Kindergarten - worauf achten?

Hallo ihr Lieben!

Wir werden uns morgen einen möglichen zukünftigen Kindergarten für unseren Sohn ansehen. Dafür möchte ich mir eine Liste mit Dingen machen, die ich nachfragen sollte, und würde gerne wissen, worauf ich ansonsten noch ein Auge haben sollte.

Vielleicht sind hier ja ein paar Eltern, die so nett sind und mir weiterhelfen können?

Schonmal vielen Dank!

Liebe Grüsse
Bine :smile:

Hi,

  • Nähe zum Wohnort
  • Nähe zur späteren Schule
  • Sauberkeit
  • Anteil echter Erzieherin
  • Gruppengröße
  • Betreuungszeiten (Hort, Essen)
  • Schwerpunkte vom Kindergarten Wald, Sport, Basteln, Kirche etc.
  • Freunde & Bekannte von deinem Kind im selben Kindergarten
  • Feste und variable Urlaubszeiten in denen der Kindergarten zu macht
  • Feste Kosten
  • Eventuelle Mitgliedschaft in einem Verein (oder auch Kirche)

Auf jeden Fall solltest du, wenn möglich noch einen zweiten oder dritten zum Vergleich anschauen. Auch eventuell ein Integrationskindergarten zum besseren Vergleich, hier sind die Gruppen oft kleiner.

Viel Spaß und viel Glück
Me

ggf auch Betreuung für Schüler (war bei mir damals sehr praktisch)
Fahrdienste bei Ganztagskindergärten zu Sport und Musikunterricht
Wie werden dei Gruppen geführt - offene oder geschlossene Gruppen?
Wie sieht Mittagsverpflegung aus?
Wie sieht „Freilauf“ aus?
Gibt es Vorschulunterricht?
Gibt es Förderung von Kindern mit speziellen Eigenschaften.

Hallo

Ich würde mein Kind nie mehr in einen Kindergarten schicken, wo die Eltern nur zum Bringen und Abholen erscheinen dürfen. Nach meinen Erfahrungen gab es immer einen weniger guten Grund dafür.

Gute Kindergärten kommen nicht direkt durcheinander, nur weil sich mal eine Mutter in der Gruppe aufhält oder auf dem Flur rumläuft. Und eine nette Erzieherin kann auch Kontakt zu einem Kind aufbauen, wenn seine Mutter anwesend ist.

Viele Grüße
Simsy

nix für die Liste, aber…
…die Chemie zwischen dir und den Betreuerinnen sollte stimmen.
Hallo erstmal :smile:
Will sagen:
Neben den vielen anderen Dingen, die natürlich bedacht werden wollen, halte ich es für eine gute Grundlage, dass Du Dein Kind gut versorgt weißt, die Erzieherinnen Dir sympathisch sind und Du das Gefühl hast, mit Ihnen „eine gemeinsame Sprache sprechen zu können“

Dann regelt sich meiner Wahrnehmung und Erfahrung nach vieles wie von selbst :smile:

…Über andere Meinungen oder pädagogische Anschauungen kann man diskutieren, aber nur zufriedenstellend, wenn man sich wohl und angenommen fühlt…gilt übrigens für „beide Seiten“

Gruß von Finjen
Mir persönlich wäre übrigens noch sehr wichtig, das viel Zeit draußen gespielt wird, auch bei miesem Wetter (Entwicklungsanreize, Sinneserfahrungen, viel Bewegung…) aber das mal nur so ganz am Rande :wink:

HAllo,
das merkt man aber doch erst später. Ich fand unsere Erzieher auch ers klasse, auch den ganzen Kindergarten. Später merkte ich dann, das mir so einiges NICHT passt! Auch die Chemie zwischen mir und einer Erzieherin stimmte nicht mehr so gut!
Ich denke auch mal, das jeder Kindergarten so seine Macken hat. Bei uns gibt es 4, wenn man die zusammen packt, hat man den perfekten KG!

Hi,

mir läuft es kalt den Rücken runter wenn ich so etwas lese. Bei uns ist es sogar „fast erwünscht“. Bei Urlaub oder Krankheit von Erzieherin freut sich unser Kindergarten wenn eine Mutter mal ein bisschen früher kommt, länger bleibt oder unterstützend tätig wird. Auch werden an Ausflugstagen gerne Mütter mitgenommen um eine zusätzliche Aufsicht zu haben bzw. mehrere „Kleingruppen“ bilden zu können.

Das heißt natürlich nicht, dass jeden Tag dutzende von Müttern in der Kernzeit zwischen 9-12 Uhr im Kindergarten rumwuseln aber hin und wieder sieht man mal eine oder zwei.

Viele Grüße
Me

Hallo Finjen,

…die Chemie zwischen dir und den Betreuerinnen sollte
stimmen.

das dachte ich auch mal. Aber dann kam die Anmeldung meiner Tochter in den nächstgelegenen städtischen Kindergarten: städtisch, weil für mich als Studentin kostenlos, nächstgelegen aus Zeitgründen. Auch die Umgebung mit den Möglichkeiten, draußen zu spielen, stimmte.

Nur die Leiterin der Ganztagsgruppe kam mir leicht seltsam vor. Sie war ältlich, hatte eine Stimme, die mir in den Ohren weh tat, und auch sonst, naja. Aber nun ja, wer kein Geld hat, studieren möchte und dann noch kostenlose Kinderbetreuung, dachte ich mir.

Ich habe natürlich meiner Tochter gegenüber meine seltsamen Empfindungen wegen der Dame nicht artikuliert. Und siehe da: Meine Tochter fühlte sich auch bei ihr richtig wohl. Offensichtlich konnte die Erzieherin zwar nicht mit Eltern gut (ich war nicht die einzige, die da Einwände hatte), aber mit den Kindern, die es nicht zuhause erzählt bekamen, dass Frau X. doch ein komisches Gehabe hätte.

dass Du Dein Kind gut versorgt weißt, die Erzieherinnen Dir sympathisch
sind und Du das Gefühl hast, mit Ihnen „eine gemeinsame
Sprache sprechen zu können“

Diese Dinge müssen also nicht unbedingt Hand in Hand gehen. Allerdings müssen Eltern dafür auch in der Lage sein, ihre Erwachsenensicht mal außen vor zu lassen und „erlauben“, dass die Kinder den Kindergarten und die Erzieherinnen selber wahrnehmen.

Gruß, Karin
Hach, was war es der einen Mutter peinlich, als ihre Tochter laut herumkrähte: „Die Frau X mag ich nicht so, weil meine Mami die auch nicht mag.“ Natürlich in Gegenwart der Dame.

Hallo

dass Du Dein Kind gut versorgt weißt, die Erzieherinnen Dir sympathisch
sind und Du das Gefühl hast, mit Ihnen „eine gemeinsame
Sprache sprechen zu können“

Diese Dinge müssen also nicht unbedingt Hand in Hand gehen.

Das stimmt!

Ich habe auch mehrmals erlebt, dass ich eine Lehrerin oder Erzieherin sehr nett fand, und die waren für die Kinder aber die Allerschlimmsten. Andere Erzieherinnen, die ich nicht so gut fand, waren bei meinen Kindern sehr beliebt!

Man müsste also eher beobachten, wie sie mit den Kindern reden, besonders wenn sie sich gerade nicht so beobachtet fühlen. Sehr wichtig ist aber auch die Leiterin des Kindergartens. Ich habe auch schon erlebt, dass eine Leiterin die Stimmung in einem Kindergarten völlig kaputtgemacht hat, obwohl da eigentlich einige sehr nette Erzieherinnen waren.

Viele Grüße
Simsy

Hallo,

in unserem Kindergarten, den mein Sohn jetzt tieftraurig verlassen musste (wg. Schule), wird in „offenen Gruppen“ gearbeitet. D.h., dass die Kinder zwar ihre festen Erzieherinnen haben, aber die Gruppenräume nach Themen „sortiert“ sind. In diesen können die Kinder in ihrer freien Zeit spielen. So gibt es einen Bauraum, einen Theaterraum, ein Atelier und einen Turnraum. Die freie Zeit wird unterbrochen durch das „Blitzlicht“ von 10 bis 11. In dieser Zeit gehen die Kinder in den vorgesehenen Raum und es wird sich mit den Erzieherinnen über verschiedene Dinge unterhalten die aktuell sind. Oder es wird ein Lied gesungen, ein Gedicht gelernt etc. In dieser Zeit sind alle Kinder einer Gruppe in einem Raum ansonsten mischt sich das.
Finde ich persönlich besser, als dieses strikte System der festen Gruppenräume.

Gutes Gelingen…

Hallo,

mein Sohn ging in einem anderen „Jahrhundert“ in den Kindergarten. Die Erfahrungen aus dieser Zeit sind nicht unbedingt mehr die gleichen, wie man sie heute machen würde.

Er hat aber drei Kinder (4 1/2, 2 und 7 Monate). Die beiden „Großen“ besuchen einen privaten Kindergarten, obwohl sich die Familie die Mehrkosten eigentlich nicht so richtig leisten kann. Sie haben sich auch andere Kindergärten angesehen, sind aber beim Privaten geblieben.

Besonders gefällt ihnen dort:

Die Kindergartenleitung ist männlich und auch in der Gruppenarbeit aktiv. Kinder bis zur Hauptschule kommen viel zu wenig mit männlichen Bezugspersonen zusammen, da auch meist die Grundschullehrer weiblich sind.

Der Kindergarten hat kleine Gruppen, die auch „fließend“ gehandhabt werden.

Mindestens eine Erzieherin ist muttersprachliche Engländerin und spricht mit den Kindern englisch. Zusätzlich wird für die Kinder englisch als „Pflichtkurs“ kostenlos angeboten. Natürlich spielerisch in Liedern, Reimen usw.

Die Kinder nehmen die Mahlzeiten (Pause, Mittagessen - wenn nicht vorher abgeholt) gemeinsam ein. Alle sitzen zusammen am Tisch.

Die Eltern sind in den Kindergartenalltag eingebunden. Machen (wenn es beruflich möglich ist) Fahrdienste zum Schwimmkurs. Gestalten zusammen den Park oder bauen eine neue Sandanlage. Mamas können sich anbieten mal zu kochen - bekommen dann Nachlass auf die Gebühren.

Es werden regelmässig Elternabende abgehalten. Es gibt einen gut funktionierenden Elternbeirat.

Kinder die Mittags mal nicht pünktlich abgeholt werden, bekommen - obwohl sie nicht dafür bezahlen - auch einen Teller und Essen. Sie sind dadurch nicht ausgegrenzt.

Der Kindergarten nimmt Kinder ab 18 Monate auf und steckt sie nicht in eine Gruppe zusammen. Meine Enkelin hat von den „großen“ Kindern schon viel gelernt - naja auch das eine oder andere nicht so schöne, aber das würde sie später auch lernen.

Es werden viele Sonderkurse angeboten. Nicht nur Englisch. musikalische Früherziehung, Schwimmkurs z. B.

Gruß
Ingrid

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Hallo Bine,

schau mal hier http://www.evang-kindergarten.de/home_kigaCheck.htm dort gibt es eine Checkliste.

Direkt zum Dokument http://www.evang-kindergarten.de/PDF/Kiga-Check.pdf

Viele Erfolg beim Suchen.
Jürgen