Hallo!
Ich stelle fest, dass ich (vllt. auch wir alle) in einer
Gesellschaft lebe, in der nur noch viel weg geguckt wird.
Stimmt zum Teil. Zum Teil aber auch in einer Gesellschaft, die am liebsten vollkaskoversichert leben möchte und wenn dann doch mal was passiert sich an Sündenböcken auslässt und leider nicht akzeptieren kann, dass es eine 100%-ige Sicherheit nicht gibt und dass nicht immer irgendwer schuld an irgendwas ist.
Es mag sein, dass ich als Sozialarbeiter einen anderen
Blickwinkel auf die Gesellschaft habe.
Das ist schwierig zu sagen, in unserer Gesellschaft ist die Solidarität sehr stark auf den Staat ausgelagert. Allerdings sag ich jetzt mal aus Auslandserfahrung, dass Europa im Vergleich unglaublich solidarisch ist. In Delhi sterben die Kinder auf der Straße und vielleicht sagt dann ein Brahmane dazu: recht so, denn im vorigen Leben war der eben böse…
Ich wollte wissen, wie andere über diese Situation denken.
Das aber hier einige dabei sind, die anscheinend selber
wildfremde Kinder fotografieren würden bzw. es dulden lassen,
dass die eigenen Kinder von irgendwem abgelichtet werden -
damit hätte ich nun wirklich nicht gerechnet.
Ich würde a) selber fremde Kinder fotografieren und es b) auch jemandem anderen erlauben. Warum auch nicht.
Etwas völlig anderes wäre es, wenn es irgendwelche Verdachtsmomente gäbe. Aber ich denke normalerweise hat man das relativ gut im Gefühl, wenn man nicht paranoid ist und ein Restrisiko gibts immer. Das muss jeder in Kauf nehmen.
Gruß
Tom