halla clara,
nochmals vielen vielen dank für die zeit die sie sich in unserer sache nehmen. auf die gefahr hin dass ich nerve möchte ich ihnen noch kurz etwas zeigen.
ich habe die ursprüngliche anfrage noch an zwei weitere experten geschickt eine davon ist Diplompsychologin/ Kindertherap.
- Experte schreibt:
Hallo,
ich stimme Ihnen zu, Ihr Kind braucht Hilfe. Was sie beschreiben geht in seiner Summe weit über das hinaus, was in diesem Alter so üblich ist. Angst zu entwickeln, scheint so eine Art übliches Reaktionsmuster geworden zu sein. Auch Sie sollte dringend beraten werden, wie Sie mit den einzelnen Situationen umgehen könnten. Hier darauf näher einzugehen, würde den Rahmen hier sprengen.
Da Ihr Kind noch so jung ist, haben Sie vermutlich auch ganz gute Chancen relativ zeitnah einen Therapieplatz zu finden (da es ja vormittags können sollte) Bei uns Kindertherapeuten ist der Nachmittag extrem gefragt (das Klientel geht zumeist in die Schule).
Vorweg will ich Ihnen aber eine Literaturtip wegen des Problems mit dem Stuhlgang geben.
Alexander von Gontard: Ratgeber Einkoten ISBN 978-3-8017-2275-3 Buch anschauen [Buch anschauen]
Da scheint sich ein Teufelskreis entwickelt zu haben. Ihr Kind macht die Erfahrung, dass harter Stuhlgang weh tut, versucht, solchen zu vermeiden. Hält Stuhl ein, der trocknet aus, verhärtet sich und tut dann beim Absetzen weh. Das Kind sieht sich in seiner Annahme/Angst bestätigt. Es sollte vermutich eine Diät machen, es könnte gut sein, dass es verstopft ist.
Es gibt auch schöne Kinderbücher zum Thema Angst. z.B. „mutig, mutig“ oder von Michael Ende „Jim Knopf und der Scheinriese“ - da geht es quasi darum, dass man sich einer Angst stellen muss, sonst wird sie größer.
Wenden Sie sich am besten an Ihre Versicherung/Kasse und lassen Sie sich eine Liste der zugelassenen Kindertherapeuten geben. Hier und vermutlich fast überall in Deutschland ist es so, dass es zu wenig Kindertherapeuten gibt und die Wartezeiten lang sind. Aber, wie schon gesagt, Ihr Vorteil ist, dass die Kleine noch nicht in der Schule ist und vormittags können müsste.
Viel Erfolg
- Experte schreibt:
Hallo,
ihr Kind braucht professionelle Hilfe!
Bitte sprechen sie mit Ihrem Kinder oder Hausarzt, ganz offen und ehrlich über alles.
Und stellen Sicher, dass dieser Fall als dringend zu behandeln ist.
Ihnen werden dann die entsprechenden Fachkräfte vorgestellt,
die Sie dann bitte auch in Anspruchnehmen.
Bitte lassen Sie ihrem Kind und dem behandelnden (Arzt, …) viel Zeit, sich in die Behandlung einzubringen, den Beide brauchen dann sehr viel Zeit für:
Vertrauen und Verständnis füreinander.
Es ist schon verrückt wie unterschiedlich sich die Experten zu meiner abfrage äußern!
Nun stellen sie sich mal vor ich hätte ihnen keine anfrage gestellt. dann wäre ich sicher sehr verängstigt worden und hätte sofort einen termin bei einem kinderpsychologen vereinbart. ;o)
ich frage mich nur wie kommt es dass eine dipl.psychologin nicht auf die idee kommt dass das kind vielleicht hochsensibel sein könnte!?
ist ja eigentlich auch egal, denn ich weiß nun dass mein kind hochsensibel ist und das beruhigt mich doch sehr. nun wissen wir warum sie manchmal so anders ist wie andere und können uns in zukunft bessere auf ihre bedürfnisse einstellen. jetzt muss nur die mama noch lernen besser damit umzugehen was andere zu ihrem kind sagen. und ich mus versuchen kommentare an mir abprallen zu lassen , dass wir unser kind so gemacht hätten. meine schwiegermutter ist fest davon überzeugt dass der grund für ihre anhänglichkeit darin liegtm, dass wir ständig bei ihren vielen krankenhausaufenthalten und operationen mit ihr zusammen im KH waren.(rooming in).mein argument ist dann immer, dass sie wenn sie die möglichkeit gehabt hätte auch bei ihrem kind geblieben wär.
was sie sagen stimmt schon…ich sollte den schwiegereltern erklären wie mein kind tickt. das hab ich immer und immer wieder versucht und bin jedesmal auf unverständnis gestossen. wenn ich denen was von hochsensibilität erzählen würde, dann würden die mir einen vogel zeigen. also versuch ich wie bisher den kontakt so gering wie möglich zu halten und fahre damit glaub ich am besten.blöd ist nur fürs kind, dass zwei weitere enkelkinder unsrem kind vorgezogen werden. und das spürt unser hochsensibles kind natürlich.
zum schluss wollte ich nochj sagen. es ist manchmal wirklich recht anstrengend ein hochsensibles kind zu haben. aber dadurch dass es jetzt einen namen hat ist uns wirklich sehr geholfen und ich bin mir sicher dass wir das schaffen werden. schließlich ist sie ein wundervolles kleines wesen. welches seitdem ihre kleine schwester geboren wurde noch wundervoller ist wie je zuvor. typ hochsensibles kind ist ihr umgang mit dem baby einfach toll.
also, in dem sinne nocheinmal vielen dank und ich glaube sie werden eine wunderbare psychologin ^^
mit vielen lieben grüßen
kerstin