Kinder schlagen

Hallo ihr,

ich habe die Diskussion unten verfolgt und fand, sie ist ziemlich vom ursprünglichen Thema abgekommen, deswegen mache ich einen neuen Thread.

Mir ist nämlich eine Situation eingefallen, in die ich in meiner langen Babysitter-Laufbahn mal (EINmal) geraten bin. Da habe ich tatsächlich die Hand gegen ein Kind erhoben.

Wohl gemerkt, ich habe sie nur erhoben. Und dazu habe ich dem 8jährigen gesagt: „Wenn Du nicht sofort damit aufhörst, knalle ich Dir eine!“ Was war passiert? Er fand es lustig, mit einer Axt nach seinem 5jährigen Bruder zu schlagen. Auf meine Drohung hat er übrigens ziemlich irritiert reagiert, so, als wüßte er einerseits, dass ich das nicht wirklich tun würde, aber als wäre ihm andererseits auch klar, dass er zu weit gegangen ist.

Ich selbst habe mich furchtbar erschrocken, sowohl wegen der Axt, als auch, weil ich so reagiert habe. Es gab davor kein „Hör auf damit“ oder sonst eine angemessene Verwarnung von mir, ich habe in der Situation total unbewußt reagiert.

Und jetzt meine Frage: natürlich ist es falsch, falsch, falsch Kinder zu schlagen. Aber ist es schonmal jemanden so gegangen wie mir, in einer Gefahrensituation? Wie kommt es, dass man so reagiert, auch wenn man es doch so viel besser weiß? Ich bin nie geschlagen worden, weder als Kind, noch als Erwachsener. Habe ich meine eigene Angst abgewehrt und in Aggression umgewandelt, um nicht zu erstarren, sondern reagieren zu können?

Gruß,
Sibylle aus M

Hallo Sybille,

ich habe mein Kind auch einmal geschlagen, werde unten gleich die Situation schildern. Gleichzeitig mit der Ohrfeige ist mir im wahrsten Sinn des Wortes „der Schreck in die Glieder gefahren“. Mir wurde schlecht, ich wusste überhaupt nicht, wie mir so was passieren konnte. Habe noch sehr langen daran „geknabbert“.

Nun die Situation:

Ich war mit meinen Kindern zusammen in einer Spielgruppe. Es handelte sich um einen großen Raum direkt hinter der Haustüre. Wenn man also die üre dieses Raums öffnete, stand man direkt im Freien.

Mein jüngstes Kind war damals knapp drei (!) Jahre alt. Plötzlichch bemerkte ich, dass das Kind verschwunden war. Es war im Winter, ca. 18 Uhr, draußen stockdunkel.

Andere Mütter und ich haben sofort nach dem Kind gesucht, auch in der Umgebung, es nicht gefunden.

Wir gingen also wieder zurück in den Gruppenraum. Ich wollte grad die Polizei anrufen, als mein Sohn vergnügt und glücklich die Tür rein kam. Er war nur etwas spazieren gegangen. Wie gesagt, in dieser Situation ist mir die Hand ausgerutscht.

Ich kann es heute noch nicht verstehen, was da passiert ist.

S

Hallo!

Ich denke, Du solltest Dir kein allzu schlechtes Gewissen deswegen machen. Denn wir sind alle nur Menschen und es kann sowas passieren in absoluten Ausnahmesituationen. Dass das nicht in Ordnung ist klar.
Ich denke aber, das Wichtigste ist, dass man sich anschließend beim Kind entschuldigt und ihm erklärt, dass das nicht okay war und man alles versucht, damit das nicht wieder vorkommt. Denn dann merkt das Kind, dass 1. es respektiert wird und auf Augenhöhe mit ihm kommuniziert wird und 2. Schlagen wirklich nicht okay ist und man alles versuchen sollte, um es zu vermeiden.
Ich denke, es kann mal passieren, wenn man sich nicht im Griff hat, wenn das einmalig war und es einem Leid tut, wird das Kind wohl nicht allzugroßen Schaden nehmen, denn auch die Eltern dürfen Fehler machen.

Was ich nur wirklich schlimm finde ist, Schlagen als Erziehungsmethode zu verwenden und sich als dazu berechtigt zu fühlen.

Gruß,

N.

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hi!

Es gibt Situationen, in denen man „zuschlägt“: wenn man ein Kind im letzten Moment dran hindern will, auf die heiße Herdplatte zu greifen (und keine Zeit mehr ist für andre Reaktionen), wenn man sein Kind womöglich grob zurückreißt, bevor es unter ein Auto kommt, eventuell auch, wenn ein großes Geschwister ein kleines malträtiert, oder auch in Situationen wie von Susanne geschildert.

Wichtig ist dann nnatürlich, das Geschehene zu besprechen, sich gegebenenfalls beim Kind zu entschuldigen, zu erklären.

Wie kommt es, dass man so
reagiert, auch wenn man es doch so viel besser weiß? Ich bin
nie geschlagen worden, weder als Kind, noch als Erwachsener.
Habe ich meine eigene Angst abgewehrt und in Aggression
umgewandelt, um nicht zu erstarren, sondern reagieren zu
können?

Das klingt für mich logisch, ja. Es war wohl eine Situation, in der Du keine Zeit hattest, lange über die pädagogisch wertvollste Vorgangsweise nachzudenken.

Solche Vorfälle sind nicht mit bewußtem, gezieltem Schlagen als Erziehungsmittel vergleichbar.

alien

Niemals Kinder schlagen!
Hi!

Mir ist nämlich eine Situation eingefallen, in die ich in
meiner langen Babysitter-Laufbahn mal (EINmal) geraten bin. Da
habe ich tatsächlich die Hand gegen ein Kind erhoben.

…Du hast aber nicht zugeschlagen!
Und was noch viel wichtiger ist: Es war weder geplant, noch „normal“ - im Gegenteil, Du fühltest Dich anschließend nicht besonders gut.

Natürlich verliert man mal die Selbstbeherrschung - meistens findet man sie dann noch wieder, bevor man ungehalten reagiert.
Ich bin nicht selten auf den Balkon gegangen und habe meine Aggression rausgebrüllt.

Aggression? Natürlich! Allerdings habe ich genug Hirnmasse, um die Tatsache zu realisieren, dass Gefahrensituationen für mein kleines Kind nur dadurch entstehen konnten, weil ICH nicht genug Maßnahmen im Vorhinein getroffen hatte. Aggressionen also gegen mich…

Ich habe mien Kind nie geschlagen und werde es auch nie tun (ja, ich bin so „mutig“, das zu behaupten), werde aber niemanden (mehr) verurteilen, dem das in ein oder zwei Ausnahmefällen mal passiert…

Ich vberurteile dagegen jeden aufs Schärfste, der körperliche Züchtigung als Dressurmittel einsetzt!

LG
Guido

Hallo,
alle scheinen sich darüber einig zu sein, dass Kinder nicht
geschlagen werden sollen. Da ich ursprünglich aus Schweden komme,
kann ich mich sehr gut daran erinnern, dass dort mit Entsetzen immer
wieder gesagt wurde, dass es in Deutschland erlaubt sei, sein Kind zu
schlagen, was in Schweden eine Straftat ist. Die Generation 40 / 50
haben auch dem Kleinen oft eins auf die Finger gegeben, manchmal auch
mit dem Gürtel - ich bin immer wieder entsetzt wenn ich solche
Geschichten von älteren Menschen höre und dabei nicht heraushören
kann, dass es ihnen leid tut. Ein Kind kann je nach Alter, noch nicht
verstehen wenn es etwas falsches tut und ist sich der Konsequenzen
seiner Tat meist nicht bewusst. Wir Erwachsene haben dann die Aufgabe
Ruhe zu bewahren, die Situation zu entschärfen, Sicherheit zu
gewähren und zu erklären. Dass dann doch mal die Nerven durchgehen
ist normal, es sollte nur nicht zur Gewohnheit werden. Solange man
sich selber über die schlagende Hand erschreckt, ist es noch „normal“
und menschlich und wenn dann das Kind hinterher in den Arm genommen
wird und man sich dafür entschuldigt um so besser. Menschen schlagen
sich ja auch in Beziehungen und wenn es sich nicht um eine
Regelässigkeit handelt oder auch noch Alkohol im Spiel ist, dann
passiert das bei normalerweise friedlichen Menschen im Affekt. Aus
einer Situation heraus, wo man das Gefühl hat mit Worten nicht mehr
weiter zu kommen und man sich unendlich hilflos fühlt oder Angst
bekommt. Wenn man aber nicht in der Lage ist über das Geschehene zu
reflektieren und es sich wiederholt, dann sollte man Hilfe suchen.
Viele Grüße

Hi,
Übrigens, sorry, wegen
dem Englisch unten, aber ich habe diese Art Sprüche
nur im englischsprachlichen Umfeld kennengelernt - einerseits,
weil es in Südafrika akzeptierter ist, Kinder zu schlagen,
andererseits, weil ich halt dort lebte, als meine
Kinder im richtigen Alter waren, wo man mit diesen
Dingen konfrontiert wird).

Geschlagen (eine richtige Ohrfeige) habe ich meinen
noch nicht zweijährigen Sohn. Meine Entschuldigung -
es war Notwehr. Ich stand im Garten, konzentrierte mich
auf irgendwas anderes, nicht auf meinen Sohn - und
er biss mir in den Finger. Aber wie! Es tat nur einfach
höllisch weh und ich musste ganz schnell, was tun, damit
er losließ.
Meine Kinder haben aber noch in Zimbabwe Prügelstrafe
kennengelernt, mit dem Rohrstock auf die Handflächen.
Inzwischen (8 Jahre später) erzählen sie davon, als sei
dies fast einmal täglich passiert und als ob es eine
große Heldentat gewesen sei.

Ich habe in meinem Leben ein einziges Mal von meiner
Mutter „eine gewischt bekommen“. Ich war 13, kam von der
Schule heim und frage, was es zum Essen gäbe. Meine
Mutter hörte mich nicht, gab mir keine Antwort. Ich
öffnete daraufhin einen Topf, leider waren Dampfnudeln
drin, die dann zusammenfallen. Meine Mutter kam angerast
und BRÜLLTE mich an.
Ich: Aber ich hab doch gefragt!
Sie: Ich bin eine alte Frau, ich hör nicht mehr so gut.
Ich: Aber brüllen kannst du noch!!!
Und da hatte ich sie weg.
Erst herrschte erschrockene Stille, dann mussten wir
beide wie auf Kommando lachen.

ich erzähle diese Geschichte, wenn mir jemand sagt:
„Ich wurde als Kind geschlagen und es hat mir nicht geschadet.“
Nun:
„Ich wurde als Kind nicht geschlagen - und eigentlich
finde ich, ich bin auch ein relativ anständiger Mensch geworden.“

Gruß
Elke

Hallo,

Die Generation 40
/ 50
haben auch dem Kleinen oft eins auf die Finger gegeben,
manchmal auch
mit dem Gürtel

Also ich denke, da bist Du einem Vorurteil aufgesessen.

Ich gehöre zu dieser Generation, bin sogar etwas über 50. Ich kenne niemanden in meinem Bekanntenkreis, der seine Kinder so gezüchtigt hätte.

Sogar aus meiner eigenen Kindheit ist mir solches nicht bekannt ( auch nicht von Gleichaltrigen). Überleg mal: Du sprichst von der Zeit 1955 und später. Auch wenn das für dich lange her ist, es war doch deutlich nach dem Mittelalter.

Ich glaube nicht, dass es da noch üblich war, mit dem Gürtel zu schlagen und das dann auch noch als „normal“ anzusehen.

Ich kann mich sogar an eine Situation erinnern, als ich selbst noch in den Kindergarten ging. Da hat eine Praktikantin ein Kind geschlagen. Die Kindergartenleiterin sorgte dafür, dass sie sofort suspendiert wurde.

S.

Hallo,
da hast du etwas missverstanden. Ich meine die Zeiten um 1940/1950.
Viele Frauen haben mir erzählt, dass die Kinder geohrfeigt wurden. Das
heisst nicht, dass das bei allen so war. Ich denke nur, dass es zu der
Zeit verbreiteter war, weil niemand wusste, was das tatsächlich für
Kränkungen in einem Kind auslösen kann. Genausowenig wie man „damals“
über die Risiken von Passivrauchen und vieles andere auch nicht wusste.

Viele Grüße

Ich hab mal meine Nichte eine Ohrfeige gegeben und sie tat mir dabei überhaupt nicht leid.
Natürlich finde ich es richtig, dass man Kinder nicht schlagen darf, aber es musste eben sein.

Sie war drei und ich war 15, damals habe ich häufiger auf sie aufgepasst. Irgendwann fing sie an immer nach mir zu schlagen, nicht weil sie mich nicht mochte, sondern weil sie es lustig fand. Ich habe ihr sehr oft gesagt, dass sie aufhören soll und es mir weh tut, aber sie fand das alles ziemlich komisch. Dann habe ich ihr häufig gesagt, dass ich zurück schlagen könnte, das fand sie auch sehr komisch. Irgendwann hab ich ihr dann in so einer Situation eine Ohrfeige gegegen, nicht besonders stark, aber es war eine.
Daraufhin hat sie über eine Stunde geweint, aber dann war es ok, sie hat danach nie wieder versucht nach mir zu schlagen.
Kann das schlecht gewesen sein?

Johanna

Neulich aufm Kinderspielplatz
Zweijähriger „Knabe“ bemächtigt sich des Fahrades eines anderen Vorschulkindes. Umfallendes Fahrrad erteilt „Knabe“ eine körperliche Bestrafung durch Umfallung und Pedalrumdrehung. Auch die von wütender Energie befeuerte Wiederholung der Tat führt zum gleichen Ergebnis.

Fazit: Dieser so verletzte und gedemütigte Knabe wird Fahrräder immerdar hassen und eines Tages zurückschlagen. - Soweit die herrschende Ansicht (die natürlich richtig ist).

Vernünftig diskutieren kann man über dieses Thema in der Öffentlichkeit schon lange nicht mehr. Und wie sagt Wittgenstein? Woruber man nicht sprechen kann, darüber muß man schweigen.

lG

w

off Topic: die Sibyllen
Hai, Elke,

Übrigens, sorry, wegen
dem Englisch unten, aber ich habe diese Art Sprüche
nur im englischsprachlichen Umfeld kennengelernt - einerseits,

das unten war ich, Sibylle aus B., hier postete Sibylle aus M. - nur so zur Verwirrung *g*
Aber ich wollte auch klar machen, daß diese Haltung nicht nur „irgendwo da unten“ existiert, sondern hier eben auch - wie man leider sieht…

…und ich find das bis heute soo gruselig…

Gruß
Sibylle (die aus B. :wink: )

2 Dinge: Schlagen als Strafe oder im Affekt
Hallo,
es ist ein Untersched, ob ich als bewußte Strafe einen Klaps oder gar Prügel einsetze, oder ob es als Reflex geschieht.

Ein Freund hat seinen dreijährigen Sohn geschlagen, weil der ihm zuvor einen Hammer auf den Kopf gehauen hat: eindeutig eine reflektive Handlung, so wie (entschuldigt diesen Vergleich) man nach einer Mücke schlägt, die man gerade erst durch den Stich wahrgenommen hat.

Eine Freundin hat ihren 4jährigen geschlagen, nachdem sie ihn erst panisch suchte und dann am Rand eines Kanals sitzend (die Beine in der Luft baumelnd) fand: eindeutig eine Entladung des vorangegangenen Schrecks.

Solche Schläge würde ich nicht verurteilen. Vor solchen wird ein Kind davon/davor niemals Angst bekommen, denn es wird sie so spontan wie selten erleben. Eine Konditionierung in Richtung: ich erlebe Schmerz wenn ich falsch handle (oft weiß ja ein Kind noch gar nicht, dass es gerade falsch handelt), findet bei solchen Affektschlägen nicht statt.

Viele Grüße
Claudia

Hallo wolpertinger,

Zweijähriger „Knabe“ bemächtigt sich des Fahrades eines
anderen Vorschulkindes. Umfallendes Fahrrad erteilt „Knabe“
eine körperliche Bestrafung durch Umfallung und
Pedalrumdrehung. Auch die von wütender Energie befeuerte
Wiederholung der Tat führt zum gleichen Ergebnis.

Fazit: Dieser so verletzte und gedemütigte Knabe wird
Fahrräder immerdar hassen und eines Tages zurückschlagen. -
Soweit die herrschende Ansicht (die natürlich richtig ist).

Was Du hier übersiehst (ich unterstelle nicht: „übersehen
willst“) ist, dass ein Kind eine kritische und ausschlag-
gebende Beziehung zu einem Menschen entwickelt
und nicht zu einem Fahhrad oder zu einer Herdplatte.

Deshalb sagt man auch „Bezugsperson“, aber nicht
„Bezugsfahrrad“ oder „Bezugsherdplatte“.

Das einzige, was ich in dieser Richtung kenne,
ist „Bezugsschnaps“ (auch „Deputatschnaps“),
und hier gilt die alte Weisheit, dass man das
am meisten liebt, was einem die größten Schmerzen
zugefügt hat …

Grüße & nix für ungut,

CMБ

1 „Gefällt mir“

Hi!

BESSER wäre gewesen, sie festzuhalten, wenn sie zuschlagen will - also ihre falsche Handlung von vornherein zu unterbinden. BESSER wäre gewesen, aufszustehen und zu gehen: „Das ist kein lustiges Spiel, das tut mir weh, dann mag ich nicht bei dir bleiben.“ (Man kann ja in Sichtweite bleiben, daß man als Babysitter nicht auf einen Espresso ins nächste Café geht, ist ja wohl klar.)

alien

P.S.: Man darf mit 15 noch so denken und handeln, aber man sollte irgendwann begreifen, daß diese Aktion nicht die bestmögliche war.

Was Du hier übersiehst (ich unterstelle nicht: „übersehen
willst“) ist, dass ein Kind eine kritische und ausschlag-
gebende Beziehung zu einem Menschen entwickelt
und nicht zu einem Fahhrad oder zu einer Herdplatte.

Das ist zumindest übertrieben. Der emotionelle Aspekt in der Beziehung zu Gegenständen jeder Art ist nicht nur vorhanden, sondern steht auch mehr oder weniger im Vordergrund. Natürlich ist die emotionelle Beziehung zur Mama tiefer als die zum Lieblingskuscheltier oder zur zuschlagenden Zimmertür, aber das ist nur ein quantitativer Unterschied.

Die Exegese neuerer sozialpädagogischer Fachausdrücke sollte hinsichtlich ihrer wahrheitsfindenden Kraft nicht überbewertet werden.

lG

w

HI,

…Du hast aber nicht zugeschlagen!
Und was noch viel wichtiger ist: Es war weder geplant, noch
„normal“ - im Gegenteil, Du fühltest Dich anschließend nicht
besonders gut.

Du hast dein Hirn eingeschaltet und es nicht getan,das ist doch Super.Reine Selbstbeherrschung.:0)

Natürlich verliert man mal die Selbstbeherrschung - meistens
findet man sie dann noch wieder, bevor man ungehalten
reagiert.
Ich bin nicht selten auf den Balkon gegangen und habe meine
Aggression rausgebrüllt.

Ich auf die Terrasse.:0)Langsam im Geist von 10 runter auf Null gezählt,oder eine Runde mit den Hund gassi gegangen.

Aggression? Natürlich! Allerdings habe ich genug Hirnmasse, um
die Tatsache zu realisieren, dass Gefahrensituationen für mein
kleines Kind nur dadurch entstehen konnten, weil ICH nicht
genug Maßnahmen im Vorhinein getroffen hatte. Aggressionen
also gegen mich…

Stimmt!

Ich habe mien Kind nie geschlagen und werde es auch nie tun
(ja, ich bin so „mutig“, das zu behaupten), werde aber
niemanden (mehr) verurteilen, dem das in ein oder zwei
Ausnahmefällen mal passiert…

Doppelt zustimm!

Ich vberurteile dagegen jeden aufs Schärfste, der körperliche
Züchtigung als Dressurmittel einsetzt!

Ich auch,ob bei Kinder,Tieren oder Erwachsenen.

LG Sabine

Hi,

ich kenne keinen der sich vorgenommen hat, sein Kind mit Schlägen zu erziehen. Ich kenne aber viele denen es passiert ist, dass sie so ratlos waren, dass sie ihrem Kind einen „Klaps“ auf den Windelpo gegeben haben.

Da es mir selbst auch schon passiert ist, wäre es fatal würde ich jetzt anfangen mit Steinen nach ihnen zu schmeißen, den wie gut weiss ich das es auf das Kind, die eigenen Ausgeglichenheit und die Situation ankommt. Das es einem hinter selbst leid tut macht es zwar nicht rückgängig aber stärkt die Vorsätze für das nächste mal.

Eltern sollten versuchen ohne auszukommen aber sich nicht selbst in Zweifel stellen wenn es doch mal passiert. Die Situation im Nachhinein aufarbeiten, sich auch bei dem Kind entschuldigen und immer im Hinterkopf haben, dass schlagen keine Lösung ist (wissen wohl eh die meisten selbst, darum braucht sie wohl auch keinen der den Zeigefinger erhebt).

Viele Grüße
MeToo

Hallo,
das ein Diplomsoziologe sowas von sich gibt ist erschreckend!
Wer den Unterschied zwischen der Liebe zu einem Gegenstand und der
Liebe zu einem Lebewesen nicht verstanden hat, der weiss auch nicht den
Unterschied zwischen vorsätzliches oder Schlagen oder Schlagen im
Affekt, selbstverschuldeter oder nicht selbstverschuldeter Unfall und
die jeweiligen Konsequenzen im eigenen Verstehen und Empfinden.

Viele Grüße.

Hallo.

Da habe ich tatsächlich die Hand gegen ein Kind erhoben.

Hast Du nicht. Du hast eine Reflexhandlung getätigt, um das andere Kind zu schützen. In dem Moment hast Du wahrscheinlich weder an Strafe noch irgendetwas anderes gedacht, sondern einfach nur schnell reagiert.

Leichtathletik-Sportfest meiner damals 14jährigen Schwester und ihrer Riege, anstehende Disziplin Kugelstoßen. Ein vielleicht 2jähriges Mädchen eiert genau in die Flugbahn der Kugel. Onkel Eillicht (was Kampfrichter mimte) hechtete das Kind mit einem gekonnten Flug weg. Das war schon ein Rempler … Kindesmisshandlung? So, wie die kleine Maus danach im Gras saß und lachte, wohl eher nicht. Mir gingen allerdings die Knochen eins zu tausend.

Nachtrag : Junge Mutti kam angelaufen und machte Terz. Das erste und einzige Mal, dasss ich eine Frau geschlagen habe. Ob mir das leid tut? Rate mal …

Gruß Eillicht zu Vensre