Kinderbelästigung

Hallo,

um es kurz zu machen:

In der Tagespresse und auch von Mund zu Mund (was auf dem Dorf von einem zum anderen Kaff nicht lange dauert) wurde heute vor einem Mann in einem dunklen PKW Marke soundso gewarnt. Er habe in den letzten paar Tagen mehrfach kleine Kinder mit Süßigkeiten u. Versprechungen in sein Auto locken wollen.

Nun wird in den zwei betreffenden Nachbarorten von uns verstärkt Streife gefahren.

Nun meine Frage: Soll ich nochmals mit meinem Kleinsten (Schulanfänger, läuft seit 2 Wochen alleine) auf das Thema extra zu sprechen kommen indem:

a) direkt, daß in unserem Kreis eine Person unterwegs ist
b) indirekt, quasi es könnte sein daß?
c) oder gar nicht?

Manche Eltern machen hier schon einen auf Panik u. möchten quasi „Wachen aufstellen“. Was ich für unendlichen Quatsch halte, da sich der Herr wahrscheinlich jetzt eh schon an eine andere Umgebung halten wird.

P.S. Im Kindergarten hat mein Kleiner an so einem Kurs von der Polizei teilgenommen, in dem es um richtiges Verhalten ging - in so einem Fall. - einfach nochmal auffrischen?

Ich weiß ja jetzt auch nicht, was die anderen - teils aufgebrachte Eltern Ihren Kindern nun erzählt haben u. was dann morgen in der Schule so gequatscht wird. Hmmmmm?

Eure Meinung würde mich interessieren.

Grüße Motorradmieze

Hallo,

P.S. Im Kindergarten hat mein Kleiner an so einem Kurs von der
Polizei teilgenommen, in dem es um richtiges Verhalten ging -
in so einem Fall. - einfach nochmal auffrischen?

kann nicht schaden und schürt keine Panik.

Gruß,

Malte

Hallo,
im Umkreis unseren Kindergartens wurde ähnlicher Fall bekannt. Ein unbekannter Mann spricht Kinder an und versucht sie mit einem Katzenbaby zu locken.
Die Problematik wurde im „Mittagskreis“ thematisiert - Nicht mit fremden mitgehen, dem Fremden sagen, dass es einem nicht interessiert, was er da hat und bei weiterer Belästigung laut um Hilfe rufen.

Die Kleinen haben das sehr gut verstanden und haben die Information positiv aufgenommen.

Betrachte es als eine gute Gelegenheit über etwas aufzuklären, um Schlimmes zu verhindern.
Man muss dabei überhaupt keine Angst oder Panik rüberbringen, sondern es geht darum ein Bewusstsein zu schaffen. Bei kleinen Kindern ist das Weltbild noch sehr frei von Gewalt. Es ist entschieden überlebensnotwendig dass sie über Gefahren informiert sind.

Es macht sich auch keiner Gedanken darüber, ob ein Kind eine Autophobie bekommt nur weil man es auf die Gefahren des Strassenverkehrs aufmerksam macht.

Viele Grüße

Hi Chili,

Die Problematik wurde im „Mittagskreis“ thematisiert - Nicht
mit fremden mitgehen, dem Fremden sagen, dass es einem nicht
interessiert, was er da hat und bei weiterer Belästigung laut
um Hilfe rufen.

Ja, sowas haben die Kleinen im KiGa auch beigebracht bekommen, und wir bei einem speziellen Elternabend. Werde das ganze wohl nochmal „aufarbeiten“, wie auch schon Malte sagte.

Bei dem Elternabend damals ging es aber auch sogar noch vielmehr um Belästigungen sogar im Familien- u. Bekanntekreis, sodas ich mich da selber erstnochmal „erinnern“ u. „sortiern“ muß.

Man muss dabei überhaupt keine Angst oder Panik rüberbringen,
sondern es geht darum ein Bewusstsein zu schaffen.

Darum geht es mir. Und, „keine übermäßige Angst zu schüren“.

Ich hoffe nur, daß es andere Eltern genauso sehen.

Viele Grüße

Grüße Zurück Momi

Hi,

man sollte als Eltern dieses Thema regelmäßig thematisieren und da bieten sich solche „Gelegenheiten“ gerade zu an. Ich meine damit natürlich keine stundenlangen Diskussionen sondern eher kurze Gespräche die dem Kind in Erinnerung rufen, dass es Menschen gibt die halt nicht nur nett und lieb sind und das es nicht gewollt ist sich von fremden ansprechen zu lassen.

Ähnlich wird zum Beispiel auch von unserem Kindergarten verfahren und wir greifen das Thema dann zu Hause noch mal auf und beantworten Fragen oder gehen etwas mehr ins Detail. Es langt aber auf keinen Fall einmal an einem Gespräch oder Kurs teilzunehmen und zu glauben, damit ist das Kind „geimpft“.

Viele Grüße
Me

Hallo,

Man muss dabei überhaupt keine Angst oder Panik rüberbringen,
sondern es geht darum ein Bewusstsein zu schaffen.

Darum geht es mir. Und, „keine übermäßige Angst zu schüren“.

Genau das kann man am besten erreichen, wenn man das Thema ab und an miteinfließen lässt und keine einmaligen Großaktionen startet.

Bei uns ist es so üblich, dass bei ähnlichen Vorfällen die zuständige Polizeistelle alle Grundschulen/Schulen/Kindergärten etc. informiert und dass das dann im Unterricht angesprochen und dort die Thematik „aufgefrischt“ wird.
Eltern werden nur bei „ernsthaften“ Vorfällen informiert, um Panikmache zu verhindern.

Gruß
Elke

1 „Gefällt mir“

Hallo Mieze,

ich würde das Thema auch konkret ansprechen und auch erklären, dass er mit „bekannten“ Fremden nicht mitgehen darf - Kinder glauben ja in dem Alter dass sie einen kennen, weil sie sich zweimal mit ihm unterhalten haben.

Vielleicht vereinbart ihr auch ein Passwort, welches auch bekannte Eltern kennen müssen, die Euren Zwerg bei Wind und Regen mit einsammeln dürfen.

Ansonsten halte ich persönlich nichts davon die Kinder nicht mehr alleine zur Schule laufen zu lassen - denke dass behindert sie in ihrer gerade neu erworbenen Selbständigkeit und verunsichert. Sie trennen ja noch nicht genau was in ihrer Person liegt und was andere verschulden und leider überschätzen sie sich eben auch in dem Alter und wissen nicht welchen Situationen sie nicht gewachsen sind - da fehlt halt die Erfahrung

  • ich würde versuchen sie in Gruppen laufen zu lassen und der Gruppe klar zu machen, dass sie auch als ganzes anzukommen haben.
    Ansonsten unter einem Vorwand das Kind hin bringen und abholen, wenn Du akute Angst hast und das Kind nicht scheu machen möchtest - „ich muss sowieso einkaufen fahren etc. soll ich Dich mitnehmen?“

Gruß,
Alexandra

Hallo Alexandra,

Vielleicht vereinbart ihr auch ein Passwort, welches auch
bekannte Eltern kennen müssen, die Euren Zwerg bei Wind und
Regen mit einsammeln dürfen.

das halte ich für sinnvoll, da es schon Fälle gegeben hat, in denen Fremde vorgetäuscht haben, sie seien von den Eltern geschickt worden (teils mit harmlosen Storys wie „Mama hat mich geschickt, weil…“ oder fieser „Mama hatte einen Unfall…“) und dem Kind gegenüber dies mit z.B. ausgekundschafteten Namen glaubhaft gemacht wurde.

Mit so einem „Passwort“ kann man so dem Kind klar machen, wer ein wirklich von den Eltern geschickter Abholer ist (und auch vermeiden, dass sie sich, weil sie etwa oben genannten Trick kennen, nicht trauen mitzugehen).

Viele Grüße,
Nina