Hallo!
- Ein kirchlicher Kindergarten in ca. 600 m Entfernung. Ein
absoluter Standard-Kindergarten, die Erzieherinnen wirken…
Hört sich nicht schlecht an. Man könnte zu Fuß dorthin gehen. Wie stark ist das kirchliche ausgeprägt, wie steht ihr dazu?
Standard muss nicht schlecht sein.
- Ein Waldorfkindergarten in der nächsten Stadt.
Du schreibst sonst nichts über den Kindergarten. Wie in einem anderen Posting schon gesagt, ist Waldorfkiga nicht gleich Waldorfkiga.
Ich kann mit der Steinerschen Weltanschauung zwar nicht
allzuviel anfangen, finde aber die praktische Umsetzung in den
Kindergärten super.
Hört sich für mich ein wenig zweifelhaft an. Je nach Einstellung der Einrichtung kannst du aber durchaus richtig liegen.
Die Entfernung zum Waldorfkindergarten ist praktisch kein
Problem (8 km).
*räusper* Ein Problem ist das sicher nicht. Aber hast du mal gerechnet: 8km mal 5, sind 40km einfach in der Woche. Wenn Du extra dorthin fahren musst zum Bringen und Abholen, sind das 160km in nur einer Woche, im Monat 640km, im Jahr über 6000km Fahrt. Für mich wäre das indiskutabel, wegen meines Umweltgewissens und auch finanziell. Außerdem kostet die Fahrerei auch Zeit.
Es gibt inzwischen auch Untersuchungen, die zeigen, dass sich Kinder heutzutage weniger gut orientieren können, weil sie von A (zu Hause) nach B (KiGa) nach C (Fraunde aus dem dortigen Ort) immer nur mit dem Auto gefahren werden, Entfernungen nicht mehr erleben etc. Nur am Rande zum Bedenken. Hatte nicht das Waldorf-Konzept so eine umwelt-bewahrende Komponente ? 
Meine Hauptbedenken sind, dass die Kinder, mit denen sie in
die Schule kommen wird, den ersten Kindergarten besuchen.
Reichen die Kontakte, die nebenher entstehen (Spielgruppen,
Nachbarschaft etc.), um ihr die Einschulung ein bißchen zu
erleichtern? Wird sie Probleme haben, hier im dörflichen
Umfeld Kontakte zu finden, wenn sie nicht in den hiesigen
Kindergarten geht? Oder mache ich mir viel zu viele Gedanken
und sollte mich mal locker machen?
Die Gedanken finde ich berechtigt, Sorgen würde ich mir da weniger machen, das läuft so oder so. Du sitzt halt mehr im Auto wenn Du die entferntere Variante nimmst. Wo wird denn die Grundschule später sein?
Wie sind Eure Meinungen und Erfahrungen zu diesem Thema?
Vielleicht gibt es wenigstens die Möglichkeit einer Fahrgemeinschaft zu dem entfernteren KiGa?
Ansonsten empfehle ich auf jeden Fall den näheren, wenn nichts gegen ihn spricht. Auch in einem Standard-Kindergarten kann man sich engagieren und schöne Sachen auf die Beine stellen (Falls es die dort nicht schon gibt).
Das Konzept und das Organisatorische ist ja das, was die Eltern vor allem interessiert. Für das Kind besonders wichtig ist meiner Erfahrung nach vor allem die Person des Erziehers/der Erzieherin.
Grüße
kernig