Kinder-Unfallversicherung -ja oder nein ?

Derzeit diskutiere ich kontrovers mit meinem Mann, ob eine Unfallversicherung für unseren einjährigen Sohn sinnvoll ist, und wenn ja, welche und in welcher Höhe.
Sollte Krankheit (z.B. Leukämie) mitversichert sein oder nicht ?
Ich wäre froh, wenn mir jemand seine Erfahrungen und/oder Tipps mitteilen könnte.

Hallo!

Derzeit diskutiere ich kontrovers mit
meinem Mann, ob eine Unfallversicherung
für unseren einjährigen Sohn sinnvoll
ist, und wenn ja, welche und in welcher
Höhe.

Unser Lümmel ist jetzt 7 und genauso unfallversichert wie wir:
DM 2000 lebenslange Unfallrente mit laufender Erhöhung bei Bezug

Sollte Krankheit (z.B. Leukämie)
mitversichert sein oder nicht ?

und in einem 2. Vertrag DM 300.000 bei 100%
Invalidität - hier sind auch die Invaliditätsfolgen von über 20 schweren Infektionskrankheiten (auch Impfschäden)
mitversichert.

Ich wäre froh, wenn mir jemand seine
Erfahrungen und/oder Tipps mitteilen
könnte.

Kinderunfallversicherungen werden leider meist viel zu niedrig abgeschlossen, weil viele der Meinung sind „die gesetzliche Unfallversicherung wird´s schon richten“:
Leider nicht: die Unfallrente für einen
17-jährigen Schüler liegt meines Wissens bei unter DM 1.000 mtl. bei 100% Invalidität und auch nur, wenn diese direkt
mit dem Schulbetrieb zusammenhängt oder den Schulweg betrifft.
Selbst eine Invaliditätszahlung von einer halben Million reicht z.B. bei einer monatlichen Entnahme von DM 4000 und einer
Verzinsung von 6% nicht einmal 15 Jahre…

Deshalb haben wir die Kombination aus Unfallrente und Invaliditätszahlung gewählt!

Viele Grüße
Heinz

Derzeit diskutiere ich kontrovers mit
meinem Mann, ob eine Unfallversicherung
für unseren einjährigen Sohn sinnvoll
ist, und wenn ja, welche und in welcher
Höhe.

Da gibt es viele Gründe, die dafür und dagegen sprechen.

Grund dafür:

Ein Grund für eine private Unfallversicherung wäre z.B. die Tatsache, dass dein Sohn nicht arbeitet :smile:… hättest du ohne mich wahrscheinlich nicht erkannt… aber zurück zum Ernst…
Dein Kind hat also keinen Schutz, auch wenn es nur ein Grundschutz wäre, durch eine gesetzliche Unfallversicherung ( Berufsgenossenschaft oder Gemeindeunfallversicherung), denn es hat ja keinen Weg zur Schule oder zur Arbeit. Somit ist dein Kind rund um die Uhr den Gefahren des täglichen Lebens ausgesetzt.

Was dagegen spricht?

Den Schutz gibt es nicht umsonst. Er kostet Geld bzw. Prämie.

Was spricht dafür?

Dein Kind hätte rund um die Uhr einen Schutz, der frei und individuell wählbar ist. In der Kombination und in der Höhe.

Was spricht dagegen?

Der Preis wird durch die Höhe bestimmt. Je mehr Leistung ( Schutz) also gewährt werden soll, desto mehr Prämie kostet das ganze.

Was spricht dafür?

Dein Kind erhält zumindest eine kleine Entschädigung für entgangene Freuden und es wird ein leichteres Leben ermöglicht, denn mit dem Geld können Dinge gemacht werden, für die sonst kein Geld da wäre, behindertengerechter Hausumbau etc.

Was spricht dagegen?

Es kostet immer noch Geld. :smile:

Was spricht dafür?

Dein Kind wird möglicherweise nicht zum Sozialfall, was wiederum vom Schutz abhängt.

Was spricht dagegen?

Es kostet alles Geld.

Das sind jetzt sicherlich alles verkäuferische Argumente, aber letztendlich spricht doch auch kein wirklicher Grund gegen meine Argumente, oder?

Grundsätzlich würde ich eine Rente bei Invalidität empfehlen, da eine Einmalzahlung zwar schnell 200 TDM bringt, aber dein Kind muss noch statistisch gesehen mindestens 65 Jahre leben. Die Rente sichert ein bestimmtes monatliches Geld, wenn ein bestimmter Behinderungsgrad nicht unterschritten wird. Meist 50%.
Das ist der einzige Haken.
Kombinieren solltest du es mit einer Invaliditätsleistung, die einerseits gut die unteren 50 % abdeckt, die durch die Unfallrente nicht abgesichert wird und andererseits aber auch ein einmaliges Kapital sichert.
Ich würde hier also eine Unfallversicherung mit Progression und eine ohne kombinieren.
Progression bedeutet einfach soviel wie Mehr Leistung. Du zahlst eben einen gewissen Beitrag, aber normal würdest du eine geringere Leistung dafür bekommen, als durch diese Progression…
Die Versicherung mit Progression kostet mehr und gibt eine hohe Einmalzahlung. Die ohne ist günstiger und deshalb kannst du damit den unteren Bereich preiswert absichern.
Das sollten die Grundbausteine sein.

Jetzt kannst du unter vielen Variationen wählen. Es gibt Todesfallsummen, hier sollten aber 10.000 DM reichen, Sofortleistungen, würde ich empfehlen, Tagegelder und Genesungsgelder, Kosmetische Operationen.

Nur worin du jetzt letztendlich den optimalen Schutz siehst, dass ist so individuell und kann durch Wort und Schrift nur sehr schwerlich erklärt und erläutert werden.

Sollte Krankheit (z.B. Leukämie)
mitversichert sein oder nicht ?

Fragen wir mal andersrum, warum sollte es nicht versichert sein?
Aber ich glaub hier liegt ein kleiner Irrtum deinerseits noch vor.
Ein Unfall ist gegeben, wenn ein plötzlich von außen kommendes, unvorhersehbares Ereignis eine (dauerhafte) Körperschädigung verursacht.
Leukämie kommt meines Wissens nach eher selten von außen… und wenn, dann sind zumindest Strahlenereignisse nicht mitversichert.
Was du meinst, ist vielleicht eine Kombination aus Kranken- und Unfall sowie Lebensversicherung.
Wenn euer Kind durch irgendetwas min. 50 % behindert wird, gibt es eine monatliche Zahlung. Und da würde ich dringendst empfehlen, darauf zu achten, dass keine krankheiten ausgeschlossen sind.
Gibt nachher im Leistungsfall nur unnötig Zank und Streit.

Ich wäre froh, wenn mir jemand seine
Erfahrungen und/oder Tipps mitteilen
könnte.

Ich hoffe etwas geholfen zu haben…

Was vielleicht noch für die Unfallversicherung spricht, ist die Tatsache, dass euer Kind bestimmt einen normalen Erkundungsdrang haben wird.
Und bei diesen Touren möglicherweise auch von deinem SuperPutzi mit Alkohol und einigen anderen netten Zutaten, bspw. Säuren, probiert. Die Ätzungen, die dadurch autreten würden, wären bis zu einem bestimmten Alter mitversichert.

Aber ich will dir damit keine Angst machen, nur aufzeigen, dass es nicht immer das Auto sein muss. Oder der Sprung von der Treppe oder das Fahrrad, sondern eben schon das kleine Mittelchen im Haushalt…
Und selbst, wenn ihr noch so vorsichtig seid, wer sagt denn, dass alle anderen es auch sind?

In diesem Sinne…
Marco

PS: Ich weiß auch, dass die Unfallversicherung das meiste Geld verdient, nur es ist auch Tatsache, dass jeder Geschäftsmann Geld verdienen will. Da bei einer Versicherung auch etwas mehr Kunden vorhanden sind, sind auch die Summen etwas größer. Aber letztendlich ist die Marge zwischen den Kostenaufwendungen und den Einnahmen prozentual gesehen nur unwesentlich größer, als beim Geschäftsmann.

Wenn noch weitere Fragen bestehen, so helfe ich gerne.

Ist sinnvoll, da Kinder überhaupt nicht gegen die Folgen eines Unfalls abgesichert sind (Invalidität), mit Ausnahme „Weg von und zur Arbeit“, diese Absicherung ist aber minimal, bei ernsthafter, die Arbeitsmöglichkeit einschränkender Invalidität ist dein Kind später ein Sozialhilfefall. Die gute Nachricht ist, dass Kinderunfallversicherungen nicht teuer sind, es verschiedene Formen dieser Unfallversicherung gibt:
Kapitalabfindung…das Übliche
Rente bei Invalidität…durchaus sinnvoll
Einmalbeitrag…einmal zahlen, dann bis zum 21. Lebenshahr Ruhe… könnte man Oma, Opa, Paten doch mal nahebringen.
Gruss, peter

Hallo,
also ich habe zwie Kinder und habe für
beide von Geburt an eine Kaptal-Unfall-
Versicherung abgeschlossen und zwar bei
zwei versch. Gesellschaften.
Ich zahle pro Kind und Monat 35,00 DM -
dafür haben die Kinder einen ausreichenden
Unfallversicherungsschutz (wichtig eigentlich nur für Dauerschäden bzw. Erwerbsunfähigkeit) und wenn die Kinder
18 Jahre alt werden, bekommen sie (aber
zuerstmal ich) 10.000 DM ausgezahlt.
Erkundigen Sie sich mal bei einer
versicherung nach einer solchen Variante.

Gruss

Günter Czauderna

Guten Tag!
Diese Variante nennt sich „Unfallversicherung mit Beitragsrückgewähr“ und ist in Wirklichkeit eine Kapitalversicherung (wie KapitalLV). Diese Art wird von Verbraucherschützern und Fachleuten als „nicht empfehlenswert“ eingestuft:

  • Rendite zu gering
  • Versicherungssumme zu gering
    Ich kann mich immer wieder über Versicherungen und „Fachleute“ wundern, die
    eine Invaliditätssumme von DM 100.000 oder
    DM 200.000 bei 100% Invalidität für ausreichend erachten. Im schlimmsten Fall
    (70 bis 100% Invalidität) ist das Kind ein
    Leben lang auf die Zahlung der Unfallversicherung angewiesen; da reicht doch dieser lächerliche Betrag vorne und hinten nicht; selbst wenn die gesetzliche
    Unfallversicherung noch zusätzliche etwas bezahlt, weil der Unfall in Schule;Kindergarten; Beruf stattfand.
    Natürlich sind auch die Eltern noch da - aber leider nicht zeitlebens des Kindes!

Selbst eine Invaliditätszahlung von einer halben Million reicht nur knapp 15 Jahre, wenn man monatlich DM 4000 entnehmen muß und 6% Zinsen p.a. bekommt! Und dann?

Das einzig richtige kann nur eine lebenslange Unfallrente sein, die bei Bezug
laufend ansteigt und als Ergänzung evtl. eine Invaliditätszahlung für die Fälle unter 50% Invalidität.

Viele Grüße
Heinz

Hallo,
sicher haben Sie recht mit dem was zur
Unfallversicherung schreiben, aber
wenn ich alle möglichen Ereignisse
so absichern will dass wirklich
garnichts (finanziell gesehen) passieren kann, gehe ich
doch nur für Versicherungsprämien arbeiten.

Mfg.

Czauderna

Hallo!

Hallo,
sicher haben Sie recht mit dem was zur
Unfallversicherung schreiben, aber
wenn ich alle möglichen Ereignisse
so absichern will dass wirklich
garnichts (finanziell gesehen) passieren
kann, gehe ich
doch nur für Versicherungsprämien
arbeiten.

Stimmt leider!
Doch deshalb habe ich vor einiger Zeit
hier die unentbehrlichen Versicherungen
beschrieben:
WER BRAUCHT WAS?

Mfg.

Czauderna

Viele Grüße
Heinz

Mein Filius (2 J.) ist seit Geburt bei der Baden-Badener (paradoxerweise in St. Ingbert) versichert. kostet bei guten Leistungen DM 6,40 mtl. Bei Vollinvalidität erhält er 1 Mio. (Progression 1000%).
Allerdings gebe ich den Experten hier recht, das hält nicht ewig und werde jetzt auch noch ergänzend eine Rente abschließen.
Klar - alles Geld; aber es ist doch für die, die nicht selbst für sich vorsorgen können und irgendwann mal auf sich selbst gestellt sein werden, oder?