bin und war, weiß ich, wie tabuisiert diese „Psychothemen“ noch sind. Ich denke, man ist grad dabei, da drüber offener zu reden und damit deckt man natürlich vieles auf, was früher unterm Mantel gehalten wurde.

Womit ich aber nicht die „Hausfrauenpsychologie“ meine, sondern handfest von einem Arzt diagnostizierte Krankheiten. Nur weil ein Kind sich danebenbenimmt, ist es nicht gleich hyperaktiv.

Die kleine Erzählung wie es früher war, ist nur ein Beispiel.
Vieles ist heute besser und manches wird da etwas verklärt

Ich könnte mich jedes Mal wieder über diesen Text aufregen, weil er so unreflektiert ist. Ich seh immer Mütter mit ungesicherten Kindern im Auto „Früher hat uns das auch nicht geschadet“. Da kocht mir die Galle über.

Ich bleibe jetzt mal bei meiner Schulzeit, da gab es wirklich
schlimmere Sachen als gehänselt und beschimpft zu werden. Da
wurden z. B Schulhefte mit Hausaufgaben verbrannt usw, das
Schulmäppchen mit Sekundenkleber auf den Tisch geklebt. Das
war echt nervig, aber da mußte keiner zum Schulpsychologen
deswegen.

Weißt Du’s? Vielleicht wäre es für den einen oder anderen eine Hilfe gewesen.

An was das alles liegt, kann ich leider auch nicht sagen.
Früher habe ich das oft auf die Eltern geschoben, aber seit
dem ich selbst mit erlebe, das mit dem Kindergartenbesuch
schon ein sehr großes Stück Erziehung aus der Hand gegeben
wird und später in der Schule noch mehr, sehe ich das nicht
mehr so.

Wenn die Erziehung dann in den Institutionen ordentlich stattfindet, finde ich dagegen nichts zu sagen. Ich beobachte teilweise das Gegenteil: Wenn sich ein Kind im Kindergarten danebenbenimmt, werden abends die Eltern informiert und Beobachtungsbögen ausgefüllt, anstatt das Kind sofort und konsequent zur Ordnung zu rufen. (Selbst so erlebt)

Aber irgendwas läuft doch schief…

Ein bißchen was läuft immer schief, aber so katastrophal sehe ich das nicht. Schon vor Jahrhunderten wurde über die Jugend von heute geschimpft und in jeder Generation gibt es Versager und Erfolgreiche.

Die Bedingungen in unserer Gesellschaft haben sich für Kinder massiv verändert. In manchen Dingen ist das Leben der Kinder einfacher geworden, es gibt ja alles, was das Leben erleichtert. Andererseits stehen die Kinder heute ganz anderen Anforderungen gegenüber:
Der Druck, der z.B. schon auf Grundschülern liegt, ist enorm. Die Eltern projezieren ihre Ängste auf das Kind und wollen ihm den Start erleichtern (was oft nach hinten losgeht, aber woher soll man das vorher so genau wissen?). Es gibt einfach weniger Kinder, die Sozialisation läuft ganz anders. Bewegungsdrang ausleben und eigene Erfahrungen sammeln, Freunde treffen ist nur noch organisiert möglich.
usw usw.

Das Ergebnis ist ein ziemliche Verunsicherung bei allen Beteiligten, denke ich. Abhilfe? Keine Ahnung. Die Augen offen halten und versuchen, seinen moralischen Ansprüchen treu zu bleiben in der Erziehung. Und: ein bißchen mehr Gelassenheit, zu einem kleinen Teil gebe ich Dir da recht.

Schöne Grüße
kernig

hast du kinder?
hi,

Ich verstehe es immer noch nicht: Wer kauft denn den Kindern
das Zeug? Das sind doch die Generationen, die jetzt hier
sagen, das früher alles besser war.

warte mal ab, bis deine kinder ankommen und auf erfüllung der normen drängen, die sie durch kindergarten, schule, freizeit, fernsehen usw. gesteckt kriegen. und dann sage mir mal bitte, wie du es geschafft hast, auf dem schmalen grat zwischen guter absicht und drohender ausgrenzung deines kindes kompromisse einzugehen.

dass eltern bestimmen können, wie sich ihre kinder entwickeln, geht allenfalls auf einsamen inseln fernab der welt aber nicht mitten unter uns.

Wie passt das zusammen, kann mir das jemand erklären?

ich habe es versucht.

gruß
ann

Hallo Ann,

warte mal ab, bis deine kinder ankommen und auf erfüllung der
normen drängen, die sie durch kindergarten, schule, freizeit,
fernsehen usw. gesteckt kriegen. und dann sage mir mal bitte,
wie du es geschafft hast, auf dem schmalen grat zwischen guter
absicht und drohender ausgrenzung deines kindes kompromisse
einzugehen.

Natürlich ist mir das mit dem gesellschaftlichen Druck auch klar, da ich z.B. auch zu denen gehört habe, die nie einen eigenen Fernseher, Computer, Playstation, Gameboy etc. hatte, bis ich ausgezogen bin. Man kann bei vielen Sachen nicht mitreden, weil man die Sendungen nicht kennt bzw. keine Ahnung hat, welche Probleme in Level 3 des Spiels XY warten.

Die Frage sollte eher noch tiefer gehen: Wo kommt denn der gesellschaftliche Druck überhaupt her, wenn viele Menschen der Meinung sind, dass der heutige Medienkonsum schlecht ist und Kinder eher in die Natur gehören als vor den Fernseher? Irgendwann muss es doch mal angefangen haben, dass Fernsehen cooler ist als Baumhaus-Bauen?
Wahrscheinlich leben inzwischen mehr Familien in (Groß-)Städten, aber ist das die gesamte Antwort?

Die Frage habe ich übrigens nicht zum Provozieren gestellt, sondern weil es mich wirklich interessiert. Muss man bei w-w-w ab und zu mal sagen :smile:

Viele Grüße
Kati

2 „Gefällt mir“

hi kati,

Die Frage habe ich übrigens nicht zum Provozieren gestellt,
sondern weil es mich wirklich interessiert.

naja klar, mich ja auch. aber diese frage werden wir nicht lösen können - und schon gar nicht hier. vermutlich gelten hier ähnliche mechanismen wie (nur, um ein beispiel aus einem völlig anderen bereich zu nennen) beim umweltschutz: jeder weiß, dass wir unsere ressourcen unwiederbringlich verbrauchen aber niemand kann es stoppen.

vielleicht können politik- und/oder sozialwissenschaftler auf eine formel bringen, warum alles, was möglich ist, auch gemacht wird - meist mit der tendenz zum schlechten hin.

wer als eltern gegen den geltenden „strom“ schwimmt, muss es jedenfalls mit mehreren fronten aufnehmen: nicht nur, dass die kindern gotterbärmlich quengeln („kai-judschien darf das aber auch!“). auch die mit-eltern, großeltern, nachbarn usw. verbreiten jeweils normen, die ständigen veränderungen unterliegen.

gruß
ann

Hallo,

einen Haken hat Dein Bericht: diejenigen, die am mangelnden Sicherheitsgurt oder giftigen Farben oder rumliegenden Jagdgewehren gestorben sind, können hier nicht mehr posten, um Dir Kontra zu geben.

Und das mit dem mal grün und blau schlagen - ich kennen jemanden, dem das in seiner Jugend häufig so erging. Toll oder Lehrreich fand der das auch im Rückblick nicht.

Erziehung ist eben auch, Kindern ein gewisses Sozialverhalten beizugringen.
Die Tatsache, dass die Eltern unserer Generation dazu nicht allzuviel Zeit hatten, ist kein Grund es weiterhin so zu machen.

Hier in Berlin gibt es immernoch genug Kinder, die ungefähr so unbeaufsichtigt aufwachsen, wie wir seinerzeit.
Ja, die prügeln schon mal gern, motzen rum und beleidigen andere, haben Freunde und große Brüder, sind den ganzen Tag draußen etc.

Auf das Ergebniss dieser Nichterziehung würden die meisten Berliner incl. des Polizeipräsidenten lieber verzichten.

Wenn Du jetzt meinst: aber aus uns ist doch was geworden - dann schau Dir mal die Fredels an, die für die Finanzkrise verantwortlich sind, oder den Berliner Bankenscandal oder den derzeitigen Kölner Bauscandal etc. - klar ist aus unserer Generation und früheren was geworden, es war ja sonst niemand da zum was draus werden und damals wurden noch Arbeitskräfte gebraucht.

Heute kriegen die Motz-, Prügel-, Auf-der-Straßerumhäng-Kids so leicht keinen Ausbildungsplatz - inzwischen gibt es Arbeitsplatzmangel und Konkurrenz mit sozialer Erziehung.

Aber wie Du deine Kinder erziehst oder nichterziehst ist natürlich Dir überlassen.

Gruß, Anne

Bankrotterklärung?
Hallo zusammen!

Ich verstehe es immer noch nicht: Wer kauft denn den Kindern
das Zeug? Das sind doch die Generationen, die jetzt hier
sagen, das früher alles besser war.

Ich finde, diese Sätze bringen die Sache auf den Punkt. Jeder, der sich über „die Jugend von heute“ beschwert, ist Teil der Gesellschaft, in der die Kinder aufwachsen. Die Gesellschaft gibt Normen und Bedingungen vor, die Kinder reagieren nur darauf.

warte mal ab, bis deine kinder ankommen und auf erfüllung der
normen drängen, die sie durch kindergarten, schule, freizeit,
fernsehen usw. gesteckt kriegen. und dann sage mir mal bitte,
wie du es geschafft hast, auf dem schmalen grat zwischen guter
absicht und drohender ausgrenzung deines kindes kompromisse
einzugehen.

Natürlich ist das möglich. Es ist anstrengend und ziemlich nervenaufreibend, man erleidet immer wieder Niederlagen im Kampf gegen die allgemeine Konsumsucht. Auch versagen wir dann und wann als Vorbilder in dieser Angelegenheit. Aber unterm Strich hat unser Sohn verstanden, dass man nicht alles haben muss und auch nicht alles haben kann.

dass eltern bestimmen können, wie sich ihre kinder entwickeln,
geht allenfalls auf einsamen inseln fernab der welt aber nicht
mitten unter uns.

Das haut mich ziemlich um. Das ist doch eine glatte Bankrotterklärung und hört sich sehr nach aufgeben an.
Natürlich gibt es keine Garantien für das Gedeihen der eigenen Kinder, aber Eltern können einen soliden Grundstein legen für eine positive Entwicklung. Dazu gehört im übrigen meiner Meinung nach auch eine Portion Optimismus, die aber aus so einer Bankrotterklärung nicht rauszuhören ist.

Schöne Grüße
kernig

1 „Gefällt mir“