ich möchte einen Link anbringen, der sich mit Kindesmißbrauch auseinandersetzt. Nicht nur sexueller Mißbrauch, sondern generell Mißbrauch von Macht.
Sehr interessant an dem Link sind die Artikel einer Psychoanalytikerin Namens Alice Miller. Ich finde Ihre Denkansätze sehr interessant, beleuchtet Sie doch auch die Seite des Täters.
ich kann mir im Moment nicht vorstellen, dass Eltern missbrauchter Kinder sich wirklich für die Motive der Täter interessieren. Egal wer dazu was geschrieben hat.
Das ist wohl eher ein Thema für Psychologen und Sensationsjournalisten.
Also wenn schon, dann würde ich das eher im Psychobrett ansiedeln.
ich bin der Meinung, es gehört hierher. Es war in diesem Sinne keine direkte Frage, sondern sollte als Anregung der eigenen Reflexion dienen. In vielen Berichten findet man mit Sicherheit Teile von sich.
hier ist ein Forum, welches hauptsächlich von Fragen von Usern und dementsprechenden Antworten auch von Usern lebt. Fast alle Bretter beziehen sich auf dieses System. Soweit so gut.
Und dann gibt es noch ein Brett empfehlenswerte Seiten. Wenn du also der Meinung bist dieser Artikel und gut und richtig und lesenswert, dann poste ihn bitte dort.
Gruß
Katl
PS ich habe den Link nicht gelesen.
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Alice schreibt, dass bei höherem Bewusstsein Gewalt vermieden werden könnte. Das hat sie gut erkannt.
Leider ist es aber so, dass jeder Mensch einen anderen Bewusstseinsstand besitzt und die mit niedrigem Bewusstsein (niedrig im Verhältnis zur Gewaltbereitschaft) einfach nicht die Ursache ihres Handels erkennen bzw. erkennen können. Es gibt ja auch Gewaltopfer, die ein ausreichend hohes Bewusstsein besitzen und aus der Gewalterfahrung schlussfolgern, ihre Kinder mit Liebe zu erziehen.
das ist ein schwieriger Prozess mit dem Bewusstsein. Ich finde die Denkansätze von Alice Miller hervorragend; bis vor kurzem kannte ich die Frau überhaupt nicht. Ich bin überzeugt davon, daß Sie Recht hat.
Therapie der Täter ist das einzig sinnvolle in solchen Fällen. Knast bringt nichts.
...
Widerstand setzte sie auch einer Gruppe von Psychologinnen
und Therapeutinnen entgegen. Die Grup pe legte ihr am 30. Mai
in einem Brief nahe, den Umstand, «dass Stettbacher wiederholt
Klientinnen sexuell ausgebeutet hat, der Öffentlichkeit
mitzuteilen und betroffene Frauen zu ermutigen, sich an
entsprechende Beratungsstellen zu wenden». Miller beantwortete
den Appell an ihre «professionelle, moralische und ethische
Pflicht» mit einem verstockten «... werde ich Ihrer
Aufforderung selbstverständlich <u>nicht</u> nachkommen».
...
das andere Viertel ist die Behauptung (Beteuerung),
daß durch „böse Erziehung“ auch „böse Menschen“
entstehen. Das ist einerseits ungeheuer trivial
und andererseits überhaupt keine Erklärung für z.B.
die meisten Organisatoren des nationalsozia-
listischen Massenmordes (Merkmalsmuster: katho-
lische Erziehung + juristische Ausbildung).
Therapie der Täter ist das einzig sinnvolle in solchen Fällen.
Knast bringt nichts.
Ich kenne mich in dem Bereich Therapie für Täter leider nicht so aus. Wie wird denn da vorgegangen? Und gibt es Statistiken darüber, ob solche Therapien sinnvoll und von Erfolg geprägt sind? Und wenn ja, wie hoch ist die Erfolgsrate?
das andere Viertel ist die Behauptung (Beteuerung),
daß durch „böse Erziehung“ auch „böse Menschen“
entstehen. Das ist einerseits ungeheuer trivial
und andererseits überhaupt keine Erklärung für z.B.
die meisten Organisatoren des nationalsozia-
listischen Massenmordes (Merkmalsmuster: katho-
lische Erziehung + juristische Ausbildung).
Das ist eine andere Problematik. Miller meint, daß es vor allem an der Erziehung der Menschen lag, daß sie den Wahnsinn und den damit verbundenen Sadismus mitmachten. Miller ging im Rahmen einer Diskussion darauf ein, worum es um die Theorie des Bösen in Verbindung mit Genen ging. Die Gentheorie (Verebung des Bösen) glaube ich persönlich nicht.
das andere Viertel ist die Behauptung (Beteuerung),
daß durch „böse Erziehung“ auch „böse Menschen“
entstehen. Das ist einerseits ungeheuer trivial
und andererseits überhaupt keine Erklärung für z.B.
die meisten Organisatoren des nationalsozia-
listischen Massenmordes (Merkmalsmuster: katho-
lische Erziehung + juristische Ausbildung).
Wer hatte denn da alles eine juristische Ausbildung?
Ich finde, vorherrschend ist eher sowas: Abitur, Studium, mehr oder weniger missglückte militärische Karriere (Ablehnung bzw. Nichtbeförderung wegen körperlicher oder auch psychischer*) Mängel; Ausnahme: Göring, der wurde dafür drogensüchtig), ziemlich missglückte bürgerliche Karriere (erfolglose Bewerbungen), oder abgebrochenes Studium.
Jedenfalls in den ganz obersten Reihen.
Ok, katholische Erziehung ist stärker vertreten als evangelische oder unreligiöse.
Über deren Erziehung, wie sie hier im Zusammenhang mit diesem Artikel relevant wäre, nämlich wohl in erster Linie die Erziehung, die sie als Kleinkinder genossen haben, wissen wir ja nun gar nichts.
Viele Grüße
Simsy
* Hitlers Vorgesetzter beim Militär notierte sowas in dem Sinne, dass er diesem Hysteriker keine Mannschaft unterstellen werde.