Kinder und Kampfsport?

Hallo.

Ich suche informationen darüber welch Kampfsportarten für Kinder geeignet oder sinnvoll sind. Hat da jemand was?

liebe grüsse

Felidae

Hallo Felidae !
Unsere Tochter (8 Jahre) betreibt seit fast 2 Jahren Aikido. Aikido heißt Liebe Harmonie (AI)
universale Kraft (KI) Weg,Methode, physiologisches Prinzip (DO). Das klingt natürlich ziemlich hochgestochen. Im Prinzip ist es eine reine Selbstverteidigung in dem die Kraft des Angreifers umgelenkt wird. Auch wird sehr viel Wert auf Disziplin und Gehorsam gelegt.
Die Kinder werden von Anfang an darauf hingewiesen, die Techniken nur in den Sportschulen bzw. in den Vereinen anzuwenden. Unser Sohn jetzt 7 Jahre hatte daran überhaupt kein Interesse gezeigt und schwärmte immer für Taekwondo. Ich persönlich hielt von dieser Kampfsportart gar nichts und habe ihn erst nach langer Zeit dorthin gehen lassen. Nach 3 Wochen hatte er auch für diese Sportart nichts mehr übrig. Wichtig ist, daß Kindern die Möglichkeit gegeben wird, eine Probezeit von mindestens 4 Wochen zu absolvieren, bevor man einen Vertrag in einem vielleicht sehr teuren Center unterschreibt. Günstiger und nicht unbedingt schlechter sind Vereine die auch solche Sparten anbieten.
Falls Dir trotz meiner ausführlichen Antwort noch Fragen einfallen, melde Dich einfach nochmal.
Gruß Anja

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo,

in den meisten Sportcenter oder Schulen wird für viel Geld ein schneller schwarzer Gurt „verteilt“. Besser, weil oftmals erst über Jahre hinweg sind Vereine. Diese sollten aber die Möglichkeit beinhalten, auch vereinsübergreifende Schulungen oder Vergleichskämpfe zu absolvieren. Mir hat es als einer der jüngsten in der Klasse und noch dazu körperlich eher schwächlich sehr viel Selbstvertrauen und Sportlichkeit gegeben. Ich würde es jedem empfehlen. Von Zeit zu Zeit würde ich als Eltern aber das Training beobachten. Besonders auf gutes und ausreichend langes Auf- und Abwären und eine fairen Umgang untereinander würde ich achten.

Gruß Markus

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Kampfsport ist super geeignet für Kinder ab 5. Und eigentlich alle östlichen Kampfsportarten (Karate, Judo, Aikido und was es sonst so gibt). Boxen finde ich persönlich nicht so toll für kleine Kinder, weil das mehr auf Kraft geht und ab und zu schon richtig weh tut. Bei Kampfsport lernen die Kleinen im besten Fall nicht nur Körperbeherrschung, sondern auch Selbstdisziplin. Gute Sache also.

Erkundige Dich nach Vereinen in der Nähe, dann hat Deine Tochter sicher eine Menge Spaß daran.

Nike

Hallo Felidae,

Ich suche informationen darüber welch
Kampfsportarten für Kinder geeignet oder
sinnvoll sind. Hat da jemand was?

sinnvoll ist jeglicher Kampfsport/-kunst meines Erachtens nur dann, wenn er der Selbstverteidigung dient. Da kann ich Wing Tsun ( WT, http://www.ewto.de und dort u.a., ziemlich in der Mitte, auf „Was ist WT?“ ) empfehlen - WT dient rein dazu, sich selbst und seine Möglichkeiten zur Selbstverteidigung kennenzulernen und darauf aufzubauen.

Gruss,
Herbert
http://welcome.to/herbert

Ich würde was nicht so aggresives Empfehlen:
Judo, Aikido

Aikido hat den Vorteil, daß es keine Sieger-Verlierer-Wettkämpfe gibt, da bei jeder Übung vorher ausgemacht wird, wer der Angreifer und daher der „Verlierer“ ist. Der Nachteil ist, daß es eigentlich viel Körperbeherrschung schult, was für Kinder unter 10 zu kompliziert sein dürfte.

Vorteil von Judo: das Kind kann sich so richtig austoben

Schau mal in einer Kinder-Übungsstunde zu, wie Dir der Trainer gefällt. Das ist wohl das wichtigste Kriterium, wie der/die mit den Kindern Umgeht.

Martin

Wie alt sind Deine Kinder?
So ab 6 Jahre ist fast jede Kampfkunst für Kinder geeignet, wenn sie RICHTIG trainiert wird!!! In unserem Verein gibt es eine Kindergruppe ab 6 Jahren (bis ca. 10). Dort wird etwa zur Hälfte gespielt und viele Sachen zur Verbesserung der Koordination geübt. Wenn Du im Raum Köln/Aachen wohnst, melde Dich mal per e-mail

Gandalf

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Das ist eine heikle Angelegenheit.
Ich bin 15 und habe jetzt 7 jahre Judo gemacht. Ich habe schon vor meiner Grundschulzeit damit angefangen. Ich bin mit meinem Bruder und mit meiner Mutter gegangen. Es war sehr lustig und auch gut für meinen Körper, denn wenn man so gar nichts macht ist das auch nicht gut. Ich kann also Judo nur sehr empfehlen weil man da nicht nur dummes hinschlagen lernt sondern systematisch was man so braucht.
Fallen, Abrollen, und so.
Achte aber darauf wer die Kinder trainiert.

Viele Grüße philipp

Hallo Felidae
Meine Frau und ich haben vor fast 5 Jahren vier Kinder bei uns aufgenommen ( wir sind ein Kleinstkinderheim ), die, als sie zu uns kamen schon ´ne Menge Mist erlebt hatten und entsprechende Auffälligkeiten aufwiesen. Seit etwa viereinhalb Jahren betreiben alle vier Jiu-Jitsu, was, neben unseren bescheidenen Erziehungsversuchen sicherlich mit dazu beigetragen hat, dass sie sich so gut haben entwickeln können, wie das geschehen ist. Sie sind selbstbewusste Menschen geworden, die Rücksicht auf andere nehmen und für andere einstehen. Von daher kann ich dir nur raten, melde deine Kinder bei einer Kampfsport- oder Selbstverteidigungschule an…
A B E R !!! Es gibt in diesem Bereich leider auch eine ganze Menge schwarzer Schafe. Achte daher genau auf den Trainer, die Atmosphäre im Dojo ( das ist der Trainingsraum ), die Lehrinhalte und auf die Zusammensetzung der Trainingsgruppe. Normalerweise kannst du bei den Trainingsstunden dabei sein und zugucken. Das solltest du - zumindest die ersten Wochen - auf jeden Fall auch machen und dann genau prüfen, ob die Voraussetzungen für deine Kinder richtig sind. Wenn alles o.k. ist, kannst du mit diesem Sport nichts falsch machen - und du wärest nicht der erste Erwachsene, der über seine Kinder zu einem neuen Freizeitsport gekommen ist.

P.S. Die reine Selbstverteidigung steht übrigens nach meiner Meinung ganz klar im Hintergrund. Die ethisch moralische Förderung der Kinder werte ich weitaus höher.

Viele Grüße und viel Spaß am neuen Sport…

FRANK