Ich muss für die Schule ein Referat über Kinderlähmung schreiben, leider finde ich nicht genug Material, was ich verstehe und hoffe nun das mir jemand darüber berichten kann. Natürlich binn ich auch erfreut wenn mir jemand einen Titel und den Namen von Autoren sagen kann, denn so könnte ich einfach in der Bücherei das Buch ausleihen.
Hallo Ute,
hierin in alles recht verständlich erklärt (zweiter roter Punkt zum Anklicken Kinderlähmung:
http://www.polio.de/erw/index.htm
Wenn Du wegen der Terminologie (Fachausdrücke) Fragen haben solltest, maile mich ruhig an.
Viele Grüße, Renate
Wende Dich mal an den
Bundesverband Polio
Weserberglandklinik
37671 Höxter
Gruß
PiRo
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Danke!!
Ist nur leider viel zu wenig.
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Hast Du alle Punkte gelesen?:
Übertragung, Krankheitsverlauf, Impfung, und Infobox („hier“ anklicken)
ist doch eigentlich für ein Schulreferat nicht gerade wenig. Was brauchst Du denn alles?
Hier sind noch verschiedene Kopien, kannst Dir das passende raussuchen (oder vorher präzise sagen, was Du wirklich brauchst!)
Kopien deshalb, weil links nicht immer möglich sind, später folgen auch links.
Ich hoffe, nun ist es nicht zu wenig?
Grüße, Renate
Impf-Prophylaxe
Aktuelle Poliomyelitis-Immunität
Epidemiologisches Bulletin 8/99, S. 49-50
Gefahr der Kinderlähmung noch nicht gebannt
1952 gab es in der Bundesrepublik noch 9750 gemeldete Fälle von Poliomyelitis. 1955 wurde die orale
Poliovakzine entwickelt und 1960 in der DDR sowie 1961/62 in der BRD eingeführt. Seit 1990 wurden aus
Deutschland keine autochthonen Polio-Fälle mehr gemeldet. Die WHO hat die weltweite Ausrottung der
Poliomyelitis bis zum Jahr 2000 geplant, wird dieses Ziel aber vermutlich erst einige Jahre später erreichen.
Die Deutsche Vereinigung zur Bekämpfung von Viruskrankheiten (DVV) hat nach 1992 und 1993 wieder
Daten zur aktuellen Poliomyelitis-Immunität in Deutschland veröffentlicht. Die jetzigen Ergebnisse wurden
zwischen 1993 und 1997 an 4034 Patienten des Institutes für Medizinische Virologie in Frankfurt gewonnen.
Insgesamt lag die Seroprävalenz neutralisierender Antikörper gegen Poliovirus Typ 1 bei 80% und gegen
Typ 2 bei 85%. Diese Zahlen entsprechen im Großen und Ganzen denen der beiden Vorerhebungen. Die
Seroprävalenz beim Poliovirus Typ 3 hingegen nahm von 1992 an (78%) bis zur neuesten Erhebung (68%)
stetig ab. Dieses Immunitätsdefizit gegenüber Typ 3, das jedoch nur die jüngeren Teilnehmer betraf, ist das
bemerkenswerteste Resultat der neuen Untersuchung. Sowohl bei den 5 bis 14- als auch den 15
bis19-Jährigen lag die Typ-3-Immunität nur noch bei 48%. Die Antikörperprävalenz bei den Teilnehmern
über 40 Jahre dagegen war gegenüber allen drei Poliovirus-Typen fast gleich hoch, wahrscheinlich infolge
von Wiederholungsimpfungen und Boosterungen durch oral geimpfte Kontaktpersonen. Die Immunitätsraten
dieser Frankfurter Untersuchung liegen weit unter früheren Erhebungen. So wurden kürzlich im
Robert-Koch-Institut an 20 bis 30-jährigen Rekruten Raten zwischen 94% (Typ 3) und 98% sowie in einer
weiteren Studie Raten zwischen 79% (Typ 3) und 94% bestimmt. Die Gefahr der Kinderlähmung ist noch
nicht ganz gebannt. Nach dem letzten Poliomyelitis-Ausbruch 1997 in Albanien ist immer noch mit
Importinfektionen zu rechnen. Die nun verwendete inaktivierte Vakzine muss für eine sichere
Bevölkerungsimmunität mindestens 90% der Impfjahrgänge erreichen. (mor)
Impf-Prophylaxe
Impfschutz gegen Diphtherie, Tetanus und Poliomyelitis bei Erwachsenen in Berlin
Stark K, Schönfeld C, Barg J, Molz B, Vornwald A, Bienzle U. Seroprevalence and determinants of
diphtheria, tetanus and poliomyelitis antibodies among adults in Berlin, Germany. Vaccine
1999;17(7-8):844-850
Seroprävalenz und Einflussfaktoren - Ost- und Westberlin im Vergleich
Stark et al. (Humboldt Universität, Berlin, Deutschland) untersuchten bei 2079 Blutspendern zwischen 18 und
70 Jahren (63% männlich, mittleres Alter 39 Jahre, Wohnort vor 1989, n=1127 Ostberlin, n= 952 Westberlin)
Antikörpertiter gegen Diphtherie (D), Tetanus (T) und Poliomyelitis § Typ 1, 2 und 3. Zudem analysierten
sie folgende Einflüsses auf den Impfschutz: Alter sowie unterschiedliche Impfempfehlungen in Ost- und
Westdeutschland vor der Wiedervereinigung 1989. Im Gesamtkollektiv fand sich ein langfristiger Impfschutz
gegen D nur bei 60%, gegen T bei 72%, gegen P (Typ 1, 2 und 3) bei 87%, 77% bzw. 73%. Lediglich 57%
wiesen einen kompletten Impfschutz gegen P Typ 1, 2 und 3 auf. Die Antikörpertiter gegen alle drei
Erkrankungen nahmen mit dem Alter ab. Bei männlichen Studienteilnehmern war der Tetanusschutz besser
(78% vs. 63% bei Frauen). In der Altersgruppe unter 40 Jahren war die Immunität gegen D höher bei
ehemaligen Bewohnern von Ostberlin (87 vs. 75 %; p