Hallo Lotti
Was, wenn solche Fragen ohne konkreten Bezug kommen? Was sagt
man, wenn ein Kind fragt:
Warum sterbe ich?
Der Leib stirbt, weil er verlebt ist, aber die Seele und der
Geiist lebt weiter.
Soweit stimme ich dir zu.
Soweit sind wir uns ja noch einig
Sie kann bei Gott weiterleben wenn man
will, ohne den schweren schwach gewordenen Körper zu tragen
Häää??? Wieso bei Gott, warum nicht bei Buddha? Oder warum
nicht einfach als Geist auf der Welt und den doofen Nachbarn
erschrecken?
Es könnte so sein wie Du sagst, oder auch nicht. Schrieb es so, weil es so ist. Oder weil ich weiss das es so ist. Oder weil ich es wissen kann, weil ich wie viele Andere auch Gott erfahren haben.
Wann sterbe ich?
Meistens wenn man alt und verlebt ist, aber wie gesagt, nur
der Körper
Aber woher weißt du das?
Siehe oben
„weißt“ von Wissen, Wissen wie
beweisen!
Alles was man angeblich beweisen kann, beruht schlussendlich auf Grundannahmen. Die ganze Physik baut auf Axiome auf, das sind unbeweisbare Grundsätze.
Wie wäre es mit Glauben?
Glauben hat 2 bedeutungen, der erste ist nicht wissen. Der Zweite heisst erfahrenes Wissen. Anders gesagt, nur wer wirklich weiss, kann wirklich glauben.
Und was ist, wenn dein
Bruder vor kurzem mit 30 gestorben ist, weil er verunglückte
oder sich das Leben wie wir es jetzt leben, genommen hat?
Ich schrieb ja MEISTENS ist es so, dass der Körper verbraucht ist.
Und was ist dann, wenn ich sterbe? Komme ich da ins
Krankenhaus?
Der Körper ist nur noch Hülle und wird deshalb begraben, so
wie man ein Kleid das zu klein geworden ist weggibt, oder
sogar wegschmeisst.
Super Erklärung! Werde ich mir merken.
Tut das weh?
Manchmal schon etwas, aber das danach ist dafür winderschön,
wenn man zu Jesus gehören will.
Ich will aber nicht zu Jesus gehören, weil ich an den nicht
glaube.
Dann trifft das obgenannte nicht auf Dich zu. Gott hat jedem die Wahl gelassen.
Das ist eine Geschichtsfigur wie Caesar oder Nero oder
wer-auch-immer für mich.
Ist Dein Entscheid, der nebenbei auf keinerlei Beweisen fusst
Das bedeutet, dass es für mich nicht wunderschön ist, weil ich
nicht an irgendwen glaube, sondern im Hier und Jetzt lebe und
EIGENVERANTWORTLICH und nicht „Gottbestimmt“ bin???
Stell Dir vor, jemand fährst auf einer Strasse und ein Anderer sagt ihm, er sollst rechts abbiegen da sei es wunderschön und gerade aus komme der Abgrund.
Er entscheidest sich trotzdem eigenverantwortlich und nicht fremdbestimmt weiter gerade aus zu fahren. Wäre nicht fair, wenn derjenige sich dann beklagen würde, wenn er keine wunderschöne Zukunft hat, oder?
Welches Recht nimmt sich ein gläubiger Christ, eine solche
These zu vertreten?
Nehme mir kein Recht heraus, sondern sage nur, was Jesus sagte
Sage ich, dass du kein Recht hast auf ein
wunderbares Wiedergeboren-werden oder ein Dasein im Paradies,
nur weil du nicht meinen Glauben hast?
Das sage ich auch nicht. Ich sage nur, wer auf dem bisherigen Weg weiterfährt, fährt in den Abgrund nach dem hiesigen Tod. Das Evangelium, die frhe Botschaft sagt eben, dass es Rettung gibt zeigt die Abzweigung auf, wie oben beschrieben.
Was, wenn das Kind
einen moslemischen Freund hat, der auch nicht an Jesus glaubt?
Was wenn das Kind einen Freund hat, der auf der obgenannten Strasse gerade aus fährt?
Meinst du wirklich, dass ist die Allmacht, und jeder, der
anders denkt oder glaubt ist eine Seele ohne Wärme, Liebe und
Geborgenheit
Es ist keine Allmacht, es ist die konsequenz der entscheidung. Habe auch nie gesagt, dass solche Menschen weniger Wärme und liebe haben als Andere.
irgendwo anders, wo auch immer das sein mag?
gerade aus ist das Ziel anders als wenn man abbiegt, oder?
Soll mein Kind seinen Freund als minderwertiger wahrnehmen,
weil er ja nicht an Jesus glaubt?
Oh nein, keinesfalls. Jemand der an Jesus glaubt ist dadurch nicht besser als ein anderer. Gott liebt auch alle Menschen gleich.
Oder kann er jetzt nicht
mehr sein Freund sein, weil er ja , wenn er tot ist, nicht
mehr für ihn da ist, wo man selber denkt, hin zu gehen?
Ist jemand nicht mehr Dein Freund, wenn er sich entgegen Deinem Tip für etwas entscheidet, welches ihm selber nicht gut tut?
Wenn er sich mit seinem Freund über das Thema unterhält, sagt
er ihm dann, das er selbst in den Himmel kommt, aber der liebe
Freund nur in die Hölle (weil er ja nicht an Jesus glaubt)?
Nein, er sagt ihm die gute Nachricht, dh. dass er alle seine Sünden Jesus bekennt hat und Jesus für all diese Sünden bezahlt hat, ihm vergeben wurde und er deshalb schuldlos und frei ist und ewiges Leben haben wird.
Da man seinen Freunden auch das beste wünscht, sagt man dem Freund im richtigen Moment auch, dass er dies auch haben könne.
Ich möchte mit diesem Statement nicht ausdrücken, dass der
Glaube an Jesus schlecht oder unangebracht ist, genausowenig
wie der Glaube an Allah, an Gott, an nichts, an Buddha oder
Götter.
tatsache ist, das diese sachen einander widersprechen, oder anders gessagt, nur der eine Glaube kann wahr sein. Ist wie eine Frau die schwanger ist, es kann ein ub, ein Mädchen oder sogar mehrere sein. Aber es kann nur eine einzige Möglichkeit wahr sein!
Ich finde nur bedenklich, wenn man den Glauben
fundamentalistisch betreibt und offen oder unterschwellig
andere Glaubensrichtungen (auch Unglauben) als schlecht oder
verwerflich darstellt oder bei einem solch wichtigen Thema wie
Tod, Glauben als Wissen oder Tatsache vertritt.
Habe nie etwas als schlecht bezeichnet, nur als nicht richtig. Fändest du es schlecht, dass der Mensch an der Kreuzung bei obiger Geschichte, dem anderen zu der guten Abzweigung geraten hat? Also ich fände es schlecht, wenn er es NICHT getan hätte.
Denn Glaube
ist etwas, was wir gern so hätten,
nicht unbedingt, siehe oben
aber Wissen ist etwas, was
ich auch beweisen kann.
Kannst du nicht, siehe oben.
Und ausserdem sollte ich meinem Kind die Wahl lassen und ihm
auch zu verstehen geben, dass das gesagte meine Meinung ist
und es durchaus noch andere Denken und Möglichkeiten gibt.
Würdest Du Deinem Kind die wahl lassen, ob es die rechte Abzweigung nimmt oder nicht? Lässt Du ihm die Wahl, ob es über die hauptstrasse rennt oder nicht? Das andere auch anders denken, das muss man ihm selbstverständlich sagen.
Meine Tochter dachte immer, alle Gestorbenen sind jetzt auf
dem Stern (dem schönen ganz hellen). Irgendwann wollte sie
eine vergrabene Ratte wieder ausgraben, weil die ja auf dem
Stern ist und eigentlich weg sein müsste… (*hiiilffeeeee*
;o)), das aber überprüfen musste, wieso ist die noch in dem
Loch und nicht weg … die Antwort weiß ich ab jetzt :o)
Irgendwann meinte sie, dass es auf dem Stern inzwischen ganz
schön voll ist…
Smile, lustige Geschichte. Du kanns dem kind aber auch kindsgerecht den Glauben auch betreffend Tod rüpberbringen. Gibt dazu gute Literatur
Inzwischen ist sie 9 und hat ein fast wissenschaftliches
Interesse entwickelt (momentaner Berufswunsch: Hebamme und
Pathologin).
Genial
)
Und tröstet mich über meinen für mich körperlich nicht mehr
verfügbaren Bruder hinweg, wenn die Trauer zu groß ist, dass
ich sie nicht mehr nur für mich habe, dass er ja gar nicht
allein ist, Henry (unser Bulli), 2 Kamele, Opa, die Ratten und
Mäuse, Schildkröten, Fritze (unser Westi) sind doch alle da
und spielen mit ihm (mein Bruder war 39…). Kinder nehmen das
anders wahr als wir, für sie spielt der erwachsene Mann mit
allen… so wie sie selbst.
Hast eine liebe Tochter…
Sie glaubt an Wiedergeburt, weil ich es tue,
eben siehst Du? Du kannst Dein Kind nicht neutral aufziehen.
Würdest du dem Kind die Wiedergeburt auch vermuiitteln, wenn du absolut sicher wärst, dass es sie so nicht gibt?
wirft alle
möglichen Thesen durcheinander bis es eine Suppe ergibt, die
ihr schmeckt und die sie versteht. Dazu gehören Ansätze aus
dem gelegentlichen, freiwilligen Religionsunterricht beider
christlicher Glaubensrichtungen, moslemische Ansätze ihrer
türkischen Freundin und allen möglichen anderen Eindrücke, die
sie aufsaugt.
Das ist normal. Du kannst das Kind nicht glaubenslos lassen, kannst ihm höchstens helfen, „der weg, die wahrheit und das leben“ zu finden
Ich persönlich glaube, man sollte einem Kind seinen Glauben
vermitteln, ohne es für andere Glaubensrichtungen zu
blockieren.
Nicht möglich. ZB: Es gibt ein Gott, schliesst alle Religionen aus, die mehrere haben, Allah ist der prophet, schliesst Jesus und Budda aus, etc etc.
Dazu gehört natürlich auch das Thema Tod und
Sterben.
wenn Du sicher wüsstest wie es wäre, würdest du dem Kind seinen Glauben einfach so neutral lassen
Und auch die Wissenschaft nicht aussen vor lassen, was den
eigentlichen Vorgang zu sterben betrifft.
So viel konnte die bisher nicht beitragen, höchstens, dass da nebst der materie noch was sein sollte.
Liebe grüsse
beat