Tach in die Runde,
ich bin gerade dabei mir die Kindergärten in unserer Umgebung anzuschauen. Mehrere bieten Betreuung in altersgemischten Gruppen, zwei allerdings auch explizit altershomogene Betreuung. Um mir die Entscheidungsfindung zu erleichtern, würde ich mich freuen, wenn der ein oder andere kurz seine Erfahrungen schreibt oder mir die jeweiligen Pro/Kontras darlegt.
Besten Dank
Patricia
Hallo Pat!
In altersgemischten Gruppen lernen die Kinder sehr viel von größeren Kindern, da diese als Vorbild fungieren. Dies auf allen erdenklichen Ebenen.
Ich habe keine Erfahrungen mit altershomogenen Gruppen. Ich könnte mir vorstellen, dass dort der o.g. Lerneffekt nicht so ausgeprägt ist, dass allerdings seitens der ErzieherInnen ein höherer Wert darauf gelegt sein kann, die Kinder in ihrer jeweiligen Entwicklungsstufe gezielter zu fördern (z.B. schulische Vorbereitung, Motorik, etc.)
(off T:smile: Ich würde bei meiner Entscheidung für einen Kindergarten nach anderen Kriterien urteilen:
Welche Einrichtung, welcher Außenbereich gefällt mir am besten?
Konzeptionen der Kigas lesen, welche Pädagogik?
Welche Erzieherinnen sind mir sympathisch? Machen sie auf mich einen kompetenten Eindruck?
Mit anderen Eltern reden, die bereits Kinder in den Kindergärten haben und sie nach ihren Erfahrungen fragen.
Ich drück dir die Daumen für die richige Wahl,
Grüße, jeanne
Hallo,
meine 5 Kinder waren alle in unterschiedlichen Kindergärten und fast alle auch in unterschiedlichen Ländern mit entsprechend abweichenden Konzepten ( von reiner Beaufsichtigung bis zu einer Art Schule ). Die jeweilig gemachten Erfahrungen in homogenen als auch in inhomogenen Umfeldern lassen sich jedoch nicht nur auf dieses eine Kriterium zurückführen. So fand meine älteste Tochter ihren „anspruchslosen“ deutschen Kindergarten in der homogenen Altersgruppe „langweilig“ und „blöd“ und neigte dann auch zu Verhaltensauffälligkeiten, während einer meiner Söhne, in einer inhomogenen Gruppe, die m.E. noch nicht einmal von deutlich älteren dominiert war, regelrecht in seiner Schüchternheit versank. Bzgl. sozialer Interaktionen würde ich die inhomogene Gruppe jedoch vorziehen, wenn sichergestellt ist, dass auch innerhalb der Gruppe altersgerecht gefördert werden kann. Bei einer eher schulischen Einrichtung, deren Zweck ich für 3 und 4 Jährige jedoch stark bezweifle, würde ich mich jedoch für eine homogene Alters/Leistungsgruppe entscheiden. Subsummiert: Beide Gruppierungsarten haben reziproke Vor- und Nachteile. Unser Nästhäckchen ist in einem Kindergarten, in dem altersgerecht aber spielerisch gefördert, aber im Rahmen von sozialen Interaktionen auch Tätigkeiten in inhomogenen Altersgruppen stattfinden. Probleme hierbei gibt es dann meistens nur in den Randbereichen, wenn die „ganz Großen“ nicht mit den „ganz Kleinen“ wollen. Meine älteste Tochter sagte kürzlich, dass sie auch gerne in solch einen Kindergarten gegangen wäre …
Gruß,
speedofthoughts
Hallo Patricia,
im moment scheinen altersübergeifend gestaltete Gruppen im Trend zu
liegen -
die Vorteile: die jüngeren lernen von den älteren und die älteren
lernen soziale Kompetenz in dem sie den Kleinen Sachen zeigen oder
ihnen helfen.
Der einzige Nachtel, der mir einfällt ist, dass ein z.B. zweijähriges
Kind vielleicht nur ein oder zwei „Kollegen“ in genau seinem Alter
und seines Geschlechts hat - muss aber nicht unbedingt ein Nachteil
sein. Mein Sohn spielt lieber mit den älteren Kindern.
Homogene Gruppen wären da zu einseitig - habe aber persönlich damit
keine Erfahrung gemacht.
Viele Grüße
es kommt auf das Konzept des Kindergartens an
Hallo Pat,
jüngere Kinder lernen von älteren, umgekehrt nicht. Also ist es für die jüngeren durchaus von Vorteil, in nicht altershomogenen Gruppen untergebracht zu sein.
Bei uns ist es so, dass unsere Kleinen (sind mit 2 Jahren reingekommen) von den älteren total betüddelt wurden. Die gehen riesig gerne.
Davon abgesehen gibt es bei uns Spielbereiche, die nur für die älteren oder für die jüngeren sind.
Darüber hinaus wird mit den älteren viel unternommen, wie z. B. Vorbereitung auf die Schule, Ausflüge, Wanderungen.
So ist für jedes Alter etwas dabei und keine Altersgruppe kommt zu kurz.
Schau Dir den Kindergarten genau an, wenn die Kinder dort nur geparkt werden, spielt es keine Rolle mehr, ob altershomogen oder nicht. Das Konzept muß stimmen.
Darüber hinaus kann man sehr viel erreichen und verändern, wenn man sich in den Elternbeirat wählen lässt. Auch schon im ersten Zugehörigkeitsjahr.
Gruß,
Wassernixe
???
Hi!
jüngere Kinder lernen von älteren, umgekehrt nicht.
Diese Aussage ist ebenso endgültig wie falsch! Natürlich können ältere Kinder auch von jüngeren lernen!
Das Konzept muß stimmen.
Da stimme ich Dir mal zu!
Gruß
Guido
Hallo Wassernixe,
jüngere Kinder lernen von älteren, umgekehrt nicht. Also ist
es für die jüngeren durchaus von Vorteil, in nicht
altershomogenen Gruppen untergebracht zu sein.
Ich stimme diesen Satz ganz zu. Bei meinem Sohn habe ich das auch beobacten können. (Als er im KiGa km war er noch 2 und mit fast 6 geht er in die Schule)
Darüber hinaus kann man sehr viel erreichen und verändern,
wenn man sich in den Elternbeirat wählen lässt.
Seit Davids ersten KiGa-Jahr bin ich im Elternbeirat gewesen. Und diesen Satz kann ich nicht ganz zustimmen. IdR. sind die Treffen vom EB immer frei zugänglich für alle Eltern. Insofern, wenn man Anregungen hat, kann man daran teilnehmen und diese auch dort kundtun. Und wenn man denkt, daß es toll ist, wird er auch angenommen, auch wenn man selbst nicht im Beirat ist.
Will heissen: Im Rahmen des Gesetzes, darf man alles ansprechen was man für richtig hält, unabhägig davon ob man im Beirat sitzt oder nicht. Ob man dafür gewählt würde oder nicht, spielt hier keine wesentliche Rolle. Darüber fallen mir spontan mehrere Beispiele: Einige würden angenommen, andere nicht. Doch all diese Beispiele kamen von Eltern, die NICHT im Beirat waren.
Gruß,
Helena
Vielen Dank Euch allen für Eure Meinungen. Ich werde mich also an diesem Punkt nicht weiter festbeißen. Unser Kind wird knapp 1 sein dann und kommt sowieso erstmal in die kleinste und damit mehr oder weniger erstmal homogene Gruppe.
Ich finde es im übrigen schwer die sogn. Konzepte der kitas zu beurteilen. Das sind für mich oft Worthülsen. Nach meinen bisherigen Beobachtungen ist es doch oft eine Bauchentscheidung der Eltern. Ich muß zudem noch gewisse Hardfacts wie Öffnungszeiten und Lage in Radnähe beachten.
Gruß
PP
Doch all diese Beispiele kamen von Eltern, die NICHT im
Beirat waren.
Na das beruhigt doch. Wir werden beide wieder vollzeit arbeiten und ich habe dazu noch nen recht langen Arbeitsweg, da bleibt für solche Aktivitäten nicht viel Spielraum
PP
Hallo Helena,
Darüber hinaus kann man sehr viel erreichen und verändern,
wenn man sich in den Elternbeirat wählen lässt.
Seit Davids ersten KiGa-Jahr bin ich im Elternbeirat gewesen.
Und diesen Satz kann ich nicht ganz zustimmen. IdR. sind die
Treffen vom EB immer frei zugänglich für alle Eltern.
Wir treffen uns immer alleine. Warum einen Beirat wählen, wenn alle mitmischen?
Wir haben schon vieles durchgesetzt und Neuerungen geschaffen.
Insofern, wenn man Anregungen hat, kann man daran teilnehmen
und diese auch dort kundtun.
Wenn andere Eltern Anregungen haben, sagen sie es uns. Wir bringen es dann zur Sprache und sehen, was sich draus machen lässt.
Will heissen: Im Rahmen des Gesetzes, darf man alles
ansprechen was man für richtig hält, unabhägig davon ob man im
Beirat sitzt oder nicht. Ob man dafür gewählt würde oder
nicht, spielt hier keine wesentliche Rolle. Darüber fallen mir
spontan mehrere Beispiele: Einige würden angenommen, andere
nicht. Doch all diese Beispiele kamen von Eltern, die NICHT im
Beirat waren.
Ich habe ja auch niemals behauptet, dass nur der Beirat Vorschläge anbringen kann. Er soll die Erzieherinnen entlasten. Wir nehmen viel Arbeit ab. Organisieren, Planen…
Gruß,
Wassernixe
Hallo Guido,
jüngere Kinder lernen von älteren, umgekehrt nicht.
Diese Aussage ist ebenso endgültig wie falsch! Natürlich
können ältere Kinder auch von jüngeren lernen!
Was kann ein jüngeres Kind, was ein normal entwickeltes älteres Kind nicht kann???
Es ist ein ganz normaler Kindergarten. Wir haben in der Nähe einen integrierten mit behinderten Kindern, der aber leider niemanden mehr aufnehmen kann. In dem Fall stimme ich Dir zu, aber sonst frage ich mich wirklich, was ältere von jüngeren lernen können.
Diesbezüglich gibt es übrigens auch Forschungen, die meine Aussage bestätigen.
Gruß,
Wassernixe
ich hab’s!
Hallo Guido,
was sie lernen können, sind sozialer Umgang und Rücksichtnahme. Aber so etwas setze ich bei einer Erziehung voraus.
Babywatching ist eine gute Möglichkeit, so etwas beizubringen oder zu vertiefen.
Aber im normalen Spiel (der normale Kindergarten) lernen jüngere hauptsächlich von den älteren, nicht umgekehrt.
Gruß,
Wassernixe
Hi!
was sie lernen können, sind sozialer Umgang und
Rücksichtnahme.
Das wäre ein (der wesentliche) Teil, welcher mir spontan einfällt.
Aber so etwas setze ich bei einer Erziehung
voraus.
Das ist ein kleines Problem, wenn man z.B. mit einem Einzelkind sonst kaum Möglichkeiten hat, mit anderen Kindern zusammen zu kommen…
Aber im normalen Spiel (der normale Kindergarten) lernen
jüngere hauptsächlich von den älteren, nicht umgekehrt.
Gegen das „hauptsächlich“ habe ich gar keinen Einwand!
Aber gerade dann, wenn es sich nur um ein Jahr Altersunterschied handelt, ist es völlig normal, dass sich Kinder nun mal völlig unterschiedlich (in den verschiedenen Bereichen) entwickeln.
Klar - bei der Konstellation 6-jähriger trifft auf 3-jährigen ist das ziemlich unwahrscheinlich.
Gruß
Guido, der sein Kind niemals in eine altershomogene Gruppe gegeben hätte
off topic
Hi!
Wir treffen uns immer alleine. Warum einen Beirat wählen, wenn
alle mitmischen?
Habt Ihr keine Eltern-Stammtische oder Ähnliches?
Fand ich immer ziemlich hilfreich…
Gruß
Guido
Hallo Guido,
Habt Ihr keine Eltern-Stammtische oder Ähnliches?
Fand ich immer ziemlich hilfreich…
1 x im Jahr einen Elternabend. Da aber untereinander eh viel Kontakt zwischen den Eltern ist, spicht man sich einfach zwischendurch an. So bleibt nichts auf der Strecke.
Der Elternbeirat kümmert sich um alles. Ist zwar viel Arbeit, entlastet aber die Eltern, die nicht so viel Zeit haben; zugute kommt es allen Kindern.
Gruß,
Wassernixe
Hallo Guido,
was sie lernen können, sind sozialer Umgang und
Rücksichtnahme.
Aber so etwas setze ich bei einer Erziehung
voraus.
Das ist ein kleines Problem, wenn man z.B. mit einem
Einzelkind sonst kaum Möglichkeiten hat, mit anderen Kindern
zusammen zu kommen…
Wir haben es so gelöst, dass wir immer wieder Eltern einladen, die jüngere Kinder haben. Oder mal auf die Kinder aufpassen.
Aber im normalen Spiel (der normale Kindergarten) lernen
jüngere hauptsächlich von den älteren, nicht umgekehrt.
Gegen das „hauptsächlich“ habe ich gar keinen Einwand!
Aber gerade dann, wenn es sich nur um ein Jahr
Altersunterschied handelt, ist es völlig normal, dass sich
Kinder nun mal völlig unterschiedlich (in den verschiedenen
Bereichen) entwickeln.
Klar - bei der Konstellation 6-jähriger trifft auf 3-jährigen
ist das ziemlich unwahrscheinlich.
Genau davon habe ich gesprochen. Unser Kindergarten nimmt Kinder ab 2 Jahren auf. Da klaffen die Entwicklungen weit auseinander.
Aber insofern lernen dort tatsächlich auch die älteren von den Kleinen… nämlich den so wichtigen sozialen Umgang und Rücksichtnahme.
*grübelt* es kommt halt doch immer auf die Konstellation im Kindergarten an. Ab welchem Alter nehmen die, wie wird es umgesetzt und und und.
Gruß,
Wassernixe
Hallo Wassernixe,
Wir treffen uns immer alleine. Warum einen Beirat wählen, wenn
alle mitmischen?
…weil sie auch nicht geheim sind und auch nicht sollen. Und weil als „Representant“ der Interesse der Eltern, müssen letzter auch dabei sein DÜRFEN.
Wir haben schon vieles durchgesetzt und Neuerungen geschaffen.
Wir auch!
Wenn andere Eltern Anregungen haben, sagen sie es uns.
Ja, uns auch…
Wir bringen es dann zur Sprache und sehen, was sich draus machen
lässt.
Genauso wie bei uns. Aber wenn sie selbst dabei sein möchten, dürfen sie auch.
Ich habe ja auch niemals behauptet, dass nur der Beirat
Vorschläge anbringen kann. Er soll die Erzieherinnen
entlasten. Wir nehmen viel Arbeit ab. Organisieren, Planen…
Ganz genauso sehe ich das auch. :o))
Schöne Grüße,
Helena