Kinder vom Rauchen abhalten

Hallo,

Das wichtigste ist tatsächlich das Vorbild.

Selbst wenn Jugendliche zwischendurch vielleicht mal aus
Gründen der Selbstfindung oder Abgrenzung von den Eltern eine
(oder auch mehrere) Zigarette(n) probieren, ist die
Wahrscheinlichkeit, ein Raucher zu werden, trotzdem gering.

Ist das deine Meinung oder ist das irgendwo belegt?

Gruß
Elke
(Nichtraucher, Vater auch Nichtraucher, Tanten und Onkel JETZT alle Nichtraucher (einer seit 20 Jahren nach einer Lungenkrebs-Warnung, der andere nach Bypass-OP vor 5 Jahren), ein Neffe (Arzt, sic!) raucht, Freunde der Familie alle Nichtraucher --> beide Teenager, 17 udn 18, rauchen)

Zusatz
beide haben übrigens bis 14, 15 den rauchenden Cousin und den rauchenden Mann einer Cousine immer total angegangen darüber, wie schlecht und ungesund und gefährlich rauchen sei

Hi!

Ganz gute Erfahrungen haben wir gemacht (im Sportverein, wo unsere Jugendlichen 3-5x in der Woche trainieren - natürlich mit Hilfe der Eltern) mit einer Kombination aus:

  • gutes Vorbild sein (selber nicht rauchen)
  • ab und an (schon von klein an) erwähnen, dass es total dumm ist, Sachen zu konsumieren (essen, trinken (!), rauchen,…) die einem nicht schmecken.
  • und dass es wesentlich cooler ist, das zu tun, was man selbst gut findet als das, was andere gut finden (Selbstbewusstsein stärken)
  • den Jugendlichen klarmachen (auch durch Ausprobieren lassen - man kann’s ihnen eh nicht verbieten), dass ihre sportlichen Leistungen ganz dramatisch unter der Raucherei leiden. Gerade Läufer bleiben sehr schnell hinter ihrer gewohnten Leistung zurück und das tut dann weh, wenn plötzlich der normalerweise viel schwächere Junge schneller läuft als der vormals schnellere Raucher. Da kann man gut ansetzen und auch den Gesundheitsaspekt einbringen.

Das alles verlangt aber ein gutes Verhältnis zu dem Jugendlichen und setzt voraus, dass da auch ein gewisses Vertrauensverhältnis besteht, also dass der Jugendliche auch GLAUBT, was man ihm sagt.
Manche sind aber auch einfach unbelehrbar.

LiGrü
igel

hm.

Ist das deine Meinung oder ist das irgendwo belegt?

heute so unsicher im netz?

http://www.aktiv-rauchfrei.de/aktuell/1037
http://www.aok.de/bundesweit/leistungen-service/2699…
http://www.bsj.org/BSJ/bayernsport/2006/Nr40_2006.pdf
http://www.gutefrage.net/frage/wie-kann-man-kinder-z…

http://www.sueddeutsche.de/wissen/287/443026/text/
http://tabakblog.de/2008/05/24/nichtrauchen-ein-sozi…

lg
tilli

hm.

Ist das deine Meinung oder ist das irgendwo belegt?

heute so unsicher im netz?

(Nebenbemerkung: soviel zu deiner Behauptung, du würdest mir neutral antworten - erzähl noch so einen!).

Deine Artikel sind allerdings nicht das, wonach ich gefragt habe.
Mir geht es um die - zugegebenermaßen implizierte - Behauptung in dem Posting, auf das ich geantwortet habe, dass das Vorbild der Eltern den größten Einfluss habe.

Dass das Vorbild der Gesellschaft etc. wichtig ist, dass das Vorbild der Eltern wichtig ist - glaube ich auch gern, aber wie gesagt, das war gar nicht, was ich wissen wollte.

Elke

Also meine Eltern und einige Eltern meiner Freunde hab mit uns eine Abmachung getroffen. Da waren wir glaub ich ungefähr 11 oder 12 Jahre alt.
Wenn wir nicht rauchen bis wir Volljährig sind bekommen wir 100€.
Bei den meisten hats geklappt. Auch wenns pädagogisch vielleicht nicht sinnvoll erschein:smile:

hm.

Ist das deine Meinung oder ist das irgendwo belegt?

heute so unsicher im netz?

(Nebenbemerkung: soviel zu deiner Behauptung, du würdest mir
neutral antworten - erzähl noch so einen!).

elke, man könnte drüber lachen, wenn man drüber lachen könnte.

Deine Artikel sind allerdings nicht das, wonach ich gefragt
habe.

es klang wie ein ruf nach belegen…

ist schon ok,

tilli

Ich habe mal über eine entsprechende statistische Auswertung gelesen. Danach waren Kinder von Rauchern signifikant öfter selbst Raucher als bei Nichtraucherfamilien.

Natürlich spielt auch generell das Umfeld eine Rolle, in welchem Kreisen man sich bewegt.
(ich selbst war auch in meiner Studienzeit mal eine Zeitlang so eine Art „Gelegenheitsraucher“, was sich aber bald wieder gelegt hat).
Meine persönliche Familienstatistik: bisher alle Nichtraucher, bei meinem Mann hat der Vater geraucht, von den 3 Söhnen ist ein Raucher, ein Nichtraucher und mein Mann ein ehemaliger Raucher :wink:

Einer meiner Arbeitskollegen hat auch aufgehört zu rauchen - alle anderen Kollegen waren schon immer Nichtraucher :wink:

Beatrix

es klang wie ein ruf nach belegen…

Nur haben deine Belege nicht das belegt, was ich gefragt habe.
Elke

Hallo,

Ich habe mal über eine entsprechende statistische Auswertung
gelesen.

Sowas hätte ich gern. Wenn vielleicht jemand darüber stolpert, wär das schön (wenn er/sie uns dann teilhaben lässt).

Danach waren Kinder von Rauchern signifikant öfter
selbst Raucher als bei Nichtraucherfamilien.
Natürlich spielt auch generell das Umfeld eine Rolle, in
welchem Kreisen man sich bewegt.
(ich selbst war auch in meiner Studienzeit mal eine Zeitlang
so eine Art „Gelegenheitsraucher“, was sich aber bald wieder
gelegt hat).

Als Studentin in München habe ich Pfeife geraucht (waren aber nur 2 Semester).

Einer meiner Arbeitskollegen hat auch aufgehört zu rauchen -
alle anderen Kollegen waren schon immer Nichtraucher :wink:

Das ist viel Wert - bei uns (Schule) darf zwar nicht geraucht werden, aber der Geruch der Raucher umgibt, wenn sie nach der 5 Minuten Pause aus dem „Wäldchen“ wieder kommen… *schüttel*.

Gruß
Elke

Hallo

Solange sie selbst aber nicht die Einsicht hat dass Nichtrauchen besser für ihre Gesundheit ist, …

Die Einsicht hat sie bestimmt. Die haben fast alle Raucher.

Es geht um dieses Gefühl, dass das Leben keinen Wert mehr hat ohne ihre Zigaretten, das irgendwie auch fast alle Raucher haben. Das gehört zur Sucht irgendwie dazu.

Helfen tut die Zuversicht, dass einem auf die Dauer nichts fehlt, wenn man seine Zigaretten nicht mehr hat (nur verübergehend, während der Entzugsphase). Das kann einem Raucher am besten ein Ex-Raucher vermitteln.

Weiterhin hilft die Einsicht, dass Rauchen nicht nur zu Lungenkrebs führen kann, sondern auch zu Durchblutungsstörungen, was zu sehr früher Hautalterung und zu Orgasmusstörungen führen kann (wesentlich häufiger als zu Lungenkrebs), und zu nicht geringen Leistungseinbußen in jeder Hinsicht, und zu Armut.

Man kann sich auch mal ausrechnen, wieviel es kostet, wenn man 20 Jahre raucht, oder 40 Jahre, oder auch nur ein Jahr.

Ganz ganz wichtig ist, dass der Raucher kein schlechtes Gewissen hat wegen seines Rauchens. Solange er das hat, wird er mit dem Rauchen nicht so leicht aufhören können, da er dann sämtliche Überlegungen so schnell wie möglich abwehrt.

Das Buch von Allan Carr (Endlich Nichtraucher) finde ich sehr empfehlenswert. Allan Carr war Kettenraucher und hat seine zweite Lebenshälte - nach seiner Raucherentwöhnung - damit zugebracht, Nichtraucherkurse zu leiten. Am Passiv-Rauchen ist er dann wohl gestorben (Lungenkrebs), die Leute durften nämlich bei diesen Kursen rauchen.

Was deine Kinder betrifft: Wichtig ist, dass du früh genug damit anfängst, also bevor sie Jugendliche werden. Gut sind immer möglichst objektive, richtige Informationen ohne Übertreibungen, die auch nicht das verschweigen, was Jugendliche am Rauchen cool finden könnten und was Raucher am Rauchen schön finden.

Viele Grüße
Simsy Mone

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^^ Nein, nein sie ist nur eine Freundin, aber wir sind kein paar. Ich habe eine Freundin, mit der ich sehr glücklich schon seit fast 3/4 Jahr zusammen bin und auch nicht Raucherin ist.

Zusammenfassung:
Also wie ich bisher gelesen habe, ist die Bestechungsmaßnahme anscheinend am Wirkungsvollsten gewesen.
Nun, ich habe als 17 jähriger nicht das Geld um sie zu bestechen, mit dem Rauchen aufzuhören und kann sie ja auch nicht kontrollieren.
Wie ich desweiteren gelesen habe, kann ich also so lange ncihts machen, bis sie es selbst einsieht, das Rauchen schlecht ist. Das Problem bei der Sache ist, das macnhe es eben erst zu spät merken, wenn sie aufhören wollen.

Soweit ich das sehe, kann ich es ihr nur böse einreden und habe eig. ansonsten keinerlei Möglichkeiten, da ihre Eltern es anscheinend selbst nicht verhindern wollen/können.

Oder hat jmd. noch andere Vorschläge?