Kindertragefahrgestell ;-)

Hallo Eltern,

eine gute Freundin ist schwanger & sucht für den späteren Transport des Sprößlings eine spezielle Lösung: Das Kind sollte sowohl getragen als auch gefahren werden können - sozusagen eine flexible, leichte Kinderkarre mit abmontierbaren Rädern, um das Teil samt Kind bei Bedarf (Treppen, Gedränge etc) auch auf dem Rücken tragen zu können.

Klingt vielleicht verrückt, aber vielleicht gibt’s sowas ja? Oder habt Ihr eine andere Idee, wie sich der Wunsch, mitsamt Kind möglichst mobil zu sein, aber auch den Rücken mal entlasten zu können, realisieren läßt?

Vielen Dank für Ideen & viele Grüße
Diana

Hallo, Diana!

Ich wünsch Dir zwar Glück bei der weiteren Recherche, aber ich glaube, Deine Freundin sucht da die eierlegende Wollmilchsau für den Kindertranport. Hätten wir auch gern gehabt, aber …
Je nachdem, was man vorhat, hat immer irgendwas seine Vor- und Nachteile. Karre mit Reifen zum Abbauen? Je nach Großwetterlage saut man sich bei der (De-)Montage voll, während einem das Kind auf dem RÜcken hin-und-herschaukelt?! Ich weiß ja nicht … Natürlich gibt es diese kleinen Karren mit kleinen Rädern, die sich auch verhältnismäßig leicht zusammenklappen lassen. ABER: die sind für Kinder, nicht für Säuglinge oder Babys geeignet. Und je kleiner die Räder, desto chaotischer jeder Meter Fußweg (weil man an jeder Kante hängenbleibt).
Außerdem: bei Gedränge das Kind auf dem Rücken tragen? Besser nicht! Du ahnst ja gar nicht, wie ignorant Menschen sein können. Die hauen dem (W)Erdling Rucksäcke, Ellbogen u.ä. ins Gesicht und Du hast kaum Möglichkeiten, dem auszuweichen.
Alternativen, die zur Auswahl stehen: Eine Bauchtrage (BabyBjörn) ist komfortabel genug, dass man die Kids da durchaus ne Weile drin tragen kann (wenn auch nicht über Stunden). Wir hatten den BabyBjörn immer im Kinderwagen liegen und haben den Wagen ggf. mit nem Fahrradschloß irgendwo gesichert. Dann kann man locker mal z.B. durch ein Einkaufszentrum schlendern. Außerdem kann man das Kind wesentlich besser vor Ellbogen u.ä. schützen.
Von den fahrbaren Untersätzen für den MaxiCosi halte ich nicht viel, weil Kleinkinder auch darin nicht sooo lange liegen sollten (wie lange, da streiten sich die Geister). Aber wenn ich mir vorstelle, ich wär das Kind, würde zuhause in den MaxiCosi geschnallt, ins Auto gepackt, beim Einkaufen auf den Untersatz gepackt, dann wieder ins Auto … Näää, nich gut. Außerdem paßt ein MaxiCosi zur Not auch quer super auf nen Einkaufswagen …
In nem akkuraten Kinderwagen (später: Karre) hat das Kind Bewegungsfreiheit, kann schlafen und gucken. Wenn man dann noch nen Tragegurt dabei hat ist man eigentlich für alles gerüstet.

Ich weiß, dass ist nicht die Erfüllung. Ich lebe in Hamburg und hier gibts genug Probleme, mit dem Kinderwagen voranzukommen. Aber meine Kleine ist inzwischen 2 1/2 und hat keine Folgeschäden davongetragen.

Fazit: Natürlich ist es nicht unwichtig, was die Mama entlastet. Aber am wichtigsten ist, worin das Kind sicher und gemütlich sitzt, liegt, kuschelt … Und siehe da: dann finden sich auch Menschen, die mal mit an die Karre fassen, tragen helfen - und es ist einfach schön, mit so nem Zwerg unterwegs zu sein. Es tun sich halt Alterntiven auf, die man als Kinderloser gar nicht sieht …

Viele Grüße
Vince.

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Hallo, Diana!

Freut mich zu hören.
By the way: ich bin 1,85 m und glaub mir: „da draußen“ sind mitunter Chaoten unterwegs, deren Reichweite man bestimmt auch mit ner Körpergröße von 3,5 m nicht entgehen könnte … ;c)

Außerdem: wenn man die lieben Kleinen in so nem BabyBjörn vor sich herträgt, und das mit Blickrichtung nach vorne: die lächelnden Gesichter die einem dann begegnen, gehören zu den wundervollen Momenten des Papa/Mama-Seins. Ich hab das immer sehr genossen und auch oft die Rückenschmerzen vergessen … :c)

Nochmals Grüße
Vince.