Hiho,
Mein Sohn ist im März drei geworden. Wir leben auf dem Land und haben immer noch keinen KiGa-Platz, und so langsam verzweifle ich.
Ich arbeite an drei bis vier Tagen die Woche, jedesmal 2 bis 3 Stunden (auf Honorarbasis). Momentan organisiere ich von Tag zu Tag, mal paßt meine Mutter auf den Kleinen auf, mal nehme ich ihn einfach mit. Das ist sehr anstrengend
Nun habe ich vor drei Wochen einen Notantrag bei unserem Wunsch-KiGa gestellt. Letzte Woche haben sich nun die Leute vom KiGa gemeldet, der Notantrag ist eingegangen. Wir haben entweder Mittwoch oder die Woche drauf einen Termin.
Da sind dann der Elternrat, die KiGa Leitung und der Pastor (evangelischer KiGa).
Und die muß ich dann allesamt von der Dringlichkeit meines Antrages überzeugen (Oton KiGa-Leitung: „Machen Sie sich aber nicht zu viele Hoffnungen“ *seufz*).
Der Antrag fußt auf zwei Dingen:
Erstens meine Berufstätigkeit. Ist ja klar.
Zweitens der Tatsache, daß Joshua in einigen Bereichen ziemlich weit ist. Sprachlich ist er ca. auf dem Level 5 - 6 Jahre. Wie das aber immer so ist, hat er gerade deswegen mehr und mehr Schwierigkeiten, sich mit anderen Kindern zu verständigen. Er spricht einfach die „Kindersprache“ nicht mehr, bzw. er verlernt sie. Mit Erwachsenen kommt er problemlos klar, Kinder verunsichern ihn. Unser Kinderarzt hat mir attestiert, daß Joshua dringend regelmäßig unter andere Kinder muß, zumal er ja (mehr oder weniger) Einzelkind ist (10 Jahre ältere Schwestern zählen psychologisch nicht *g*). Das Attest liegt dem KiGa vor.
Der Kinderarzt meinte aber auch, ich sollte diesen Aspekt bei der Vorstellung wenig oder gar nicht erwähnen. Er meinte, der Elternrat müsse entscheiden, und bei anderen Eltern könnte es sein, daß sie einfach aus Neid, weil der Kleine weit ist, den Antrag ablehnen. 
Ich möchte am liebsten mit offenen Karten spielen und einfach alles schildern, wie es ist. Im Moment bin ich auch wirklich überfordert genug, ich könnte da sicher sehr überzeugend wirken. 
Was würdest Ihr denn machen? Hat jemand schon mal einen solchen Antrag gestellt? Gibt’s Kindergarten-Angestellte hier, die wissen, wie so etwas abläuft?
Ich wäre für alle Antworten dankbar!
Liebe Grüße,
Nike

Vor letzteren ist mir auch, ehrlich gesagt, etwas mulmig. Ich kann mit solchen Leuten nicht und zeige das gemeinhin gerne schnell und unverblümt… was hier aber sicher nicht sehr diplomatisch wäre.