Hallo,
vielleicht kann mir jemand von Euch helfen. Unser Sohn, 9 Jahre alt und in der 3. Grundschulklasse hat große Probleme beim Diktat schreiben. Trotzdem wir jeden Tag (wirklich in aller Ruhe) angesagte Diktate üben, schreibt er Vieren oder sogar noch schlechter. Jetzt fängt die Lehrerin schon mit ungeübten Diktaten an, und das schafft er dann gar nicht. Ihm fehlt einfach die Übung, aber er hat keine Lust zu üben. Ich möchte ihm gerne mit einer ansprechenden Lernsoftware helfen. Kennt Ihr gute Software? Habt Ihr bei Euern Kindern damit Erfolge erzielt?
Für Eure Erfahrungen wäre ich dankbar.
Assi
Hallo,
meine Erfahrungen mit Lernsoftware sind eher negativ. Die Programme sind ansprechend, stimmt, und spielerisch, stimmt auch. Das Dumme ist, daß die Kinder damit nicht lernen, weil sie vom Drumherum abgelenkt sind. Lassen sie sich aber darauf ein, fällt ihnen (selbst den kleinen) auf, daß die Software „doof“ ist: Immer gleiche Fehlermeldungen, immer gleiche Sounds, immer die gleichen Bilder. Das geht ihnen dann doch auf den Geist.
Zugegeben habe ich keine Rechtschreib-Lernprogramme ausprobiert.
Was versprichst Du Dir von einer Software? Software setzt den Willen zu Lernen und wohl auch eine gewisse Selbständigkeit dabei voraus. Wenn der Kleine beim Hausdiktat nicht mitmacht, wird er es wohl kaum mit einem Programm schaffen.
Gruß
J.
Hallo Assi,
unsere Kinder sitzen gerne am Computer. Aber bei Lernschwächen habe ich mit den div. Softwares keine guten Erfahrungen gemacht.
Es hilft nur eins. Jeden Tag ein paar Sätze diktieren. Nicht viel, aber das regelmäßige macht´s.
In Schreibwarenläden gibt es Hefte der Firma Ravensburger, die für 3.Klasse Diktat Übungshefte anbieten.
Wir spielen mit den Kindern Scrabble in sehr entschärfter Form, raten mit ihnen Kinderkreuzworträtsel, lassen sie ein paar Zeilen an die Oma schreiben (neutrale Postkarte bemalen und ein paar Sätze dazu), und in Zeitungsartikeln Wörter suchen und mit Filzstift kennzeichnen (z.B. alle Worte mit F).
Und ein Gespräch mit der Lehrkraft kann auch helfen, die hat manchmal noch gute Übungsideen im peto.
viele Grüße
Claudia
Hallo Assi!
Mit Lernsoftware habe ich keine Erfahrung.
Was mir damals geholfen hat, war, daß ich viel gelesen habe. Ich würde eher versuchen, Bücher zu finden, die deinen Sohn interessieren.
Gruß,
Grushnak
Legastheniker??
Hallo Assi.
Ich halte nicht besonders viel von Lernsoftware. Wie meine Vorredner schon geschrieben haben und du selber ja auch schon erkannt hast, ist das tägliche Üben mit geeigneten Materialien besser.
Ich würde an deiner Stelle das Kind mal auf Legasthenie testen lassen.
Wir hatten das gleiche Problem bei unserem zweiten Sohn, der in der Grundschule in geübten Diktaten gute Noten schrieb und mit ungeübten Diktaten in den tiefen Keller fiel ( 30 und mehr Fehler). Ein Legasthenie-Test ergab, dass 96 von 100 Kinder besser waren als er. Danach haben wir eine professionelle Legasthenieförderung angefangen und jetzt nach zwei Jahren haben wir wirklich gute Fortschritte gemacht. Er hat eine IQ von 120 und besucht die A-Kurse einer Gesamtschule, macht aber für einen A-Schüler immer noch relativ viele Fehler.
Aber ein Legastheniker bekommt keine Rechtschreibung bewertet und damit ist der Leistungsdruck in diesem Bereich weg und das hilft oft schon viel.
Unser älterer Sohn (15) bekommt die Legasthenieförderung sogar vom Jugendamt bezahlt, aber der hat eine andere Vorgeschichte.
Viele Grüße
Corinna
Hallo Corinna,
wir haben unseren Sohn schon austesten lassen. Bei ihm ist alles in Ordnung, er konzentriert sich einfach nur nicht weil er keine Lust hat. Und ich wollte ihn durch den PC motivieren, denn der macht ihm viel Spaß.
Danke für Deinen Hinweis!
Assi
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Hallo Grushnak,
mir ist es wie Dir gegangen, ich habe auch sehr viel über das lesen gelernt. Unser Sohn liest aber auch nicht sehr gern, er hört lieber stundenlang Cassette oder läßt sich vorlesen.
Er hast ganz viele supertolle, interessante Bücher aber den Ehrgeiz ein Buch zu lesen, war noch nicht da. Leider. Aber ich versuche es weiter.
Assi
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Hallo Claudia,
ich mache schon viel mit ihm, z.B. jeden Tag einige Sätze schreiben. Aber er macht jeden Tag Zirkus und weigert sich und ich hoffte ihn zusätzlich mit der Lernsoftware zu motivieren.
Assi
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Hallo,
meine Erfahrungen mit Lernsoftware sind eher negativ. Die
Programme sind ansprechend, stimmt, und spielerisch, stimmt
auch. Das Dumme ist, daß die Kinder damit nicht lernen, weil
sie vom Drumherum abgelenkt sind. Lassen sie sich aber darauf
ein, fällt ihnen (selbst den kleinen) auf, daß die Software
„doof“ ist: Immer gleiche Fehlermeldungen, immer gleiche
Sounds, immer die gleichen Bilder. Das geht ihnen dann doch
auf den Geist.
Gibt´s da denn nicht´s anspruchsvolleres?
Zugegeben habe ich keine Rechtschreib-Lernprogramme
ausprobiert.Was versprichst Du Dir von einer Software? Software setzt den
Willen zu Lernen und wohl auch eine gewisse Selbständigkeit
dabei voraus.
Hallo José,
die Selbstständigkeit ist bei unsem Sohn vorhanden und seinen PC liebt er über alles. Er ist „nur“ faul. Ich hoffte ihn über eine interessante Software, zusätzlich zum tgl. üben, zu motivieren etwas zu schreiben. Und er scheint ja unendliche Wiederholungen zu benötigen.
Gruß
Assi
Hallo, Assi!
Gute Lernsoftware ist teuer )c: Aber vielleicht hast du die Möglichkeit, die eine oder andere CD über ebay oder Flohmärkte zu erwerben. Es gibt heute zu fast jedem Lehrbuch, daß in der Schule benutzt wird, eine entsprechende Software dazu - erkundige dich z.B. bei den Verlagen, die die Schulbücher deines Sohnes herausgeben. Ansonsten kann ich dir die Software von „Addy“ empfehlen. Je nach dem, wie gut sein PC ausgestattet ist (bzw. ob er den deinen mit I-Net-Zugang nutzen darf) gibt es sogar die Möglichkeit, an virtuellen Unterrichtsstunden teilzunehmen. Wir haben für unsere zwei Söhne (3. und 4. Klasse Grundschule) die Programme Deutsch 1+2 Klasse, Deutsch 3+4 Klasse und Mathe 3+4 Klasse; beide Kinder lernen und spielen gerne mit den Programmen. Mit einfachen Karteikarten-Programmen kann er auch eine Art Lernkartei am PC führen (kennst du das Prinzip der Lernkartei-Kästen?), das war ein Tip des Klassenlehrers. Wenn er Freunde/Verwandte hat, die über I-Net-Zugang verfügen, macht es ihm vielleicht auch Spaß, e-Mails zu schreiben.
Informationen über die Addy-Programme findest du hier:
http://www.addy.de/
Aus dem Cornelsen-Verlag gibt es das Programm „Fürst Marigor und die Tobis“ - das habe selbst ich mit Begeisterung gespielt. (c:
Es gilt unter Lernpsychologen als empfehlenswert - Infos über das Programm findest du beispielweise hier:
http://www.wilfriedmetze.de/html/marigor.html
http://www.sms-kidware.de/tobi.htm
Viel Glück für deinen Sohn - und wenn du noch Fragen hat: Immer her damit. (c:
Gruß vom
Sams
Hallo Sams,
genau so etwas meine ich. Ich werde gleich die Infos durchstöbern. Mein Sohn muß doch zu begeistern sein! (Schließlich stammt er von einer ausgesprochenen Leseratte ab!)
Danke
Assi
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getippt oder handgeschrieben
Hallo Assi,
achso, ja, das Problem kenne ich. Die Schwierigkeit daran ist, dass manche Kinder gerade die Fächer nicht üben wollen, worin sie besonders wenig Erfolg haben.
Ich habe gute Erfahrungen mit Ritualen, möglichst kleinen Übungen und mit der Regelmäßigkeit gemacht.
Also würde ich anfangs nur 4 höchstens 5 Sätze diktieren, damit der Text fürs Kind überschaubar ist (dauert nicht lange, bist schnell fertig). Täglich immer um die gleiche Tageszeit diktieren (zum Beispiel eine halbe Stunde bevor das Abendessen auf dem Tisch steht), dann gehört es zum Tag wie Zähneputzen.
Den Anfang zu finden fällt schwer - sowohl dem Elternteil als auch dem Kind. Es dauert eine Woche vielleicht, bis diese Zusatzarbeit ohne Gezeter akzeptiert wird.
Bei Lernsoftware bin ich ein wenig skeptisch, ob sie den gleichen Erfolg bringt, wie das handschriftliche Üben. Ich nehme an, weil die Wahrnehmung am PC anders ist als beim Schreiben am Blatt Papier, Wörter sich auch anders einprägen. Nicht jedes Kind nimmt Wörter gleich gut auf und kann sie dann beliebig wiedergeben (handgeschrieben, getippt, buchstabiert). So glaube ich, dass Grundschulkinder auf der sicheren Seite sind, wenn sie ihre Wörter so schreiben wie in der Schule.
Wortspiele mit dem PC können ein Belohnungsbonbon sein, wenn sie gerne am Computer sitzen, mit dem Hintergedanken ihnen den Spaß an Wort und Text zu vermitteln, wie meine Vorschläge mit Kreuzworträtsel, Buchstabenspiele usw. Aber ein guter Ersatz für das lästige „komm bitte zum Diktat üben“ ist es nicht.
viele Grüße
Claudia
Hi Grilla,
so werde ich es machen, bzw. mache ich es ja schon. Nur zur Unterstützung, da wollte ich den PC; der macht nämlich Spaß und es übt noch zusätzlich.
Assi
Hallo Sams,
Gute Lernsoftware ist teuer )c: Aber vielleicht hast du die
Möglichkeit, die eine oder andere CD über ebay oder Flohmärkte
zu erwerben.
addy ist super, mit denen kommen die Meinen am besten klar.
wir leihen sie uns immer aus unserer Stadtbücherei aus, was bis zu 2 Monaten möglich ist. Ein paar CDs haben wir auch gekauft, aber nach einiger Zeit besteht keine Interesse mehr, so dass mir dieser Spaß auf die Dauer dann auch zu teuer wird.
liebe Grüße
Claudia
Hallo
An der Uni Siegen gibt es eine „Didaktische Prüfstelle für Lernsoftware“, die die Programme zusammen mit Kindern und angehenden Lehrern testet. Auf den Internetseiten des Instituts gibts auch Empfehlungen und Kurzanalysen von Schreib- und Rechenlernprogrammen. Die Adresse (was umständlich)
http://www.uni-siegen.de/~agprim/DEPnew/index.htm
Hallo,
Kai, danke für den Tipp. Habe ich mir natürlich gleich angeschaut!
Gruß
Assi
Hi,
in der Schule benutze ich im Förderunterricht vornehmlich Lesen 1.0 und Schreiben 1.0 (insbesondere 1. und 2. Klasse, aber auch im Förderunterricht der höheren Klassen), ich glaube der Verlag heißt Cesar Software. Ist meiner Ansicht nach suuuper, weil es lernpsychologisch sinnvoll aufgebaut ist. Ich weiß allerdings nicht, ob es eine Erweiterung für die 3. Klasse gibt.
Ein weiteres allgemeines Programm ist Budenberg - ein Spitzenprogramm, weil es erstens noch auf 386ern läuft, und zweitens, weil die enorm einfache Grafik keine ablenkenden Elemente hat. Die Schüler lieben dieses Programm.
Momo