Kindergärten und deren Gebühren

Hi!

Etwas weiter unten kam in einigen Antworten die berechtigte Empörung üner die hohen Beiträge, die Eltern für ihre Kids im KiGa zahlen müssen!
Auch ich finde diese Zahlen zu teuer, und auch ich rege mich (ab März) furchtbar darüber auf!

Aber irgendjemand erzählte etwas von: Lass Dir mal den Jahresabschluss zeigen - das wird Dir schwer fallen, und die Leiterin weiss, warum… (kein Zitat, nur sinngemäß)

Ich möchte hier mal die Kindergärten in Schutz nehmen - die können am wenigsten etwas dafür, dass unsere Politik die Förderung sträflich vernachlässigt!

Nur mal eine Beispielrechnung:

Ein Kindergarten mit drei Gruppen zu je 25 Kindern hat eine (blauäugig gerechnete) Einnahme von 22500,- DM / Monat (ich habe 300 DM pro Kind gerechnet - ein ziemlich hoher Durchschnittswert)

Lasst jetzt mal 3 Gruppenleitungen (ich stelle mal keine freigestellte KiGa-Leiterin ein) und 3 Teilzeitkräfte dort arbeiten…
3 Gruppenleiterinnen á 4.500,-DM Bruttoeinkommen (eher wenig)
3 Teilzeitkräfte…á 2.750,-DM

Gesamtbrutto: 21.750,- DM

Arbeitgeberanteile an Sozialversicherungen:
Rentenversicherung…9,55%…2.077,12 DM
Arbeitslosenvers…3,25%…706,87 DM
Krankenversicherung…6,25%…1.359,37 DM
Pflegeversicherung…0,85%…184,87 DM

Das macht eine Gesamtsumme von: 26.078,23 DM -> also ein Minus alleine in den Personalkosten von 3.578,23 DM.

Keine Miete, kein Strom, kein Wasser, keine Einrichtung, keine Materialien, kein Spielzeug, etc. pp.

Das ganze ist eine extrem blauäugige Rechnung! Zum einen verdienen Erzieherinnen in der Regel doch etwas mehr, zum anderen habe ich mit 12,5% eine eher günstige Krankenkasse zu Grunde gelegt, und der Durchschnitt von 300 DM ist auch sehr hoch.

Klar werden Kindergärten (oder vielmehr deren Träger) bezuschusst, und ebenso klar wäre ich nur bedingt bereit, mich als Vater mit mehr als mit meinem extremen Beitrag (ich würde gerne 300 DM zahlen!) zu beteiligen!

Aber bitte: Werft den Kindergärten keine Mißwirtschaft vor! Dafür sind andere Stellen verantwortlich!

Gruß
Guido, der einfach mal eine Lanze für die Kindergärten brechen wollte

Hallo Eltern
Gehen wir mal von einem Regelkindergarten mit 20 Öffnungstagen im Monat und 7 stündiger Tagesöffnungszeit aus.
Macht nach Adam Riese 140 Betreuungsstunden im Monat. 300 DM Beitrag (Gutverdiener! denn es wird nach Einkommen gestaffelt in NRW ist 87 DM der geringste Beitrag!) geteilt durch 140 Std. sind 2.15 DM pro Stunde. Ich glaub Kindermädchen sind teurer und vor allem unqualifiziert. Schätze auch der Unterhalt fürs Auto ist teurer!!!Aber DAS ist ja auch das liebste Kind. Also bitte erst rechnen - dann aufregen!

Um noch was klarzustellen: kirchliche Träger übernehmen 21% der Gesamtkosten für ihre Einrichtungen selber, den Rest Kommune und Land. Sogenannte „Armenträger“ wie Elterninis und DRK, AWO etc. nur 6%. Die können sich dann oft noch einen größeren Personalschlüssel „leisten“ weil sie es ja nicht selbst bezahlen müssen. Bei Kirchens kriegt eine Leitung keine zusätzlichen Stunden bewilligt, da die Personalkosten der Träger unterhält.Erst ab 100 Kindern gibt es eine volle Kraft dazu und wird die Leitung für die Verwaltung freigestellt.
Klar das sie sich über jede Elternhilfe freuen…

Erzieher müßten übrigens einen Beitrag von 87 DM für ihr Kind bezahlen, sooo gut verdienen sie. Und das nach 4 Jahren Fachausbildung mit so gut wie keiner Aufstiegsmöglichkeit ohne weiterer Zusatzausbildung.

Billiger ginge es! - Klar! - laßt ungeschultes Personal auf eure Kinder los, dann sinken die Beiträge. Aber mäkelt dann nicht, wenn Verhaltensauffälligkeiten steigen, sie in der Schule nicht mehr klar kommen, euch keiner mehr darauf hinweist wo besondere Begabungen zu fördern wären, Defizite auszugleichen sind. Kurz gesagt eure Kinder nur noch verwahrt, nicht gefördert werden.
Das die ersten Jahre die wichtigsten sind, ist scheinbar unwichtig.

mfG croeti

KiGa und deren Gebühren - meine Ansicht
Liebe Leute,
ich gehen gar nicht davon aus, daß ein KiGa irgendwie kostendeckend arbeiten kann ! So naiv kann doch keiner sein . Wenn ich einen Kindergarten will, der kostendeckend arbeitet, vielleicht sogar gewinnbringend, dann schick ich den Kleinen in einen Privatkindergarten für 1050,- DM im Monat; dann erwarte ich aber auch noch andere Leistungen. Beispielsweise die Möglichkeit der 2-Sprachigkeit (deutsch/englisch), die Weiterführung in einer internationalen Schule, etc.
Aber es ist nicht nur die Pflicht von uns Eltern, das Beste für unsere Kids zu wollen, es ist auch die verdammte Pflicht des Staates. Und dafür, daß die Kirche nur 21% „Anteile“ hält, reißt Sie aber ordentlich das Maul auf - das kann ich Euch sagen. Da beschloß man im Gemeinderat kürzlich eine Essensgelderhöhung um 20,-DM im Monat - das waren bei uns 30 % — 30%, das muß man sich mal vorstellen. „Naja, 20 mark im Monat wird doch für Keinen ein Problem sein“ - sagte einer im Rat – ist es doch !!, nämlich für jemanden mit 3 Kindern, in einer teuren Mietwohnung, und im mittleren bis untern Gehaltsgefüge als Alleinverdiener.
Aber Kartoffeln zum Kartoffelfeuer sollen wir selbst mitbringen !!!
Ich sehe überhaupt nicht ein, daß ich ständig alleine über die Kosten, die mein Nachwuchs jetzt erzeugt, nachdenken muß. Das ist Aufgabe und Pflicht der gesamten Gemeinschaft - sprich des Staates ! Wir brauchen 800,- DM Kindergeld, und freie Kindergärten mit gutbezahltem Spitzenpersonal. Dieses Ziel verfolgt keine einzige Partei auch nur annähernd. Und sage jetzt keiner, ich sei ein Utopist: fahrt nach Norwegen oder Schweden, die sind auf dem Besten Weg. Gegenfinanzierung ? Wir haben eine Pflegekasse, in die viele einzahlen müssen, die nie pflegebedürftig sein werden, wir brauchen eine Kinderkasse, in die auch Kinderlose einzahlen müssen - sogar verstärkt. Die Steuergelder eines Führerscheinlosen werden trotzdem zum Bau von Autobahnen verwendet. Ich jedenfalls finde 300,- DM zu viel, um dann am Wochenende noch ne Schaukel einzugraben. Wir sind grundsätzlich auf dem falschen Weg!! Und wartet mal - der Kirche geht ja auch immer mehr das Geld aus. Die Anteile werden sinken, aber die Macht werden Sie nicht abgeben. Und Kindergärtnerinnen, die sich scheiden lassen, werden immer noch gefeuert werden.
Gruß, Stephan

Zustimmung!

Ich sehe überhaupt nicht ein, daß ich :ständig alleine über die Kosten, die mein :Nachwuchs jetzt erzeugt, nachdenken muß. Das
ist Aufgabe und Pflicht der gesamten :Gemeinschaft - sprich des Staates ! Wir :brauchen 800,- DM Kindergeld, und freie
Kindergärten mit gutbezahltem :Spitzenpersonal. Dieses Ziel verfolgt keine :einzige Partei auch nur annähernd. Und sage
jetzt keiner, ich sei ein Utopist: fahrt :nach Norwegen oder Schweden, die sind auf :dem Besten Weg. Gegenfinanzierung ? Wir
haben eine Pflegekasse, in die viele :einzahlen müssen, die nie pflegebedürftig :sein werden, wir brauchen eine Kinderkasse, :in die auch Kinderlose einzahlen müssen - :sogar verstärkt. Die Steuergelder eines :Führerscheinlosen werden trotzdem zum Bau
von Autobahnen verwendet. Ich jedenfalls :finde 300,- DM zuviel, um dann am Wochenende :noch ne Schaukel einzugraben. Wir sind :grundsätzlich auf dem falschen Weg!!

Das sehe ich genauso. Und das muß ich loswerden, auch wenn ich selbst keine Kinder habe. Wären die Gegebenheiten so positiv, wie in Deinen „Utopien“, dann hätte ich auch gerne Kinder.

Und ich wäre auch gerne bereit, als Kinderlose mehr Steuern zu zahlen, wenn ich im Gegenzug wüßte, daß ich ggf. auf eine funktionierende Struktur von Kinderbetreuung und Kinderfreundlichkeit in der Gesellschaft rechnen könnte, wenn ich selbst sie bräuchte. Es wundert mich auch schon seit Langem, daß so wenig Forderungen an die Gesellschaft gestellt werden: Die Kinderlosen betrachten dies meist nicht als ihr Problem (obwohl sich dies ja bekanntlich schnell ändern kann), die Eltern sind entweder doppelbelastet und vermutlich zu erschöpft, um noch viele Forderungen zu stellen, oder sie finden es irgendwie gut, daß sie selbst privat so hoch gefordert werden.

Ich, wie gesagt, verstehe es nicht. Kinderkriegen könnte doch wirklich wesentlich einfacher sein!

Viele Grüße, Stefanie
http://www.diskussionen-im-netz.de

Hi Guido,
Dein Posting ehrt Dich ja,aber was sagst Du dazu:
Bisher war es bei unserem Kindergarten (Gemeinde ist Träger)so,das die Staffel der Beiträge sich nach dem Einkommen der Eltern richtete.Grundlage war Summe X.Wer weniger verdiente,der musste logischerweise weniger bezahlen.Bei Einkommensunterschreitung von 10 Prozenz,bezahlten die Eltern nur noch Summe Y,bei Unterschreitung von 20% nur noch Summe Z usw.
Jetzt kommt der Hammer:
Da diese Gemeinde eine der reichsten Deutschlands ist,gilt die gleiche Regelung auch für Einkommensüberschreitung.D.h.,wer mehr als 10% über der Grenze liegt,zahlt auch nur noch Summe Y,wer mehr als 20% verdient,zahlt ebenfalls nur Summe Z.
Versteht das irgendwer?Je mehr ich verdiene,desto weniger zahle ich.Sind unsere Kinder nichts mehr wert?
Wenn in diesem Kindergarten zuviel Geld übrig ist,warum verteilt man es nicht in so einer Art „Finanzausgleich“ auf andere Kindergärten?
Kopfschüttelnde Grüße
Sebastian

Ich, wie gesagt, verstehe es nicht. Kinderkriegen könnte doch
wirklich wesentlich einfacher sein!

Da magst Du Recht haben - dies ist auch der Grund warum die Zahl der Neugeborenen stark zurück geht - es kann sich bald keiner mehr ein Kind leisten - leider! Es fängt mit den Gebühren im Kindergarten an - es sind nicht nur die monatlichen Gebühren sondern es kommt noch Kochgeld dazu oder Bastelgeld. Kommen die Kids in die Schule fällt zwar der monatliche Beitrag weg, aber es geht los mit Schulbücher kaufen, jedenfalls hier in RP - hier muss man als Eltern alle und ich meine alle Schulbücher selber kaufen, dazu kommt noch Kopiergeld von 40,-- DM und Sonderlektüren etc. Ich habe mittlerweile 3 Kinder in der Schule und ehrlich gesagt, wenn ich das alles gewußt hätte, hätte ich es mir überlegt mit den Kids. Nur wenn man selbst keine Kids in der Schule oder so hat, erfährt man davon ja noch nichts. Ich finde es jedenfalls ganz schön arg was der Staat da macht!

Aara

Es kann und darf nicht sein,
das Kinderkriegen und Kinder erziehen sich nur noch „gut betuchte“ leisten können.Sicherlich ist das momentan so.
Ich verzichte gern auf diverse Sachen,um meinen Kindern eine gute
Erziehung zu bieten.Aber in den Kindergärten und Schulen läuft heute doch ohne Arbeitseinsatz/finanziellen Einsatz der Eltern fast nichts mehr.Der Staat zieht sich immer mehr aus seiner Verantwortung.Da wird (zumindest bei uns)die Strassenbeleuchtung mit irrem finanziellem Aufwand umgerüstet auf optisch ansprechendere Strassenlaternen und in den Schulen und Kindergärten wird wiedermal gekürzt.Wo setzt der Staat eigentlich die Prioritäten?
Gruß Sebastian

Wo setzt der Staat

eigentlich die Prioritäten?

Das frag ich auch oft genug! Das sagen die immer - Geburtenstarker Rückgang - aber warum, daß wollen sie leider nicht sehen. Ich glaube das einige Ehepaare sich ein Kind anschaffen würden, wenn sie dadurch nicht so finanzielle belastet würden. Klar kosten Kinder Geld, das war schon immer so, nur finde ich, daß es langsam aber sicher immense Ausmaße annimmt und das sollte doch eigentlich nicht sein.

Aara

Moment mal!
Hi!

Heißt das, dass der Beitrag schrumpft, je mehr Du verdienst?!?!?!

Das wäre in der Tat extrem krass!

Gruß
Guido

Eigentlich meine Rede…
Hi!

Gehen wir mal von einem Regelkindergarten mit 20 Öffnungstagen
im Monat und 7 stündiger Tagesöffnungszeit aus.
Macht nach Adam Riese 140 Betreuungsstunden im Monat. 300 DM
Beitrag (Gutverdiener! denn es wird nach Einkommen gestaffelt
in NRW ist 87 DM der geringste Beitrag!) geteilt durch 140
Std. sind 2.15 DM pro Stunde. Ich glaub Kindermädchen sind
teurer und vor allem unqualifiziert.

Nicht jedes Kindermädchen ist un- oder minderqualifiziert!

Schätze auch der
Unterhalt fürs Auto ist teurer!!!Aber DAS ist ja auch das
liebste Kind. Also bitte erst rechnen - dann aufregen!

Wenn ich nachrechne…
Alle steuerlichen „Belastungen“ (kann ein Kind belasten??), die mir durch mein Kind entstehen zuzüglich der KiGa-Gebühr sind garantiert höher als die Belastungen für mein Auto (das ich übrigens zu Ausübung meines Berufs benötige, und somit zu einem weitaus größeren Teil absetzen kann als mein Kind).

Um noch was klarzustellen: kirchliche Träger übernehmen 21%
der Gesamtkosten für ihre Einrichtungen selber, den Rest
Kommune und Land. Sogenannte „Armenträger“ wie Elterninis und
DRK, AWO etc. nur 6%. Die können sich dann oft noch einen
größeren Personalschlüssel „leisten“ weil sie es ja nicht
selbst bezahlen müssen. Bei Kirchens kriegt eine Leitung keine
zusätzlichen Stunden bewilligt, da die Personalkosten der
Träger unterhält.Erst ab 100 Kindern gibt es eine volle Kraft
dazu und wird die Leitung für die Verwaltung freigestellt.
Klar das sie sich über jede Elternhilfe freuen…

Das ist der Punkt den ich kritisiere! Warum werden Milliarden in (zum Beispiel) einen völlig sinnentleerten Umzug nach Berlin gesteckt und unsere Kindergärten und Schulen mit nur lächerlichen Zuschüssen bedacht?!

Erzieher müßten übrigens einen Beitrag von 87 DM für ihr Kind
bezahlen, sooo gut verdienen sie. Und das nach 4 Jahren
Fachausbildung mit so gut wie keiner Aufstiegsmöglichkeit ohne
weiterer Zusatzausbildung.

Ich kenne die Staffelung der Beiträge nicht - allerdings kann ich mir nicht vorstellen, dass meine Frau (Erzieherin, 9. BJ) bei einem Einkommen von DM 62394,93 nur DM 87,- zahlen müsste…

Billiger ginge es! - Klar! - laßt ungeschultes Personal auf
eure Kinder los, dann sinken die Beiträge. Aber mäkelt dann
nicht, wenn Verhaltensauffälligkeiten steigen, sie in der
Schule nicht mehr klar kommen, euch keiner mehr darauf
hinweist wo besondere Begabungen zu fördern wären, Defizite
auszugleichen sind. Kurz gesagt eure Kinder nur noch verwahrt,
nicht gefördert werden.

Siehe meinen Kommentar zum Thema Steuern weiter oben

Gruß
Guido

P.S. In einem Privatkindergarten - max. 15 Kinder pro Gruppe bei zwei Erzieherinnen (in einem KiGa sind es in der Regel eine Erzieherin und eine Kinderpflegerin) würde ich 580 DM im Monat zahlen. Und der finanziert sich damit!!!

Hi Guido,
ich hab es dreimal lesen müssen.Ja,je mehr ich verdiene,desto weniger zahle ich.Der gelackmeierte ist derjenige,der den Durchschnittsbetrag verdient.Ich zahle trotz Gehaltserhöhung jetzt weniger als vorher.Verkehrte Welt.
Gruß Sebastian

Hi Aara,
es ist aber doch so schön einfach.Da unsere Kinder ja unsere Rente erwirtschaften müssen,kann man das doch auch anders machen.
Da nicht genügend Kinder geboren werden,wird dem Verdiener jetzt nahegelegt,seine Altersvorsorge doch bitteschön selbst zu sichern.Das wird steuerlich begünstigt.Also wozu Familien unterstützen?Ich will nicht klagen,meinen Kindern und mir gehts gut,meine Frau braucht nicht zu arbeiten und hat Zeit für die Kinder.Aber ich bin kein Maßstab.Es gibt leider genügend Eltern,die mehr unterstützt werden sollten.
Gruß Sebastian

Hallo Stephan,

ich stimme Dir voll zu!!!

Diese flammende Rede solltest Du mal vor dem Bundestag halten um genau auf diesen Mißstand hinzuweisen. An der (Aus-)Bildung der Kinder zu sparen halte ich gesellschaftlich für äußerst gefährlich!

Dazu muß ich sagen, daß ich noch gut dran bin und mit einem relativ guten Einkommen für mein Kind (kirchlicher Kindergarten) monatlich ca. DEM 165,- bezahlen muß.

Peter

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Gebühren online
Hallo Ihr!

WOW! Ein anderer Kommentar fällt mir momentan auf Eure Reaktionen nicht ein! Klasse Diskussion (obwohl die meisten ja alle einer Meinung sind).

Bei se wei: Gibt es im Web eine Adresse, in der man sieht, bei welchem Einkommen welcher Beitrag zu zahlen ist? In meinem Fall wäre es NRW. Gibt es eine Höchstgrenze?

Gruß
Guido

Hallo, Guido

Genaue Angaben zur Staffelung finden sich im GTK „Gesetz für Tageseinrichtungen für Kinder“ (§17)
Jahreseinkommen:frowning:NRW)von 1998
bis 24000,- Beitrag = 0,-
über 24000,- Beitrag Kindergarten:50,- +30,- Übermittag --(Kinder unter 3J. 130,-)
über 48000,- Beitrag = 85,- +50,- Ü-m (unter 3J. 270,-)
über 72000,- Beitrag = 140,- +80,-Ü-m (unter 3J.400,-)
über 96000,- Beitrag = 220,- +120 Ü-m (u.3J. 530,-)
über 120000,- Beitrag =290,-+160,-Ü-m (u3J.600,-)
Geschwisterkinder die die Einrichtung gleichzeitig besuchen ist der Beitrag für ein Kind zu bezahlen…

BTW: Diese deiner Aussage möchte ich nicht unbeantwortet lassen:
>"P.S. In einem Privatkindergarten - max. 15 Kinder pro Gruppe >bei zwei Erzieherinnen (in einem KiGa sind es in der Regel eine >Erzieherin und eine Kinderpflegerin) würde ich 580 DM im Monat >zahlen. Und der finanziert sich damit!!! "

Dann lieber nach Einkommen gestaffelt - der Gerechtigkeit den Kindern gegenüber zuliebe, denn soll es in Zukunft so aussehen, das die Qualität der Kinderbetreuung nur noch dem gewährleistet wird, der auch das nötige Kleingeld mitbringt? JEDES Kind hat das gleiche Recht auf Bildung. Diese ist hier leider immer noch grottenschlecht ( beschwert sich anscheinend keiner) - aber wenigstens haben gesetzlich alle die gleichen Voraussetzungen. Wenigstens was Bildung/ Ausbildung betrifft sollte es auch so bleiben!!! Einen weiteren Schritt, die gesellschaftliche Kluft zu vergrößern, möchte ich nicht gehen. Solange sich für keine bessere Möglichkeit eingesetzt wird, trägt jeder in seinem Rahmen dazu bei.

Eine Beitragsbefreiung für alle Eltern, das würde ich unterstützen!!! Der Staat sollte seiner Bildungspflicht endlich nachkommen müssen! Nicht nur im Vorschulbereich, in den Schulen siehts z.T. noch schlimmer aus. „Bildung unter besten Bedingungen“ (erforscht sind ja genug, Prävention in vielerlei Hinsicht damit verbunden) - diese sollten wir Eltern mit Nachdruck fordern. Die nötigen Gelder? - Die Maßstäbe für die Verteilung müßten sich ändern, wie du bereits sagtest.
Doch wer setzt die Prioritäten??? Wenn keiner Forderungen stellt…

mfG Croeti

Danke!
Hi Croeti!

über 120000,- Beitrag =290,-+160,-Ü-m (u3J.600,-)
Geschwisterkinder die die Einrichtung gleichzeitig besuchen
ist der Beitrag für ein Kind zu bezahlen…

Na ja - aber mehr geht nicht, oder? Dann würde ich nämlich doch den privaten KiGa bevorzugen - ist nämlich dann nicht mehr viel teurer…

Dann lieber nach Einkommen gestaffelt - der Gerechtigkeit den
Kindern gegenüber zuliebe, denn soll es in Zukunft so
aussehen, das die Qualität der Kinderbetreuung nur noch dem
gewährleistet wird, der auch das nötige Kleingeld mitbringt?
JEDES Kind hat das gleiche Recht auf Bildung. Diese ist hier
leider immer noch grottenschlecht ( beschwert sich anscheinend
keiner) - aber wenigstens haben gesetzlich alle die gleichen
Voraussetzungen. Wenigstens was Bildung/ Ausbildung betrifft
sollte es auch so bleiben!!! Einen weiteren Schritt, die
gesellschaftliche Kluft zu vergrößern, möchte ich nicht gehen.
Solange sich für keine bessere Möglichkeit eingesetzt wird,
trägt jeder in seinem Rahmen dazu bei.

Das ist eigentlich genau meine Meinung! EIGENTLICH!!! Denn - da muss man mir meinen Egoismus schon verzeihen - sehe ich in erster Linie das Wohl meines Kindes, wobei mir die Solidarität ziemlich egal ist!
Die selbe Situation gibt es doch bei der Krankenversicherung. Eigentlich ist die gesetzliche Krankenversicherung mit ihrer Einkommensstaffelung klasse (jeder sollte die gleiche Behandlung bekommen), aber ab dem 1.6. bin ich mit meinem Sohn privat versichert. Nicht, weil es billiger ist (die 50,- DM im Monat machen’s nicht!), sondern weil ich sicher gehen will, daß mein Zwerg eine vernünftige Versorgung bekommt (und die sehe ich bei den Gesetzlichen zunehmend schwinden). Aber das ist ein anderes Thema…

Die Tatsache, daß meine Frau meinen Sohn nach Ablauf ihres Erziehungsurlaubs in den KiGa mitnehmen kann (natürlich in eine andere Gruppe), nimmt mir die Entscheidungsfindung ab, ob er in einen privaten oder öffentlichen KiGa geht…

Eine Beitragsbefreiung für alle Eltern, das würde ich
unterstützen!!! Der Staat sollte seiner Bildungspflicht
endlich nachkommen müssen! Nicht nur im Vorschulbereich, in
den Schulen siehts z.T. noch schlimmer aus. „Bildung unter
besten Bedingungen“ (erforscht sind ja genug, Prävention in
vielerlei Hinsicht damit verbunden) - diese sollten wir Eltern
mit Nachdruck fordern. Die nötigen Gelder? - Die Maßstäbe für
die Verteilung müßten sich ändern, wie du bereits sagtest.
Doch wer setzt die Prioritäten??? Wenn keiner Forderungen
stellt…

Das unterschreibe ich!

Gruß
Guido

Hi Croeti!

über 120000,- Beitrag =290,-+160,-Ü-m (u3J.600,-)
Geschwisterkinder die die Einrichtung gleichzeitig besuchen
ist der Beitrag für ein Kind zu bezahlen…

Na ja - aber mehr geht nicht, oder? Dann würde ich nämlich
doch den privaten KiGa bevorzugen - ist nämlich dann nicht
mehr viel teurer…

Nein, mehr m.W.n. nicht.

Dann lieber nach Einkommen gestaffelt - der Gerechtigkeit den
Kindern gegenüber zuliebe, denn soll es in Zukunft so
aussehen, das die Qualität der Kinderbetreuung nur noch dem
gewährleistet wird, der auch das nötige Kleingeld mitbringt?
JEDES Kind hat das gleiche Recht auf Bildung. Diese ist hier
leider immer noch grottenschlecht ( beschwert sich anscheinend
keiner) - aber wenigstens haben gesetzlich alle die gleichen
Voraussetzungen. Wenigstens was Bildung/ Ausbildung betrifft
sollte es auch so bleiben!!! Einen weiteren Schritt, die
gesellschaftliche Kluft zu vergrößern, möchte ich nicht gehen.
Solange sich für keine bessere Möglichkeit eingesetzt wird,
trägt jeder in seinem Rahmen dazu bei.

Das ist eigentlich genau meine Meinung! EIGENTLICH!!!
Denn - da muss man mir meinen Egoismus schon verzeihen - sehe
ich in erster Linie das Wohl meines Kindes, wobei mir die
Solidarität ziemlich egal ist!

Schade, denn erst wenn alle mal an einem Strang ziehen und ihre Forderungen deutlich machten, würd sich mal etwas bewegen.
Solange wird (muß)das bestehende Verfahren gelten, über das sich „eigentlich“ :wink: alle ärgern.

Uns wurde vom Träger mit Sanktionen gedroht, als wir anfingen für Verbesserungen einzutreten. Erreicht haben wir bei allem Einsatz so gut wie gar nichts - einfach zuwenig öffentliches Interesse. Kinder haben eben keine Lobby.
Vielleicht kannst du jetzt besser verstehen warum ich ziemlich arg auf die Postings reagiert habe.

Die selbe Situation gibt es doch bei der Krankenversicherung.
Eigentlich ist die gesetzliche Krankenversicherung mit ihrer
Einkommensstaffelung klasse (jeder sollte die gleiche
Behandlung bekommen), aber ab dem 1.6. bin ich mit meinem Sohn
privat versichert. Nicht, weil es billiger ist (die 50,- DM im
Monat machen’s nicht!), sondern weil ich sicher gehen will,
daß mein Zwerg eine vernünftige Versorgung bekommt (und die
sehe ich bei den Gesetzlichen zunehmend schwinden). Aber das
ist ein anderes Thema…

Eben! - das ist doch erschreckend. Menschen in Klassen einzuteilen! Dem stellt sich auch niemand entgegen. Und wehm ist sein Einkommen heute noch sicher??

Die Tatsache, daß meine Frau meinen Sohn nach Ablauf ihres
Erziehungsurlaubs in den KiGa mitnehmen kann (natürlich in
eine andere Gruppe), nimmt mir die Entscheidungsfindung ab, ob
er in einen privaten oder öffentlichen KiGa geht…

Wäre es nicht spitze, wenn die Unterbringung der Kinder nach dem Erziehungsurlaub ein leichtes und selbstverständliches wäre?
Gerade die Unterbringungsbedingungen für Kinder sind DAS Manko, das Frauen hindert wieder ins Berufsleben zurückzukehren.

Eine Beitragsbefreiung für alle Eltern, das würde ich
unterstützen!!! Der Staat sollte seiner Bildungspflicht
endlich nachkommen müssen! Nicht nur im Vorschulbereich, in
den Schulen siehts z.T. noch schlimmer aus. „Bildung unter
besten Bedingungen“ (erforscht sind ja genug, Prävention in
vielerlei Hinsicht damit verbunden) - diese sollten wir Eltern
mit Nachdruck fordern. Die nötigen Gelder? - Die Maßstäbe für
die Verteilung müßten sich ändern, wie du bereits sagtest.
Doch wer setzt die Prioritäten??? Wenn keiner Forderungen
stellt…

Das unterschreibe ich!

Dann man los - Schreiben aufsetzen - Unterschriften sammeln, und ab ans zuständige Ministerium. Am besten noch eine Kopie an den Verein für Bildung und Erziehung der sich schon lange für Verbesserungen engagiert, und dann auch mal öffentliche Meinungen zur Unterstützung in der Hand hätte.

http://www.vbe.de

Gruß Croeti

Hi Sebastian,
jepp Du hast Recht - es gibt genügend Eltern die unterstützt werden könnten, aber …, leider wird das Geld für unnützen anderen Kram ausgegeben - eine Straße z.B. die bereits zum 4x aufgestemmt und wieder zugemacht wird, weil man stets etwas vergißt, oder jeweils ne Genehmigung holen muß um den nächsten Schritt tun zu können - hab ich alles schon erlebt. Doch was sollen wir machen - wir können da gar nichts tun!

Aara