Kinderfragen über Tod, Sterben

Ich hatte hier vor kurzem noch ein Artikel über den Tod gelesen, da war jemand gestorben und dann die folgenden Kinderfragen. Jetzt ist er weg.

Was, wenn solche Fragen ohne konkreten Bezug kommen? Was sagt man, wenn ein Kind fragt:

Warum sterbe ich?
Wann sterbe ich?
Und was ist dann, wenn ich sterbe? Komme ich da ins Krankenhaus?
Tut das weh?

Was sagt man?
Was kann ich konkret meinem knapp 5jährigen erzählen, der kürzlich danach fragte?

Hi Freechen,

meine knappe Antwort an dich: so ehrlich wie moeglich.

Keine Vorlesung, sondern ein Gespraech mit dem Kind.
Was denkt es denn selbst? Meist merkt man dann sehr
schnell, woher diese Fragen kommen und dass es eben
einen Bezug gibt - das Haustier eines Freundes ist
gestorben, oder etwas, was im TV gesehen wurde, oder
in einem Buch gelesen usw. Wenn man den konkreten
Bezug kennt, kann man viel leichter darauf eingehen.
Wenn keine Zeit fuer ein Gespraech ist, kann man das
durchaus sagen - dass das ein Thema ist, was man langsam
angehen sollte, und einen anderen Zeitpunkt fuer ein
Gespraech anbieten.

Warum sterbe ich?

Weil alle Dinge sterben. Aber es ist eine Frage, ueber
die sich schon viele Menschen den Kopf zerbrochen haben.

Wann sterbe ich?

Das weiss niemand. (hier sollte man aber nicht Existenz-
angst vermitteln, da kann man Trost und Zuversicht vermitteln,
ohne zu luegen).

Und was ist dann, wenn ich sterbe? Komme ich da ins
Krankenhaus?

Manchmal beschaeftigen sich Kinder fuer Erwachsene ziemlich
morbide mit Details. Auch hier kann man durch ein Gespraech
schnell rauskriegen, ob das Interesse klinisch interessiert ist
oder ob es auf eine metaphysische Ebene geht.

Tut das weh?

So ehrlich wie moeglich. Ich habe einige Zeit Kinder im Kranken-
haus auf Operationen vorbereitet. Ehrlich vorbereitete Kinder
haben weniger Angst und ihre OP-Wunden heilen besser als
Kinder, die angelogen wurden oder denen gar nichts erzaehlt
wurde. Ehrlichkeit hilft mit Aengsten umzugehen.

Konkret kann man dir nicht sagen, was du sagen sollst.
Es haengt sehr davon ab, was du selbst weisst und glaubst.

Auf die Gefahr hin, mich zu wiederholen: Mut zum Gespraech!

Gruesse
Elke

Liebes Freechen,

Nachdem mein 5-jähriger bei der Beerdigung seines Opas dabei war, kommen von ihm natürlich solche Fragen auch. Ich habe bei dieser Frage den Vorteil, mein Kind christlich zu erziehen.

Ich sage ihm in diesem Fall, dass die Instanz über Fragen über Leben und Tod beim Lieben Gott liegt. Er entscheidet, nicht wir. Aber Sterben wäre nichts Schlimmes.

Hallo

Ich hatte hier vor kurzem noch ein Artikel über den Tod
gelesen, da war jemand gestorben und dann die folgenden
Kinderfragen. Jetzt ist er weg.

Was, wenn solche Fragen ohne konkreten Bezug kommen?

Den Bezug herstellen.

Was sagt
man, wenn ein Kind fragt:

Warum sterbe ich?

Z.B. weil Du auf der Straße nicht aufgepaßt hast und in ein Auto gelaufen bist. Dein Körper geht kaputt und man kann nicht mehr reparieren. Das nennt man sterben.

Wann sterbe ich?

Kleine Kinder sterben, wenn sie gefährliche Dinge machen, die verboten sind. Mit dem Feuerzeug spielen. Den Herd anmachen. Aufs Fensterbrett klettern.

Und was ist dann, wenn ich sterbe?

Wenn Du Dich verletzt kommst Du ins Krankenhaus. Wenn Du Dich sehr doll verletzt, dann kannst Du sterben.

Komme ich da ins
Krankenhaus?

Ja.

Tut das weh?

Ja, sehr sehr weh.

Was sagt man?

Was kann ich konkret meinem knapp 5jährigen erzählen, der
kürzlich danach fragte?

Also wie Du hoffentlich siehst, würde ich dem Kind versuchen klar zu machen, dass es stirbt, wenn ein Unfall passiert und es sehr sehr weh tut. Am besten mit einem schlimmen Schmerz vergleichen, dass es schon erlebt hat.

Das ist zwar beängstigend für das Kind, aber lieber etwas zu ängstlich als zu übermütig. Je älter das Kind wird, je mehr würde ich eine positivere Einstellung vermitteln und dem Kind über sich selbst mehr Verantwortung zutrauen.

Aber mit 5 ist es einfach noch zu klein und muss wissen, dass Sterben und Unfall etwas sind, das unter allen Umständen vermieden werden sollte.

Dass sehr alte Menschen auch sterben, aber das Sterben anders (z.B. friedlich und schmerzfrei) ist als das von Kindern wäre vielleicht auch noch gut zu sagen. Die Frage kommt vielleicht daher, weil der Opa eines Freundes gestorben ist.

Besten Gruß
Mathias

Hi!

So würde ich es einem Kind erzählen.

Warum sterbe ich?

Die schwierigste Frage von allen. Ich würde es vielleicht etwas „makaber“ ausdrücken. Wenn keine alten Menschen sterben würden, dann wäre ja kein Platz mehr für Kinder auf der Welt ( was ja auch der Wahrheit entspricht ). Vielleicht anhand eines alten und eines neuen Gummibandes demonstrieren. Ein altes Gummiband ist schwach geworden und reißt. Ein junges Gummiband hält aber und lässt sich dehnen. Genauso werden wir im Alter schwach und irgendwann sterben wird dann.

Wann sterbe ich?

Dann wenn du schon ganz ganz alt bist und schon ganz graue Haare hast.

Und was ist dann, wenn ich sterbe? Komme ich da ins
Krankenhaus?

Die Menschen kommen auf den Friedhof und werden dort begraben. Und irgendwann entsteht durch den Menschen wieder neues Leben. Zum Beispiel ein Baum ( Mensch vergammelt - nährt Würmer - nährt Pflanzen und gibt irgendwann den Dünger für einen Baum als Beispiel ). Der Mensch bleibt also immer auf der Erde. Nur in einer anderen Form.

Tut das weh?

Hier würde ich einfach „Nein“ sagen.

Was sagt man?

Etwas ehrliches. Kinder bekommen eh die Wahrheit irgendwann heraus. Natürlich sollte man ihnen keine Schauermärchen erzählen :wink: von wegen Verwesen und so.

Tara

Hi Matthias,

deine Ratschlaege halte ich - gelinde gesagt -
fuer bedenklich.

Den Bezug herstellen.

Soweit - 100% ja.

Was sagt
man, wenn ein Kind fragt:

Warum sterbe ich?

Z.B. weil Du auf der Straße nicht aufgepaßt hast und in ein
Auto gelaufen bist. Dein Körper geht kaputt und man kann
nicht mehr reparieren. Das nennt man sterben.

?? Vorsicht im Strassenverkehr ja – aber s.u.

Wann sterbe ich?

Kleine Kinder sterben, wenn sie gefährliche Dinge machen, die
verboten sind. Mit dem Feuerzeug spielen. Den Herd anmachen.
Aufs Fensterbrett klettern.

Gesunden Respekt vor gefaehrlichen Aktionen ist eine
Sache, jedesmal Angst vorm Tod halte ich fuer uebertrieben.

Und was ist dann, wenn ich sterbe?

Wenn Du Dich verletzt kommst Du ins Krankenhaus. Wenn Du Dich
sehr doll verletzt, dann kannst Du sterben.

Komme ich da ins
Krankenhaus?

Ja.

Tut das weh?

Ja, sehr sehr weh.

Zusatz: aber man kann dir dann dabei helfen.

Was sagt man?

Was kann ich konkret meinem knapp 5jährigen erzählen, der
kürzlich danach fragte?

Also wie Du hoffentlich siehst, würde ich dem Kind versuchen
klar zu machen, dass es stirbt, wenn ein Unfall passiert und
es sehr sehr weh tut. Am besten mit einem schlimmen Schmerz
vergleichen, dass es schon erlebt hat.

Und wenn es dann wieder mal so weh tut (wie quantifiziert man
eigentlich Schmerz?), dann hat es Angst zu sterben.

Das ist zwar beängstigend für das Kind, aber lieber etwas zu
ängstlich als zu übermütig.

Ich habe zwei SEHR lebhafte, zur Uebermuetigkeit neigende
Jungs. Als die klein waren, haben sie manches angestellt,
was mir im Nachhinein den Angstschweiss auf die Stirn trieb.
Sie haben die Situationen gemeistert ,weil sie ein gesundes
Selbstvertrauen hatten und nicht immer an das Schlimmste
dachten. Meine Schwiegermutter hat bei jeder etwas wilden Aktion
(dabei zaehlte bei ihr z.B. auch schon vorwaerts das Rutschbahn
hinunterrutschen) gesagt: „Mach das nicht. Da kannste dir
den Kopf aufschlagen. Und dann denkst du es heilt, und Jahre
spaeter ist das Aua zum Tumor gewachsen und dann stirbst du.“
Darauf folgte ein Beispiel, wem sowas schon mal passiert war.
Natuerlich unterstelle ich dir nicht, das du das machst. ABer
es geht in die Richtung.

Je älter das Kind wird, je mehr
würde ich eine positivere Einstellung vermitteln und dem Kind
über sich selbst mehr Verantwortung zutrauen.

Schon kleine Kinder koennen Verantwortung haben. Verletzungs-
gefahr kann man ansprechen. Tod muss damit nicht in Verbindung
gebracht werden.

Aber mit 5 ist es einfach noch zu klein und muss wissen, dass
Sterben und Unfall etwas sind, das unter allen Umständen
vermieden werde sollte.

Und was ist, wenn es jemand kennt, der durch Krankheit gestorben
ist? Es soll vorkommen, dass auch Kinder durch Krankheit sterben.
Oder Haustiere. Oder Erwachsene, aber nicht alte.

Ehrlichkeit kann auch ohne erhobenen Zeigefinger vermittelt werden.
Gruesse
Elke

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Hallo Elke!

Ich hätte eben die Fragen als Anlaß genommen nochmals eindringlich vor Unfällen durch Übermut zu warnen.

Dabei habe ich mich extra auf den Bereich von Sterben konzentriert, der mir wichtig ist. Schließlich habe ich Angst, dass dem Kind was passiert, wenn es nicht vorsichtig ist und das Kind erstmal von sich aus nicht, da es generell angstfrei erzogen wird.

Ich habe zwei SEHR lebhafte, zur Uebermuetigkeit neigende
Jungs. Als die klein waren, haben sie manches angestellt,
was mir im Nachhinein den Angstschweiss auf die Stirn trieb.
Sie haben die Situationen gemeistert ,weil sie ein gesundes
Selbstvertrauen hatten und nicht immer an das
Schlimmste
dachten.

Woher weißt Du das denn? Gibt es vielleicht auch nur großes Glück?

Meine Schwiegermutter hat bei jeder etwas wilden
Aktion
(dabei zaehlte bei ihr z.B. auch schon vorwaerts das
Rutschbahn
hinunterrutschen) gesagt: „Mach das nicht. Da kannste dir
den Kopf aufschlagen. Und dann denkst du es heilt, und Jahre
spaeter ist das Aua zum Tumor gewachsen und dann stirbst du.“

Nun ja, das ist ja nun ein anderes Thema. Hier geht es um, was ich als Erwachsener alles für lebensgefährlich halte.

Ganz ohne Risko ist nichts und so risikoscheu bin ich nicht.

Dagegen halte ich meine Beispiele zuvor jedoch für angebracht.

Darauf folgte ein Beispiel, wem sowas schon mal passiert war.
Natuerlich unterstelle ich dir nicht, das du das machst. ABer
es geht in die Richtung.

Je älter das Kind wird, je mehr
würde ich eine positivere Einstellung vermitteln und dem Kind
über sich selbst mehr Verantwortung zutrauen.

Schon kleine Kinder koennen Verantwortung haben. Verletzungs-
gefahr kann man ansprechen. Tod muss damit nicht in
Verbindung
gebracht werden.

Also ich würde denken, dass Verletzung und damit einhergehende Schmerzen abschreckender sind als Tod für Kinder, deswegen würde ich auch Tod von mir aus nicht ansprechen. Hier wurde eben danach gefragt und ich sehe es als Gelegenheit.

Aber mit 5 ist es einfach noch zu klein und muss wissen, dass
Sterben und Unfall etwas sind, das unter allen Umständen
vermieden werde sollte.

Und was ist, wenn es jemand kennt, der durch Krankheit
gestorben
ist? Es soll vorkommen, dass auch Kinder durch Krankheit
sterben.
Oder Haustiere. Oder Erwachsene, aber nicht alte.

Das erfahre ich, wenn ich nachfrage, wieso er gefragt hat und würde darauf entsprechend eingehen. Die Fragen habe ich als „Ich“ bezogen verstanden und so beantwortet.

Ehrlichkeit kann auch ohne erhobenen Zeigefinger vermittelt
werden.

Das stimmt. Das halte ich aber eben nicht für die beste Lösung. Hier kommt das Kind mit einem Gedankengang auf mich zu, wo ich davon ausgehe, dass es jetzt mehr zuhört, als wenn ich von mir aus z.B. die Gefahr im Straßenverkehr anspreche. Daher ist es eine gute Chance wichtige Dinge anzusprechen und die Regeln, die das Kind schon kennt in einen Zusammenhang zu bringen.

Gruesse
Elke

Besten Gruß
Mathias

Hallo freechen,

ein paar Bücher als Ideen- und Ratgeber:

http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3451048825/028…
http://www.kondolenz.info/buecher05.htm
http://www.eltern.de/familie_erziehung/erziehung/bue…

Link:
http://www.trauernde-kinder.de/?id=1069007527

Was, wenn solche Fragen ohne konkreten Bezug kommen? Was sagt
man, wenn ein Kind fragt:

Aus meiner Sicht: Mach dir erstmal selbst für dich klar, wie du über den Tod denkst! Klingt vielleicht banal, aber es ist ja so, dass sich die meisten Menschen in unserer Gesellschaft gar nicht mit dem Thema auseinandersetzen. Finde erstmal Antworten für dich. Je „sicherer“ du weisst, was deine Antworten an dich wären, desto eher kannst du Antworten für dein Kind finden. Die sollten ehrlich sein, aber kindgerecht erklärt. (Sendung mit der Maus-mäßig - anschaulich, ehrlich:smile:.

Warum sterbe ich?
Wann sterbe ich?

Nicht alle sterben aus den gleichen Gründen. Viele, weil sie einfach sehr alt sind, manche weil sie sehr krank wurden. Vielleicht hast du Beispiel aus der Familie oder dem Freundeskreis. Der Tod von Haustieren ist oft das erste Mal, das Kinder Erfahrungen mit dem Tod machen. Vielleicht gab es sowas bei euch. Daran kannst du das auch erklären.

Ich würde aber auf keinen Fall Angstszenarien entwerfen! (Wenn du das und das tust, stirbst du. Bloß nicht!!)

Und was ist dann, wenn ich sterbe? Komme ich da ins
Krankenhaus?

Auch hier: Viele Menschen sterben im Krankenhaus, weil sie krank waren und daran gestorben sind. Ich würde schon auch sagen, dass die meisten Mensch erst sterben, wenn sie sehr alt sind.

Tut das weh?

Ich würde hier Nein sagen. Wir wissen es ja nicht wirklich - bei schweren Krankheiten tut das weh, ja, aber das muss nicht so sein. Viele schlafen einfach ein. Meine Uroma ist einfach eingeschlafen, vielleicht hast du ähnliche Erlebnisse im Familien- oder Freundeskreis.

Ansonsten empfehle ich einige der Bücher,

viele Grüße,

Barbara

Ich hatte hier vor kurzem noch ein Artikel über den Tod
gelesen, da war jemand gestorben und dann die folgenden
Kinderfragen. Jetzt ist er weg.

Was, wenn solche Fragen ohne konkreten Bezug kommen? Was sagt
man, wenn ein Kind fragt:

Warum sterbe ich?

Mir wurde das damals so erklärt:
Wir Menschen sterben, weil wir jetzt leben. Ein Kieselstein von heute sieht noch immer genauso aus, wie vor hundert Jahren. Ein Kisestein stirbt nicht, weil er sich nicht verändert. Er stirmbt nicht, weil er nicht lebt. Alles, was sich verändert, was wächst, muss irgendwann auch sterben. Alles Lebendige muss sterben. Wir sterben also, weil wir jetzt leben.

Wann sterbe ich?

Man siet es einer Person an, wenn sie alt sit. Ihre Haare sind grau oder sogar alle ausgefallen, sie geht icht mehr ganz aufrecht und sie hat Falten. Er hat sich schon sehr arg verändert. Das heißt, wir wissen, dass er schon viel Veränderung durchlaufen hat. Daher wissen wir, dass er ein langes Leben hinter sich hat.
Vor langer Zeit, war er ein Baby, ist gewachsen, ist zur Schule gekommen, hat geheiratet, hat Kinder bekommen, ist in Rente gegangen und jetzt ist er so alt, dass der Tod schließlich die letzte Veränderung in seinem Leben ist. Der Tod gehört zum Leben dazu und ist ein Teil davon, der letzte Teil.

Und was ist dann, wenn ich sterbe? Komme ich da ins
Krankenhaus?

Normalerweise stirbt ein Mensch ja nach einem langem Leben, wenn er sehr sehr alt ist. Dann sagt man, er sein eines natürlichen Todes gestorben. Es kommt jedoch auch vor, dass der Tod viel früher eintritt, zB. in Folge eines Unfalles oder einer schweren Krankheit. Dann ist es meistens so, dass die Menschen im Krankenhaus sterben. Alte Menschen sterben aber auch häufig zuhause.

Tut das weh?

Das weiß keiner so genau, ob es weh tut, wenn man stirbt. Die meisten Menschen glauben aber, dass nach dem Tod alles ganz ganz schön ist und man keine Schmerzen mehr hat.

Was sagt man?
Was kann ich konkret meinem knapp 5jährigen erzählen, der
kürzlich danach fragte?

Mehr wüsste ich jetzt auch nicht, was Du deinem Sohn sagen kannst. Es gibt noch ein Buch, das heißt: „Hat Opa einen Anzug an?“ Und Abschied von Rune.
Vielleicht ist das was für Euch. Tschüss,
Fee

Holla.

Z.B. weil Du auf der Straße nicht aufgepaßt hast und in ein
Auto gelaufen bist. Dein Körper geht kaputt und man kann
nicht mehr reparieren. Das nennt man sterben. Kleine Kinder sterben,
wenn sie gefährliche Dinge machen, die verboten sind. Mit dem
Feuerzeug spielen. Den Herd anmachen. Aufs Fensterbrett klettern.
Wenn Du Dich verletzt kommst Du ins Krankenhaus. Wenn Du Dich
sehr doll verletzt, dann kannst Du sterben.

Irgendwie bin ich der Meinung, dass das im Struwwelpeter kindgerechter dargestollen wird. Abgesehen davon empfiehlt sich auch Calvins Schulposter :

Sei vorsichtig, oder sei Matsch!

Gruß Eillicht zu Vensre

Hallo folgende Kurzantworten

Was, wenn solche Fragen ohne konkreten Bezug kommen? Was sagt
man, wenn ein Kind fragt:

Warum sterbe ich?

Der Leib stirbt, weil er verlebt ist, aber die Seele und der Geiist lebt weiter. Sie kann bei Gott weiterleben wenn man will, ohne den schweren schwach gewordenen Körper zu tragen

Wann sterbe ich?

Meistens wenn man alt und verlebt ist, aber wie gesagt, nur der Körper

Und was ist dann, wenn ich sterbe? Komme ich da ins
Krankenhaus?

Der Körper ist nur noch Hülle und wird deshalb begraben, so wie man ein Kleid das zu klein geworden ist weggibt, oder sogar wegschmeisst.

Tut das weh?

Manchmal schon etwas, aber das danach ist dafür winderschön, wenn man zu Jesus gehören will.

Hoffe konte Dir helfen

Gruss
beat

Hallo Mathias,

Ich hätte eben die Fragen als Anlaß genommen nochmals
eindringlich vor Unfällen durch Übermut zu warnen.

Ich nicht. Tod ist etwas, was als Thema fuer Kinder
zum Teil in so seltsamen Bahnen verlaeuft, dass ich
es sicher nicht mit Unfaellen und Uebermut verbinden
sollte. Okin- Eillicht hat sehr treffend bemerkt,
dass Herr Hoffmann das mit seinem Struwwelpeter schon
vor einigen Jahren so machte.

Dabei habe ich mich extra auf den Bereich von Sterben
konzentriert, der mir wichtig ist. Schließlich habe ich
Angst, dass dem Kind was passiert, wenn es nicht vorsichtig
ist und das Kind erstmal von sich aus nicht, da es generell
angstfrei erzogen wird.

Das ist doch nicht angstfrei, was du da machst.
Natuerlich habe ich „Angst“ um meine Kinder, aber wenn man
diese Angst immer in Bezug auf Sterben und Unfall bringen
wuerde, koennte man ja verrueckt werden.

Woher weißt Du das denn? Gibt es vielleicht auch nur großes
Glück?

Natuerlich gibt es Glueck. Das Glueck braucht aber jeder
der ein Kind unfallfrei und ungluecksfrei grossziehen moechte.
Aber ich wage zu behaupten, dass meine Jungs nicht so
unbeschadet von ihrer grossen Baumklettertour wieder herunter
gekommen waeren, wenn sie an ihrem hoechsten Punkt gedacht
haetten: ooops, wenn ich jetzt falle, bin ich vielleicht tot.
Da hat mehr geholfen, dass die Mama unten stand und, als sie
Angst bekamen (nicht vorm Tod, nicht mal vorm Krankenhaus,
einfach vorm Fallen, dass sie kannten), sagte: Ihr schafft
das schon, ihr seid auch hochgekommen." Vorm Raufklettern
haette die Angst vorm Tod weder den Drei- noch den Vierjaehrigen
abgehalten, ausser ich waere mit dieser Methode so erfolgreich
gewesen, dass sie eh’ nie freiwillig in den Garten gegangen waeren.

Nun ja, das ist ja nun ein anderes Thema. Hier geht es um,
was ich als Erwachsener alles für lebensgefährlich halte.

Richtig. Was DU dafuer haelst. Davor beschuetzt du
deine Tochter, weil sie das eh’ nicht abschaetzen kann.
Man kontrolliert das Umfeld so gut man kann. Auf Kinderein-
schaetzung kann man sich da eh’ nicht verlassen.

Je älter das Kind wird, je mehr
würde ich eine positivere Einstellung vermitteln und dem Kind
über sich selbst mehr Verantwortung zutrauen.

Schon kleine Kinder koennen Verantwortung haben. Verletzungs-
gefahr kann man ansprechen. Tod muss damit nicht in
Verbindung
gebracht werden.

Hast du aber. Und es ist ein Unterschied, ob ich sage:
Da kannst du tot sein. oder: Das kann einen Unfall geben.

Also ich würde denken, dass Verletzung und damit einhergehende
Schmerzen abschreckender sind als Tod für Kinder, deswegen
würde ich auch Tod von mir aus nicht ansprechen.

Hast du aber.

Hier wurde
eben danach gefragt und ich sehe es als Gelegenheit.

Eben, da nimmst du den Tod als Buhmann.

Aber mit 5 ist es einfach noch zu klein und muss wissen, dass
Sterben und Unfall etwas sind, das unter allen Umständen
vermieden werde sollte.

Aber ich kann doch vermitteln, dass auf die Strasse rennen
vermieden werden soll, weil es sonst einen Unfall geben kann
und man sich dabei verletzt (und ja, das tut weh), ohne zu
saggen: du musst Sterben verhindern.

Und was ist, wenn es jemand kennt, der durch Krankheit
gestorben
ist? Es soll vorkommen, dass auch Kinder durch Krankheit
sterben.
Oder Haustiere. Oder Erwachsene, aber nicht alte.

Das erfahre ich, wenn ich nachfrage, wieso er gefragt hat und
würde darauf entsprechend eingehen.

Ja-ein. Davon hatten wir beide zu Anfang gesprochen:
Gespraech suchen, Grund rauskriegen. Richtig.
Aber selbst wenn der Ursprung der Frage ein Unfall war,
kann es trotzdem sein, dass morgen eine Tante stirbt.
Und Kinder haben schon GEdaechtnis. Und nehmen viele
Dinge woertlich.

Das stimmt. Das halte ich aber eben nicht für die beste
Lösung. Hier kommt das Kind mit einem Gedankengang auf mich
zu, wo ich davon ausgehe, dass es jetzt mehr zuhört, als wenn
ich von mir aus z.B. die Gefahr im Straßenverkehr anspreche.

Aber du bringst doch ein voellig neues Thema in die Frage.
WEnn das Kind fragt: warum sterben Leute, dann will es doch
nicht hoeren, weil sie bei Rot ueber die Ampel gingen.

Daher ist es eine gute Chance wichtige Dinge anzusprechen und
die Regeln, die das Kind schon kennt in einen Zusammenhang zu
bringen.

Nicht in einen, der ihm Angst vorm Leben einfloesst.

Gruesse
Elke

1 „Gefällt mir“

danke für Eure Anregungen. Er hatte ja schon gefragt und ich hatte auch drauf geantwortet, ganz ehrlich. Nur ich denke, das war für ihn noch nicht so beendet das Thema. Falls er nochmal nachfragt, habe ich hier paar gute Ansätze gefunden.

Viele Grüße
Free

Platz machen
Hallo Tara,

Wenn keine alten Menschen sterben
würden, dann wäre ja kein Platz mehr für Kinder auf der Welt (
was ja auch der Wahrheit entspricht ).

Vor dieser ARgumentation moechte ich warnen.

Meine Oma starb kurz vor meiner Geburt. Es ist eines
meiner fruehsten Kindheitserinnerungen, dass ich hoerte,
wie ein Onkel sagte: „Ja, die Mama (seine Mutter, meine Oma)
die ist damals kurz vor Elkes Geburt gestorben. Ja, so machen
die Alten Platz fuer die Jungen.“
Ich hatte ein schlechtes Gewissen - sie ist fuer mich gestorben,
damit ich Platz hatte! Wir gingen oft auf den Friedhof, mein
Vater kuemmerte sich um das Grab seiner Mutter. Es war eine
Tortur fuer mich. Ich habe es gehasst. Und dass ich mich
heute noch daran erinnerte, zeigt, wie sehr es mich damals
beeinflusste.

Gruesse
Elke

Hallo folgende Kurzantworten

Hallo Schärer Beat,

Was, wenn solche Fragen ohne konkreten Bezug kommen? Was sagt
man, wenn ein Kind fragt:

Warum sterbe ich?

Der Leib stirbt, weil er verlebt ist, aber die Seele und der
Geiist lebt weiter.

Soweit stimme ich dir zu.

Sie kann bei Gott weiterleben wenn man

will, ohne den schweren schwach gewordenen Körper zu tragen

Häää??? Wieso bei Gott, warum nicht bei Buddha? Oder warum nicht einfach als Geist auf der Welt und den doofen Nachbarn erschrecken?

Wann sterbe ich?

Meistens wenn man alt und verlebt ist, aber wie gesagt, nur
der Körper

Aber woher weißt du das? „weißt“ von Wissen, Wissen wie beweisen! Wie wäre es mit Glauben? Und was ist, wenn dein Bruder vor kurzem mit 30 gestorben ist, weil er verunglückte oder sich das Leben wie wir es jetzt leben, genommen hat?

Und was ist dann, wenn ich sterbe? Komme ich da ins
Krankenhaus?

Der Körper ist nur noch Hülle und wird deshalb begraben, so
wie man ein Kleid das zu klein geworden ist weggibt, oder
sogar wegschmeisst.

Super Erklärung! Werde ich mir merken.

Tut das weh?

Manchmal schon etwas, aber das danach ist dafür winderschön,
wenn man zu Jesus gehören will.

Ich will aber nicht zu Jesus gehören, weil ich an den nicht glaube. Das ist eine Geschichtsfigur wie Caesar oder Nero oder wer-auch-immer für mich.
Das bedeutet, dass es für mich nicht wunderschön ist, weil ich nicht an irgendwen glaube, sondern im Hier und Jetzt lebe und EIGENVERANTWORTLICH und nicht „Gottbestimmt“ bin???
Welches Recht nimmt sich ein gläubiger Christ, eine solche These zu vertreten? Sage ich, dass du kein Recht hast auf ein wunderbares Wiedergeboren-werden oder ein Dasein im Paradies, nur weil du nicht meinen Glauben hast? Was, wenn das Kind einen moslemischen Freund hat, der auch nicht an Jesus glaubt? Meinst du wirklich, dass ist die Allmacht, und jeder, der anders denkt oder glaubt ist eine Seele ohne Wärme, Liebe und Geborgenheit irgendwo anders, wo auch immer das sein mag?
Soll mein Kind seinen Freund als minderwertiger wahrnehmen, weil er ja nicht an Jesus glaubt? Oder kann er jetzt nicht mehr sein Freund sein, weil er ja , wenn er tot ist, nicht mehr für ihn da ist, wo man selber denkt, hin zu gehen?

Wenn er sich mit seinem Freund über das Thema unterhält, sagt er ihm dann, das er selbst in den Himmel kommt, aber der liebe Freund nur in die Hölle (weil er ja nicht an Jesus glaubt)?

Ich möchte mit diesem Statement nicht ausdrücken, dass der Glaube an Jesus schlecht oder unangebracht ist, genausowenig wie der Glaube an Allah, an Gott, an nichts, an Buddha oder Götter. Ich finde nur bedenklich, wenn man den Glauben fundamentalistisch betreibt und offen oder unterschwellig andere Glaubensrichtungen (auch Unglauben) als schlecht oder verwerflich darstellt oder bei einem solch wichtigen Thema wie Tod, Glauben als Wissen oder Tatsache vertritt. Denn Glaube ist etwas, was wir gern so hätten, aber Wissen ist etwas, was ich auch beweisen kann.

Und ausserdem sollte ich meinem Kind die Wahl lassen und ihm auch zu verstehen geben, dass das gesagte meine Meinung ist und es durchaus noch andere Denken und Möglichkeiten gibt.

Meine Tochter dachte immer, alle Gestorbenen sind jetzt auf dem Stern (dem schönen ganz hellen). Irgendwann wollte sie eine vergrabene Ratte wieder ausgraben, weil die ja auf dem Stern ist und eigentlich weg sein müsste… (*hiiilffeeeee* ;o)), das aber überprüfen musste, wieso ist die noch in dem Loch und nicht weg … die Antwort weiß ich ab jetzt :o)
Irgendwann meinte sie, dass es auf dem Stern inzwischen ganz schön voll ist…

Inzwischen ist sie 9 und hat ein fast wissenschaftliches Interesse entwickelt (momentaner Berufswunsch: Hebamme und Pathologin).

Und tröstet mich über meinen für mich körperlich nicht mehr verfügbaren Bruder hinweg, wenn die Trauer zu groß ist, dass ich sie nicht mehr nur für mich habe, dass er ja gar nicht allein ist, Henry (unser Bulli), 2 Kamele, Opa, die Ratten und Mäuse, Schildkröten, Fritze (unser Westi) sind doch alle da und spielen mit ihm (mein Bruder war 39…). Kinder nehmen das anders wahr als wir, für sie spielt der erwachsene Mann mit allen… so wie sie selbst.

Sie glaubt an Wiedergeburt, weil ich es tue, wirft alle möglichen Thesen durcheinander bis es eine Suppe ergibt, die ihr schmeckt und die sie versteht. Dazu gehören Ansätze aus dem gelegentlichen, freiwilligen Religionsunterricht beider christlicher Glaubensrichtungen, moslemische Ansätze ihrer türkischen Freundin und allen möglichen anderen Eindrücke, die sie aufsaugt.

Ich persönlich glaube, man sollte einem Kind seinen Glauben vermitteln, ohne es für andere Glaubensrichtungen zu blockieren. Dazu gehört natürlich auch das Thema Tod und Sterben.
Und auch die Wissenschaft nicht aussen vor lassen, was den eigentlichen Vorgang zu sterben betrifft.

Bedenkliche Grüße
Sabine

Hoffe konte Dir helfen

Gruss
beat

Hallo Lotti

Was, wenn solche Fragen ohne konkreten Bezug kommen? Was sagt
man, wenn ein Kind fragt:

Warum sterbe ich?

Der Leib stirbt, weil er verlebt ist, aber die Seele und der
Geiist lebt weiter.

Soweit stimme ich dir zu.

Soweit sind wir uns ja noch einig

Sie kann bei Gott weiterleben wenn man

will, ohne den schweren schwach gewordenen Körper zu tragen

Häää??? Wieso bei Gott, warum nicht bei Buddha? Oder warum
nicht einfach als Geist auf der Welt und den doofen Nachbarn
erschrecken?

Es könnte so sein wie Du sagst, oder auch nicht. Schrieb es so, weil es so ist. Oder weil ich weiss das es so ist. Oder weil ich es wissen kann, weil ich wie viele Andere auch Gott erfahren haben.

Wann sterbe ich?

Meistens wenn man alt und verlebt ist, aber wie gesagt, nur
der Körper

Aber woher weißt du das?

Siehe oben

„weißt“ von Wissen, Wissen wie
beweisen!

Alles was man angeblich beweisen kann, beruht schlussendlich auf Grundannahmen. Die ganze Physik baut auf Axiome auf, das sind unbeweisbare Grundsätze.

Wie wäre es mit Glauben?

Glauben hat 2 bedeutungen, der erste ist nicht wissen. Der Zweite heisst erfahrenes Wissen. Anders gesagt, nur wer wirklich weiss, kann wirklich glauben.

Und was ist, wenn dein
Bruder vor kurzem mit 30 gestorben ist, weil er verunglückte
oder sich das Leben wie wir es jetzt leben, genommen hat?

Ich schrieb ja MEISTENS ist es so, dass der Körper verbraucht ist.

Und was ist dann, wenn ich sterbe? Komme ich da ins
Krankenhaus?

Der Körper ist nur noch Hülle und wird deshalb begraben, so
wie man ein Kleid das zu klein geworden ist weggibt, oder
sogar wegschmeisst.

Super Erklärung! Werde ich mir merken.

Tut das weh?

Manchmal schon etwas, aber das danach ist dafür winderschön,
wenn man zu Jesus gehören will.

Ich will aber nicht zu Jesus gehören, weil ich an den nicht
glaube.

Dann trifft das obgenannte nicht auf Dich zu. Gott hat jedem die Wahl gelassen.

Das ist eine Geschichtsfigur wie Caesar oder Nero oder
wer-auch-immer für mich.

Ist Dein Entscheid, der nebenbei auf keinerlei Beweisen fusst

Das bedeutet, dass es für mich nicht wunderschön ist, weil ich
nicht an irgendwen glaube, sondern im Hier und Jetzt lebe und
EIGENVERANTWORTLICH und nicht „Gottbestimmt“ bin???

Stell Dir vor, jemand fährst auf einer Strasse und ein Anderer sagt ihm, er sollst rechts abbiegen da sei es wunderschön und gerade aus komme der Abgrund.
Er entscheidest sich trotzdem eigenverantwortlich und nicht fremdbestimmt weiter gerade aus zu fahren. Wäre nicht fair, wenn derjenige sich dann beklagen würde, wenn er keine wunderschöne Zukunft hat, oder?

Welches Recht nimmt sich ein gläubiger Christ, eine solche
These zu vertreten?

Nehme mir kein Recht heraus, sondern sage nur, was Jesus sagte

Sage ich, dass du kein Recht hast auf ein
wunderbares Wiedergeboren-werden oder ein Dasein im Paradies,
nur weil du nicht meinen Glauben hast?

Das sage ich auch nicht. Ich sage nur, wer auf dem bisherigen Weg weiterfährt, fährt in den Abgrund nach dem hiesigen Tod. Das Evangelium, die frhe Botschaft sagt eben, dass es Rettung gibt zeigt die Abzweigung auf, wie oben beschrieben.

Was, wenn das Kind
einen moslemischen Freund hat, der auch nicht an Jesus glaubt?

Was wenn das Kind einen Freund hat, der auf der obgenannten Strasse gerade aus fährt?

Meinst du wirklich, dass ist die Allmacht, und jeder, der
anders denkt oder glaubt ist eine Seele ohne Wärme, Liebe und
Geborgenheit

Es ist keine Allmacht, es ist die konsequenz der entscheidung. Habe auch nie gesagt, dass solche Menschen weniger Wärme und liebe haben als Andere.

irgendwo anders, wo auch immer das sein mag?

gerade aus ist das Ziel anders als wenn man abbiegt, oder?

Soll mein Kind seinen Freund als minderwertiger wahrnehmen,
weil er ja nicht an Jesus glaubt?

Oh nein, keinesfalls. Jemand der an Jesus glaubt ist dadurch nicht besser als ein anderer. Gott liebt auch alle Menschen gleich.

Oder kann er jetzt nicht
mehr sein Freund sein, weil er ja , wenn er tot ist, nicht
mehr für ihn da ist, wo man selber denkt, hin zu gehen?

Ist jemand nicht mehr Dein Freund, wenn er sich entgegen Deinem Tip für etwas entscheidet, welches ihm selber nicht gut tut?

Wenn er sich mit seinem Freund über das Thema unterhält, sagt
er ihm dann, das er selbst in den Himmel kommt, aber der liebe
Freund nur in die Hölle (weil er ja nicht an Jesus glaubt)?

Nein, er sagt ihm die gute Nachricht, dh. dass er alle seine Sünden Jesus bekennt hat und Jesus für all diese Sünden bezahlt hat, ihm vergeben wurde und er deshalb schuldlos und frei ist und ewiges Leben haben wird.
Da man seinen Freunden auch das beste wünscht, sagt man dem Freund im richtigen Moment auch, dass er dies auch haben könne.

Ich möchte mit diesem Statement nicht ausdrücken, dass der
Glaube an Jesus schlecht oder unangebracht ist, genausowenig
wie der Glaube an Allah, an Gott, an nichts, an Buddha oder
Götter.

tatsache ist, das diese sachen einander widersprechen, oder anders gessagt, nur der eine Glaube kann wahr sein. Ist wie eine Frau die schwanger ist, es kann ein ub, ein Mädchen oder sogar mehrere sein. Aber es kann nur eine einzige Möglichkeit wahr sein!

Ich finde nur bedenklich, wenn man den Glauben
fundamentalistisch betreibt und offen oder unterschwellig
andere Glaubensrichtungen (auch Unglauben) als schlecht oder
verwerflich darstellt oder bei einem solch wichtigen Thema wie
Tod, Glauben als Wissen oder Tatsache vertritt.

Habe nie etwas als schlecht bezeichnet, nur als nicht richtig. Fändest du es schlecht, dass der Mensch an der Kreuzung bei obiger Geschichte, dem anderen zu der guten Abzweigung geraten hat? Also ich fände es schlecht, wenn er es NICHT getan hätte.

Denn Glaube
ist etwas, was wir gern so hätten,

nicht unbedingt, siehe oben

aber Wissen ist etwas, was
ich auch beweisen kann.

Kannst du nicht, siehe oben.

Und ausserdem sollte ich meinem Kind die Wahl lassen und ihm
auch zu verstehen geben, dass das gesagte meine Meinung ist
und es durchaus noch andere Denken und Möglichkeiten gibt.

Würdest Du Deinem Kind die wahl lassen, ob es die rechte Abzweigung nimmt oder nicht? Lässt Du ihm die Wahl, ob es über die hauptstrasse rennt oder nicht? Das andere auch anders denken, das muss man ihm selbstverständlich sagen.

Meine Tochter dachte immer, alle Gestorbenen sind jetzt auf
dem Stern (dem schönen ganz hellen). Irgendwann wollte sie
eine vergrabene Ratte wieder ausgraben, weil die ja auf dem
Stern ist und eigentlich weg sein müsste… (*hiiilffeeeee*
;o)), das aber überprüfen musste, wieso ist die noch in dem
Loch und nicht weg … die Antwort weiß ich ab jetzt :o)
Irgendwann meinte sie, dass es auf dem Stern inzwischen ganz
schön voll ist…

Smile, lustige Geschichte. Du kanns dem kind aber auch kindsgerecht den Glauben auch betreffend Tod rüpberbringen. Gibt dazu gute Literatur

Inzwischen ist sie 9 und hat ein fast wissenschaftliches
Interesse entwickelt (momentaner Berufswunsch: Hebamme und
Pathologin).

Genial :smile:)

Und tröstet mich über meinen für mich körperlich nicht mehr
verfügbaren Bruder hinweg, wenn die Trauer zu groß ist, dass
ich sie nicht mehr nur für mich habe, dass er ja gar nicht
allein ist, Henry (unser Bulli), 2 Kamele, Opa, die Ratten und
Mäuse, Schildkröten, Fritze (unser Westi) sind doch alle da
und spielen mit ihm (mein Bruder war 39…). Kinder nehmen das
anders wahr als wir, für sie spielt der erwachsene Mann mit
allen… so wie sie selbst.

Hast eine liebe Tochter…

Sie glaubt an Wiedergeburt, weil ich es tue,

eben siehst Du? Du kannst Dein Kind nicht neutral aufziehen.
Würdest du dem Kind die Wiedergeburt auch vermuiitteln, wenn du absolut sicher wärst, dass es sie so nicht gibt?

wirft alle
möglichen Thesen durcheinander bis es eine Suppe ergibt, die
ihr schmeckt und die sie versteht. Dazu gehören Ansätze aus
dem gelegentlichen, freiwilligen Religionsunterricht beider
christlicher Glaubensrichtungen, moslemische Ansätze ihrer
türkischen Freundin und allen möglichen anderen Eindrücke, die
sie aufsaugt.

Das ist normal. Du kannst das Kind nicht glaubenslos lassen, kannst ihm höchstens helfen, „der weg, die wahrheit und das leben“ zu finden

Ich persönlich glaube, man sollte einem Kind seinen Glauben
vermitteln, ohne es für andere Glaubensrichtungen zu
blockieren.

Nicht möglich. ZB: Es gibt ein Gott, schliesst alle Religionen aus, die mehrere haben, Allah ist der prophet, schliesst Jesus und Budda aus, etc etc.

Dazu gehört natürlich auch das Thema Tod und
Sterben.

wenn Du sicher wüsstest wie es wäre, würdest du dem Kind seinen Glauben einfach so neutral lassen

Und auch die Wissenschaft nicht aussen vor lassen, was den
eigentlichen Vorgang zu sterben betrifft.

So viel konnte die bisher nicht beitragen, höchstens, dass da nebst der materie noch was sein sollte.

Liebe grüsse
beat