Kindergarten

Liebe/-r Experte/-in, ich habe folgende:
Meine Tochter ist fast 2 Jahre alt, sie hat zwei Mamas (eingetragene Lebenspartnerschaft) und einen Papa, diese Information ist für meine Fragen nicht unrelevant, denn sie beschreibt das wir eine Regenbogenfamilie sind und auch leben.

Letzte Woche habe ich angefangen mich intensiver mit dem Thema Kindergarten auseinander zu setzen und angefangen Kindergärten im Umkreis anzurufen. Mit dem einzigen ev. Kindergarten hier im Ort habe ich angefangen. Schnell wurde mir und meiner Frau klar, dass wir nicht hinter dem Waltbild einer christlich pädagogischen Erziehung stehen und das auch mit unserer Tochter nicht leben wollen.

Also rief ich die Gemeindekndergärten in den Nachbarorten an, da musste ich jedoch erfahren, das in den jeweiligen Satzung steht, das sie nur Kinder aus der Gemeinde aufnehmen und man mir schon vorher sagen kann, dass ich keine Chancen hätte mein Kind dort anzumelden, da ich ja in einer anderen Gemeinde wohnen würde.

Das hat mich dann doch sehr geschockt. Ich rief bei der Stadtverwaltung an und dort habe ich, trotz Schilderung meines Problems, die gleiche Antwort erhalten. Nun suche ich nach Alternativen oder Möglichkeiten um doch noch einen Kindergarten zu finden der unseren Vorstellungen entspricht, uns schwebt eine integrative und für alle Familienformen offene pädagogische Erziehung vor, wobei ich jetzt nicht viel Ahnung über die einzelne Modelle habe.

Wir leben im hessischen Odenwald, auf dem Land und es sind 20km bis zur nächsten größeren Stadt. Ich weiß also nicht wie wir das hinbekommen sollen, unsere Tochter jeden Tag zum Städtischen Kindergarten in der Stadt (sollten diese Kindergärten offener uns gegenüber sein) zu fahren, vorallem weil wir nur ein Auto zur Verfügung haben.

Nun meine Frage: Gibt es die Möglichkeit einer Begründung die auf jeden Fall standhält, um in einen Kindergarten ausserhalb des Ortes angenommen zu werden?

Kann ich als „nicht-Pädagogin“ einen Kindergarten gründen, kann ich dafür Gelder von der Stadt erhalten?

Ist es eigentlich Rechtens, dass meine Tochter auf einen Kindergarten verzichten muss, wenn im Ort nur ein christlicher - für uns nicht in Frage kommender, Kindergarten ansässig ist?

Welche Möglichkeiten haben Eltern sich gegen diese Regelung zur Wehr zu setzen?

Über eine Antwort wäre ich Ihnen sehr dankbar, auch über weitere Informationen zum Thema, Linkseiten, Tipps - einfach alles was sie zur Verfügung haben.

Herzlichen Dank

Johanna Schlitzkus und Regenbogenfamilie

hallo johanna
bei uns im schwarzwald ist das wohl etwas anders geregelt, denn bei uns beginnt die geschichte mit dem einzugsgebiet erst im grundschulalter, davor darf man sich über die dorfgrenzen hinaus den kiga auswählen.
mir fällt eigentlich nur die öffnungszeit als grund ein, der dir weiterhelfen könnte. bietet der eine nicht was der andere hat, zb längere öffnungszeiten und du würdest die für deine arbeit brauchen, können sie dich eigentlich nicht abweisen.
hast du dich schon mal nach kigas in privater bzw freier trägerschaft erkundigt?
bei uns in der gegend hat es eine große auswahl, wie z.b. montessori, waldorf, sportkiga oder waldkiga.
die meinsten kosten zwar mehr beitrag, unterscheiden sich aber erheblich von „regelkindergarten“.
ich hoffe ich konnte dir ein bisschen weiterhelfen gruß steffi