Kinderwunsch

Hallo zusammen,
ich bin nicht ganz sicher ob mein Anliegen hier richtig ist oder eher im Medizinbrett - aber ich dachte hier tummeln sich mehr Eltern und meine Frage richtet sich im Grunde ausschließlich an Elternpaare.
Mein Mann und ich werden demnächst das Thema Kind angehen, aus medizinischen Gründen - die aber hier nichts zur Sache tun - kommt für uns (leider) nur eine künstliche Befruchtung in Frage.
Die Voruntersuchen sind jetzt alle durch, alles ist fein und im Grunde kann es losgehen. Nun habe ich einfach ein paar Manschetten vor diesen ganzen Medikamenten. Sind diese Nebenwirkungen (Stimmungschwankungen usw.) alles Märchen, kann man das ertragen wenn es einen trifft oder ist das der Horror? Mir ist schon klar das jede Frau anders ist, mich interessieren einfach einige Erfahrunsberichte. Auch gern vom männlichen Part, wie er das bei seiner Frau mitbekommen hat.
Danke und Gruß´
Corinna

Anregung

Die Voruntersuchen sind jetzt alle durch, alles ist fein und
im Grunde kann es losgehen. Nun habe ich einfach ein paar
Manschetten vor diesen ganzen Medikamenten. Sind diese
Nebenwirkungen (Stimmungschwankungen usw.) alles Märchen, kann
man das ertragen wenn es einen trifft oder ist das der Horror?
Mir ist schon klar das jede Frau anders ist, mich
interessieren einfach einige Erfahrunsberichte. Auch gern vom
männlichen Part, wie er das bei seiner Frau mitbekommen hat.
Danke und Gruß´
Corinna

Hi Corinna

Auch wenn ich dir mit deinem Problem nicht wirklich helfen kann, ich wollte nur einen kleinen Denkanstoß geben…
Diese Nebenwirkungen und Risiken könntest du entgehen, es gibt viele Heimkinder in Deutschland die so gerne ein Zuhause hätten…
habt ihr eventuell schon einmal darüber nachgedacht, ein Kind zu adoptieren?
Bitte nimm das nicht böse auf, aber viele Menschen vergessen das und ich wollte nur mal eine Anregung geben…

lg
Kate

Es gibt
viele Heimkinder in Deutschland die so gerne ein Zuhause
hätten…
habt ihr eventuell schon einmal darüber nachgedacht, ein Kind
zu adoptieren?

Hallo Kate,

es ist extrem schwierig, ein Kind zu adoptieren - weil es nur sehr wenige Kinder gibt, die zur Adoption freigegeben werden. Wenn man sich um eine Adoption bewirbt, muss man sich auf ein schwieriges Auswahlverfahren und eine lange Wartezeit gefasst machen - wenn es überhaupt klappt. Viele adoptionswillige Ehepaare nehmen deswegen eine Auslandsadoption in Kauf.

Leichter wäre es, ein Kind in Pflege zu nehmen. Da kann man aber davon ausgehen, dass ein schwieriger Hintergrund besteht, und dass das Kind jederzeit wieder „weggenommen“ werden kann.

Grüße

Mira

Anschlussfrage
Hallo,

ich möchte mich an die Frage anhängen und würde gerne wissen, ob bei einer künstlichen Befruchtung diese Hormongabe sozusagen „verpflichtend“ ist. Muss man zwingend Fruchtbarkeitshormone nehmen? Oder hat das mit den Hintergründen der künstlichen Befruchtung zu tun, sprich muss man nur dann Hormone nehmen, wenn die Frau eingeschränkt fruchtbar ist?

Gruß,

Myriam

Hi!

Muss man zwingend Fruchtbarkeitshormone nehmen?

Nicht bei jeder Methode.

Oder hat das mit den
Hintergründen der künstlichen Befruchtung zu tun, sprich muss
man nur dann Hormone nehmen, wenn die Frau eingeschränkt
fruchtbar ist?

Es gibt mehrere Gründe, die hormonelle Störung als Ursache der Unfruchtbarkeit ist ein Grund, ein weiterer ist z.b.:

Bei jedem Zyklus der Frau reift für gewöhnlich nur eine Eizelle heran. Da aber die künstliche Befruchtung nicht immer gleich funktioniert, sind mehrere Versuche nötig. Hat man jedoch nur eine Eizelle zieht sich die Zeit mit den Versuchen in die Länge - und beinhaltet auch zahlreiche Eingriffe, die - selbst wenn sie klein und harmlos sind - doch ihr gewisses Risiko tragen.

Dazu ließe sich sehr viel mehr schreiben, denn das thema ist sehr umfangreich :wink:

Mehr zum Lesen findet man bei Google, ich hab mal einen Link rausgepickt:
http://www.netdoktor.de/sex_partnerschaft/fakta/kuen…

Gruß,
Sharon

Hallo Kate,

ich möchte das unterstützen, was Mirasol gesagt hat. Man kann guten Gewissens heutzutage eigentlich niemand raten ein Kind zu adoptieren. Warum glaubst du, funktioniert der Adoptionstourismus so gut?

Wer Interesse und starke Nerven hat, darf sich gern mal auf der Seite
htpp://www.adoption.de
umsehen. Nur, damit man weiß, auf was man sich einlässt.

Pflegeeltern werden hingegen gesucht. Allerdings - auch die müssen ziemlich strenge Kriterien erfüllen. Und wegen dem ganzen Drumherum sind Pflegekinder definitiv NICHT als Eigenkindersatz zu empfehlen.

Gruß
Elke

Hallo Alle

Ich kenne zwei Paare, die ein kind adoptieren wollten. Die einen haben´s gleich gelassen, weil´s ihnen schlußendlich zu kompliziert war. Die anderen haben einen Antrag gestellt, es hieß dann aber, daß sie zu alt ist. Nachdem sie sich dann damit abgefunden haben, keine Kinder groß ziehen zu dürfen, ist sie dann doch schwanger geworden (von ihrem Mann wohlgemerkt):smile:

Außerdem find kann ich mir nicht vorstellen, das man da nich dran denkt, und dann isses ja doch für viele wichtig die leiblichen Eltern zu sein.

Aber Antworten zur eigentlichen Frage kann ich nicht geben.
Ach ja, ich kenn da noch ein dritten Paar, aber mit denen hab ich keinen Kontakt mehr, die haben nach einer künstlichen Befruchtung Drillinge bekommen, ist ein lustiger Haufen. Und Mehrlingsgeburten sind dann ja gar nich so selten.

Alles Gute K

Hi,

ist sie dann doch schwanger geworden (von ihrem Mann
wohlgemerkt):smile:

quod erat demonstrandum…

scnr
Gruß Stefan

1 „Gefällt mir“

Hallo,

es ist extrem schwierig, ein Kind zu adoptieren - weil es nur
sehr wenige Kinder gibt, die zur Adoption freigegeben werden.
Wenn man sich um eine Adoption bewirbt, muss man sich auf ein
schwieriges Auswahlverfahren und eine lange Wartezeit gefasst
machen - wenn es überhaupt klappt. Viele adoptionswillige
Ehepaare nehmen deswegen eine Auslandsadoption in Kauf.

und was soll an einer Auslandsadoption „schlechter“ sein als an der Adoption eines deutschen Kindes? Gerade in Kinderheimen in ärmeren Staaten haben viele Kinder überhaupt keine Zukunftsperspektiven, werden nur sehr mangelhaft versorgt usw. Warum sollte es keine Überlegung wert sein, ein Kind aus dem Ausland zu adoptieren? Klar, das ist trotzdem ein langwieriger und komplizierter Prozess, doch dafür schenkt man einem Waisenkind ein neues Zuhause, statt es in einem schlechten Kinderheim „untergehen“ zu lassen.

Gruß,
Anja

Hallo Corinna,

ich war auch mal in der Situation, oder habe es befürchtet.
Ich habe erstmal viele Bücher durchgeguckt und nach herkömmlichen, also nichthormonellen, Kriterien festegestellt, dass ich zwar einen Eisprung hatte, aber eine sogen. Gelbkörperinsuffizienz (kann z.B. vom Rauchen kommen).
Habe a: von Selbstgedrehten auf ganz leichte Zigaretten umgestellt (ganz aufhören habe ich einfach nicht geschafft), bin aber auch zum Hormondoktor. Der erklärte mir nach einer Blutuntersuchung, ich hätte gar keinen Eisprung (ich habe ihm vorgehalten, dass das nach allen herkömmlichen Kriterien schon der Fall sei - da ist er nicht drauf eingegangen).
Er hat mir Hormone zur Eiproduktion verschrieben (doppelte der anfangs empfohlenen Dosis), die sollte ich fünf Tage lang einnehmen - am vierten Tage habe ich dagesessen und völlig grundlos geheult - wußte, dass es grundlos war, konnte trotzdem nicht aufhören.
Die fünfte Pille habe ich weggelassen, hatte trotzdem vier Eier (sonst wären es ev. Fünf geworden ??).
Mein Partner hatte angeblich zu lahme Samen, ich war nach zwei Monaten dieser `Therapie´ nicht schwanger (zwei Monate ist eigentlich nichts bei einer über 30jährigen), also schlug der Arzt vor, etwas anderes zu probieren, was, wollte er mir aber nur im Beisein meines Partner erzählen.
Ich hatte von dem ganzen Stress erstmal genug, fand auch alles etwas seltsam, bin aber noch einmal hin zu der Praxis, diesmal allerdings vormittags - da war der Uniarzt in der Vorlesung und seine Kollegin da. Die meinte nach einem Blick in die Akte: „ja, machen sie ruhig eine Pause, es kann ja auch so klappen - spricht ja nichts dagegen“.
Nun war ich erst recht platt - angeblich produzierte ich keine Eier, mein Partner keine lebhaften Samen, aber es spricht nichts dagegen, dass es auch so klappt???

Wir habens dann sein lassen und 5 Moante später war ich schwanger,
eineinhalb Jahre nach dem ersten Kind ungeplant schon wieder.
Seit dem verhüte ich.

Kurz: viele IVF-Ärzt hübschen ihre eigentlich sehr schlechte Statistik wohl gerne mit Patientinnen auf, die selbige eigentlich garnicht nötig haben. Dazu müssen sie lügen. Wie sicher bist Du, dass Dein Arzt die Wahrheit sagt?
Und ja, die Hormonpillen sind absolut furchtbar, aber auch der ganze Rest der Situation ist nicht lustig. Und IVF hat eine (geschönte) Erfolgsquote (Schwangerschaften, nicht Geburten) von 18 %.
Geh noch zu mindestens einem anderen Arzt, schau nach normalen Anzeichen für Eisprung (Deutliche Schmerzen zu Beginn der Menstruation, ev. Mittelblutung - muß nicht sein, ist aber ein Zeichen dafür, Anstieg der Basaltemperatur, Ausfluß während der theoretisch fruchtbaren Tage und Nr. 5 habe ich leider vergessen).
Auf jeden Fall erstmal schlau machen, in dem Bereich läuft viel Sch…

Gruß und alles Gute, Anne

Auslandsadoption, ‚schlechte‘ Heime, fast ot…
Hallo Anja und alle,
sorry, muss auch was dazu sagen…

es ist extrem schwierig, ein Kind zu adoptieren - weil es nur
sehr wenige Kinder gibt, die zur Adoption freigegeben werden. Das stimmt. Und das hat Gründe.

Ein Kind zur Adoption freizugeben heißt, alle Verwandtschaftsrechte (auch Erbrecht etc.) für das Kind an die zukünftigen Adoptiveltern abzugeben.
Die meisten Menschen reden von Adoption, die meisten „vermeindlich“ Adoptierten in Deutschland sind Pflegekinder…
Die Pflegeeltern reden meist nicht drüber, für sie sind es Ihre Kinder, warum sollten sie es auch anders nennen?
Es ist zumindest ein anderer Rechtsstatus.
Für die Pflegeeltern und die betroffenen Kinder, gibt es mindestens genauso viele schwierige Probleme, wie mit adoptierten Kindern. Jedenfalls mehr und andere, als mit leiblichen Kindern…
Es lohnt sich aber… :smile:

Wenn man sich um eine Adoption bewirbt, muss man sich auf ein
schwieriges Auswahlverfahren und eine lange Wartezeit gefasst
machen - wenn es überhaupt klappt.

Ja, und auch das hat mehrere, sinnvolle Gründe:
Es werden Eltern für Kinder gesucht, Menschen, die Elternrollen einnehmen.
Die aufzuarbeiten bereit sind, was in der Herkunftsfamilie Schlimmes und Gutes erlebt wurde.
Menschen, die sich zur Verfügung stellen, z.B. für Übertragung:
http://www.pams-ev.de/PDF%20Dateien/Konsequenzenfuer…
Regression:
http://www.moses-online.de/web/46
oder Integration:
http://www.moses-online.de/web/226/287
Allgemeine Infos:
http://www.landesjugendamt.de/pflegeeltern.pdf

Viele adoptionswillige
Ehepaare nehmen deswegen eine Auslandsadoption in Kauf.

und was soll an einer Auslandsadoption „schlechter“ sein als
an der Adoption eines deutschen Kindes?

„Schlecht“ ist daran erst mal gar nichts.
Der Grundgedanke ist sicher sehr lobenswert: Einem Kind aus einem, nach unserem ermessen, „unterentwickelten“ Land eine positive Lebensperspektive zu ermöglichen.

Man sollte sich nur überlegen:
Es gibt Gründe,
warum in Deutschland so sorgfältig nach passenden ELTERN FÜR KINDER mit einem speziellen Bedarf gesucht wird,
und nicht,
um Erwachsenen die Elternschaft zu ermöglichen.

Es werden Eltern für benachteiligte Kinder gesucht,
keine Kinder für Erwachsene mit unerfülltem Kinderwunsch …

Das sind nicht irgendwelche Schikaniermethoden, sondern fachlich begründete, jahrelang erprobte Konzepte…, s.o.
Diese machen für alle Beteiligten einen Sinn, das Kindeswohl beachtend und das Erwachsenenwohl!
Was nützt es den Pflegeelternbewerbern, einem Kind ein Zuhause anzubieten, dem sie nicht gerecht werden können?
Sie haben für eine gewisse Zeit ein Kind errettet, welches -ganz sicher- irgendwann ausbricht und zeigt, was es an frühkindlichen Traumata mit sich gebracht hat, nur keiner sehen wollte/ konnte.
Und dann leiden alle.
Kind und Eltern.

Wie und mit wem, soll ein Kind aus Afrika, Rußland, China, egal wo… seine emotionalen und sozialen Herkunftshintergründe aufarbeiten können, wenn die Pflegeeltern diese oft nur aus dritter Hand kennen?
Wie oft werden Menschen anderer Hautfarbe, Religion, Weltanschauung, usw. in Deutschland anders behandelt, als die „hier geboren“ wirkenden?
Dies, multipliziert mit der ohnehin vorhandenen Problematik, ein angenommenes Kind (mit einem Rucksack voller familiarer Erfahrung aus der Ursprungsfamilie) zu sein, ergibt ein nicht zu unterschätzendes Problem.
Viele finden die kleinen „Schokobabies“ ja noch total süüüüüüüüüß, aber als Jugendliche finden sie dann bei denselben Erwachsenen kein positives Wort mehr…
Und dieses Problem dann mit den Pflegeeltern zu lösen, die andersfarbig diese Erfahrung einfach niemals machen werden müssen, ist sehr schwierig.

Gerade in Kinderheimen
in ärmeren Staaten haben viele Kinder überhaupt keine
Zukunftsperspektiven, werden nur sehr mangelhaft versorgt usw.

Nach unserem westeuropäischen Standart gebe ich Dir völlig recht.
Ja, keine Perspektive…
Aber sollte man dann nicht die Familie dieses Kindes unterstützen, das das Kind in seiner Kultur, seinem familiären und sozialen Umfeld aufwachsen kann?
Wäre es nicht gut, dem Kind zu ermöglichen, bei seinen Eltern in seinem Kulturkreis aufwachsen zu können, d.h. ware es nicht sinnvoller, die Eltern/ Dorfgemeinschaft etc. zu unterstützen?
Wenn es nur um das Kind geht, wäre dies m. E.die Antwort.
Aber es geht nicht nur um das Kind, sondern um „meinen“ Kinderwunsch…um „meinen“ Wunsch zu helfen…
Und vor allem geht es um „meine“ unerfüllten Bedürfnisse.
Völlig verständlich, vollkommen in Ordnung.
Aber dann auch so benennen.

Man sollte auch bedenken, dass es in anderen Ländren nicht immer alles so gesetzlich geregelt ist, wie hier…
Kinder werden teilweise an ausländische „Kinderlose“ verkauft, statt vermittelt.
Das Geld kommt i.d.R. nicht den armen Familien des Kindes zugute, sondern irgendwelchen kriminellen Mittelsmännern…

Warum sollte es keine Überlegung wert sein, ein Kind aus dem
Ausland zu adoptieren?

Natürlich ist es eine Überlegung wert, ganz viele sogar.
Da man, neben den „normalen“ Problemen eines Pflegschaftsverhältnisses auch noch die Auseinandersetzung mit einer anderen Kultur auf sich nehmen sollte, wenn man dem Kind irgendwie gerecht werden will, s.o.

Klar, das ist trotzdem ein langwieriger
und komplizierter Prozess, doch dafür schenkt man einem
Waisenkind ein neues Zuhause, statt es in einem schlechten
Kinderheim „untergehen“ zu lassen.

Woher weißt Du, dass ein Kind in einem „schlechten Kinderheim“ „untergehen“ würde? Nach unseren gutbürgerlichen Wertemaßstäben, vermutlich, ja.
(Waisenkind? Die wenigsten Adoptierten und Pflegekinder sind Waisen, da ist ein Irrglaube. Die meisten Kinder haben eine lebende Mutter, einen lebenden Vater, nur wenige sind wirklich Waisen…Armutswaisen, O.K.)
Was ist das Kriterium für ein „schlechtes“ Kinderheim???

Ein schwieriges Thema, mit vielen Facetten.
Ich bin nicht prinzipiell gegen Auslandsadoption, man sollte sich nur vorher, im eigenen Interesse und im Interesse des jungen Menschens, dem man ein Zuhause geben möchte, genau überlegen, was, warum und für wen man es tut.
Eine gute Nacht wünscht Finjen

4 „Gefällt mir“

. . . diese Frage beantworten.

Was ist das Kriterium für ein „schlechtes“ Kinderheim???

Doch zuvor ein paar Worte zu meiner „Legitimation“ sie zu beantworten.
In 17 Jahren als Erzieherin beim Bezirksamt Kreuzberg hat sich eine Menge an Erfahrung angesammelt. Ebenso viele Informationen über andere Heime durch Fortbildungen, heimübergreifende Zusammenarbeit und grundsätzlicher Bereitschaft zum Blick über den Tellerrand.

Das Kriterium für ein „schlechtes“ Kinderheim ist: Es ist ein Kinderheim!

Soll heißen: Dass es „schlecht“ („schlecht“ gleich: X Prozent der Kinder werden straffällig, werden Süchtige, werden Prostituierte, produzieren wieder Heimkinder. " X Prozent" gleich: Es ist egal wie groß X ist, es ist X zuviel) ist liegt am „System Kinderheim“ an sich.

Um für eine Gruppe eines Kinderheimes 24 Stunden am Tag die Betreuung sicherzustellen werden 4 Menschen benötigt. Diese haben ein Recht auf Urlaub und Fortbildung, sie werden krank, schwanger und müssen kranke Kinder pflegen. Und schon bist du bei 6 Menschen. Im Heim muss gekocht und sauber gemacht werden. Es kommen also 3 Menschen hinzu. Der „Pool“ von ausgebildeten Erziehern füllt sich nicht von allein, also müssen Erzieher ausgebildet werden. Deren Ausbildung enthalten Praktika, blockweise und jahreweise (das sog. Anerkennungsjahr). Wir reden inzwischen über elf bis dreizehn Menschen, die in dem „System Kinderheim“ arbeiten.

Die Alterspanne dieser dreizehn Menschen reicht von 18 bis 54 Jahre, ihre Bildungsstände von achte Klasse Hauptschule bis Diplom in Sozialwissenschaften. Geleitet muss das ganze „System“ schließlich auch noch werden. Wir sind also bei vierzehn Menschen angekommen, die alle auf die Kinder einwirken. Zwar in unterschiedlicher Intensität, aber eben doch einwirken.

Nun picken wir uns ein einzelnes Kind heraus, begleiten es mal zehn Jahre auf seinem Weg. Es kam mit vier Jahren ins Heim, weil die süchtige Mutter an dem Punkt war, an dem „gar nichts mehr ging“. Also Einsicht, dass sie, erstens, süchtig ist, und, zweitens, es allein nicht schafft, Annahme der gebotenen Hilfen und wirkliche ernsthafte Mitarbeit. Kind ins Heim, Mutter in die Klinik und später begleitende, stützende Therapie in eigenverantwortliche Selbständigkeit. Nach einem Jahr sind sowohl sie selbst, wie auch ihre Lebensumstände so gestaltet, dass das Jugendamt glaubt es verantworten zu können, Mutter und Tochter wieder zusammenleben zu lassen. Die inzwischen fünfjährige Tochter wird zur Mutter entlassen.

Alles fein, Alles schick. Kita, Vorschule und Mutter arbeiten eng zusammen und emsig daran, die Entwicklungsverzögerungen der Tochter aufzuholen. Am Ende der ersten Klasse sind die Beobachtungen der Lehrerin über die zunehmende Verwahrlosung der Tochter so massiv geworden, dass sie ihre Bedenken überwindet und das Jugendamt informiert. Ihren siebenten Geburtstag feiert das Mädchen dann wieder im Kinderheim. In einem anderen, da das erste Heim leider, leider keinen Platz frei hatte. (Zwei mal vierzehn sind ?) Und so weiter und so fort.

Wenn unser phantasiertes Mädchen Pech hat, dann hat die Mutter immer einer Heimaufnahme ihres Kindes im letzten Augenblick „zugestimmt“. Was dazu führte, dass ihr das Aufenthaltbestimmungsrecht nicht entzogen wurde, das Sorgerecht schon gleich gar nicht. Daher können die Mitarbeiter von Jugendamt und Heim nichts dagegen unternehmen, wenn die Mutter den Entschluss fasst sich der „Bevormundung“ dieser Mitarbeiter zu entziehen und die Entlassung ihres Kindes fordert. Sie können ihre Bedenken und Sorgen aussprechen, aber mehr auch nicht. Zumindest nicht in der aktuellen Situation.

Der zuständige Sozialarbeiter stellt also einen Antrag auf Entziehung der Personensorge, mindestens des Aufenthaltsbestimmungsrechts. Dem wird nach ? Wochen stattgegeben. Aber, oh Wunder, die Mutter ist unbekannt verzogen. Sie wohnt jetzt in Halle, Essen oder Wümme an der Knatter. Dort geht das ganze Spiel nochmal von Vorne los. Mit dreizehn hat unsere Phantasiegestalt endlich genug von dem Hin und Her, und haut jedesmal gleich wieder ab wenn sie in ein Heim eingewiesen wurde. Mit fünfzehn ist sie dann süchtig und schwanger.

Und all das passiert obwohl in dem von uns beobachteten Heim sehr engagierte Erzieher arbeiten, Überstunden machen, Arzt- Schul- Sozialarbeitertermine schon gar nicht mehr als Überstunden aufschreiben, sich also „den Ar*** aufreissen“ wie es so schön drastsich formuliert heißt. Aber auch die engagiertesten Erzieher können nichts daran ändern, dass ihr Arbeitsplatz eben ein „System“ ist.

Eine konstruierte Lebenssituation mit:
Anonymer Versorgung der Alltagsdinge, was zur Folge hat, dass die Kinder den Umgang mit Geld nicht üben können. Die pflegliche Behandlung von Spielsachen, Geschirr, Möbeln, Beschäftigungsmaterialien, eben alles was länger reichen würde oder nicht dauernd neu angeschafft werden müsste, behandelte man es sorgfältiger um das so gesparte Geld für xxxx (was auch immer) ausgeben zu können.

Schichtdienst, geleistet von Menschen, die Geld dafür bekommen, dass sie es tun. Von Menschen, die eine Familie haben, so dass die Verabredung mit dem Heimkind heute Kleidung kaufen zu gehen, leider aufgeschoben werden muss, weil das eigene Kind krank geworden ist und zum Arzt muss. Schichtdienst, der zur Folge hat, dass die Kinder an drei Tagen hintereinander bei der Rückkehr aus der Schule den selben Erzieher vorfinden (der aber ein anderer ist, als der, der am Morgen geweckt, Frühstück gemacht und sie zur Schule geschickt hat). Während der nächsten drei Tage ist das dann wieder ein anderer. Und für die nächsten drei Tage . . . und die nächsten, und die . . .
Schichtdienst, der zur Folge hat, dass Erzieher wg. privater Wünsche Dienste tauschen, und so auch noch den Drei-Tage-Rhythmus unterbrechen. Schichtdienst, der auf Dauer so belastend ist (egal in welcher Weise er organisiert ist), dass Erzieher nach drei, vier Jahren -unter Inkaufnahme finanzieller Verluste- in eine andere Einrichtung wechseln oder ganz aufhören.

Unterschiedlichen Erziehungsstilen/ -vorstellungen
Natürlich wissen Leitung und Erzieher, dass ein einheitliches Erzieherverhalten notwendig ist. Das zu erreichen sind auch alle Beteiligten sehr bemüht, stecken da auch viel Energie (und Arbeitszeit) rein. Aber es ist und bleibt eine Konstruktion, ein künstlich geschaffenes Etwas. Und das spüren die Kinder. Sie könnten es nicht verbalisieren, aber sie spüren es. Und es hat Auswirkungen auf sie.

All diese genannten Missstände liegen am System selbst, sie können von den fortschrittlichsten, bemühtesten und engagiertesten Mitarbeitern nicht wegorganisiert werden. Um Kinder zu erziehen muss man mit ihnen leben. Jeden Tag auf’s Neue. Denn Kinder brauchen außer Unterstützung, Anleitung und sichere Grenzsetzungen Authentität der Erziehenden. Und die kann von den Kindern nur wahrgenommen werden, wenn ein gemeinsames Leben stattfindet.

Herzlichen Gruß
Renate

10 „Gefällt mir“

Hallo Finjen,

Man sollte sich nur überlegen:
Es gibt Gründe,
warum in Deutschland so sorgfältig nach passenden ELTERN FÜR
KINDER mit einem speziellen Bedarf gesucht wird,
und nicht,
um Erwachsenen die Elternschaft zu ermöglichen.

Es werden Eltern für benachteiligte Kinder gesucht,
keine Kinder für Erwachsene mit unerfülltem Kinderwunsch …

Das sind nicht irgendwelche Schikaniermethoden, sondern
fachlich begründete, jahrelang erprobte Konzepte…, s.o.

Es gibt, gerade weil es in Deutschland mehr Adoptionsbewerber als zur Adoption (ich meine wirklich Adoption, und nicht Pflege) freigegebene Kinder gibt, teilweise sehr strenge Kriterien, was z.B. die Altersgrenze der Adoptionsbewerber angeht. Manchmal wird auch so argumentiert, dass kinderlosen Paaren ein Vorzug eingeräumt wird vor Familien, die bereits Kinder haben, obwohl diese vielleicht schon erfahrener in der Erziehung sind. Ich will gar nicht abstreiten, dass auf die Adoptionseltern sehr viele Probleme zukommen, aber es gibt auch ausreichend Möglichkeiten, sich Hilfe und Unterstützung zu holen, sei es bei privaten Sozialarbeitern, die sich darauf spezialisieren, oder beim Jugendamt.

Gerade in Kinderheimen
in ärmeren Staaten haben viele Kinder überhaupt keine
Zukunftsperspektiven, werden nur sehr mangelhaft versorgt usw.

Nach unserem westeuropäischen Standart gebe ich Dir völlig
recht.
Ja, keine Perspektive…
Aber sollte man dann nicht die Familie dieses Kindes
unterstützen, das das Kind in seiner Kultur, seinem familiären
und sozialen Umfeld aufwachsen kann?

Kinder, die bereits in Kinderheimen leben und zur Adoption freigegeben wurden, haben zwar vielleicht lebende Eltern, die aber alle „Rechte“ an dem Kind abgegeben haben. Da hilft alle Unterstützung nicht mehr.

Klar, das ist trotzdem ein langwieriger
und komplizierter Prozess, doch dafür schenkt man einem
Waisenkind ein neues Zuhause, statt es in einem schlechten
Kinderheim „untergehen“ zu lassen.

Woher weißt Du, dass ein Kind in einem „schlechten Kinderheim“
„untergehen“ würde? Nach unseren gutbürgerlichen
Wertemaßstäben, vermutlich, ja.

Wenn Kinder unterernährt sind, keine warme Kleidung haben usw., dann SIND es denkbar schlechte Umstände für eine Entwicklung des Kindes, von unmotivierten und häufig inkompetenten Erziehern ganz zu schweigen. Glaube mir, ich weiß, wovon ich spreche (in dem Fall bezogen auf Russland).

Viele Grüße,
Anja

Auch wenn ich dir mit deinem Problem nicht wirklich helfen

kann, ich wollte nur einen kleinen Denkanstoß geben…
Diese Nebenwirkungen und Risiken könntest du entgehen, es gibt
viele Heimkinder in Deutschland die so gerne ein Zuhause
hätten…
habt ihr eventuell schon einmal darüber nachgedacht, ein Kind
zu adoptieren?
Bitte nimm das nicht böse auf, aber viele Menschen vergessen
das und ich wollte nur mal eine Anregung geben…

lg
Kate

Hallo Kate,
natürlich haben wir über diese Sache auch schon nachgedacht. Leider ist es für uns in D nicht möglich ein Kind zu adoptieren, da mein Mann bereits auf die 40 zugeht. Da sich diese Aktion über mehrere Jahr hinzieht hat es keinen Sinn dieses Thema anzugehen. Ein ausländisches Kind möchten wir nicht. Da haben wir bereits Erfahrung in der Famiie die nicht sehr positiv waren.
Hinzu kommt dass ich völlig gesund bin und ein Kind bekommen kann. Möchte auf diese Erfahrung nicht verzichten nur weil die Spermien meines Mannes etwas träge sind.
LG, Corinna

Hallo Myriam,
ich bin nicht eingeschränkt fruchtbar sondern völlig normal :wink: Die Spermien meines Mannes sind nur ein wenig langsam und finden von alleine den Weg nicht :wink: Man könnte jetzt natürlich von mir ein Ei entnehmen und mit den Spermien befruchten, nur ist die Erfolgschance natürlich höher wenn man mehrere Eier befruchten kann. Hier kommen die Hormone ins Spiel die die Produktion anregen so dass man bis zu 5 Eizellen entnehmen kann, was leider immer noch nicht heiß das aus allen was wird :wink: In Deutschland ist es erlaubt bis zu drei Eizellen wieder einzuplanzen (die Befruchtung findet außerhalb des Körpers statt). Wenn man Pech hat bleiben alle drei :wink: Doppeltes Pech ist wenn aus keiner was wird.
Jetzt könnte man naürlich sagen, Scheiß auf die Hormone - wir probieren es mit der einen die da ist. Aber wenn das dann nichts wird kann man wieder von vorne anfangen. In Deutschland sind 3 Beruchtungen hintereinander erlaubt. Dann muss erst mal Pause gemacht werden. Hinzu kommen die Kosten. Die Krankenkasse übernimmt in der Regel (bzw. wenn man Glück hat) die hälfte. Man bleibt also immer noch au gut 2000,- sitzen. Die muss man erstmal haben.
Von der seelischen Belastung mal ganz zu schweigen…
Gruß, Cora

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

@all
Hallo zusammen,
jetzt haben wir über Adoption und über verschiedene Methoden der Beruchtung gesprochen aber leider habe ich immer noch keine so richtige Antwort (mit einer Ausnahme)auf meine Fragen bekommen.
Hat das jemand schon einmal gemacht, wie fühlt man sich wenn es nicht klappt? Ist der Druck auszuhalten?

Ich möchte noch einmal sagen dass ich nicht das Problem bin, sondern die Spermien meines Mannes die einfach ein wenig langsam sind. Ich verhüte seit fast 4 Jahren nicht mehr - von daher halte ich die Chance für den natürlichen Weg für sehr gering.
Die Klinik in der ich behandelt werde hat einen sehr guten Ruf und ich fühle mich dort sehr gut aufgehoben und auch gut beraten.

Danke schon einmal für Eure Meinungen und Ratschläge.
Mit Gruß, Cora

Adoption, Auslandsadoption etc.
Hallo,

und was soll an einer Auslandsadoption „schlechter“ sein als
an der Adoption eines deutschen Kindes?

Es ist nicht schlechter. Es ist anders.
Es sollte zu denken geben, dass angesehene Organisationen wie Terre des hommes in den 90er Jahren Auslandsadoptionen fast ganz eingestellt haben (es werden nur noch extrem behinderte Kinder vermittelt, die absolut keine Chance in ihrem Heimatland haben).

Ich möchte hier jetzt keinen Vortrag halten über das Für und Wider von Adoption. Es würde einfach zu lang werden. Aber Adoption ist nie eine einfache Alternative zu einem sich schwierig gestaltenden Kinderwunsch. Eine Auslandsadoption dreimal nicht. Und Adoption ist schon gar keine Lösung, mit der man seine soziale Ader ausleben kann.

Es gibt unzählige Foren im web, in dem sich Adoptionsgegner und -befürworter wahre Schlammschlachten liefern. Nichts für schwache Nerven, schon gar nicht, wenn man selbst bereits Teil des Adoptionsdreiecks ist - aber ein Blick in diese Foren zeigt zumindest eltiche der Probleme auf, mit denen Adoptierende, Adoptierte und Abgebende konfrontiert werden.

Ich möchte nicht missverstanden werden, ich bin selbst Adoptivmutter. Vielleicht habe ich deshalb so große Bedenken, wenn Adoption als Lösung aller möglichen sozialen Probleme vorgeschlagen wird - sei es als Mittel gegen Kinderlosigkeit oder als Wohlstandsverteilung. Diejenigen, um die es in erster Linie geht, können nämlich leider erst Jahre später, wenn es längst zu spät ist, befragt werden, was sie von der Sache halten.

Gruß
Elke

2 „Gefällt mir“

Hallo Cora,

habe ja schon mal geantwortet - kann da nicht mit eigener Erfahrung bzgl. IVF aufwarten, aber mich haben selbst diese zwei Monate Hormonspritzen und Pillen reichlich fertig gemacht (man denkt einfach an nichts anderes mehr, das ist vielleicht das Belastendste). Aber das hängt auch sehr von der persönlichen Belastbarkeit ab.
Ob Du das auf Dauer aushälst, kann Dir keiner sagen.
Probiers, wenn es anders nicht geht, wäre mein Rat. Wenns beim ersten Versuch nicht klappt, kannst Du Dir danach immernoch überlegen, ob Du weitermachst oder nicht. Und einen Versuch wirst Du sicher überstehen - es gibt Schlimmeres.
Es hängt einfach auch davon ab, wie wichtig Dir / Euch eigene Kinder sind.
Teuer ist es natürlich, aber da in Eurem Fall bei Dir alles O.K. ist, sind die Chancen ja verm. eingermaßen gut.
Aber ich will Dich da in keiner Richtung beschwatzen - das ist Deine Entscheidung und mehr Tipps habe ich auch nicht anzubieten (außer: Vorsicht bei Drillingen - stell ich mir nach meinen Lütten horrormäßig vor, es sei denn, man hat zwei aufopfernde Hilfen zur Hand).

Gruß und viel Glück, Anne

Hallo Kate,
natürlich haben wir über diese Sache auch schon nachgedacht.
Leider ist es für uns in D nicht möglich ein Kind zu
adoptieren, da mein Mann bereits auf die 40 zugeht. Da sich
diese Aktion über mehrere Jahr hinzieht hat es keinen Sinn
dieses Thema anzugehen. Ein ausländisches Kind möchten wir
nicht. Da haben wir bereits Erfahrung in der Famiie die nicht
sehr positiv waren.
Hinzu kommt dass ich völlig gesund bin und ein Kind bekommen
kann. Möchte auf diese Erfahrung nicht verzichten nur weil die
Spermien meines Mannes etwas träge sind.
LG, Corinna

Noch was - im Mittelalter war es üblich, dieses Problem im öffentlichen (nicht nach Geschlechtern oder Wannen getrennten) Bad zu beheben.
Medizin seinerzeit.

Gruß, Anne

1 „Gefällt mir“

Auch wir standen vor dem Problem das „meine kleinen Freunde“ nicht so richtig wollten. Alle „nicht medikamentösen Sachen“ probiert, nichts. Also die Überlegung „machen wir weiter und nutzen alle medizinischen Möglichkeiten oder wars das“ Für uns gab es da natürlich auch die Kostenfrage, war etwas schwierig: ich (mit den Problemen) in einer GKV, meine Frau (mit der ja alles gemacht werden sollte) in einer PKV, keiner wollte zahlen. Wir hatte schon Klage gegen meine GKV eingereicht das lenkte die PKV ein und hat insgesammt fünf IVF bzw. ICSI bezahlt. War für meine Frau körperlich ziemlich stressig, die Hormonbehandlungen dann die Punktierungen. Dann kam das Warten ob die Eizellen sich teilen, wenn ja Rückübertragung. Wieder warten. Negativer Test/oder auch positiver Test aber Eizelle bleibt nicht haften. Dann beim fünften Versuch alles gut bis zur 16. Woche, dann Blasensprung, Wochen im Krankenhaus und Julia verloren.
Irgendwann haben wir wohl aufgegeben/akzeptiert das es wohl auch ein Leben ohne Kind geben kann/muss/wird und was geschieht…
…schwanger, ohne alles, einfach so !! Sarah ist jetzt 4,5

Sicherlich ein Einzelschicksal, nicht als allgemeines Beispiel zu gebrauchen, könnte aber Mut machen…

Schaut Euch im Internet um, es gibt etliche Foren auf denen sich Leute in ähnlicher Situation austauschen. Lebt mit den Sprüchen von anderen „wird das nie was mit Kindern“ oder antwortet offen „wir wollen aber die Natur nicht“. Was einem keiner abnehmen kann ist die Beantwortung der Frage will ich es überhaupt bzw. wie weit gehe ich.
Doch halt, es gibt doch immer einen Partner!!
In diesem Sinne

don`t worry be happy

1 „Gefällt mir“