Ist Stalldienst im Reitverein für ein Kind 13 Jahre alt erlaubt? Stalldienst alle 6 Wochen am Wochenende von 8 - 13 Uhr
Die Arbeit beinhaltet Hilfe bei Reinigungsarbeiten und beim Stall ausmisten. Wird der Stalldienst versäumt werden 50,–Euro fällig.
Außerdem werden einmal in der Woche nach dem Reitunterrricht oft bis nach 20.00Uhr der Stall ausgemistet das Gelände gereinigt und die Pferde gefüttert.
könnte im Einzelfall rechtlich eine Grauzone sein, idR wird aber der erzieherische Hintergrund und das Erlebnis für das Kind im Vordergrund stehen, so dass es sich um Tätigkeit im Rahmen eines Hobbys handelt, bei der Verantwortung geschult wird, nicht um eine Beschäftigung iSd JArbSchG.
bin kein Jurist. Aber ich würde es auch nicht als Kinderarbeit betrachten. Das Kind wird ja nicht gezwungen, dort zu Reiten. Es ist eher eine selbstverständliche Pflicht, die das Kind auch zuhause seinen Haustieren gegenüber erfüllen müßte.
Das Kind könnte ja auch auf einen wahrscheinlich teureren Reitstall ausweichen, in dem das alles von Angestellten erledigt wird.
Mit 13 kann man einem Kind bestimmt zumuten, bestimmte Pflichten zu übernehmen. Genau wie ja auch Pflichten im Haushalt dazugehören und nicht als Kinderarbeit zu bewerten sind.
Auch z.B. in Sportvereinen werden Kinder dazu angehalten, in gewissem Maße mitzuhelfen, und wenn es nur darum geht, nachher die Sportgeräte einzusammeln oder abzubauen.
Außerdem sollte man auch den erzieherischen Effekt betrachten. Die Kinder sollen kapieren, daß ein Pferd eben kein Auto ist, das man nach Gebrauch einfach in die Garage stellt.
Durch die Pflege bekommen sie nicht nur einen besseren Kontakt zu den Tieren, sondern lernen auch, Verantwortung zu übernehmen.
Hallo,
Ich kann mir nicht vorstellen, dass der Vertragspartner des Reitstalls das Kind ist.
Ich kann mir des weiteren nicht vorstellen, dass im Vertrag drin steht, dass das Kind dort arbeiten muss.
Wenn also hier irgendwer Kinder zur Arbeit zwingt (was nicht stimmt, man kann ja auch zahlen) sind das die Eltern!
Gruß
loderunner (ianal)
Deswegen gehen so langsam solche und andere gemeinnützigen Vereine „baden“.
Gemeinschaftsarbeit ist verpönt. Es herrscht Anspruchsdenken der Eltern (nicht der Kinder) vor.
Merkwürdigerweise ist bei einem abendlichen (privat bezahltem)Training des Reitlehrers nie von „Kinderarbeit“ die Rede.
Was war denn vereinbart? Üblich ist das vermutlich nicht. Ich kenne das eher so, daß Kindern, die sich am Stalldienst beteiligen, die eine oder andere Reitstunde spendiert wird. Allerdings war ich meist in Privatställen.
Wenn die Mitgliedersatzung das so vorsieht, sehe ich nichts, ws gegen diese Regelung spräche.
Wenn man das nicht möchte, könnte man ja austreten und in einen Verein wechseln, wo es anders geregelt ist.
Wobei nach meiner Erfahrung Kinder auch an diesen Arbeiten rund ums Pferd ihren Spaß haben. Erfahrungsgemäß ist es eher schwierig Kinder vom Stall nach Hause zu bekommen…
Deswegen gehen so langsam solche und andere gemeinnützigen
Vereine „baden“. Gemeinschaftsarbeit ist verpönt.
Es herrscht Anspruchsdenken der Eltern (nicht der Kinder) vor.
Liegt wahrscheinlich auch daran, dass der Reitverein i.d.R. 300,- Euro pro Monat kostet (bei eigenem Pferd) anstellte von 20,- Euro im Jahr für den örtlichen Turnverein. Dass hier ein anderes Anspruchsdenken vorliegt kann ich nachvollziehen.
Liegt wahrscheinlich auch daran, dass der Reitverein i.d.R.
300,- Euro pro Monat kostet (bei eigenem Pferd) anstellte von
20,- Euro im Jahr für den örtlichen Turnverein. Dass hier ein
anderes Anspruchsdenken vorliegt kann ich nachvollziehen.
Ich im Prinzip auch, aber:
Bei einem Reitverein liegen ganz andere Eigenkosten und laufende Unterhaltskosten (Stroh, Silage, Heu, Futter, Strom, Wasser…)vor.
Hat der Turnverein wohl die Turnhalle bezahlt und kommt auch für die Instandhaltung auf oder vllt. doch die Stadt (oder wer auch immer)?
Liegt wahrscheinlich auch daran, dass der Reitverein i.d.R.
300,- Euro pro Monat kostet (bei eigenem Pferd) anstellte von
20,- Euro im Jahr für den örtlichen Turnverein. Dass hier ein
anderes Anspruchsdenken vorliegt kann ich nachvollziehen.
Ich im Prinzip auch, aber:
Bei einem Reitverein liegen ganz andere Eigenkosten und
laufende Unterhaltskosten (Stroh, Silage, Heu, Futter, Strom,
Wasser…)vor.
Hat der Turnverein wohl die Turnhalle bezahlt und kommt auch
für die Instandhaltung auf oder vllt. doch die Stadt (oder wer
auch immer)?
Ist das den Eltern auch klar? Ich kenne dieses Anspruchsdenken auch vom Fußball her. Spätestens im C-Jugend-Alter werden die Kinder „frei Bordstein“ abgeliefert, dann hast du die Eltern gesehen. Wer die Jungs zum Spiel fährt, ist dann reichlich egal. Es wird aber erwartet, daß die Herzblättchen nach dem Spiel an der Haustür abgeliefert werden.
Liegt wahrscheinlich auch daran, dass der Reitverein i.d.R.
300,- Euro pro Monat kostet (bei eigenem Pferd)
aber im UP steht nirgends, daß der UP ein eigenes Pferd hat.
anstellte von
20,- Euro im Jahr für den örtlichen Turnverein. Dass hier ein
anderes Anspruchsdenken vorliegt kann ich nachvollziehen.
Ich nicht. Ich habe mit 12 ein eigenes Pferd bekommen, daß umzugsbedingt sowohl in Privat- als auch in Vereinsställen untergestellt war. Kostenpunkt damals im Schnitt um die 500,00 - 600,00 DM im Monat.
Meist wurde bei Kindern zwischen Privateinstellern und Reitschülern ohne Pferd kein Unterschied gemacht. Die Kinder mit Pferd waren im Arbeitsplan genauso eingeteilt, wie die Reitschüler ohne Pferd. Und ehrlich gesagt fand und finde ich das gut, denn weil alle gleich behandelt wurden und so kein Neid aufkam, geschadet hat es mir übrigens auch nicht.