Hallo,
Hallöchen, ich möchte Ray auf jeden Fall so lassen wie er ist,
eigentlich Jeden, ich übe zumindest und versuche es-jeden Tag
aufs Neue.
Trotzdem denke ich, das grundsätzlich etwas verdreht ist, wenn
man sich dem natürlichen Gang der Dinge entgegenstellt(vor
allem mental).
Du unterstellt hier, dass die Menschen, die keine Kinder mögen, nicht „normal“ sind, sondern verdreht. Wer bestimmt, was natürlich ist? Für den einen ist es natürlich Kinder zu bekommen und für den anderen nicht.
Es ist doch ein Unterschied zu sagen, ich
möchte keine Kinder und dazu zu stehen, als zu sagen ich mag
sie nicht und beinahe vor ihnen zu flüchten (was ja eine
gewisse Angst bedeutet und Ängste haben immer eine
tieferliegende Ursache).
Sehe ich nicht so. Ich mag sie definitiv nicht und kann daher die Meinung von Ray sehr gut nachvollziehen.
Ich spreche nicht von unserer Angst,
bspw. vor einem gefrässigen Tiger stehen zu müssen-sondern von
Ängsten die projeziert sind auf Dinge,wie z.B. Kinder, die zu
unserer Gesellschaft, zu uns gehören,die wir einmal waren, die
die Gesellschaft immer weiter bestehen lassen, die ganz
schlicht und einfach das Natürlichste der Welt sind. Oder hast
du dich schon mal gefragt, warum bei der natürlichsten Sache
der Welt, die natürlichste Konsequenz ein Kind ist…
Seltsame Ansicht - dann handeln also Menschen, die keine Kinder bekommen können, es jedoch aber unbedingt wollen und somit zu anderen Mittel greifen auch gegen die Natur…
Und nur weil unsere Gesellschaft Kinder mag, muß das nicht für jeden Einzelnen gelten.
Es geht ja auch nicht um Pro-Kind, sondern einfach um
Pro-Mensch.
Also es ist ja grausam, wenn Menschen angeblich Kinder
bekommen, weil es von ihnen erwartet wir. Ich denke es ist
einfach so, dass Menschen in erster Linie natürlich ein Kind
wollen
…falsch gedacht… Du unterstellt hier schon wieder, dass es ja so sein muss, dass Frau ein Kind bekommt (siehe deine Wortwahl…natürlich ein Kind wollen…).
und es somit auch gebären, aber sich dann über einen
längeren Zeitraum herausstellt, dass sie völlig überfordert
sind(falls du das mit „das Ergebnis sieht man ja oft genug“
meinst). Es geht doch darum, bessere Bedingungen zu schaffen
um Kinder empfangen zu können und bereit dafür zu sein und
dazu gehört nunmal auch, die eigene Kindheit zu betrachten und
überhaupt mich sich ins Reine zu kommen.
Sorry - aber das ist für mich echter Senf. Bessere Bedingungen schaffen und mit sich ins Reine zu kommen. Du kannst mir glauben, dass ich sehr wohl im Großen und Ganzen mit mir im Reinen bin und meine eigene Kindheit genug betrachtet habe. Das hat an meiner Meinung definitiv nichts - aber auch gar nichts - geändert.
Ich denke, dass sich
dann die natürliche Einstellung zum Kind, bzw. das natürliche
Bedürfnis, Kinder kriegen zu wollen, von allein einstellt.
Wie gesagt, ich möchte gern jeden so sein lassen wie er ist,
die Frage jedoch die sich jeder auch selbst stellen sollte,
ist doch: Tut es mir gut und fühl ich mich wohl, so wie ich
bin? Und wenn man dann sagen kann: ja, tu ich, dann ist es
schön. Es machte nur den Eindruck auf mich, dass Ray bspw.
sich dabei nicht so wohl fühlt. Aber lass einfach Ray selbst
entscheiden…
Wie ich aber schon mal geschrieben habe, übt die Gesellschaft einen enormen Druck auf uns aus. Ich habe Ärzte erlebt, die sind ausgetickt, als sie erfahren haben, dass ich sterilisiert bin. Die haben mich schräg angemacht, dass gibt es gar nicht. Und ständig diese Geschichten, wenn man längere Zeit mit jemanden zusammen lebt:…na, wann kommt denn jetzt endlich der Nachwucht…ich würde mir so gerne ein Enkelkind wünschen… usw. usw. Ich tendiere eher dazu, Ray so zu lassen wie er ist, denn bis jetzt war es ja anscheinend kein Problem für ihn. Natürlich wird es jetzt schwierig, da seine Partnerin zwei Kinder hat. Die Frage, ob er damit klar kommt oder nicht, die kann wirklich nur er selber beantworten. Aber meiner Meinung nach geht es hier nicht um die Grundeinstellung, sondern eben, ob das für ihn funktionieren könnte.
Liebe Grüße Linda
PS: Was genau magst du an Kindern nicht?
Sorry, aber darauf habe ich nun echt keinen Bock. Ich mag sie nicht und Punkt. Was mich aber noch mehr auf die Palme bringt sind genau solche Statements wie: Kinder sind doch toll und es ist soooo schön Mutter zu sein. Mußt erst mal eigene Kinder haben, dann wird sich deine Meinung schon ändern. Das ist zum KOTZEN - Entschuldigung für diese harschen Worte - aber ich kann es nicht mehr hören.
Wenn Leute Kinder haben wollen - toll und wenn andere Leute keine Kinder wollen (auch nicht zu Besuch zu Hause etc.) dann auch gut.
LG
Yvonne