Mich beschäftigt eine Frage: Wie soll ich mein Kind im Trabi sichern? Vorne sitzen ist nicht drin (Püppi ist knappe 3 Monate alt), hinten gibts bekanntermaßen keine Sicherheitsgurte. Wie ist also das Kind zu sichern? Kindersitz gut u schön, aber wo soll ich den festmachen?
Selbst ein von mir befragter Polizist antwortete mit einem Achselzucken…
Irgendwie hab ich in ganz dunkler Erinnerung,
dass man auch hinten Gurte nachrüsten konnte.
Direkt hinter der Rücksitzbank ist ein massives Rohr, da wurden die wohl befestigt,
und dann unten am Bodenblech.
Du solltest Dich da aber trotzdem mal an die Behörden wenden.
Falls die meinen, „geht nicht, gibt es nicht, brauchst Du nicht“,
wäre eine ordentliche Eigenkonstruktion besser als garkeine Sicherung.
Grüße, Steffen!
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Irgendwie hab ich in ganz dunkler Erinnerung,
dass man auch hinten Gurte nachrüsten konnte.
Direkt hinter der Rücksitzbank ist ein massives Rohr, da
wurden die wohl befestigt,
und dann unten am Bodenblech.
Du solltest Dich da aber trotzdem mal an die Behörden wenden.
Falls die meinen, „geht nicht, gibt es nicht, brauchst Du
nicht“,
wäre eine ordentliche Eigenkonstruktion besser als garkeine
Sicherung.
Grüße, Steffen!
Hi!
Mal ganz ehrlich: wenn es nichts vernünftiges gibt, würde ich auf Eigenkonstruktionen verzichten und ein anderes Auto nehmen.
Sie wird ihres Lebens nicht mehr froh, wenn da was passiert.
Und davon abgesehen: wie stehen die Versicherungen dazu??
Irgendwie hab ich in ganz dunkler Erinnerung,
dass man auch hinten Gurte nachrüsten konnte.
Direkt hinter der Rücksitzbank ist ein massives Rohr, da
wurden die wohl befestigt, und dann unten am Bodenblech.
Diese Möglichkeit fällt bei mir leider weg. Ich hab nen Trabi mit Schraubenfedern hinten, da gibts keine „Domstrebe“ mehr.
Du solltest Dich da aber trotzdem mal an die Behörden wenden.
Falls die meinen, „geht nicht, gibt es nicht, brauchst Du
nicht“, wäre eine ordentliche Eigenkonstruktion besser als garkeine
Sicherung.
Da sagst du was. Bin schon dabei, was auszutüfteln. Aber das ist nicht ganz so einfach. Zumal es ja auch sicher sein soll. Okay, „sicher“ u „Trabi“ passt nicht wirklich zusammen, aber, wie du schon geschreibne hast „eine schlechte Sicherung ist besser als gar keine“.
ich kenn einen Trabbi von innen nicht, daher muss ich mal ganz doof nachfragen:
Wenn ich dich richtig verstanden habe, dann hat dein Trabbi auf dem Fahrer- und auf dem Beifahrersitz sicherheitsgurte, richtig? Sind das beides Dreipunktgurte? Falls ja, was spricht dagegen Püppi mit ihren drei Monaten im Babysafe auf dem Beifahrersitz zu chauffieren?
ich hatte das Problem in den 80ern, als ich eine ganze Herde von DAF 55’ betrieb… und die Knirpse da waren, ich hab in allen Fahrzeugen (3 Coupés und 2 Kombis) hinten je 2 Beckengurte nachgerüstet. war mit einschweissen massiver platten zur befestigung der befestigungspunkte verbunden. so konnte ich dann wahlweise Sitze oder wannen (hiessen die so?) mit Gurt befestigen.
Trabbi spezifisch wird sich da sicher ne lösung finden, irgendwo muss das ding ja auch stabil sein
Und davon abgesehen: wie stehen die Versicherungen dazu??
Muß denen egal sein, das Fahrzeug ist so und fertig. es kann Dich niemand zwingen, deswegen den Wagen zu wechseln. Könnte auch ein 30 Jahre alter Käfer sein, da wirst Du ähnliches Problem haben, denn Sicherheitsgurte sind erst seit 196? Bautechnisch vorgeschrieben.
Früher gab es ja auch keine Kopfstützen serienmäßig. Auch da muß der Versicherer Dir zahlen, wenn Dir jemand den Oldtimer kaltverformt und Dir das Genick brichst.
einzigste Alternative ohne Umbau ist nun mal der Beifahrersitz. Außerdem ist das Kind besser im Blick und im Notfall mit einer Hand erreichbar. Das der Trabi ohnehin beim Unfall keinerlei Knautschzonen hat, ist dir ja bekannt. Daher würde ich mir eher Sorgen machen, eine gute Babyschale zu finden, die Schutz bietet. So etwas ist so gut wie nicht auf dem Markt. Alternative wäre dann mit einem Kindersitz anzufangen (bitte eben auf Sicherheit und Größe achten, es gibt auch welche mit Babyschale). Klar, es gibt sonst keine Alternative zum Babytransport, wenn öffentliche Verkehrsmittel oder ein netter Nachbar, der das Auto ausborgt, fehlen. So ein Kleinkind kann man sich aber auch bestens mit dem Tuch umschnallen und dann ist man richtig gut unterwegs mit ÖPV. Meistens ist es auch eine gewisse Faulheit, die Umstände hinzunehmen, die man mit Auto nicht hat.
In der DDR ging es Jahrzehnte mit Trabi und Kind. Heute ist das Sicherheitsbewußtsein um ein Vielfaches höher, was gut ist. Aber heute ist eben der öffentliche Nahverkehr besser ausgebaut, so das in dieser Babyzeit auf das Auto mit Baby fast verzichtet werden kann.
Und davon abgesehen: wie stehen die Versicherungen dazu??
Muß denen egal sein, das Fahrzeug ist so und fertig. es kann
Dich niemand zwingen, deswegen den Wagen zu wechseln.
Das sicher nicht, aber ob es denen wirklich egal ist, wenn sie zahlen müssen, ist die Frage!
Könnte
auch ein 30 Jahre alter Käfer sein, da wirst Du ähnliches
Problem haben, denn Sicherheitsgurte sind erst seit 196?
Bautechnisch vorgeschrieben.
Dann hat der Käfer ja Sicherheitsgurte!!!
Früher gab es ja auch keine Kopfstützen serienmäßig. Auch da
muß der Versicherer Dir zahlen, wenn Dir jemand den Oldtimer
kaltverformt und Dir das Genick brichst.
Sag mal, frage doch mal jemandene, der sich auskennt, z. B. den ADAC o. ä. Institutionen.
Und wie sieht es aus mit anderen Trabbi-Fans? Gibt doch sicher Fanclubs im www…
Die Idee des anderen „Modells“ hatte ich auch, gibt doch auch schon kleine Autos mit allen Sicherheitseinrichtungen und 4 Türen (sehr praktisch für Familien!!!)
Muß denen egal sein, das Fahrzeug ist so und fertig. es kann
Dich niemand zwingen, deswegen den Wagen zu wechseln.
Das sicher nicht, aber ob es denen wirklich egal ist, wenn sie
zahlen müssen, ist die Frage!
Mit welcher Begründung wollen sie verweigern ? Daß er Trabi fährt ? Würden heute noch über 100’ Stück fahren, wenn sie keine Versicherung mehr bekämen ? mE Ist Dein Argument an den Haaren beigezogen.
Dann hat der Käfer ja Sicherheitsgurte!!!
Aber hinten keine, und darum ging es ja, da seine Verlobte hinten anfängt zu reihern, wenn sie hinten sitzen muß.
Früher gab es ja auch keine Kopfstützen serienmäßig. Auch da
muß der Versicherer Dir zahlen, wenn Dir jemand den Oldtimer
kaltverformt und Dir das Genick brichst.
Der hat doch auch höhere Versicherungsbeiträge.
Also mein 23 Jahre alter Toyota Starlet kostet mich ~55% dessen, was mein Corolla Verso von 2002 an Versicherung kostet.
Teuer in der Verischerung sind alte Autso mit Sicherheit nicht immer…
Was ich Dir nun schreibe ist sicherlich nicht das, was Du hören möchtest, aber ich kann es mir nicht verkneifen.
Wer heute auf deutschen Straßen mit dem Trabant unterwegs ist, muss schon sehr mutig sein. Wer darin auch noch seine Familie transportiert, handelt m.E. fahrlässig.
Wer argumentiert, dass es „in der DDR auch funktioniert hat“, dem sei gesagt, dass nun dreimal so viele und doppelt so schnelle Autos auf allein ostdeutschen Straßen unterwegs sind und somit das Unfallrisiko exponentiell angestiegen ist. Mit einem Trabant ist man bei einem Crash immer der Verlierer.
Mein warmer Tip: besorge Dir einen Mercedes aus der Serie W123. Einen ordentlichen 200 mit Gurten hinten (wenn Du einen von 1976/1977 findest, der ja bald H-Zulassung bekommen kann und somit ca. 400 Euro p.a. Steuer und Versicherung kostet, kannst Du hinten leicht Gurte nachrüsten) findet man für 1.000 - 2.500 Euro.
Wenn es daran hakt, fahre Bahn.
Danke für die zahlreichen Hinweise und, sorry, Klugscheissereien. Auf alternative Verkehrsmittel wie die Bahn umzusteigen löst nicht das eigentliche Problem. Und auch das Ausweichen auf andere Fahrzeuge zählt nicht als Alternative.
Mir ging es darum, wie ich mein Kind im Trabant sichere. Nicht mehr u nicht weniger.
Der Trabi ist ja nicht das einzige Auto, aber ab u zu möchte ich schon damit unterwegs sein. Mit Familie.
Gruss
Mutschy,
der sich sehr wohl bewusst ist, welche Reaktionen er ernten wird.