Kinderpsychologie

Liebe/-r Experte/-in,

Hallo

seid nunmehr zwei jahren leidet meine heute 4 1/2 jährige tochter unter ängsten. vorallem unter extremen trennungsängsten und vor geräuschen. auch andere ängste liegen vor. ein kleines beispiel: meine tochter geht,auch in unserer wohnung, nicht alleine aufs klo. sie geht nicht mal alleine in ihr zimmer. neulich waren wir stationär im krankehaus sie hatte ein schlimmes darmbakterium (nicht EHEC ;o))) ). als ich dort einmal beim verlassen ihres zimmers vergaß die tür einen spalt aufzulassen kletterte sie über ihr gitterbett und war als die schwestern ihr geschrei hörten gerade dabei sich den zugang den sie gelegt bekommen hatte rauszureisen um mir hinterherzukommen. sie hat angst vor fahrstühlen.sie hat angst stuhl abzusetzen und hält diesen mehrere tage unter großer anstrengung und auch schmerzen zurück, sie hat angst wenn ein kind hinter ihr auf ein klettergerüst klettert, dann klettert sie lieber wieder runter und wartet bis sie allein hochgehen kann oder sie klettert super schnell quasie fluchtartig nach oben um so der vermeindlichen bedrohung von hinten zu entgehen. und und und …ich könnte noch so einiges aufzählen.

ich hatte bisher immer das gefühl, dass dieses manchmal extrem ängstliche verhalten nicht ganz normal ist, aber bisher war ich der ansicht, dass es sich schon irgendwann bessern wird.
doch nach dem neuerlichen vorfall im krankenhaus bin ich mir da nicht mehr so sicher und überlege ob es nicht gut wäre doch mal einen kinderpsychologen aufzusuchen.

wenn sie meine schilderungen so lesen, meinen sie es wäre sinnvoll dies zu tun oder glauben sie dass evtl. doch noch die chance einer besserung besteht, ohne hilfe von außerhalb?

für ihre meinung bin ich sehr dankbar und verbleibe

mit freundlichen grüßen

littleterter

Hallo,
wenn ich mir Ihr Schreiben so ansehe, wundert es mich doch schon ein wenig, warum Sie noch keine Hilfe von Aussen entgegen genommen haben!
Ihre Tochter braucht dringend Hilfe. Was Sie da so alles erzählen ist leider nicht sehr schön.
Bitte suchen Sie sich einen Kinderpsychologen, der Ihnen bzw. Ihrer Tochter helfen wird.
Auf eine baldige Besserung verbleibe ich mit lieben Grüssen aus der Türkei.

Hallo,

ihr Kind braucht professionelle Hilfe!

Bitte sprechen sie mit Ihrem Kinder oder Hausarzt, ganz offen und ehrlich über alles.
Und stellen Sicher, dass dieser Fall als dringend zu behandeln ist.
Ihnen werden dann die entsprechenden Fachkräfte vorgestellt,
die Sie dann bitte auch in Anspruchnehmen.
Bitte lassen Sie ihrem Kind und dem behandelnden (Arzt, …) viel Zeit, sich in die Behandlung einzubringen, den Beide brauchen dann sehr viel Zeit für:
Vertrauen und Verständnis füreinander.

Ihnen alles Gute und eine schöne Zeit

Akira

Hallo littleterter,

ich finde alle Ängste, die Sie schildern entwicklungsbedingt und normal, bis auf das Zurückhalten des Stuhlganges. Hier würde ich zunächst mal mit dem Kinderarzt sprechen (möglichst auch ohne das Kind!. Organische Ursachen müssten dringend ausgeschlossen werden. Wenn es keine organischen Ursachen gibt und das Problem sich nicht innerhalb von 4 Wochen gibt, müsst ihr da professionelle Hilfe bekommen.

Allgemein zu Ängsten:
Alle Kinder haben zwischen 2 und 6 Jahren viele Ängste.
Manche zeigen das mehr, andere weniger. Manchen Eltern fällt das auf, andere bemerken es erst gar nicht.
Die Angst ist ein Schutzmechanismus (wer keine Angst vor dem brüllenden Tiger hat, kann nicht weglaufen und sich in Sicherheit bringen). Alle Menschen haben diesen eingebauten Schutz und insbesondere Kinder: weil sie eben auch mehr Schutz brauchen. Angst zu haben und der Mama in einer fremden Umgebung nachzulaufen, koste es was es wolle, ist also ein Zeichen von Klugheit und Lebenskraft!
Der Umgang mit der Angst wird erst im Laufe der Kindheit gelernt und „funktioniert“ so ab 7 Jahren ganz gut (wenn die Entwicklung gut verlaufen ist und genug Sicherheit erlebt wurde).
Generell helfen den Kindern mit „etwas mehr“ Ängsten feste Tagesabläufe, liebgewonnene Rituale, viel Körperkontakt, viel miteinander sprechen, vor allem auch über Gefühle.
Auch die sogenannten hochsensiblen Kinder (ca. 15-20%) haben „etwas mehr mit Ängsten zu tun“. Dazu gibt es ein gutes Buch für Eltern von Prof. Elaine Aaron („Das hochsensible Kind“) und auch Artikel im Netz.
Die Trennungsangst ist für mich noch nicht genau genug beschrieben, um zu sagen, ob sie noch altersgerecht ist oder nicht.
Die Situation im Krankenhaus finde ich völlig schlüssig und verständlich: sogar ganz gesund…(siehe oben).

Wie sieht es mit Trennungen im Kindergarten aus?
Gehen Spielnachmittage bei anderen Familien für 1-2 Std. auch schon mal ohne Mama oder Papa? Wie gestaltet sich dann der Abschied?

Melden Sie sich gern noch einmal.

Herzliche Grüße,
Clara Evers-Zimmer

Hallo clara,

vielen dank für deine antwort.habe mir soeben zig seiten zum thema hochsensibles kind durchgelesen. mit dem ergebnis…ich glaube…mein kind ist 100%tig hochsensibel.
trozdem gibt es einige dinge in ihrem verhalten die glaub ich nicht mit hochsensibilität erklärt werden können!?

wie schon in meiner 1. anfrage beschrieben traut sie sich nicht durch unsere wohnung zu bewegen ohne mama oder papa an ihrer seite. ich glaube auch hier ist der grund dafür dass sie so große angst vor geräuschen hat. bloß eigentlich sollte doch unsere wohnung der sicherste raum auf der welt für sie sein. oder nicht? wie gesagt sie geht nicht einmal alleine aufs klo.

oder…meine tochter möchte gern zu sport oder tanzen in einem verein gehen. zu disem zweck waren wir einmal zu einer probestunde. in der sportgruppe waren auch zwei kinder die sie aus dem kiga kennt. ich stand an der seite, denn allein wäre sie nie mit in die halle gegangen. als die kindergruppe gerade am anderen ende der turnhalle eine übung machte deutete ich an, dass ich mal aufs klo müßte und begab mich richtung tür. da sprintete sie sofort los. brach in tränen aus und schrie mich durch die ganze halle panisch an ich solle sie nicht alleine lassen. sie hatte wirklich richtige panik in ihren augen, ließ sich ganz schwer beruhigen und war danach nicht mehr zu bewegen wieder zu den anderen kindern zum sport zu gehen. seidher verweigert sie sich nochmals zu soetwas zu gehen. und das obwohl sie so gerne tanzen oder sport machen möchte.ihre begründung: „dann gehst du wieder aufs klo und läßt mich alleine“

oder…
ein spielenachmittag bei ihrer einzigen und besten freundin…alles lief gut bis: die mutter die beiden kinder allein im flur der wohnung ließ um eben etwas aus dem auto zu holen welches vor der tür stand. die tochter der anderen mutter bot meiner tochter an so lange zu spielen, doch bals die mutter die tür hinter sich zuzog fing meine tochter an panisch zu schreien und zu weinen. sie ließ sich überhaupt nicht mehr beruhigen sodass wir unser immer noch weinendes kind abholen mussten.

im kiga ist die trennung kein problem denn schließlich geht sie schon in den kiga seid sie 1 jahr alt ist. die eingewöhnung damls jedoch war ganz schlimm und sehr langwierig. und auch in den jahren nach der eingewöhnung gab es immer mal wieder phasen in denen es ganz schlimm war mit der trennung. im mom jedoch klappt dies gut.

oder …
sie kann nicht alleine im auto sitzen. auch nicht wenn wir direkt zu sehen sind, weil wir zum beipiel im winter die scheiben enteisen müssen.

große menschenmengen und viele menschen in einem raum machen ihr angst, so sehr dass man mit ihr den raum verlassen muss. wie neulich im puppentheater. in den sommermonaten sind wir fast jede woche zu einem stück gegangen. seid drei wochen geht dies nicht mehr. jedesmal wenn der raum sich allmählich füllt. möchte sie den raum verlassen…und sagt: es sei ihr zu laut und zu voll

wie sehen sie das?.. ist dies auch mit hochsensibilität zu erklären?

ich finde es eben manchmal sehr belastend mir von menschen zBsp:den schwiegereltern ;o) anhören zu müssen dass wir unser kind zu sehr verhätschelt haben und dies immer noch tun. wir seien schuld, dass sie so empfindlich, weinerlich, schüchter etc. sei

ich seh schon…ziehmlich viel geworden …ich hoffe sie finden zeit meinen text zu lesen.

viele liebe grüße und nochmals vielen dank

littleterter

Guten Tag,

Also Ich finde die letzte Antwort sehr bemerkenswert und aufbauend,obwohl ich das so nicht angenommen hätte! Meine Tochter ist ebenfalls 4 1/2 und hat mit Ängsten zu tun,allerdings nicht ganz in dem Ausmaß! Sie ist allerdings dadurch schon verhaltensauffällig geworden und ICH habe jetzt den ersten Schritt gewagt und mir einen Termin bei der Familienhilfe geben lassen! Selbst wenn die nur weitervermitteln…
Es ist keine Schande Hilfe anzunehmen und es ist besser einmal zu oft zum Arzt zu gehen als zu hoffen, dass alles sich schon wieder zum Guten wenden wird und damit womöglich alles nur zu verschlimmern!! Lieber Hilfe suchen und nicht brauchen…

Hallo liebe littleterter,

ich schreibe in Großbuchstaben in Deinen Brief hinein, damit ich nichts vergesse.

Hallo clara,

vielen dank für deine antwort.habe mir soeben zig seiten zum
thema hochsensibles kind durchgelesen. mit dem ergebnis…ich
glaube…mein kind ist 100%tig hochsensibel.

DAS HATTE ICH MIR GEDACHT. BITTE UNBEDINGT DAS BUCH VON ELAINE AARON LESEN! DAS GIBT ES VIELLEICHT AUCH IN BIBLIOTHEKEN.

trozdem gibt es einige dinge in ihrem verhalten die glaub ich
nicht mit hochsensibilität erklärt werden können!?

wie schon in meiner 1. anfrage beschrieben traut sie sich
nicht durch unsere wohnung zu bewegen ohne mama oder papa an
ihrer seite. ich glaube auch hier ist der grund dafür dass sie
so große angst vor geräuschen hat. DAS WÄRE TYPISCH FÜR HOCHSENSIBLE. ES GIBT IN DEM O.G. BUCH TIPPS, UM ELTERN UND KINDERN ZU HELFEN ALLZU ARGE VERHALTENSWEISEN NACH UND NACH DURCH ÜBUNG ZU VERÄNDERN: bloß eigentlich sollte
doch unsere wohnung der sicherste raum auf der welt für sie
sein. oder nicht? wie gesagt sie geht nicht einmal alleine
aufs klo. DAS FINDE ICH NUN WIEDER GANZ NORMAL: SIE IST IN DER PHASE, IN DER ES DEN KINDERN MÖGLICH ERSCHEINT, IN DIE TOILETTE ZU FALLEN ODER HINEINGEZOGEN ZU WERDEN, MÖGLICHERWEISE SPRINGT DANN NOCH EINE LÜFTUNG AN, DIE UNANGENEHME GERÄUSCHE MACHT. MEIN SOHN IST AUCH VIEREINHALB. ER GEHT AUCH NUR NACH LÄNGERER ÜBUNGSPHASE UND EINEM JAHR BEGLEITETEM TOILETTENGANG ALLEIN AUF TOILETTE. ER INFORMIERT MICH ABER IMMER, ICH VERSICHERE IHM DANN; DASS ICH MEIN GROSSES MAMA-OHR AUFMACHE UND BEIM KLEINSTEN RUF VON IHM KOMME (NATÜRLICH RENNE ICH DANN AUCH, WENN ER RUFT). ER LÄSST ALLE TÜREN AUF UND SCHREIT GANZ LAUT, WENN DIE TÜR ZUM BEISPIEL DROHT ZUZUFALLEN.

oder…meine tochter möchte gern zu sport oder tanzen in einem
verein gehen. zu disem zweck waren wir einmal zu einer
probestunde. in der sportgruppe waren auch zwei kinder die sie
aus dem kiga kennt. ich stand an der seite, denn allein wäre
sie nie mit in die halle gegangen. DAS IST NICHT NUR FÜR HOCHSENSIBLE KINDER VÖLLIG ALTERSGEMÄSS. SIE SIND IHRE WICHTIGSTE SICHERHEITSPERSON:als die kindergruppe gerade
am anderen ende der turnhalle eine übung machte deutete ich
an, dass ich mal aufs klo müßte und begab mich richtung tür. DAS WAR LEIDER EIN FEHLER. DAS NÄCHSTE MAL MÜSSTE SIE DIE WAHL BEKKOMMEN; OB SIE MITKOMMEN WILL AUF DIE TOILETTE.
da sprintete sie sofort los. brach in tränen aus und schrie
mich durch die ganze halle panisch an ich solle sie nicht
alleine lassen. sie hatte wirklich richtige panik in ihren
augen, ließ sich ganz schwer beruhigen und war danach nicht
mehr zu bewegen wieder zu den anderen kindern zum sport zu
gehen. SIE BRACUHT SEHR VIEL SICHERHEIT. ES WIRD HELFEN, WENN SIE IN DEN KOMMENDEN WOCHEN GANZ VIEL SICHERHEIT BEKOMMT, WENN SIE IN NEUEN SITUATIONEN NIE (!) MEHR ALLEINGELASSSEN WIRD. JEDE TRENNUNG KANN NUR IN SICHEREN, BEKANNTEN SITUATIONEN GELINEN UND MIT EINER ERSATZBEZUGSPERSON (DAS SIND FÜR VIERJÄHRIGE NOCH NICHT DIE FREUNDE, SONDERN ERZIEHERIN, OMA, BABYSITTER) DIE TRENNUNG SOLLTE AUCH DANN IMMER ABGESPROCHEN SEIN UND DAS KIND SOLLTE MÖGLICHST, VERSTANDEN HABEN, WARUM UND WIE LANGE DIE TRENNUNG STATTFINDET. DAFÜR IST ES GUT, SICH HINZUKNIEN, DAS KIND SANFT AN DER SCHULTER ZU BERÜHREN UND IHR IN DIE AUGEN ZU SEHEN. VOM ANDEREN ENDE DER TURNHALLE GING DAS WOHL ZU SCHNELL ODER ES WAR UNEINDEUTIG FÜR IHRE TOCHTER. seidher verweigert sie sich nochmals zu soetwas zu
gehen. und das obwohl sie so gerne tanzen oder sport machen
möchte.ihre begründung: „dann gehst du wieder aufs klo und
läßt mich alleine“ DAS KÖNNEN SIE MIT IHR BESPRECHEN. "DAS WIR NICHT SO GUT VON MIR BEIM LETZTEN MAL: ICH GEHE DIESES MAL VORHER AUF TOILETTE UND VERSPRECHE, DICH DIE ERSTEN VIER MALE NICHT AUS DEN AUGEN ZU LASSEN. "

oder…
ein spielenachmittag bei ihrer einzigen und besten
freundin…alles lief gut bis: die mutter die beiden kinder
allein im flur der wohnung ließ um eben etwas aus dem auto zu
holen welches vor der tür stand. DAS WAR WIEDER DIESE ÜBERFORDERUNG: IN EINER NEUEN SITUATION VERLÄSST DIE SICHERHEITSPERSON DIE KINDER. DAS KANN SIE IM MOMENT NOCH NICHT AUSHALTEN. IN 6 MONATEN, WENN EINE GANZ INTENSIVE SICHERHEITSPHASE STATTGEFUNDEN HAT, WIRD DAS BESSER WERDEN. DAS HAT NICHT NUR MIT DER HOCHSENSIBILITÄT ZU TUN, SONDERN AUCH MIT DEN VORERFAHRUNGEN. die tochter der anderen
mutter bot meiner tochter an so lange zu spielen, doch bals
die mutter die tür hinter sich zuzog fing meine tochter an
panisch zu schreien und zu weinen. sie ließ sich überhaupt
nicht mehr beruhigen sodass wir unser immer noch weinendes
kind abholen mussten.

im kiga ist die trennung kein problem denn schließlich geht
sie schon in den kiga seid sie 1 jahr alt ist. die
eingewöhnung damls jedoch war ganz schlimm und sehr
langwierig.

MIT EINEM JAHR SIND DIE KINDER AUF DEM HÖHEPUNKT DER SOGENANNTEN FREMDELPHASE. ICH WEISS, DASS ES ÜBLICH IST, KINDER IN DIESEM ALTER IN DIE KITA ZU SCHICKEN. ES IST ABER EIGENTLICH EIN UNGÜNSTIGER ZEITPUNKT FÜR ALLE KINDERN. ES KANN SEIN, DASS DAS HEUTIGE VERHALTEN SICH NOCH AUF DIESE EINGEWÖHNUNG BEZIEHEN. SIE KÖNNEN IHRER TOCHTER ABER JETZT NOCH GANZ VIEL SICHERHEIT GEBEN.
und auch in den jahren nach der eingewöhnung gab

es immer mal wieder phasen in denen es ganz schlimm war mit
der trennung. im mom jedoch klappt dies gut.
DAS IST EIN GUTES ZEICHEN UND ZEIGT MIR, DASS SIE ES AUCH FÜR ANDERE SITUATIONEN UND MIT ANDEREN MENSCHEN LERNEN KANN UND LERNEN WIRD.
oder …
sie kann nicht alleine im auto sitzen. auch nicht wenn wir
direkt zu sehen sind, weil wir zum beipiel im winter die
scheiben enteisen müssen. IST SIE MAL IM AUTO EINGESCHLAFEN UND ALLEIN AUFGEWACHT? DAS IST UNS MAL PASSIERT UND UNSER KLEINER 4JÄHRIGER SOHN ZEIGT DAS GLEICHE VERHALTEN, AUCH NOCH ANDERTHALB JAHRE SPÄTER.

große menschenmengen und viele menschen in einem raum machen
ihr angst, so sehr dass man mit ihr den raum verlassen muss.
wie neulich im puppentheater.

SOLCHE SITUATIONEN SIND TYPISCH FÜR HOCHSENSIBLE. HOCHSENSIBLE KINDER MÜSSEN NICHT UNBEDINGT IN VOLLE RÄUME. NATURERLEBNISSE SIND VIEL ENTSPANNTER UND SEHR HEILSAM FÜR DIESE KINDER. in den sommermonaten sind wir

fast jede woche zu einem stück gegangen. seid drei wochen geht
dies nicht mehr. jedesmal wenn der raum sich allmählich füllt.
möchte sie den raum verlassen…und sagt: es sei ihr zu laut
und zu voll EINFACH IN EINEM JAHR WIEDER VERSUCHEN ODER JETZT IM SOMMER KÖNNTEN SIE FREILUFTPUPPENTHEATER AUSPROBIEREN.

wie sehen sie das?.. ist dies auch mit hochsensibilität zu
erklären?
ES LÄSST SICH MIT HOCHSENSIBILITÄT ERKLÄREN UND MIT ENTSPRECHENDEN VORERFAHRUNGEN, DIE TEILWEISE FÜR ALLE KINDER NICHT SO GÜNSTIG GEWESEN WÄREN. KRANKENHAUSAUFENTHALTE KÖNNEN KINDER TRAUMATISIEREN. SOLCHE ERLEBNISSE BRINGEN DIE KINDER DANN DAZU, WIEDER VIEL ANHÄNGLICHER ZU WERDEN. DIESE SUCHE NACH SICHERHEIT IST DER VERSUCH DES KINDES, DAS TRAUMA ZU HEILEN DURCH DIE NÄHE ZUR WICHTIGSTEN BEZUGSPERSON.
ich finde es eben manchmal sehr belastend mir von menschen
zBsp:den schwiegereltern ;o) anhören zu müssen dass wir unser
kind zu sehr verhätschelt haben und dies immer noch tun. wir
seien schuld, dass sie so empfindlich, weinerlich, schüchter
etc. sei
DIE SCHULDZUWEISUNGEN DURCH DIE SCHWIEGERELTERN SIND UNANGEBRACHT. HOCHSENSIBILITÄT IST ANGEBOREN UND UNSERE HEUTIGE LEBENSWEISE IST FÜR HOCHSENSIBLE EIN ZUMUTUNG. DAS FORDERT VON ELTERN UND KINDERN VIEL ENGAGEMENT UND KRAFT. BITTE VERSUCHEN SIE MIT IHREN SCHWIEGERELTERN ZU SPRECHEN, GEBEN SIE IHNEN GERN AUCH DAS BUCH WEITER. WENN DAS NICHTS NÜTZT, BITTEN SIE DIE SCHWIEGERELTERN SICH NICHT WEITER SO NEGATIV ZU ÄUSSERN. IGNORIEREN SIE SOLCHE ÄUSSERUNGEN AUF JEDEN FALL. SIE SIND AUF EINEM GUTEN WEG MIT IHREM KIND. HOCHSENSIBLE KINDER VERLANGEN IHREN ELTERN VIEL AB. DAFÜR WERDEN SIE IN EINIGEN JAHREN WUNDERBARE GESPRÄCHE FÜHREN KÖNNEN UND VIEL VON UND DURCH IHR KIND LERNEN. DAS IST EINE CHANCE, DIE AUCH DANKBAR MACHT. HOCHSENSIBLE KINDER SIND EBEN BESONDERE KINDER!

GEHEN SIE VIEL NACH DRAUSSEN MIT IHRER TOCHTER. AUCH DIE NATUR WIRKT SEHR HEILSAM UND NIMMT IHNEN SO ARBEIT AB.

ich seh schon…ziehmlich viel geworden …ich hoffe sie finden
zeit meinen text zu lesen.

viele liebe grüße und nochmals vielen dank

littleterter

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halla clara,

nochmals vielen vielen dank für die zeit die sie sich in unserer sache nehmen. auf die gefahr hin dass ich nerve möchte ich ihnen noch kurz etwas zeigen.
ich habe die ursprüngliche anfrage noch an zwei weitere experten geschickt eine davon ist Diplompsychologin/ Kindertherap.

  1. Experte schreibt:

Hallo,

ich stimme Ihnen zu, Ihr Kind braucht Hilfe. Was sie beschreiben geht in seiner Summe weit über das hinaus, was in diesem Alter so üblich ist. Angst zu entwickeln, scheint so eine Art übliches Reaktionsmuster geworden zu sein. Auch Sie sollte dringend beraten werden, wie Sie mit den einzelnen Situationen umgehen könnten. Hier darauf näher einzugehen, würde den Rahmen hier sprengen.

Da Ihr Kind noch so jung ist, haben Sie vermutlich auch ganz gute Chancen relativ zeitnah einen Therapieplatz zu finden (da es ja vormittags können sollte) Bei uns Kindertherapeuten ist der Nachmittag extrem gefragt (das Klientel geht zumeist in die Schule).

Vorweg will ich Ihnen aber eine Literaturtip wegen des Problems mit dem Stuhlgang geben.
Alexander von Gontard: Ratgeber Einkoten ISBN 978-3-8017-2275-3 Buch anschauen [Buch anschauen]
Da scheint sich ein Teufelskreis entwickelt zu haben. Ihr Kind macht die Erfahrung, dass harter Stuhlgang weh tut, versucht, solchen zu vermeiden. Hält Stuhl ein, der trocknet aus, verhärtet sich und tut dann beim Absetzen weh. Das Kind sieht sich in seiner Annahme/Angst bestätigt. Es sollte vermutich eine Diät machen, es könnte gut sein, dass es verstopft ist.

Es gibt auch schöne Kinderbücher zum Thema Angst. z.B. „mutig, mutig“ oder von Michael Ende „Jim Knopf und der Scheinriese“ - da geht es quasi darum, dass man sich einer Angst stellen muss, sonst wird sie größer.

Wenden Sie sich am besten an Ihre Versicherung/Kasse und lassen Sie sich eine Liste der zugelassenen Kindertherapeuten geben. Hier und vermutlich fast überall in Deutschland ist es so, dass es zu wenig Kindertherapeuten gibt und die Wartezeiten lang sind. Aber, wie schon gesagt, Ihr Vorteil ist, dass die Kleine noch nicht in der Schule ist und vormittags können müsste.

Viel Erfolg

  1. Experte schreibt:

Hallo,

ihr Kind braucht professionelle Hilfe!

Bitte sprechen sie mit Ihrem Kinder oder Hausarzt, ganz offen und ehrlich über alles.
Und stellen Sicher, dass dieser Fall als dringend zu behandeln ist.
Ihnen werden dann die entsprechenden Fachkräfte vorgestellt,
die Sie dann bitte auch in Anspruchnehmen.
Bitte lassen Sie ihrem Kind und dem behandelnden (Arzt, …) viel Zeit, sich in die Behandlung einzubringen, den Beide brauchen dann sehr viel Zeit für:
Vertrauen und Verständnis füreinander.

Es ist schon verrückt wie unterschiedlich sich die Experten zu meiner abfrage äußern!
Nun stellen sie sich mal vor ich hätte ihnen keine anfrage gestellt. dann wäre ich sicher sehr verängstigt worden und hätte sofort einen termin bei einem kinderpsychologen vereinbart. ;o)
ich frage mich nur wie kommt es dass eine dipl.psychologin nicht auf die idee kommt dass das kind vielleicht hochsensibel sein könnte!?

ist ja eigentlich auch egal, denn ich weiß nun dass mein kind hochsensibel ist und das beruhigt mich doch sehr. nun wissen wir warum sie manchmal so anders ist wie andere und können uns in zukunft bessere auf ihre bedürfnisse einstellen. jetzt muss nur die mama noch lernen besser damit umzugehen was andere zu ihrem kind sagen. und ich mus versuchen kommentare an mir abprallen zu lassen , dass wir unser kind so gemacht hätten. meine schwiegermutter ist fest davon überzeugt dass der grund für ihre anhänglichkeit darin liegtm, dass wir ständig bei ihren vielen krankenhausaufenthalten und operationen mit ihr zusammen im KH waren.(rooming in).mein argument ist dann immer, dass sie wenn sie die möglichkeit gehabt hätte auch bei ihrem kind geblieben wär.

was sie sagen stimmt schon…ich sollte den schwiegereltern erklären wie mein kind tickt. das hab ich immer und immer wieder versucht und bin jedesmal auf unverständnis gestossen. wenn ich denen was von hochsensibilität erzählen würde, dann würden die mir einen vogel zeigen. also versuch ich wie bisher den kontakt so gering wie möglich zu halten und fahre damit glaub ich am besten.blöd ist nur fürs kind, dass zwei weitere enkelkinder unsrem kind vorgezogen werden. und das spürt unser hochsensibles kind natürlich.

zum schluss wollte ich nochj sagen. es ist manchmal wirklich recht anstrengend ein hochsensibles kind zu haben. aber dadurch dass es jetzt einen namen hat ist uns wirklich sehr geholfen und ich bin mir sicher dass wir das schaffen werden. schließlich ist sie ein wundervolles kleines wesen. welches seitdem ihre kleine schwester geboren wurde noch wundervoller ist wie je zuvor. typ hochsensibles kind ist ihr umgang mit dem baby einfach toll.

also, in dem sinne nocheinmal vielen dank und ich glaube sie werden eine wunderbare psychologin ^^

mit vielen lieben grüßen

kerstin

Hallo liebe Kerstin,

vielen Dank für die nette Rückmeldung! Ich freue mich auch schon sehr darauf, ab nächstes Jahr als Kinderpsychologin mit Eltern und Kindern zu arbeiten und bin dankbar über diesen tollen Beruf.

Dass die Experten nicht auf Hochsensibilität hinweisen können, liegt daran, dass die Forschung zu diesem Thema recht neu ist und vor allem in den USA stattfindet.

Zwei Sachen sind mir beim Nachdenken eingefallen:

Die Sache mit dem Stuhlgang müsst ihr leider wirklich im Auge behalten und mit dem Kinderarzt durchsprechen.
Es könnte aber lohnend sein darüber nachzudenken, ob die Angst vor dem Stuhlgang und der Toilette nicht etwas mit dem Darmvirus + dem Krankenhaus zu tun hat?
Ein hochsensibles Kind denkt ja viel nach. Vielleicht ist sie zu dem Ergebnis gekommen, dass die Toilette und der irgendwie falsche Stuhlgang Schuld sind an dem Krankenhausdilemma?
Fragen Sie ihr Kleines doch einfach mal, ob es da einen Zusammenhang gibt.

Zum Zweiten habe ich durch ihre letzte mail verstanden, dass ihre Tochter nicht nur einen Krankenhausaufenthalt hatte, sondern gleich mehrere. Zudem ist auch noch ein Schwesterchen angekommen.
Das sind zwar sehr verschiedene, aber doch tiefgreifende Ereignisse, die einiges erklären: besonders bei einem hochsensiblen Kind.

Der geplante Umgang mit den Schwiegereltern ist genau richtig! Und nebenbei gesagt: die Krankenhäuser nehmen ja die Eltern mit auf, weil Studien gezeigt haben, dass die Kinder früher durch die Trennungen traumatisiert wurden und die Bindung an die Eltern mehr als gestört war.

Ganz liebe Grüße + ganz viel Kraft für Sie und ihre Familie!

Clara

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