Kinder und mithelfen

Guten morgen,
welche Aufgaben im Haushalt findet ihr angemessen für eine 5 Jährige?
Und was kann man sie schon alles alleine machen lassen?
Mein Freund sträubt sich dagegen das sie überhaupt irgendwas tun muss.
Sie hilft manchmal sehr gerne aber oft kommen dann so Argumente wie „ich hab keine zeit“:smile:
Ich würde aber gerne feste Aufgaben einführen und nicht hab ich lust dann tu oder hab ich keine lust dann tu ich nicht.

Hallo,

welche Aufgaben im Haushalt findet ihr angemessen für eine 5
Jährige?

Auf jeden Fall ihr eigenes Spielzeug aufräumen
Spülmaschine aus oder einräumen
Fegen (verschüttete Kleinigkeiten, nicht die ganze Wohnung)
Staubwischen
Tisch decken
Blumen gießen
beim Kochen helfen, das dauert dann zwar länger als alleine aber ich denk mal das ist egal

Natürlich soll die Kleine nicht alles machen was ich aufgezählt habe sondern nur etwas.

Am besten ist es, du lässt dir von ihr helfen. Z.B. Du machst noch die Sauce fertig, die Kleine deckt den Tisch, oder du fegst die Küche sie holt Besen und Schaufel usw.

Und was kann man sie schon alles alleine machen lassen?

Das musst du selbst rausfinden, ein Kind ist geschickter, das andere weniger.

Mein Freund sträubt sich dagegen das sie überhaupt irgendwas
tun muss.

Na toll und dann hast du irgendwann eine Pubertierende die nichts anfasst.

Sie hilft manchmal sehr gerne aber oft kommen dann so
Argumente wie „ich hab keine zeit“:smile:
Ich würde aber gerne feste Aufgaben einführen und nicht hab
ich lust dann tu oder hab ich keine lust dann tu ich nicht.

Mach das auf jeden Fall. Ihr eigenes Zeug wegräumen + täglich Tisch decken und wieder mit abräumen z.B. reicht für den Anfang.

Gruß

Kati

Vorneweg: ich mußte nie etwas mithelfen, meine Eltern waren der Meinung, dass ich genug zu tun habe mit Schule usw. Ich hatte in der Pubertät auch Phasen, in denen ich die Bitte den Mülleimer runterzubringen rundweg abgeschlagen habe. Das haben allerdings Freunde mit festen Aufgaben auch getan, daher denke ich, dass man mit frühzeitiger Aufgabenverteilung spätere Auseinandersetzungen nicht zwingend verhindert.

Ich finde verbindliche Vorgaben für eine 5jährige viel zu früh. Ich würde einfach versuchen, sie in die notwendige Hausarbeit miteinzubeziehen bzw. durch Vorbildwirkung zum Mitmachen anregen. (z.B. Jedes Familienmitglied beteiligt sich am Abräumen/Decken des Tisches)
Oder evtl. im Gespräch mit ihr rauszufinden, was ihr denn Freunde machen würde. Eine übertragende Verantwortung sollte mMn in dem Alter eher eine Auszeichung sein und schon gar nicht mit einer Sanktion bei Vergessen einher gehen.
Spielzeug wegräumen ist bei uns Usus am Abend, das machen wir zusammen. (Unser Kind hat kein Kinderzimmer, daher ist mir das wichtig) Das würde ich auch bei einer 5jährigen noch so halten. Kinder können meist das Chaos nicht strategisch angehen und verzweifeln ob der Aufgabe, da erspart nach meiner Erfahrung die helfende erwachsene Hand Zeit und Nerverei.

FS

Kleine Ergänzung:

Habe gerade nochmal gelesen, dass sie oft gerne hilft - das ist doch schön. Ihr solltet diese Momente lobend verstärken. Macht daraus eine positive Erfahrung für sie. Das sie manchmal keine Lust hat, finde ich nachvollziehbar und überaus menschlich. Wer hat das schon und welcher Erwachsene erledigt alle Haushaltsdinge immer sofort?

Ich würde sie dann auch in Ruhe lassen, maximal eine spätere Verabredung ausmachen.

Feste Pflichten sind mMn Zwänge. Daher hier eine Frage an Dich: Warum möchtest Du diese festen Verabredungen? Was soll damit erreicht werden?

FS

Hi,

unsere Jungs sind 5 und 8 und sie haben eine Reihe von festen Aufgaben:

  • Ihr eigenes Spielzeug in bestimmten Rahmen aufräumen (bestimmte Flächen müssen abends leergeräumt sein: im Kinderzimmer der Weg zu den Betten und zum Balkon, im Wohnzimmer darf nur noch ihr Spielteppich belegt sein (Ausnahmen sind nach Absprache möglich); vor dem saugen alle Spielsachen vom Boden wegräumen; regelmäßige Aufräum- und Ordnungsaktionen (mit Unterstützung) damit Spielsachen auch noch gefunden werden)
    -* Morgens ihre Betten zum Lüften auslegen (Bettdecke und Kissen über das Fußende legen).
  • Ihre eigene Wäsche in den Wäschekorb bringen und *neue Klamotten für den nächsten Tag rauslegen.
  • Nach jedem Essen ihr eigenes Geschirr wegräumen.
  • Garten aufräumen, wenn sie dort gespielt haben (oft mit Unterstützung).
  • Schuhe, Jacken u.ä. wegräumen und nicht nur ausziehen und hinschmeißen.
  • Ranzen bzw. Kindergartenrucksack aus- und wegräumen - betrifft vor allem die Reste der Pausenbrote.

*: An diese Dinge erinnern wir sie auch nicht mehr. Wenn sie das nicht erledigen, leiden sie nur selbst. Dann ist abends das Bett halt nicht gemacht (was beide fürchterlich finden), da wir das nur machen, wenn die Betten gelüftet wurden (ist eine deutliche Ansage) oder sie müssen morgens aus dem warmen Bad noch mal raus um ihre Klamotten zu holen…

Gelegentliche Mithilfe fordern wir ein bei z.B. (situationsbedingt):

  • Tisch decken und abräumen.
  • Kochen
  • Handwerkliche Tätigkeiten „rund ums Haus“
  • Auto innen säubern
  • Einkaufen

Zum zweiten Block: das machen sie oft freiwillig und gerne und wir versuchen es auch immer erst über diese Schiene. Gelegentlich wird das aber auch mit Nachdruck eingefordert (z.B.: „Nun, wenn Ihr/Du jetzt keine Lust/keine Zeit zum Tischdecken hast, dann fehlt mir später die Zeit/die Lust zum Vorlesen“)

Klappt im Allgemeinen recht gut.

Gruß Stefan

naja, das sie sich irgendwie dran gewöhnt, das es zur routine wird, bei anderen Sachen z.B. einschlafen, Zähne putzen schafft man ja auch gewisse Rituale damit sich das kind an den Ablauf gewöhnen kann.
ich mein sie muss nächstes jahr auch ihre hausaufgaben machen, auch wenn sie keine lust hat…

Hi,

ich bin zwar nicht lisa88 möchte aber trotzdem antworten.

Feste Pflichten sind mMn Zwänge.

Das Leben ist voll von Zwängen - auch schon für Kinder (z.B. Zähne putzen). Was ist daran grundsätzlich schlecht?

Daher hier eine Frage an
Dich: Warum möchtest Du diese festen Verabredungen? Was soll
damit erreicht werden?

Kinder sollten altersgerecht frühzeitig anfangen zu lernen, daß es im Leben auch Verpflichtungen gibt. Ab wann sollte man das denn Deiner Meinung nach Kindern vermitteln?
Ich finde das sehr richtig und gut.

Gruß Stefan

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Hallo Lisa,

den Kindern wird m.E. durch Schulzwänge schon früh genug das freie und selbstbestimmte neugierige Lernen ausgetrieben. Das würde ich nicht durch feste Aufgaben im Haushalt noch vor der Einschulung verschärfen wollen. Was meiner Beobachtung nach dabei verloren gehen kann, ist die Neugier auf das Thema Haushalt insgesamt. Und dann wirds später zäh…

Diese Neugier ist da bei 5-Jährigen. Sie wollen alles, können aber noch nicht alles. Sie wollen aber nicht irgendwas routinemäßig dauerhaft als Pflicht übernehmen, das wäre langewilig, sondern alles entdecken, ausprobieren, erforschen. Und das ist auch gut so. Nimm dir die Zeit, lass sie probieren und wenn sie keine Lust hat, dann lass sie. Ich glaube, durch Zwang zu einzelnen Aufgaben, machst du eher ihr Interesse für alle verwandten Themen kaputt, als dass du dir Entlastung im haushalt verschaffst. Am Ende zahlt sich das lockere Herangehen möglicherweise dadurch aus, dass du eine 9-Jährige hast, die dir ein ganzes Essen kocht (Nudeln mit Soße), die saugt, Bad putzt, fegt, spült und Wäsche wäscht und bügelt. Immer wenn sie Lust hat, was erstaunlich häufig ist. Oder eine 15 Jährige, die den ganzen Haushalt aus dem ff beherrscht und sich bei Hilfsersuchen nur sehr selten verweigert.
Mein Kleiner hilft übrigens auch schon gut im Haushalt. Er zieht Schlüssel aus Schränken ab und verstaut sie an sehr sicheren Orten, sorgt dafür, dass Klopapierrollen handlich abgewickelt sind und schon mal in der Toilettenschüssel vorweichen können, und macht mit Topfdeckeln lauter Musik als die Berliner Philharmoniker. :wink:

Gruß
Burkh

eben, man muss ja blöd gesagt die kinder daruf vorbereiten dan man nicht immer das machen kann was spaß macht, und das man nicht immer alles dann machen kann wenn man lust dazu hat. Ich meine unser aller leben ist doch so, wie sollen die kinder zurecht kommen wenn sie das nicht lernen?

schlaues faulsein

eben, man muss ja blöd gesagt die kinder daruf vorbereiten dan
man nicht immer das machen kann was spaß macht, und das man
nicht immer alles dann machen kann wenn man lust dazu hat. Ich
meine unser aller leben ist doch so, wie sollen die kinder
zurecht kommen wenn sie das nicht lernen?

na gut,
aber das sollte man doch mit einem anderen schwerpunkt vermitteln:
um das zu erreichen, was man mag, muß (!) man auch unangenehmes in kauf nehmen.
das unangenehme ist ja kein selbstzweck.
viele leute machen das unangenehme NICHT. aber dann kommen halt noch unangenehmere folgen auf sie zu.

  • fettleibigkeit bei zu schlecht essen
  • krankheiten bei zuwenig bewegung oder schmutz überall oder dreckig sein
  • fehlende freunde/partner wegen gehenlassens
  • fehlendes geld wegen fehlendem fleiß
  • totes haustier wegen mangelndem marderschutz

etc.

wer auch mal den hintern zusammenkneift, kann gute erfolge einfahren!

ich wage zu behaupten, dass meine kids diese argumente nachvollziehen.

fazit: schlaues faulsein erhöht die wahrscheinlichkeit, ein nettes leben zu haben.

tilli

soll es ihnen Spaß machen oder Dich entlasten?
Moin,

ich kann mich Litorino eigentlich nur anschließen. Unser 3jähriger Enkel hilft beim Großputz 1 x in der Woche (so er bei uns ist) von sich aus und gerne mit (das tut er im Grunde, seit er auf seinen Beinen stehen kann).

Er bekommt den Staubmagneten - klein und handlich - in die Hand und kann damit alle Oberflächen reinigen. Beim Bettenmachen ist er auch immer begeistert dabei (da kann man ja auch mal kurz einen Purzelbuaum auf dem großen Bett machen) und beim Essen zubereiten (er sitzt auf der Arbeitsfläche und kann z.B. schon mal das Grüne von den Erdbeeren abzupfen, bevor ich sie dann schneide usw. usf.) ebenfalls.

Inwiefern er wirklich eine Hilfe ist, sei dahingestellt (beim Staubsaugen ist das kleine Anhängsel, was am Saugerrohr mitzieht eher hinderlich, aber was soll’s :wink:) - aber immerhin hat er von Anfang an an allem Spaß gehabt und bietet jetzt, wo er schon verständig und sprachgewandter ist, seine Hilfe ganz von sich aus an.

Wäsche aufhängen z.B. ist auch eine Aufgabe, die man locker auch als Spiel betreiben kann: er reicht die Wäschestücke und sagt mir zu jedem Stück, von wem das ist - liegt er richtig, wird geklatscht… usw.

Ich denke, es ist der falsche Weg, einem Kind eine Aufgabe überzuhelfen, ausschließlich, um damit Arbeit zu delegieren. Es sollte erst einmal ein Spiel sein. Ich fürchte, einige Eltern lassen ihre Kinder auch gar nicht erst mitmachen, weil es halt „lästig“ ist und länger dauert.

Einer fünfjährigen kann man schon eine ganze Menge zutrauen, aber halt nicht als Job aufdrücken, sondern als Spaßfaktor näherbringen. Fang doch z.B. mit so etwas an, wie ihre persönliche Pizza backen. Ihr geht gemeinsam einkaufen, den Belag ganz nach ihren Ideen - und sie darf beim Teig zubereiten und belegen helfen.

Nach und nach kannst Du sie an immer mehr Aufgaben im Haushalt oder Garten heranführen. Machbar ist alles, was nicht gefährlich ist. Also keine Messer oder Feuer in die Hand, nicht an den Herd oder Ofen alleine oder mit dem Bügeleisen oder einer Leiter allein lassen.

Grüße
Demenzia

Hallo!

welche Aufgaben im Haushalt findet ihr angemessen für eine 5
Jährige?

Alle Aufgaben für die du sie begeistern kannst und bei denen du
mitmachst.

Und was kann man sie schon alles alleine machen lassen?

Alles was sie alleine machen möchte aber das wird in dem Alter
tendenziell Null sein. Wer mag schon was alleine machen?

Mein Freund sträubt sich dagegen das sie überhaupt irgendwas
tun muss.

Finde ich auch, „müssen“ muß sie in dem Altern nichts, es liegt an dir
sie für Dinge zu begeistern!

In dem Alter fing es bei uns an, das unsere Tochter Verantwortung für
unsere 2 Papageien übernehme wollte und auch tat.

Sie hilft manchmal sehr gerne aber oft kommen dann so
Argumente wie „ich hab keine zeit“:smile:

Wenn das was du machst, lustiger, toller, spannender ist wie ihre
eigenen Tätigkeiten, wird sie diesen Satz seltener benutzen.

Ich würde aber gerne feste Aufgaben einführen und nicht hab
ich lust dann tu oder hab ich keine lust dann tu ich nicht.

Mit 5 halte ich das nicht für sinnvoll. Gerade diese regelmäßigen
erzwungenen Aufgaben haben sie doch genug. Kindergarten, Schule,
Hausaufgaben, etc reichen da völlig aus.

Ich habe die Erfahrung gemacht, immer wenn wir was zusammen machen
ist das OK, auch Spielsachen weggeräumen.

Gruß
Stefan

Ich lebe anders und bemühe mich nur Sachen zu machen, die ich gern tue. Die meisten Zwänge sind keine, auf die Du anspielst, sind keine, wenn man mal genau hinschaut. Aber ich denke, das führt hier alles zu weit.

Belade einen Menschen mit Verantwortlichkeiten und festen Aufgaben ohne seine Zustimmung und er wird mit großer Wahrscheinlichkeit diese Aufgaben als Bürde empfinden und alles versuchen, sie zu umgehen.

FS

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Hallo,
wie auch von anderen schon erwähnt, kann man die Kinder an allem beteiligen, ws so anfällt - und in dem Alter machen sie es ja meist auch gerne :wink:
Für die tägliche Routine bieten sich z.B. folgende Dinge an:
Helfen beim Tischdecken und Tischabräumen
Nach dem Ausziehen Sachen ordentlich ablegen bzw. schmutzige Kleidung in den Wäschekorb
Spielzeug aufräumen

LG Beatrix

Hallo,

Stefans Auflistung könnte auch von mir sein. Geschirr wegräumen, Spielsachen aufräumen und eigene grobe Unordung beseitigen ist bei uns auch Pflichtprogramm.

Zu anderen Haushaltsarbeiten fordern wir gelegentlich auf, dann gibt es zumeist ein Sternchen im Kalender, das für eine Überraschung gesammelt wird.

Gruß
Hardey

Hallo Lisa,

in dem Alter musste ich all 14 Tage das Treppenhaus fegen, Blumen gießen und ein bestimmtes Regal regelmäßig Staub wischen. Ab und an mal saugen.

Mit anpacken im Alltagsgeschehen war selbstverständlich - Mutter hat nicht alleine in der Küche rum gerödelt und Papa auch nicht das Auto alleine gewaschen.

Unser Kleiner ist 19 Monate alt und deckt von Anfang an den Tisch mit und räumt auch wieder mit ab - eben im Rahmen seiner Möglichkeiten - aktuell beläd er sein Wägelchen mit Geschirr und Marmeldengläsern und fährt sie mit einer Hingabe vom Esszimmer in die Küche. Das werden wir auf jeden Fall weiter ausbauen. Er wischt seinen Platz nach dem Essen ab und hilft nach seinem Verständnis im Garten mit - gießt Blumen, was auch im Alleingang ganz gut funktioniert.

Es kann nicht falsch sein die Kinder mit einzubeziehen - und man muss ihnen ja auch nicht auf Teufel komm raus eine Tätigkeit übertragen, welche sie einfach nicht mögen und daher verweigern. Auch hier wechseln ab und an die Interessen- warum also nicht das Kind da mit anpacken lassen, wo es Spaß dran hat.

Vielleicht ist es ja eine Möglichkeit eine Tafel anzufertigen, auf welcher die Tätigkeiten für die Woche stehen, welche regelmäßig durchgeführt werden müssen und hiervon muss/kann sich das Kind 3-4 Sachen raus suchen. Erstaunlich gut funktionieren Belohnungssterne, die dann eingetauscht werden können in z.B. einen Nachmittag alleine mit Papa etc. Ein Freund hatte das mit seinen Kindern so gut aufgebaut, dass nach einer Weile die halbe Nachbarschaft bei ihm Sternchen gesammelt hat.

Gruß,
Alexandra

Hallo,

Ich denke, es ist der falsche Weg, einem Kind eine Aufgabe
überzuhelfen, ausschließlich, um damit Arbeit zu delegieren.

dafür würde mich die Begründung wirklich interessieren.
Dies ist durchaus eines unserer Ziele: wir wollen als Eltern nicht die Sklaven unserer Kinder sein und in einem Haushalt fallen nun mal bestimmte Aufgaben an. Und nach meiner Überzeugung sollen auch alle im Haushalt lebenden Personen nach ihren Fähigkeiten sich an der Erledigung dieser Aufgaben beteiligen. Auf lange Sicht entlastet das alle und ich bin gerne bereit zuzugeben, daß ich keine Lust habe den Raumpfleger zu spielen.

In den ersten Jahren ist es natürlich oft sehr mühsam und man wäre schneller fertig, würde man die Dinge allein erledigen.
Aber mittlerweile sind unsere Jungs so weit, daß sie uns mit ihren Aufgaben auch wirklich ein Stückchen entlasten. Ich kann im Moment daran nichts Falsches sehen.

Gruß Stefan

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dafür würde mich die Begründung wirklich interessieren.

Du willst eine Begründung für mein Empfinden, meine Haltung, meine Meinung?

hm - ja ich denke halt so. Einem kleinen Kind kann ich vermitteln, dass es ein Spaß sein kann, im Haushalt oder wo auch immer mitzuhelfen. Ich weiß auch nicht, warum diese Tätigkeiten immer so verteufelt werden. Im Gegensatz zu vielen anderen Elternteilen und Menschen: ich für meinen Teil putze, koche, buddele, gieße sehr gerne. Gut - manchmal fehlt die Zeit neben einem Fulltimejob. Das einzige, was ich abzugeben hätte, wäre Bügeln und das kann ich eh keinem Kind aufdrücken.

Aufgaben für Kinder kann ich durchaus auch den Interessen oder Talenten eines Kindes zuordnen und entsprechend anregen. Wie gesagt, es geht hier um kleine Kinder und keine Hausangestellten (siehe: :smiley:ies ist durchaus eines unserer Ziele: wir wollen als Eltern
nicht die Sklaven unserer Kinder sein und in einem Haushalt
fallen nun mal bestimmte Aufgaben an.).

Dass ältere Familienmitglieder da vielleicht schon mit der Logik, dass jeder was beizutragen hat und am besten eben jeder einen festen Job, ob der dem dann passt oder nicht, ist eine andere Sache.

Aber u.U. funktioniert das auch reibungsloser, wenn man bereits in jungen Jahren kein Drama oder Zwang draus gemacht hat, sondern spielerisch und mit Spaß an das Thema herangeht.

so - diese Erläuterung, die mein Meinungsbild widerspiegelt, muss ich hoffentlich nicht begründen.

Gruß
Demenzia

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dafür würde mich die Begründung wirklich interessieren.

Du willst eine Begründung für mein Empfinden, meine Haltung,
meine Meinung?

Naja, sonst hätte ich ja nicht gefragt, oder?

Mit Deinem Titel und diesem Satz:

Ich denke, es ist der falsche Weg, einem Kind eine Aufgabe
überzuhelfen, ausschließlich, um damit Arbeit zu delegieren.

sagst Du ja recht deutlich, daß Du es für falsch/schlecht hälst, wenn Eltern Aufgaben an die Kinder deligieren um sich selbst zu entlasten.

Es geht also nicht darum wie ich meinen Kindern die Notwendigkeit täglicher Aufgabenerfüllung beibringe, sondern warum ich das tue. MAche ich es aus erzieherischen Gründen, ist es gut, mache ich es (auch) um mich selbst zu entlasten, ist es schlecht.

Wahrscheinlich hast Du es so gar nicht gemeint, ich habe es als Leser aber so empfunden. Und dem wollte ich zum einen widersprechen (denn ich bin genauso wenig Hausangestellter wie meine Kinder), zum anderen interessiert es mich aber auch, warum das jemand anders sieht. Denn Du hast Deine Aussage ja nicht auf Dich bezogen - „für mich ist das der falsche Weg“ - sondern sie war allgemein - „Ich denke, es ist der falsche Weg“. Und verbunden mit dem Titel klingt das fast schon vorwurfsvoll. Insofern haben Deine Erläuterungen meine Frage auch nicht beantwortet.

Gruß Stefan

Ich hake da mal ein, da ich meine Demenzia zu verstehen bzw. in ihren Pots meine eigene Haltung wieder zu erkennen.

Es geht eher um die Frage, was möchte man erreichen? Hilfe aus einer Zwangslage des Kindes heraus oder eben Verständnis für die Wichtigkeit von persönlichem Einsatz innerhalb einer Gruppe/Familie.

Nach meiner Beobachtung (und aus meiner eigenen Kindheitserfahrung heraus) entwickeln Kinder ein sehr gutes Gespür dafür, was ihre Familie an Hilfe und Unterstützung von ihnen braucht, wenn sie sich denn als ernstgenommener Teil der Familie verstehen und erleben. Die Hilfe erfolgt dann freiwillig.

Natürlich nicht immer und evtl. auch nicht immer so, wie sich das die perfekte Hausfrau vorstellen mag, aber wer entspricht schon immer den Vorstellungen seiner Mitmenschen. (und dafür sind es eben Kinder)

Natürlich sollen Kinder auch erfahren, dass nicht erledigte Aufgaben Konsequenzen haben. Die sollten aber direkt und zuordenbar sein. Es wird nicht abgewaschen, ist kein sauberes Geschirr da und der Lieblingsteller kann nicht benutzt werden. Ist aber dann auch an den Eltern, ebenfalls die Konsequenzen auszuhalten und nicht mit Drohungen (kein Eis, kein Spielplatzbesuch -> keine direkten logisch nachvollziehbaren Konsequenzen)eine Verhaltensänderung zu versuchen.

Im Bsp. ging es zudem um ein 5jähriges Mädchen, in dem Alter feste Pflichten einzuführen (mit Konsequenzen) ist mMn grundfalsch und würde den Enthusiasmus des Kindes seiner Familie zu helfen wahrscheinlich gut und langfristig dämpfen.

FS

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