Kinderphobie

Hallo,

vielleicht ist Kinderabneigung das passendere Wort. Feststeht: Ich mag sie nicht. Sie sind laut, unproduktiv, kosten Geld, Zeit, Nerven - stören mich ganz einfach, egal wie und wo ich sie antreffe. Bei Flug- und Bahnreisen bete ich, dass keine Kinder in meiner Nähe sind, und von Events, auf denen Kinder anwesend sind bzw. irgendeine Rolle spielen, halte ich mich fern. Frage: Was kann man dagegen tun? Denn normal ist das ja sicher nicht. Und der Anlass ist auch ziemlich aktuell, denn meine neue Freundin hat zwei besonders nervtötende Bälger.

Gruß Ray

Hallo Ray,

vielleicht ist Kinderabneigung das passendere Wort. Feststeht:
Ich mag sie nicht. Sie sind laut, unproduktiv, kosten Geld,
Zeit, Nerven - stören mich ganz einfach, egal wie und wo ich
sie antreffe. Bei Flug- und Bahnreisen bete ich, dass keine
Kinder in meiner Nähe sind, und von Events, auf denen Kinder
anwesend sind bzw. irgendeine Rolle spielen, halte ich mich
fern. Frage: Was kann man dagegen tun? Denn normal ist das ja
sicher nicht.

Ach doch, das ist normal. Fremde Kinder sind „fremd“,
sie kümmern einen nicht; es sei denn, man verdient an
oder mit ihnen Geld.

z.B. mit der Produktion von Kinderkonsumprodukten
oder wenn man Träger von Kindergärten ist.

Aber sonst? Ich finde es auch nicht unbedingt
normal, fremde Kinder besonders zu mögen.
Vielleicht ist das nur ein Paradigma der
neuen Zeit. Aber wozu gut?

Und der Anlass ist auch ziemlich aktuell, denn
meine neue Freundin hat zwei besonders
nervtötende Bälger.

Da kommt Dir Dein hoher Sozialisierunggrad
in die Quere. Als Löwe würdest Du sie ein-
fach totbeissen; als Fürst würdest Du die
Kinder Deiner neugekauften Frau in den
Wald jagen.

Doch nun wirst Du Dich eben an die
Gegebenheiten anpassen, den Lärm
ertragen müssen. Oder? :wink:

Grüße

CMБ

Hallo Ray,
bin zwar kein Psychologe, hatte aber lange Zeit dasselbe Problem (für das es bestimmt auch eine „Ursache“ gibt…)
Mir hat geholfen die Kinder mit deren Augen zu betrachten. Jedesmal, wenn was nervt, frag Dich, WAS Dich genau nervt, und versuche das in eine positive Eigenschaft zu drehen.
Beispiel: laut. Kinder schreien, streiten, raufen, nerven. Vieles davon sind Lernprozesse: Wen darf ich anschreien, wann lohnt es sich zu streiten, wem darf ich wann zeigen, dass ich stärker bin.
Mach sie zum Gegenstand Deiner Neugierde: warum verhält sich das Kind wohl gerade so und so? „Nervt“ es absichtlich (warum?) oder bin ich genervt (warum?)
Wenn Du schreibst sie kosten „Zeit Geld und Nerven“, und sind darüberhinaus noch „unproduktiv“, dann versuch mal die Messlatte „wonach beurteile ich Erwachsene“ wegzulegen und Dich in die Kinder hineinzuversetzen und deren Begeisterung / Frust / Prioritäten festzustellen; versuche doch einfach sie möglichst heil aus dem Kinderdasein ins Erwachsenendasein zu bringen indem Du als „Experiment“ -nichts anderes ist Erziehung ,-) - betrachtest, und Du noch maßgeblich Einfluss nehmen kannst. Sieh Kinder als Chance an, die Welt etwas besser zu machen, indem Du Ihnen Deine Werte- Moral und Weltvorstellungen beizubringen versuchst.
Erster Schritt wäre vielleicht die Kinder Deiner Freundin statt „nervtötender Bälger“ zu nennen in „2 aufgeweckte Knirpse“ oder sowas umzutaufen :wink:

Gruß
jartUl

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hi ray,

ich weiss nicht ob man auf grund deiner schilderungen tatsächlich vermutungen anstellen kann.

wie du dich jeweils fühlst wäre sicher nicht überflüssig zu erfahren.
was also in dir vorgeht. einfache genervtheit oder doch tiefergehendes
zb.

vielleicht versuchst du diese „seite“ mal zu beschreiben.

LG
nina

Hallo

Ich wollte noch einen Aspekt erwähnen, der evtl. eine Rolle spielen könnte.

Krach machende um rumschreiende Leute stören einen besonders, wenn man dies selbst nie tun durfte oder sich selbst verbietet.

Dagegen hilft es sehr, wenn man es sich erlaubt, auch mal rumzugröhlen oder Krach zu machen. Dann stört es einem automatisch bei anderen wesentlich weniger (gar nicht würde ich nicht sagen).

Kann ziemlich peinlich sein, aber das ist uns ausschließlich deshalb peinlich, weil uns das verboten wurde. Sonst wären wir alle eine lärmende fröhliche Affenbande (meine Meinung).

Noch etwas anderes: Rumschreien kann auch Imponiergehabe sein. Wenn mein Sohn rumschreit, werde ich auch wütend und verspüre das dringende Bedürfnis, ihn zu überschreien. Wer lauter schreit, hat ja schließlich recht (ist doch wahr!).

Viele Grüße
Thea

Hallo,

vielleicht ist Kinderabneigung das passendere Wort. Feststeht:
Ich mag sie nicht. Sie sind laut, unproduktiv, kosten Geld,
Zeit, Nerven - stören mich ganz einfach, egal wie und wo ich
sie antreffe. Bei Flug- und Bahnreisen bete ich, dass keine
Kinder in meiner Nähe sind, und von Events, auf denen Kinder
anwesend sind bzw. irgendeine Rolle spielen, halte ich mich
fern. Frage: Was kann man dagegen tun? Denn normal ist das ja
sicher nicht. Und der Anlass ist auch ziemlich aktuell, denn
meine neue Freundin hat zwei besonders nervtötende Bälger.

Hi,
Das einfachste wird wohl die Konfrontationstherapie sein, und dazu hast du nun mit den Kindern Deiner Freundin eine wohl einmalige Chance. Dein Artikel klingt, als würdest Du Kinder eher als „Dinge“ als als Lebewesen betrachten. Versuch Dir zu verinnerlichen, dass Kinder Menschen sind, und zwar ein sehr interessanter Typ Menschen, weil sie noch keine feststehende Meinung von der Welt haben und noch mitten im Informationen sammeln sind. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es Spaß macht, ihnen diese Informationen zu geben und Sie mit der eigenen Meinung zu konfrontieren.
Jedenfalls finde ich, Du solltest unbedingt etwas gegen Deine Kinderphobie tun, denn Kinder sind wunderbare Menschen.

Gruß, Evi

Hallo Semjon,

Aber sonst? Ich finde es auch nicht unbedingt
normal, fremde Kinder besonders zu mögen.

Ich finde, der Grund für das Nichtmögen fremder Kinder kann auch darin liegen, dass selbige manchmal relativ wenig Distanz und Höflichkeit zeigen, während von uns als Erwachsenen jedoch eine gehörige Portion Distanz und Höflichkeit ihnen gegenüber erwartet wird. - Wenn es kein Problem damit gäbe, ein fremdes Kind zurechtzuweisen, das uns die Ohren vollbrüllt, oder die Mutter darum zu bitten, dann würden uns diese Kinder wesentlich weniger stören.

Das liegt meiner Meinung auch an der Überbevölkerung der Welt. Wenn wir in Gruppen von höchstens 1000 Leuten leben würden (was ich für natürlich für den Menschen halte), dann gäbe es dieses Problem nicht, denn dann hätten wir ja äußerst selten wirklich völlig fremde Kinder um uns herum.

Vielleicht ist das nur ein Paradigma der
neuen Zeit. Aber wozu gut?

Mir fallen durchaus einige Dinge ein, wofür das gut sein könnte. Das würde dann aber eher ins Politikbrett gehören.

Als Löwe würdest Du sie einfach totbeissen;

Wir sind ja aber keine Löwen. Wir sind ja selbst mit Ratten und Mäusen wesentlich enger verwandt als mit Katzen.

Bei einigen Tierarten, und darunter fallen wir Primaten, gibt es doch den sogenannten Welpenschutz. Unsere näheren Verwandten, die Schmipansen, beißen den fremden Nachwuchs der Auserwählten nicht tot, soviel ich weiß.

Wenn sie noch Babies haben, verpaaren sich Schimpansennmütter nicht, wohl aber, wenn sie ein größeres Kind haben. Schimpansenmänner machen oft so eine Art Hochzeitreise mit ihren auserwählten Damen (damit sie wohl mal alleine mit ihnen sind), und da kommt dann das Kind mit, sofern vorhanden. Es wird von dem Affenmann oft sehr nett behandelt
(nach Jane Goodall, die viele Jahre wilde Schimpansen in Afrika beobachtet hat).

als Fürst würdest Du die Kinder Deiner neugekauften
Frau in den Wald jagen.

War das zu allen Zeiten in allen Ländern bei Fürsten so üblich?

Viele Grüße
Thea

hi simsy,

ich hab ihn gefragt, welche gefühle er so in sich trägt bei all den gedanken während der begegnungen.

denn es kann ja gut sein, er hat selbst als kind wenig verständnis erlebt und wiederholt was er erlebt/kennengelernt hat.
nicht selten übernimmt man ja die sichtweisen anderer, zugrunde liegend
die eigenen gemachten erfahrungen.

entweder wird man dann oft zu einem menschen, der in dem falle extrem viel verständnis für kinder hätte - also auch zum schaden der kinder selbst, oder eben das gegenteil.

und ich hätte gerne in erfahrung gebracht, ob ähnliches dem zugrunde liegt. aber er antwortet leider nicht. aber genau die gefühle sind der knackpunkt, ohne die beschreibung derer kann man kaum vermutungen anstellen. ich denke, bevor man also über die verhaltensweisen der kinder spekuliert, wäre erstmal zu schauen, warum er kinder wahrnimmt wie er sie wahrnimmt. sonst zäumt man das pferd von hinten auf finde ich.

LG
nina

Hallo Nina,

du hast wohl recht, ich verstehe aber nicht, wieso du diese Argumente ausgerechnet als Antwort auf diesen meinen Beitrag sendest, der ja eine Antwort auf Semjon Michailowitsch’s Beitrag ist und mit der ursprünglichen Frage nur indirekt etwas zu tun hat.

Viele Grüße
Thea

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OT: Welpenschutz
Hallo!

Bei einigen Tierarten, und darunter fallen wir Primaten, gibt
es doch den sogenannten Welpenschutz. Unsere näheren
Verwandten, die Schmipansen, beißen den fremden Nachwuchs der
Auserwählten nicht tot, soviel ich weiß.

Bei Hunden als Beispiel gibt es den Welpenschutz direkt nicht. Man kann es eher als Mutterschutz bezeichnen, da die Rudelmitglieder schlicht und einfach schiss vor der Mutterhündin haben und darum ihre Welpen in Ruhe lassen. Wenn der Welpe in einem fremden Rudel auftauchen würde, wäre er innerhalb kurzer Zeit tot. Er hat also keinen Schutz, nur weil er ein Welpe ist.

Bei anderen Tierarten kann ich es mir ähnlich vorstellen.

Tara

Hallo Ray,

was ist normal? Es ist natürlich ein Problem, wenn deine neue Freundin zwei echt nervende Bälger hat. Aber rein vom Grundsatz her:
Warum siehst Du ein Problem darin, keine Kinder zu mögen. Ich finde, so wie es Menschen gibt, die total in Kindern aufgehen können, darf es sehr wohl auch die andere Seite geben. Menschen die mit Kindern null anfangen können und die sie einfach nur ätzend finden. Und das Gerede zum Thema…wenn es erst mal die Eigenen sind, dann findet man Kinder ganz toll usw… Kann ich nicht nachvollziehen. Es gibt Menschen, die denken, Kinder sind ganz ok, müssen aber jetzt nicht unbedingt welche haben. Dann gibt es aber die, die NIE NIE und NIE Kinder wollen und die werden das nie nachvollziehen können. Wie man vielleicht merkt gehöre ich auch der „kinderfeindlichen“ Fraktion an. Ich finde es toll, dass es Menschen gibt, für die Kinder alles sind und das respektiere ich auch - aber genau so kann man doch Menschen wie Dich oder mich genau so respektieren.

Klär also mal für dich, ob Du unter bestimmten Umständen mit den Kindern deiner neuen Freundin klar kommen würdest und wenn nicht bleibt nur eins.

LG
Yvonne

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Hallo, das ist wirklich sehr interessant. Ohne dir jetzt zu nahe treten zu wollen, ich kenne dich ja überhaupt nicht und auch nicht die Gefühle die du verspürst. Doch ziemlich fest steht: in dem Moment wo du sagst, dass du sie nicht magst, sagst du automatisch auch, dass du dich nicht magst. Da du ja kein spezielles Erlebnis mit einem bestimmten Kind meinst (wie du es möglicherweise mit einem beliebig Gleichaltrigen haben könntest um dann eine Antipathie zu entwickeln), sondern allgemein mit Kindern und demzufolge ihrer Art zu leben. Wenn wir von „Ihnen“ sprechen, dann meinen wir Menschen, die am Anfang ihres Lebens stehen, die Liebe für das detail haben, die träumen, die sich im Spiel völlig vergessen können, die keine Unterschiede machen zwischen dir und mir, zwischen schwarz und weiß, behindert nicht behindert (das kann man jetzt ewig fortführen). Die, wenn du dich einmal für sie öffnest, dir ihr ganzes Vertrauen schenken. Sie kennen noch kein gut und böse, sie SIND einfach. Sie sind all das, was wir in allen möglichen Workshops, Seminaren, Therapiesitzungen, Rauschzuständen-sprich „Ersatzeuphoriezuständen“(ich meine nicht insbesondere die Illegalen)etc., versuchen wiederzufinden. Unsere Vollkommenheit, unsere Unbeschwertheit und vor allem unser Selbstbewusstsein. Jedem Menschen, dem wir begegnen (inklusive Kinder) spiegeln einen Teil von uns selbst, mal mehr mal weniger, je nachdem wie offen dein Gegenüber ist- und Kinder sind wirklich sehr offene Wesen… Versuch einfach etwas von ihnen zu lernen, ich meine nicht wie wütend kann ich noch werden, sondern einfach, wenn du ihnen begegnest, dich voll und ganz auf die Situation einzulassen, mal die Zeit vergessen (so wie sie es tun, sie haben nähmlich noch nicht das Erwachsenenzeitgefühl, deshalb geraten wir Alten ja immer wieder mit den kids aneinander, stell dir vor du bist gerade in einem wundervollen spiel vertieft und plötzlich zehrt jemand an dir rum: komm jetzt schnell, hier hin dort hin-meist, für kinder zu völlig langweiligen Aktionen wie Einkaufen, Ämterabhängen, steife Familiengeburtstage und was es sonst noch so gibt…)Oder noch schlimmer, ständig hörst du. mach dies nicht, mach das nicht, nein, nein und nochmals nein! Also ich finde unsere Gesellschaft, die herrschenden Prinzipien, Traditionen etc. völlig kinderfeindlich. Kein Wunder, da würde ich mich als kleiner Knirps auch auflehnen.
Also nochmal zu dir, ob du willst oder nicht, du warst auch einmal so klein, und wenn du jetzt dir vorstellst, wie der kleine Ray in dir wohnt, wie er aussieht, was er erlebt hat, wie verletzt er oft war, wie traurig und verletzt er immer noch ist und es noch schlimmer findet, dass der große Ray ihn nicht mehr sehen, noch hören will(denke an die anderen Kinder, die viel zu laut sind-nicht wahr?).
Was dir helfen wird ist davon auszugehen, dass Kinder die vollkommeneren Menschen sind und vor allem bedenke immer Kinder haben niemals einen bösen Willen, sie werden höchstens gebrochen, verletzt und aggressiv durch uns, ja tatsächlich durch die ERWACHSENEN.
Ich finde es ehrlich gesagt gut, dass du den ersten Schritt getan hast näher zu dir zu kommen und womöglich anfängst deine Kindheit aufzuarbeiten-never forget, sie ist das Fundament auf dem du heute stehst, durch das du fühlst, handelst, auf dem du lebst.Die Kindheit ist die Basis und wenn sie dir bir lebendig entgegentritt, bist du abgeneigt, ja du möchtest sogar flüchten, wovor flüchtest du, Ray, was beinhaltet bloß dieses Fundament auf dem du bist, der Stoff aus dem du gemacht bist…Liebe Grüße Lindo

Hallo,

warum müssen immer die „Pro-Kinder“-Leute behaupten, mit jemanden, der Kinder nicht mag, sei irgendetwas nicht in Ordnung. Das kann ich echt nicht verstehen. Besser, zu sagen, keine Kinder und dann auch dazu zu stehen, als sich Kinder anzuschaffen, nur weil das Umfeld und die Gesellschaft das ja so erwartet. Das Ergebnis davon sieht man ja oft genug.

Laßt die Menschen so sein, wie sie wollen und wenn dazu eben gehört, dass jemand keine Kinder mag, dann ist das auch gut. Nur unser so furchtbar auf Kinder geprägte Gesellschaft vermittelt Menschen, die keine Kinder wollen ein schlechtes Gewissen. Ich weiß, ich weiß, Kinder sind unser Nachwuchs und blablabla. Dafür, dass ich z. B. keine Kinder mag und will, hat ein Kollege von mir mittlerweile 5. Da regelt sich die Quote von selber.

Gruß
Yvonne

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Hallo Tara

Bei Hunden als Beispiel gibt es den Welpenschutz direkt nicht.
Man kann es eher als Mutterschutz bezeichnen, da die
Rudelmitglieder schlicht und einfach schiss vor der
Mutterhündin haben und darum ihre Welpen in Ruhe lassen. Wenn
der Welpe in einem fremden Rudel auftauchen würde, wäre er
innerhalb kurzer Zeit tot.

Kannst du mir eine Quelle dafür angeben? - Nicht, dass ich das bezweifeln würde, es interessiert mich nur.

Ansonsten finde ich aber, dass Welpen auf der Straße nicht wirklich angegriffen werden, selbst wenn sie sich aufdringlich benehmen und der genervte Hund kleiner ist als der Welpe, also Grund hätte, sich zu verteidigen (jedenfalls, soweit ich das beobachten konnte).

Hier taucht der Welpe allerdings natürlich nicht in einem fremden Rudel auf, sondern eher auf neutralem Gebiet (obwohl man das als Mensch mangels Geruchssinn nicht immer wissen kann).

Und wie kommt es dann eigentlich, dass gerade Hunde und Wölfe dazu neigen, fremde Babies, ja sogar artfremde Babies zu adoptieren? Oder kann es sein, dass das Kindchenschema nur auf Weibchen oder Mütter wirkt?

Er hat also keinen Schutz, nur weil
er ein Welpe ist.

Bei anderen Tierarten kann ich es mir ähnlich vorstellen.

Bei den Schimpansen, von denen ich geschrieben habe, hatte der Schimpansenmann ganz klar keinen Schiss vor seiner Dame. Die Damen gehen auf diese Hochzeitsreisen in der Regel nicht ganz freiwillig mit.

Außerdem gibt es das bei Schimpansen so gut wie nicht, dass ein Männchen von einer Dame dominiert wird, da erstere wesentlich größer und kräftiger sind als letztere. - Eine gewisse Höflichkeit oder Nettigkeit gegenüber den Damen kann jedoch manchmal beobachtet werden. wobei eshier sehr große individuelle Unterschiede gibt.

Viele Grüße
Thea

Off topic: Wenn man übrigens die Bücher von Jane Godall liest und auch die Fotos anschaut, fällt es sehr schwer, Schimpansen als „Tierart“ anzusehen. Die sind ganz klar dem Menschen sehr viel näher als z. B. den Kaninchen oder Katzen.

Hallo!

http://www.hundeseite.info/html/welpenschutz.html

Den Besitzer der Seite kenne ich persönlich. Er hat sehr viel Wissen auf dem Gebiet der Hunde ( kein Pseudowissen, sondern fundierte wissenschaftliche Erkenntnisse ). Seine Seite ist sehr lesenswert.

Tara

Hallo Linda

ich denke das funktioniert so nicht. Ich habe
mal spasseshalber in Gedanken „Kinder“ durch
„Nationalsozialisten“ ersetzt und komme zum
Schluss, das Dein Text genoso viele bzw. we-
nige Informationen preisgibt wie vorher …

Wenn das Experiment zu heftig erscheint, soll
der Mod es eben halt rausnehmen.

(Das ist so ein Test, den ich auch mit
Tieren, Marsmenschen, Bachblüten usw mache)

[hypothetischer Suggestivtext über Nationalsozialisten]

_... das ist wirklich sehr interessant. Ohne dir jetzt zu  
nahe treten zu wollen, ich kenne dich ja überhaupt nicht   
und auch nicht die Gefühle die du verspürst. Doch ziemlich   
fest steht: in dem Moment wo du sagst, dass du sie nicht magst,  
sagst du automatisch auch, dass du dich nicht magst.   
  
Da du ja kein spezielles Erlebnis mit einem bestimmten National-  
sozialisten meinst (wie du es möglicherweise mit einem beliebigen   
Nicht-Nationalsozialisten haben könntest um dann eine Antipathie   
zu entwickeln), sondern allgemein mit Nationalsozialisten und   
demzufolge ihrer Art zu leben.   
  
Wenn wir von "Ihnen" sprechen, dann meinen wir Menschen, die am  
Anfang ihres Lebens stehen, die Liebe für das Detail haben,  
die träumen, die sich im Aufmarsch völlig vergessen können,   
die keine Unterschiede machen zwischen dir und mir, zwischen  
blond und rothaarig, behindert nicht behindert (das kann man  
jetzt ewig fortführen).   
  
Die, wenn du dich einmal für sie öffnest, dir ihr ganzes Vertrauen   
schenken. Sie kennen noch kein gut und böse, sie SIND einfach.   
Sie sind all das, was wir in allen möglichen Workshops, Seminaren,  
Therapiesitzungen, Rauschzuständen-sprich "Ersatzeuphoriezuständen"  
(ich meine nicht insbesondere die Illegalen)etc., versuchen  
wiederzufinden. Unsere Vollkommenheit, unsere Unbeschwertheit  
und vor allem unser Selbstbewusstsein.   
  
Jedem Menschen, dem wir begegnen (inklusive Nationalsozialisten)   
spiegeln einen Teil von uns selbst, mal mehr mal weniger, je   
nachdem wie offen dein Gegenüber ist- und Nationalsozialisten   
sind wirklich sehr offene Wesen...  
  
 Versuch einfach etwas von ihnen zu lernen, ich meine nicht   
 wie wütend kann ich noch werden, sondern einfach, wenn du   
 ihnen begegnest, dich voll und ganz auf die Situation ein-  
 zulassen, mal die Zeit vergessen (so wie sie es tun, sie   
 haben nähmlich noch nicht das Erwachsenenzeitgefühl, deshalb   
 geraten wir Alten ja immer wieder mit den Nationalsozialisten  
 aneinander, stell dir vor du bist gerade in einem wundervollen   
 Aufmarsch vertieft und plötzlich zerrt jemand an dir rum: komm   
 jetzt schnell, hier hin dort hin-meist, für Nationalsozialisten  
 zu völlig langweiligen Aktionen wie Einkaufen, Ämterabhängen,   
 steife Familiengeburtstage und was es sonst noch so gibt...)  
  
Oder noch schlimmer, ständig hörst du: mach dies nicht, mach das   
nicht, nein, nein und nochmals nein! Also ich finde unsere   
Gesellschaft, die herrschenden Prinzipien, Traditionen etc.   
völlig Nationalsozialisten-feindlich. Kein Wunder, da würde   
ich mich als Nationalsozialist auch auflehnen.  
  
Also nochmal zu dir, ob du willst oder nicht, du warst auch  
einmal ein Nationalsozialist, und wenn du jetzt dir vorstellst,   
wie der nationalsozialistische Ray in dir wohnt, wie er aussieht,   
was er erlebt hat, wie verletzt er oft war, wie traurig und   
verletzt er immer noch ist und es noch schlimmer findet, dass   
der große Ray ihn nicht mehr sehen, noch hören will (denke   
an die anderen Nationalsozialisten, die viel zu laut sind-nicht   
wahr?).  
  
Was dir helfen wird ist davon auszugehen, dass Nationalsozialisten   
die vollkommeneren Menschen sind und vor allem bedenke immer  
Nationalsozialisten haben niemals einen bösen Willen, sie werden   
höchstens gebrochen, verletzt und aggressiv durch uns, ja tatsächlich  
durch die Nicht-Nationalsozialisten.  
  
Ich finde es ehrlich gesagt gut, dass du den ersten Schritt  
getan hast näher zu dir zu kommen und womöglich anfängst deine  
nationalsozialistische Vergangenheit aufzuarbeiten-never forget,   
sie ist das Fundament auf dem du heute stehst, durch das du fühlst,   
handelst, auf dem du lebst.  
  
Der Nationalsozialismus ist die Basis und wenn sie dir lebendig  
entgegentritt, bist du abgeneigt, ja du möchtest sogar flüchten,   
wovor flüchtest du, Ray, was beinhaltet bloß dieses Fundament   
auf dem du bist, der Stoff aus dem du gemacht bist..._  

Ich hoffe, Du verübelst mir
dieses Experiment nicht allzusehr - aber da Du neu bist, kann
eine „feierliche Einführung“ nicht schaden :wink:

Grüße

CMБ

Hallo, ich verübel dir das natürlich nicht, aber die Logik deines Experiments scheint nicht aufzugehen. Kinder mit Nationalsozialisten zu vergleichen ist an den Haaren herbeigezogen (hierzu nochmal eine grobe Definition: Nationalismus bezeichnet eine politische Ideologie, die Ruhm, Wohlergehen, Macht und meist auch Überlegenheit der eigenen Nation in den Mittelpunkt stellt. Dabei wird die Nation häufig mit Begriffen wie Volk, Kultur, ethnische Abstammung, Territorium, Staat oder Religion gleichgesetzt. Ein Nationalist benutzt einzelne oder alle dieser Attribute, um die Gruppe, der er sich zugehörig fühlt, gegenüber anderen Gruppen hervorzuheben, zu überhöhen und zu idealisieren.
Nationalsozialisten sind demnach Menschen die sich einer bestimmten Gruppierung zugehörig fühlen und sich nicht in einer „zwangsläufigen“ Entwicklungsphase befinden, die JEDER Mensch durchläuft, wie die Kindheit.

Zu deinem Beispiel:
„Da du ja kein spezielles Erlebnis mit einem bestimmten National-
sozialisten meinst (wie du es möglicherweise mit einem beliebigen
Nicht-Nationalsozialisten haben könntest um dann eine Antipathie
zu entwickeln), sondern allgemein mit Nationalsozialisten und
demzufolge ihrer Art zu leben.“

Das war meinerseits so gemeint, dass Ray ja kein spezielles Problem mit jemanden hat, z.B. dieser Mensch hat mich bei seinem vollen Bewusstsein und Verstand beleidigt und deshalb kann ich ihn natürlich dafür nicht mögen, sondern Ray mag einen ganzen Haufen von Menschen nicht, weil sie einfach so sind wie sie sind (und sie sind keineswegs böse, wie ein Nationalsozialist, der aufgrund seines Größenwahns einen anderen krankenhausreif schlägt, was übrigens nicht nur Nationalsozialisten tun…)

weiter:

„Wenn wir von „Ihnen“ sprechen, dann meinen wir Menschen, die am
Anfang ihres Lebens stehen, die Liebe für das Detail haben,
die träumen, die sich im Aufmarsch völlig vergessen können,
die keine Unterschiede machen zwischen dir und mir, zwischen
blond und rothaarig, behindert nicht behindert (das kann man
jetzt ewig fortführen).“

Hier Nationalsozialisten einzusetzen ist ziemlich widersprüchlich.

"Jedem Menschen, dem wir begegnen (inklusive Nationalsozialisten)
spiegeln einen Teil von uns selbst, mal mehr mal weniger, je
nachdem wie offen dein Gegenüber ist- und Nationalsozialisten
sind wirklich sehr offene Wesen… "

Meinst du? also, dass sie auch etwas spiegeln mag stimmen, aber offene Wesen besitzen sie wohl kaum, oder würden sie sich sonst so ängstlich an ihre Ideale klammern

Vielleicht reden wir auch etwas aneinander vorbei, du sprichst von Erwachsenen und ich von Kindern, Ray meint übrigens auch Kinder und nicht Nationalsozialisten und somit weiß ich nicht ob dieses Experiment an der Stelle angebracht ist, ansonsten kann man es ja mal ausprobieren. Aber sicherlich ist es auch eine Sinnfrage, ich kann nicht beliebig Dinge austauschen (auch wenn es möglicherweise vorurteilfreies Denken trainieren soll, oder was auch immer). Nationalsozialisten sind keine Kinder und umgekehrt.

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Hallöchen, ich möchte Ray auf jeden Fall so lassen wie er ist, eigentlich Jeden, ich übe zumindest und versuche es-jeden Tag aufs Neue.
Trotzdem denke ich, das grundsätzlich etwas verdreht ist, wenn man sich dem natürlichen Gang der Dinge entgegenstellt(vor allem mental). Es ist doch ein Unterschied zu sagen, ich möchte keine Kinder und dazu zu stehen, als zu sagen ich mag sie nicht und beinahe vor ihnen zu flüchten (was ja eine gewisse Angst bedeutet und Ängste haben immer eine tieferliegende Ursache).Ich spreche nicht von unserer Angst, bspw. vor einem gefrässigen Tiger stehen zu müssen-sondern von Ängsten die projeziert sind auf Dinge,wie z.B. Kinder, die zu unserer Gesellschaft, zu uns gehören,die wir einmal waren, die die Gesellschaft immer weiter bestehen lassen, die ganz schlicht und einfach das Natürlichste der Welt sind. Oder hast du dich schon mal gefragt, warum bei der natürlichsten Sache der Welt, die natürlichste Konsequenz ein Kind ist…
Es geht ja auch nicht um Pro-Kind, sondern einfach um Pro-Mensch.
Also es ist ja grausam, wenn Menschen angeblich Kinder bekommen, weil es von ihnen erwartet wir. Ich denke es ist einfach so, dass Menschen in erster Linie natürlich ein Kind wollen und es somit auch gebären, aber sich dann über einen längeren Zeitraum herausstellt, dass sie völlig überfordert sind(falls du das mit „das Ergebnis sieht man ja oft genug“ meinst). Es geht doch darum, bessere Bedingungen zu schaffen um Kinder empfangen zu können und bereit dafür zu sein und dazu gehört nunmal auch, die eigene Kindheit zu betrachten und überhaupt mich sich ins Reine zu kommen. Ich denke, dass sich dann die natürliche Einstellung zum Kind, bzw. das natürliche Bedürfnis, Kinder kriegen zu wollen, von allein einstellt.
Wie gesagt, ich möchte gern jeden so sein lassen wie er ist, die Frage jedoch die sich jeder auch selbst stellen sollte, ist doch: Tut es mir gut und fühl ich mich wohl, so wie ich bin? Und wenn man dann sagen kann: ja, tu ich, dann ist es schön. Es machte nur den Eindruck auf mich, dass Ray bspw. sich dabei nicht so wohl fühlt. Aber lass einfach Ray selbst entscheiden… Liebe Grüße Linda

PS: Was genau magst du an Kindern nicht?

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Hallo, Linda,

ich verübel dir das natürlich nicht, aber die Logik
deines Experiments scheint nicht aufzugehen. Kinder mit
Nationalsozialisten zu vergleichen ist an den Haaren
herbeigezogen

Um es kurz zu machen: In Deinem Eingangstext hast
Du Deine Hypothesen als „Wahrheiten“ formuliert
und in suggestiver Weise auf den Originalposter
bezogen, um ihn in die Ecke zu drängen.

Du hast so formuliert, als gäbe es überhaupt
keine ander Deutung als die Deinige. Du hast
also einen „ideologischen Angriff“ auf den
OP gestartet :wink:

Ich habe das „kolportiert“, indem ich neben
die Semantik Deiner „hintergründigen Ideologie“
eine „vordergründige Ideologie“ in den Inhalt
der Aussage selbst gesetzt habe.

Wie gesagt, es war ein Veruch, um das zu
verdeutlichen, was ich eben sagen wollte.

Sowas kann ja auch mal schiefgehen :wink:

Grüße

CMБ

Ja, das stimmt, ich habe eine Wertung abgegeben, die klingt, als ob es so ist, wie ich sage. Das möcht ich hier in der Form zurücknehmen und sage: diese Erfahrungen habe ich gemacht, vielleicht kann Ray sich etwas daraus nehmen…
Das hat in dem Sinne mit den NS funktioniert, da mir durch das Extrem meine relativ dogmatisch formulierten Aussagen vor Augen gehalten wurden…

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