Kinderpsychologie

Hallo ihr Lieben…

… also ich brauch jetzt mal ernsthaft nen Tipp!
Meine eigene Tochter ist 8 Jahre alt … alles bestens! Ihre beste Freundin macht mir allerdings Sorgen!
Sie lebt zusammen mit 2 Geschwistern, Mutter und Stiefvater (das letzte Kind ist von ihm)! Er ist sehr ragressiv, es gibt dort viel Streit, das kleinste wird verwöhnt ohne ende. ist alles sehr laut und streng und auch die Hand wird mal erhoben so weit ich mitbekommen habe. Die Freundin meiner Tochter (auch 8 Jahre alt) schafft es noch immer nicht, eine gewisse Körperhygiene einzuhalten … sie „putzt sich nicht ab“, wenn sie auf Toilette war, ich beobachte zerschlissene Kleidung und habe heute, als sie zum spielen hier war, bemerkt das sie streng riecht (nach Urin)! Zum guten Schluß hat die kleine versucht etwas aus dem Kinderzimmer meiner Tochter mitgehen zu lassen, wir haben es bemerkt und sie darauf angesprochen. Sie wollte erst gar nichts sagen (macht sie oft, auf einfache Fargen nicht reagieren) … sagte dann aber sie wollte es mitnehmen, nachdem ich sie bat es einfach zu sagen, ohne das es Konsequenzen hat! Mensch, was mach ich denn, mich macht das voll fertig! An die Mutter der Kinder komm ich nicht wirklich ran, obwohl es eine gute Bekannte ist … ich vermute mal der Mann steht für sie in der Hierarchie zu weit oben und sie ist blind! Wie kann ich denn die beschriebenen Sachen deuten und was würdet ihr tun?Da ist doch was faul, oder?

L.G. Kate

An die Mutter der Kinder komm ich nicht wirklich ran

Dort ist das Problem. An Deiner Stelle würde ich schauen, dass der Umgang der beiden kleinen Freundinnen weiterhin möglich ist, und im Rahmen dieses Umgangs wie bisher Einfluss nehmen. Mehr ist nicht drin.

Gruss
Mike

Hallo,
ein schwieriges Problem. So etwas ähnliches kenne ich auch. Nach langem Zweifeln habe ich mich an den Kinderschutzbund
http://www.dksb.de/CONTENT/VORORT.ASPX

gewandt und dann auf deren Anraten den Fall beim Jugendamt vorgetragen. Da ging es nicht ‚nur‘ um Verwahrlosung sondern auch noch um Misshandlung. Das Jugendamt ist dann aktiv geworden.
Ich bin damals offiziell gar nicht in Erscheinung getreten.
Stärke für dich. …lux

Auch Hallo,

ein schwieriges Problem. So etwas ähnliches kenne ich auch.
Nach langem Zweifeln habe ich mich an den Kinderschutzbund
http://www.dksb.de/CONTENT/VORORT.ASPX

gewandt und dann auf deren Anraten den Fall beim Jugendamt
vorgetragen. Da ging es nicht ‚nur‘ um Verwahrlosung sondern
auch noch um Misshandlung. Das Jugendamt ist dann aktiv
geworden.
Ich bin damals offiziell gar nicht in Erscheinung getreten.

leider ist dieser „Schutz“ nicht selbstverständlich, so dass man darauf bestehen sollte, beim Jugendamt als anonym bzw. unter anderem Namen in den Akten geführt zu werden.

Aus eigener Erfahrung weiss ich, dass ansonsten bei Akteneinsicht Deine Identität preisgegeben würde: Der Kontakt des Kindes zu Deinem Kind würde voraussichtlich seitens der Eltern sofort unterbunden und Du läufst Gefahr, Ziel von deren Rache zu werden . . . (Bei mir war es eine völlig haltlose [und inzwischen ausgeräumte] Missbrauchsunterstellung).

Hallo,

mal mit jemanden vom Kinderschutzbund sprechen und dort auch um Anonymität bitten.

Was ist denn mit dem leibliechen Vater des Kindes? Kann man dort nicht auch einhaken?

Gruß
Ingrid

Hallo pollux36,

Da ging es nicht ‚nur‘ um Verwahrlosung

Aber das ist doch gerade der Witz. Erst ab einer gewissen Schwelle (Verwahrlosung in eklatant krassem Stadium, evtl. Gewalt, evtl. Suchtprobleme usw.) kann die Öffentlichkeit überhaupt tätig werden.

Auch dem Kinderschutzbund werden bis zu einem gewissen Grade die Hände gebunden sein. Es mag gut sein, wenn sie es nach einer gewissen Zeit meldet, aber Folgen hat das vorerst mal keine. Sie sollte daher die Augen offenhalten und tun, was sie privat tun kann.

Gruss
Mike

Hallo,

wichtig ist m. E., DASS Du jetzt aktiv wirst und dann den Dingen ihren Lauf lässt, auch wenn es vorerst so aussieht als würde nichts passieren.

In solchen Verhältnissen braucht es jemand, der den Stein ins Rollen bringt, damit die entsprechenden Stellen aufmerksam werden und die Entwicklung beobachten. Du brauchst keine Angst zu haben, als Denunziantin zu gelten - die Entscheidung, ob an Deinen Befürchtungen was dran ist oder nicht, treffen andere und verantworten diese auch. Du solltest ansonsten möglichst weitermachen wie gehabt und dabei natürlich die Augen udn Ohren offen halten . . .

Hallöchen …

erst mal ganz lieben Dank für Eure Worte und Tipps …

@ Ingrid: Der leibliche Vater der beiden ältesten fällt weg, hat selbst ein sehr hohes Gewaltpotenzial und keinen Kontakt zu den Kindern.

Ich habe das jetzt ganz anders gemacht. Nachdem ich gestern mitbekommen habe wie der größte der Kinder böse unter der Agressivität seines Ziehvaters leiden mußte, habe ich mich heute an die Klassenlehrerin meiner Tochter und Ihrer Freundin gewandt, die auch sehr dankbar war. Die Schule selbst hat schon den Schulpsychologen eingeschaltet, da sie selbst ständig blaue Flecken und Verwahrlosung festgestellt haben. Nach meiner Aussage haben wir nun gemeinsam das Jugendamt informiert,ich blieb dabei anonym.

Ich wußte mir keinen anderen rat … meinem Gewissen geht es nun viel besser und ich hoffe es passiert was.

Die kleine ist heute wieder bei uns, bleibt auch das ganze Wochenende hier und ich werde helfen wo ich kann!

Lieben Dank nochmal und L.G., Kate

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