Kinderphobie

Hi Yvonne,

warum müssen immer die „Pro-Kinder“-Leute behaupten, mit
jemanden, der Kinder nicht mag, sei irgendetwas nicht in
Ordnung.

Hm, na ja, vielleicht weil Kinder die natürliche Vorstufe zum Erwachsensein sind. Du warst selbst mal eines. Kinder zu hassen ist ungefähr genau so logisch, wie „Menschen im Allgemeinen“ zu hassen. Klar, das gibts auch, aber so richtig normal finde ich’s nicht. :smile:

Besser, zu sagen,
keine Kinder und dann auch dazu zu stehen, als sich Kinder
anzuschaffen, nur weil das Umfeld und die Gesellschaft das ja
so erwartet. Das Ergebnis davon sieht man ja oft genug.

Da gebe ich Dir allerdings völlig recht. Ob man Kinder bekommt oder nicht, ist jedem selbst überlassen - wäre ja auch schlimm, wenn’s anders wäre. Und sich bewußt gegen Kinder zu entscheiden, das kann ich durchaus nachvollziehen.

Aber darum ging es ja nicht in der Frage. Sondern um eine Kinderphobie. Und daß er die abstellen möchte, ist verständlich, wenn seine Lebensabschnittsgefährtin nun mal eben zwei Kinder hat. :smile:

Nur unser so furchtbar auf Kinder geprägte Gesellschaft…

Nee nee: Deutschland ist eines der kinderfeindlichsten Länder dieser Erde. Imho.

Liebe Grüße,
Nike

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Hallo,

Hallöchen, ich möchte Ray auf jeden Fall so lassen wie er ist,
eigentlich Jeden, ich übe zumindest und versuche es-jeden Tag
aufs Neue.
Trotzdem denke ich, das grundsätzlich etwas verdreht ist, wenn
man sich dem natürlichen Gang der Dinge entgegenstellt(vor
allem mental).

Du unterstellt hier, dass die Menschen, die keine Kinder mögen, nicht „normal“ sind, sondern verdreht. Wer bestimmt, was natürlich ist? Für den einen ist es natürlich Kinder zu bekommen und für den anderen nicht.

Es ist doch ein Unterschied zu sagen, ich

möchte keine Kinder und dazu zu stehen, als zu sagen ich mag
sie nicht und beinahe vor ihnen zu flüchten (was ja eine
gewisse Angst bedeutet und Ängste haben immer eine
tieferliegende Ursache).

Sehe ich nicht so. Ich mag sie definitiv nicht und kann daher die Meinung von Ray sehr gut nachvollziehen.

Ich spreche nicht von unserer Angst,

bspw. vor einem gefrässigen Tiger stehen zu müssen-sondern von
Ängsten die projeziert sind auf Dinge,wie z.B. Kinder, die zu
unserer Gesellschaft, zu uns gehören,die wir einmal waren, die
die Gesellschaft immer weiter bestehen lassen, die ganz
schlicht und einfach das Natürlichste der Welt sind. Oder hast
du dich schon mal gefragt, warum bei der natürlichsten Sache
der Welt, die natürlichste Konsequenz ein Kind ist…

Seltsame Ansicht - dann handeln also Menschen, die keine Kinder bekommen können, es jedoch aber unbedingt wollen und somit zu anderen Mittel greifen auch gegen die Natur…

Und nur weil unsere Gesellschaft Kinder mag, muß das nicht für jeden Einzelnen gelten.

Es geht ja auch nicht um Pro-Kind, sondern einfach um
Pro-Mensch.
Also es ist ja grausam, wenn Menschen angeblich Kinder
bekommen, weil es von ihnen erwartet wir. Ich denke es ist
einfach so, dass Menschen in erster Linie natürlich ein Kind
wollen

…falsch gedacht… Du unterstellt hier schon wieder, dass es ja so sein muss, dass Frau ein Kind bekommt (siehe deine Wortwahl…natürlich ein Kind wollen…).

und es somit auch gebären, aber sich dann über einen

längeren Zeitraum herausstellt, dass sie völlig überfordert
sind(falls du das mit „das Ergebnis sieht man ja oft genug“
meinst). Es geht doch darum, bessere Bedingungen zu schaffen
um Kinder empfangen zu können und bereit dafür zu sein und
dazu gehört nunmal auch, die eigene Kindheit zu betrachten und
überhaupt mich sich ins Reine zu kommen.

Sorry - aber das ist für mich echter Senf. Bessere Bedingungen schaffen und mit sich ins Reine zu kommen. Du kannst mir glauben, dass ich sehr wohl im Großen und Ganzen mit mir im Reinen bin und meine eigene Kindheit genug betrachtet habe. Das hat an meiner Meinung definitiv nichts - aber auch gar nichts - geändert.

Ich denke, dass sich

dann die natürliche Einstellung zum Kind, bzw. das natürliche
Bedürfnis, Kinder kriegen zu wollen, von allein einstellt.
Wie gesagt, ich möchte gern jeden so sein lassen wie er ist,
die Frage jedoch die sich jeder auch selbst stellen sollte,
ist doch: Tut es mir gut und fühl ich mich wohl, so wie ich
bin? Und wenn man dann sagen kann: ja, tu ich, dann ist es
schön. Es machte nur den Eindruck auf mich, dass Ray bspw.
sich dabei nicht so wohl fühlt. Aber lass einfach Ray selbst
entscheiden…

Wie ich aber schon mal geschrieben habe, übt die Gesellschaft einen enormen Druck auf uns aus. Ich habe Ärzte erlebt, die sind ausgetickt, als sie erfahren haben, dass ich sterilisiert bin. Die haben mich schräg angemacht, dass gibt es gar nicht. Und ständig diese Geschichten, wenn man längere Zeit mit jemanden zusammen lebt:…na, wann kommt denn jetzt endlich der Nachwucht…ich würde mir so gerne ein Enkelkind wünschen… usw. usw. Ich tendiere eher dazu, Ray so zu lassen wie er ist, denn bis jetzt war es ja anscheinend kein Problem für ihn. Natürlich wird es jetzt schwierig, da seine Partnerin zwei Kinder hat. Die Frage, ob er damit klar kommt oder nicht, die kann wirklich nur er selber beantworten. Aber meiner Meinung nach geht es hier nicht um die Grundeinstellung, sondern eben, ob das für ihn funktionieren könnte.

Liebe Grüße Linda

PS: Was genau magst du an Kindern nicht?

Sorry, aber darauf habe ich nun echt keinen Bock. Ich mag sie nicht und Punkt. Was mich aber noch mehr auf die Palme bringt sind genau solche Statements wie: Kinder sind doch toll und es ist soooo schön Mutter zu sein. Mußt erst mal eigene Kinder haben, dann wird sich deine Meinung schon ändern. Das ist zum KOTZEN - Entschuldigung für diese harschen Worte - aber ich kann es nicht mehr hören.

Wenn Leute Kinder haben wollen - toll und wenn andere Leute keine Kinder wollen (auch nicht zu Besuch zu Hause etc.) dann auch gut.

LG
Yvonne

Hallo, ich habe niemanden unterstellt nicht normal zu sein und ich aktzeptiere auch wenn Menschen keine Kinder wollen. Ich sagte, dass „etwas“ verdreht ist und damit meine ich eine bestimmte Ansicht und nicht den ganzen Menschen. Und tut mir leid, wenn man Kinder nicht mag, muss schon etwas passiert- nicht weil man sie mögen muss, sondern, weil man erst bestimmte Erlebnisse braucht, bevor man Dinge nicht mehr mag. Das ist ja verständlich, aber sollte man sich das auch eingestehen können, wenn man so mit sich im Reinen ist.
Ich denke auch, dass es ziemlich schwierig ist, wenn eine Frau zweier Kinder und eine sterilisierte Frau ohne Kinder, miteinander über die Natürlichkeit sprechen, Kinder zu bekommen.
Ja, du magst Kinder „definitiv“ nicht. Daraus geht immer noch nicht hervor weshalb.

Du:

„Seltsame Ansicht - dann handeln also Menschen, die keine Kinder bekommen können, es jedoch aber unbedingt wollen und somit zu anderen Mittel greifen auch gegen die Natur…“

Ja, seh ich so, weil scheinbar die Natur dieser beiden Menschen in diesem Moment es nicht vorsieht

Du:
„…falsch gedacht… Du unterstellt hier schon wieder, dass es ja so sein muss, dass Frau ein Kind bekommt (siehe deine Wortwahl…natürlich ein Kind wollen…).“

falsches Denken gibt es nicht, höchstens subjektives und das habe ich getan, ich sagte: „ich denke…“

ich:
„…längeren Zeitraum herausstellt, dass sie völlig überfordert
sind(falls du das mit „das Ergebnis sieht man ja oft genug“
meinst). Es geht doch darum, bessere Bedingungen zu schaffen
um Kinder empfangen zu können und bereit dafür zu sein und
dazu gehört nunmal auch, die eigene Kindheit zu betrachten und
überhaupt mich sich ins Reine zu kommen.“
Du:
„Sorry - aber das ist für mich echter Senf. Bessere Bedingungen schaffen und mit sich ins Reine zu kommen. Du kannst mir glauben, dass ich sehr wohl im Großen und Ganzen mit mir im Reinen bin und meine eigene Kindheit genug betrachtet habe. Das hat an meiner Meinung definitiv nichts - aber auch gar nichts - geändert.“

okay mag sein…

Du:
„Wie ich aber schon mal geschrieben habe, übt die Gesellschaft einen enormen Druck auf uns aus. Ich habe Ärzte erlebt, die sind ausgetickt, als sie erfahren haben, dass ich sterilisiert bin. Die haben mich schräg angemacht, dass gibt es gar nicht. Und ständig diese Geschichten, wenn man längere Zeit mit jemanden zusammen lebt:…na, wann kommt denn jetzt endlich der Nachwucht…ich würde mir so gerne ein Enkelkind wünschen… usw. usw.“

Das ist ziemlich mies und zeugt von einer Respektlosigkeit der Menschen untereinander, wenn du dich entschieden hast für eine Sache, dann sollte jeder das aktzeptieren und niemand hat das Recht dies zu verurteilen…

„Das ist zum KOTZEN - Entschuldigung für diese harschen Worte“

das ganze Thema scheint dich doch ganz schön zu berühren…

Bye Linde

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Hallo

irgendwie würde mich wahnsinnig interessieren, was du zu den verschiedenen Beiträgen sagst, und ob du sie überhaupt gelesen hast.
Bitte schreib doch noch ein kleines bisschen, wenigstens ein paar Wörterlein!

Viele Grüße
Thea


Hallo Ray,

wie war denn deine Kindheit?

Ich habe beobachtet das es oftmals mit unseren eigenen Erfahrungen zusammen hängt.
Ich habe selbst eine Tochter, kann aber sehr gut nachfühlen was Du meinst.
Ich war als Kind nicht gerade willkommen und musste lernen ohne Fürsorge und Freibrief des „Welpenschutzes“ groß werden.
Seltsamerweise war mein Gefühl zum eigenem Kind anders, als zu anderen Kindern. Ich meide Kinder auch, du hast es schon sehr gut auf den Punkt gebracht:smile:
Mir fallen da noch mehr Dinge ein die mich belasten:
Die Angst das etwas passiert, das ewige zurückstellen der eigenen Bedürfnisse, also im Grunde sind die Antennen immer auf die Kinder gerichtet und man selbst (ich) hat zu funktionieren.

Weißt Du, man hat es uns so gelehrt, für mich ist das die einzigste Erklärung.

Wenn Du das nun ändern möchtest wäre meine Botschaft:

Schau zurück in deine Kindheit, schaue was man dir gelehrt hat, schaue wir man dich behandelt hat, schaue was dir gefehlt hat.

Ich glaube nicht das wir das aufheben können, doch wir können uns bewusst machen wo die Ursache liegt und wir können offen darüber reden. Wenn man das geschafft hat wird vieles leichter, zumindest ist das meine persönlche Erfahrung

Silvia

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Hallo,

abschließend nur:

Hallo, ich habe niemanden unterstellt nicht normal zu sein und
ich aktzeptiere auch wenn Menschen keine Kinder wollen. Ich
sagte, dass „etwas“ verdreht ist und damit meine ich eine
bestimmte Ansicht und nicht den ganzen Menschen. Und tut mir
leid, wenn man Kinder nicht mag, muss schon etwas passiert-
nicht weil man sie mögen muss, sondern, weil man erst
bestimmte Erlebnisse braucht, bevor man Dinge nicht mehr mag.

Magst Du Lärm - wahrscheinlich nicht - und da gibt es auch kein bestimmtes Erlebniss, welches dahinter steht…

Das ist ja verständlich, aber sollte man sich das auch
eingestehen können, wenn man so mit sich im Reinen ist.
Ich denke auch, dass es ziemlich schwierig ist, wenn eine Frau
zweier Kinder und eine sterilisierte Frau ohne Kinder,
miteinander über die Natürlichkeit sprechen, Kinder zu
bekommen.
Ja, du magst Kinder „definitiv“ nicht. Daraus geht immer noch
nicht hervor weshalb.

Ich muß hier nicht all die Punkte aufzählen, die ich in meinem Leben schon ein bischen zu oft aufgezählt habe. Ich wünsche mir einfach, dass die Menschen mal aufhören, ständig nach dem Warum zu suchen, nur weil jemand eine bestimmte Meinung hat.

Du:

„Seltsame Ansicht - dann handeln also Menschen, die keine
Kinder bekommen können, es jedoch aber unbedingt wollen und
somit zu anderen Mittel greifen auch gegen die Natur…“

Ja, seh ich so, weil scheinbar die Natur dieser beiden
Menschen in diesem Moment es nicht vorsieht

Du:
„…falsch gedacht… Du unterstellt hier schon wieder, dass
es ja so sein muss, dass Frau ein Kind bekommt (siehe deine
Wortwahl…natürlich ein Kind wollen…).“

falsches Denken gibt es nicht, höchstens subjektives und das
habe ich getan, ich sagte: „ich denke…“

ich:
„…längeren Zeitraum herausstellt, dass sie völlig
überfordert
sind(falls du das mit „das Ergebnis sieht man ja oft genug“
meinst). Es geht doch darum, bessere Bedingungen zu schaffen
um Kinder empfangen zu können und bereit dafür zu sein und
dazu gehört nunmal auch, die eigene Kindheit zu betrachten
und
überhaupt mich sich ins Reine zu kommen.“
Du:
„Sorry - aber das ist für mich echter Senf. Bessere
Bedingungen schaffen und mit sich ins Reine zu kommen. Du
kannst mir glauben, dass ich sehr wohl im Großen und Ganzen
mit mir im Reinen bin und meine eigene Kindheit genug
betrachtet habe. Das hat an meiner Meinung definitiv nichts -
aber auch gar nichts - geändert.“

okay mag sein…

Du:
„Wie ich aber schon mal geschrieben habe, übt die Gesellschaft
einen enormen Druck auf uns aus. Ich habe Ärzte erlebt, die
sind ausgetickt, als sie erfahren haben, dass ich sterilisiert
bin. Die haben mich schräg angemacht, dass gibt es gar nicht.
Und ständig diese Geschichten, wenn man längere Zeit mit
jemanden zusammen lebt:…na, wann kommt denn jetzt endlich
der Nachwucht…ich würde mir so gerne ein Enkelkind
wünschen… usw. usw.“

Das ist ziemlich mies und zeugt von einer Respektlosigkeit der
Menschen untereinander, wenn du dich entschieden hast für eine
Sache, dann sollte jeder das aktzeptieren und niemand hat das
Recht dies zu verurteilen…

„Das ist zum KOTZEN - Entschuldigung für diese harschen
Worte“

das ganze Thema scheint dich doch ganz schön zu berühren…

Weil ich es einfach anstrengend finde, dass die Gesellschaft es einfach nicht akzeptieren kann, wenn jemand keine Kinder möchte - und glaub mir, ich weiß verdammt, wovon ich spreche. Und ich rede nicht von Einzelfällen. Und ebenfalls anstrengend finde ich dieses „ewige“ analysieren wollen, ob denn bei mir etwas nicht „in Ordnung“ ist oder ob ich denn irgendwelche schlimmern Erlebnisse hatte etc. Deshalb regt mich so was halt auf. Wollte Dir auch nicht persönlich zu Nahe treten - aber wenn man jahrelang immer und immer wieder das Selbe dazu hört, reicht es einfach irgendwann. Vielleicht kannst Du das ja nachvollziehen. Ich sage ja auch nicht, wer Kinder hat ist doof. Ich sage halt nur, bitte nicht für mich. Und das ist schon ein Unterschied.

Wünsche ein schönes Wochenende.
LG
Yvonne

Bye Linde

Hallo Thea,

es fällt mir ziemlich schwer, an dieser Diskussion teilzunehmen - obwohl ich sie in Gang gebracht habe. Vielleicht hätte ich es besser lassen sollen, denn man kann Zuneigung nicht erlernen. Dass meine Vorbehalte gegen Kinder von Einigen geteilt werden, finde ich beruhigend. Dass Kinder in diese Welt gehören wie du und ich und alle anderen, war mir schon vorher klar, und dass es egoistisch ist, Kinder als störende, teuere und nutzlose Subjekte zu empfinden und daher abzulehnen, weiß ich ebenfalls. Mag sein, ich habe bislang die falschen Kinder kennengelernt.

Du willst wissen, was das alles mir nun sagt? Es ist nichts wirklich Neues und Weiterhelfendes dabei. Trotzdem bin ich dankbar für jeden Beitrag. Was mir Sorgen machte (deshalb auch der Thread), war der Gedanke, dass es auf die Dauer unmöglich sei, die Kinder meiner Freundin nicht zu akzeptieren. Nach allem, was ich gelesen habe, liege ich da sicher nicht falsch, denn die Kinder gehören zu ihr genauso wie alles andere, und eigentlich gibt es keine Kompromisse.

Gruß Ray


Hallo Ray,

zu deinen Zeilen muss ich noch was loswerden.

Du schreibst man kann Zuneigung nicht erlernen, wer sagt das?

Alles kann man erlernen, auch Zuneigung. Dabei erreicht man nicht was andere erreichen, aber man kann sich selbst steigern. Ich habe aufgehört zu gucken wo andere stehen, respektiere andere Definitionen und finde stets meine eigenen. Den größten Fehler den wir begehen können ist die negative Sichtweise, man könne etwas nicht.
Für jedes Individuum gibt es zu jedem Thema eine ganz eigene Sichtweise. Jedes einzelne leben ist eine kleine Evolution, ich habe die Möglichkeit Themen zu entwickeln die ich entwickeln möchte, am Anfang steht die Idee und dann die Entscheidung zu ja oder nein.
Manche Themen sind furchtbar anstrengend, was andere in die Wiege gelegt bekamen wird für einen anderen zum schwersten Marathon, das ist Leben.

Vielleicht hast Du genau diese Frau mit diesen Kindern getroffen um endlich an das Thema zu kommen?
Wenn du versuchst das positiv zu nehmen, mit deiner Belastung, passieren vielleicht Dinge mit dir die Du nie für möglich gehalten hättest.

Ich habe ja auch schon viele Themen durch, eines habe ich gelernt, wo die meisten Steine liegen, liegt auch der größte Gewinn für mein Leben:smile:
Ich sende dir den Mut das Thema einfach anzunehmen, egal was am Ende steht, es wird eine Erfahrung sein

Alles Gute

Silvia

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hi ray,

ich glaube nicht, das man kinder einfach so nicht mag.
ich bin davon überzeugt, es hat etwas mit der eigenen geschichte zu tun.

wenn du also wirklich eine veränderung deiner heutigen gefühle wollen würdest (denn die gedanken dazu bilden sich doch auf deren basis),
wäre aus meiner sicht der einzige weg der, sich mit der eigenen vergangenheit, der kindheit, zu befassen.

ich nehme aber an, das es wenn eine recht komplexe „sache“ wäre, die sich im übrigen auch in deren merkmalen in der gegenwart bemerkbar machen würde/könnte, als ausschliesslich auf einer abneigung kindern
gegenüber - da du ja selbst mal ein kind warst …

aber dieser doch umfangreiche kraftakt muss es einem wert sein - also ich meine damit - es könnte sich sozusagen von allein eine menge ändern, aber eben nur über den weg der auseinandersetzung und ggfs. verarbeitung der eigenen prägung. und ich glaube nicht, dass man es allein kann (zumal, wo ansetzen ohne wissen über das wo und wie)
ich denke, das ginge nur über professionelle hilfe.

wenn ich mit meiner vermutung über dies alles aber richtig liege -
müsste dennoch dein bedrüfnis nach einer änderung die grundlage sein.

sicher scheint mir - mit ein wenig herumanaylsieren und ein wenig
hier und da wird ein „umfühlen“ und damit „umdenken“ nicht möglich
sein.

aus deiner enttäuschung in deiner antwort an sybille lese ich heraus, du hattest dir irgendwie erhofft, es gäbe einfach mittel und wege.
das sagt mir wiederum - du leidest irgendwie selbst unter deinen gefühlen und gedanken zu kindern.
leidensdruck ist der einzige beweggrund für menschen, an sich zu arbeiten. aber evtl leidest du noch nicht genug und bist noch am
anfang eines langen weges. evtl musst du mit dir noch ein wenig geduld haben, bis du „soweit bist“.

es klingt irgendwie traurig und eben so, als seien deine gefühle für kinder ein teil von dir, den du eigentlich nicht als einen teil von dir wünscht, nicht in dieser form jedenfalls - aber wie gesagt, das wird wohl noch nicht reichen als antrieb, doch meiner erfahrung nach hört der leidensdruck nicht auf oder wird dauerhaft von allein weniger.
es wird im laufe der zeit mehr - also wächst vermutlich die grundlage zur beabsichtigung etwas zu verändern und damit eben sich den eigenen dingen zu stellen, die sicher harter tobak gewesen sein müssen, sonst kommt man nicht zu einer so negativen haltung.

nun, ich mag mich irren, aber so denke ich darüber.

alles gute ray.

LG
nina