Hallo,
mein Sohn ging in einem anderen „Jahrhundert“ in den Kindergarten. Die Erfahrungen aus dieser Zeit sind nicht unbedingt mehr die gleichen, wie man sie heute machen würde.
Er hat aber drei Kinder (4 1/2, 2 und 7 Monate). Die beiden „Großen“ besuchen einen privaten Kindergarten, obwohl sich die Familie die Mehrkosten eigentlich nicht so richtig leisten kann. Sie haben sich auch andere Kindergärten angesehen, sind aber beim Privaten geblieben.
Besonders gefällt ihnen dort:
Die Kindergartenleitung ist männlich und auch in der Gruppenarbeit aktiv. Kinder bis zur Hauptschule kommen viel zu wenig mit männlichen Bezugspersonen zusammen, da auch meist die Grundschullehrer weiblich sind.
Der Kindergarten hat kleine Gruppen, die auch „fließend“ gehandhabt werden.
Mindestens eine Erzieherin ist muttersprachliche Engländerin und spricht mit den Kindern englisch. Zusätzlich wird für die Kinder englisch als „Pflichtkurs“ kostenlos angeboten. Natürlich spielerisch in Liedern, Reimen usw.
Die Kinder nehmen die Mahlzeiten (Pause, Mittagessen - wenn nicht vorher abgeholt) gemeinsam ein. Alle sitzen zusammen am Tisch.
Die Eltern sind in den Kindergartenalltag eingebunden. Machen (wenn es beruflich möglich ist) Fahrdienste zum Schwimmkurs. Gestalten zusammen den Park oder bauen eine neue Sandanlage. Mamas können sich anbieten mal zu kochen - bekommen dann Nachlass auf die Gebühren.
Es werden regelmässig Elternabende abgehalten. Es gibt einen gut funktionierenden Elternbeirat.
Kinder die Mittags mal nicht pünktlich abgeholt werden, bekommen - obwohl sie nicht dafür bezahlen - auch einen Teller und Essen. Sie sind dadurch nicht ausgegrenzt.
Der Kindergarten nimmt Kinder ab 18 Monate auf und steckt sie nicht in eine Gruppe zusammen. Meine Enkelin hat von den „großen“ Kindern schon viel gelernt - naja auch das eine oder andere nicht so schöne, aber das würde sie später auch lernen.
Es werden viele Sonderkurse angeboten. Nicht nur Englisch. musikalische Früherziehung, Schwimmkurs z. B.
Gruß
Ingrid
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