hallo liebe wissenden,
mein kind leidet unter einer massiven angststörung. (auf die evtl. gründe möchte ich hier nicht näher eingehen.)
wir erhielten nun den therapieplan und dieser sieht 150 std. für das kind und 30 std. für die eltern vor. das ganze geht über ca. 2 jahre, 2x wöchentlich zu bereits jetzt festgelegten zeiten. (also nix mehr mit kindergeburtstagen, ausflügen o.ä.). das kind „darf“ nur fehlen, wenn es richtig krank ist.
ich bin erstaunt über die hohe stundenzahl. ist das normal? mir ist schon klar, daß es keine wunderpille gibt…aber so viele stunden?
ist es möglich, während der therapie den psychologen zu wechseln, sollte ich einen in wohnortnähe finden? geht sowas?
ehrlich gesagt, ist es zeittechnisch für mich fast unmöglich, 2-3x die woche in die 30km entfernte großstadt zu fahren, von den spritkosten und der parkplatzsuche mal ganz abgesehen.
was könnt ihr mir raten?
danke
c.
Hallo Claudia,
mein kind leidet unter einer massiven angststörung. (auf die
evtl. gründe möchte ich hier nicht näher eingehen.)
aber welche Art von Angststörung könntest Du schon sagen
wir erhielten nun den therapieplan und dieser sieht 150 std.
für das kind und 30 std. für die eltern vor.
wie alt ist Dein Kind?
das ganze geht
über ca. 2 jahre, 2x wöchentlich zu bereits jetzt festgelegten
zeiten. (also nix mehr mit kindergeburtstagen, ausflügen
o.ä.). das kind „darf“ nur fehlen, wenn es richtig krank ist.
steht diese rigide Festlegung der Zeiten in Zusammenhang mit der Angststörung selbst? Ist sie also therapeutisch erforderlich?
ich bin erstaunt über die hohe stundenzahl. ist das normal?
um welche Art von Therapie handelt es sich denn?
ist es möglich, während der therapie den psychologen zu
wechseln, sollte ich einen in wohnortnähe finden? geht sowas?
selbstverständlich geht das rein rechtlich gesehen (von wenigen Ausnahmefällen abgesehen);
die Frage ist, ob das auch sinnvoll ist.
was könnt ihr mir raten?
es gibt natürlich grundsätzlich viele Möglichkeiten:
andere Therapieform (möglicherweise weniger zeitintensiv)
höhere Frequenz
stationäre Unterbringung
etc.
Viele Grüße
franz
Hallo Claudia,
die Therapiepläne von psychischen Störungen sind unterschiedlich je nach
-Art der Störung
-Schwere der Störung und
-Therapieschule des Therapeuten bzw. der Richtung der Klinik
Solltest Du Fragen oder Zweifel bezüglich des langen Therapieplanes haben, empfehle ich Dir dringend, Dich mit Deinem Ansprechpartner bzw. dem Therapeuten des Kindes in der Klinik zu beraten. Solltest Du die Klinik wechseln wollen, würde ich Dir vorschlagen, ebenfalls zunächst mit dem behandelnden Therapeuten zu sprechen. Weitere Informationen liefert Dir auch die Krankenkasse des Kindes. Natürlich kannst Du bei begründeten Zweifeln oder Fragen jederzeit den Therapeuten (mit ggf. einem anderen fachlichen Hintergrund) wechseln, ohne eine weitere Rücksprache zu halten, allerdings würde ich immer erst ein Gespräch empfehlen.
Ich würde hier nicht nach Empfehlungen für Therapien fragen oder ob eine Methode nun nach Lege Artis angewandt würde. Nicht nur, dass hier kaum Fachleute zu finden sind und die Mehrzahl der hier gegebenen Ratschläge keinen Unterschied zur Meinung von Laien darstellen, es ist einfach unmöglich über das Internet für die Fachleute hier diejenigen Informationen zu liefern, die in konkreten Fällen eine Empfehlung ermöglichten.
Viele Grüße,
Sam
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Hallo Claudia,
dieses auf zwei Jahre festgelegte Schema finde ich - als Laie, allerdings nicht ganz ahnungslos in dem Themengebiet - recht merkwürdig. Es ist ja bei einer Psychotherapie so, dass man als Patient auf die Therapie reagiert. Das kann z.B. so aussehen (gerade bei einer Angststörung), dass der Therapiebedarf zu Beginn hoch ist und später niedriger wird. Oder zwischendurch mal wieder ansteigt. Oder Euer KInd sagt nach 1,5 Jahren, dass es nicht mehr hingehen will udn hebt sich die restlichen Stunden auf (das geht durchaus). Typisch für Psychotherapien ist ja auch, dass man die letzten Stunden in größer werden Abständen nimmt. Wie die Therapie letztlich bei Eurem Kind verläuft, lässt sich kaum auf zwei Jahre vorhersehen. Deshalb wundert mich dieses starre Schema. Ich denke aber doch, dass Ihr als Eltern das mit dem Therapeuten besprechen könnt.
Viele Grüße
Anna