Kindesmißhandlung?

Hallo,

am WE war der geburtstag meines Vaters. Dort war auch meine Tante mit ihrem neuen Lebensgefährten und dessen 5-jähriger Enkelin.

Die Kleine lebt in etwas schwierigen Verhältnissen. Die Tochter des LG meiner Tante hat sie mit 17 bekommen. Die Familie lebt von der Sozialhilfe. Der Vater hat ein Alkoholproblem. Sie ist sehr oft bei den Großeltern, denen es ganz gut so auch dieses WE, weil die Eltern umzogen.

Ich dachte immer es ist eigentlich sehr nett von ihnen, das sie das Kind, daß ja nun mal in schwierigen Verhältnissen groß wird unterstützen. Seit letztem WE bin ich anderer Meinung. Die Kleine wird dressiert wie ein Hund, sobald sie widerspricht wird ihr ein „Arschvoll“ angedroht, dauernd wird ihr gesagt „Kinderwille“ ist Dreck wert usw.
Meine Eltern meinten als sie bei meiner Tante zu Besuch waren, hat sie einen Hintern voll (nicht nur einen Klaps, sondern richtig mit dem Latschen) bekommen, weil sie nicht ins bett wollte. Ihre Eltern standen daneben und fanden es in Ordnung, daß der Großvater ihr den Hintern versohlt.

die Eltern sind vielleicht mit dem Kind überfordert. Die Mutter war 17 als das kind gebohren ist!
Ich denke daß sie eine tracht Prügel ab und zu ganz normal finden ,da sie selber so aufgewachsen sind. Die Mutter (Tochter des Großvaters) macht noch heute einen sehr eingeschüchterten Eindruck. Ich habe den Eindruck die Mutter ist dankbar, daß die Großeltern dem Kind ein paar Dinge bieten kann, die sie ihr nicht bieten kann.
Die kleine ist trot allem gerne bei den Großeltern. Sie wächst in einer eher armen Umgebung auf bei Eltern , die von der Sozialhilfe leben und ihr deshalb materiell nicht viel bieten können.

Von den großeltern bekommt sie Spielzeug, Süßigkeiten etc. Sie fahren mit ihr mal ins Erlebnisbad, in den Zoo und anderes.
welchem Kind gefällt da nicht?

Aber was passiert wenn sie mal richtig was anstellt, wird sie dann krankenhausreif geprügelt?
Auch meine Eltern finden das nicht in Ordnung, sind aber der Meinung, es ginge sie nichts an.
Mir geht das ganze allerdings nicht mehr aus dem Kopf.
Kann man da was tun, muß man da was tun?

Ich habe gestern erstmal beim Kinderschutzbund angerufen, um mit Fachleuten die genaue Vorgehenswiese zu klären.
Die meinten daß ich oder meine Eltern ertsmal mit meiner Tante und ihrem LG reden sollten, um ihnen sozusagen die Konsequenzen ihres Handelns klarzumachen.
Den möglichen Gang zum Jugendamt sollen wir offen ansprechen und dann auch wahr machen, wenn die Gespräche nichts nützen.

Nur ist das alles nicht so einfach.
Das Problem ist ich wohne vom Ort des Geschehens 200km weg und sehe meine Tante (Cousine meiner Mutter) vielleicht 3mal im Jahr.

Meine Eltern werden nichts unternehmen. Sie finden das ganze zwar nicht in Ordnung und würden ein Kind nicht so behandlen, aber als so dramatisch sehen sie es auch nicht an. Sie meinen ich reagiere über.
Sie würden deshalb nie zum Jugendamt oder so gehen.
Also wenn ich was unternehemn will bin ich in dieser Hinsicht Einzelkämpferin.

Ich habe am Samstag abend versuchtdie Sache anzusprechen, weil ich fast einen Ausraster bei der Art wie der Opa sie behandelt hat bekommen habe. Darauf bekam ich nur zu höhren, ich solle erstmal selber Kinder haben, bevor ich mitreden darf.

Gruß

Leandra

Hochachtung!
Hi!

Ich finde es immer wieder erleichternd, wenn ich lese, dass es noch vereinzelt Menschen gibt, die ihr Haupt nicht in den Sand (oder sonstwo) hinstecken, sondern eine Notlage erkennen und handeln…

Was soll Dir hier jemand andere Tipps geben, als die, welche Du schon von der bestmöglichen Stelle telefonisch bekommen hast?

Im Zweifel solltest Du tatsächlich das Jugendamt einschalten! Die sind in erster Linie mal nicht dazu da, Eltern ihre Kinder wegzunehmen, sondern Kindern und auch deren Eltern helfend zur Seite zu stehen!

Ich fürchte, meine „Antwort“ war nicht sonderlich hilfreich, oder?

Liebe Grüße und viel Ausdauer
guido

Ich fürchte, meine „Antwort“ war nicht sonderlich hilfreich,
oder?

Ein bißchen schon, wiel ich mir zwischendurch selbst nicht ganz sicher war, ob ich nicht überreagiere. Die Reaktion meiner Eltern und meines Fraundes waren eher „Ist nicht schön, aber es gibt schlimmeres“
Schlimmeres gibt es immer, deswegen ist es trotzdem nicht richtig

gruß

Leandra

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selbst nicht ganz sicher war, ob ich nicht überreagiere.

Nein, Leandra,
Deine Reaktion ist vollkommen in Ordnung. Wenn Deine Eltern sich da nicht einmischen wollen ist das verständlich, wenn auch nicht sehr mutig.
Vielleicht kannt Du dem JA klarmachen, dass in diesem Fall Du selbst (aufgrund der Entfernung) nicht eingreifen kannst, aber die JA-Mitarbeiter ja vor Ort sind und den Fall verfolgen können und sollten.
Grüße
Eckard.

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Hallo Leandra,

Ich denke daß sie eine tracht Prügel ab und zu ganz normal
finden ,da sie selber so aufgewachsen sind. Die Mutter

Das denke ich auch.

Aber was passiert wenn sie mal richtig was anstellt, wird sie
dann krankenhausreif geprügelt?

Nein, wird sie nicht. Die meisten heute alten Menschen (und tausende Generationen zuvor) wurden autoritär erzogen und haben als Kind solche Haue bekommen - eine normale, anerkannte Erziehungstechnik und absolut kein Anzeichen für wahrscheinliche verbrecherische Mißhandlungen - keine „Gewaltspirale“.

Den möglichen Gang zum Jugendamt sollen wir offen ansprechen
und dann auch wahr machen, wenn die Gespräche nichts nützen.

Gespräche werden wohl nichts nützen, weil Dein Wissen über Kindererziehung nicht viel Respekt findet.
Meldung ans Jugendamt aber bitte dann, wenn das Kind mißhandelt wird. Es zeigt dann sowohl Verhaltensauffälligkeiten als auch Spuren von Fußtritten, Faustschlägen, Verbrennungen usw. und will nicht wieder hin.

Meine Eltern werden nichts unternehmen. Sie finden das ganze
zwar nicht in Ordnung und würden ein Kind nicht so behandlen,
aber als so dramatisch sehen sie es auch nicht an. Sie meinen
ich reagiere über.

Da haben sie recht.

hat bekommen habe. Darauf bekam ich nur zu höhren, ich solle
erstmal selber Kinder haben, bevor ich mitreden darf.

Ein wenig mehr Auskunft hätten sie Dir schon geben sollen, aber ich habe das hiermit gern übernommen.

Mit herzlichem Gruß,

Wolfgang Berger

Schlimmeres
Hi nochmal!

Schlimmeres gibt es immer! Ich persönlich war auch gegen den Irak-Krieg, aber man hätte ihn ja auch noch schlimmer (mit nuklearen Waffen) führen können!

Und lass’ Dir bitte von niemandem hier einreden: Das hat sich über Jahrtausenden bewährt und auch da niemandem geschadet!

Diesem Argument zu Folge dürften Frauen nicht wählen, gehören an den Herd und haben gefälligst auch die regelmäßige Züchtigung durch ihren Mann zu akzeptieren - schließlich war das auch ewig lang Gang und Gebe, erprobt und somit auch erfolgreich und legitim!

Liebe Grüße und viel Kraft
Guido

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Hallo Guido,

Schlimmeres gibt es immer! Ich persönlich war auch gegen den
Irak-Krieg, aber man hätte ihn ja auch noch schlimmer (mit
nuklearen Waffen) führen können!

Na wos! Früher hat man im Rheinischen gesagt „vom Hölzchen aufs Stöckschen kommen“ und Du kommst hier vom Popoklatscher auf den Atomkrieg. Eine gewisse Lächerlichkeit fällt Dir da wirklich nicht von selber schon auf?

Und lass’ Dir bitte von niemandem hier einreden: Das hat sich
über Jahrtausenden bewährt und auch da niemandem geschadet!

Es ist aber so, und das bestreitest Du i.ü. auch garnicht. Du sagst nur, daß man diese Wahrheit nicht sagen dürfe.

Diesem Argument zu Folge dürften Frauen nicht wählen, gehören
an den Herd und haben gefälligst auch die regelmäßige
Züchtigung durch ihren Mann zu akzeptieren - schließlich war
das auch ewig lang Gang und Gebe, erprobt und somit auch
erfolgreich und legitim!

Das ist ein Fehlschluß, denn damals wie heute hat es stets verschiedene Lebensformen gegeben, die auch gut waren. Insbesondere siehst Du die Stellung der Frau in der Familie vor der „Emanzipation“ reichlich schepps.

Mit herzlichem Gruß,

Wolfgang Berger

Hallo Leandra,

Und lass’ Dir bitte von niemandem hier einreden: Das hat sich
über Jahrtausenden bewährt und auch da niemandem geschadet!

Kann Guidos Aussage nur voll zustimmen!

Ich denke aufgrund der erfahrenen Reaktionen auf Deine Vermittlungsversuche und der großen Entfernung bleiben Dir nur zwei Möglichkeiten:

  1. Kopf in den Sand
  2. Jugendamt einschalten

Da ersteres zum Glück nicht zu Dir passt rate ich Dir zu der zweiten Vorgehensweise. Das ist kein Denunzieren sondern ein dringend notwendiger Versuch einem Kind zu helfen.

Gruß
Werner

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Hallo,
mir wird hier ganz anders. (ich habe die anderen Antowrten nicht gelesen.)
Wenn ich es richtig verstehe: ist das Mädchen oft bei den GRosseltern, wird von dem Grossvater (?) geschlagen, aber es ist gerne dort, weil die Grosseltern ihr mehr bieten können als ihre Eltern bzw. Mutter.

Weisst Du was? Könnte es sein, dass das Mädchen die Schläge hinnimmt? Es bekommt ja auchmehr Sachen (Geschenke), erlbet vielleicht mehr, erhält vielleicht von der Gropssmutter (?) mehr Fürsorge, als bei ihrer Mutter…

Aber ich finde es schrecklich, mir vorzustellen, dass das Mädchen die Schläge in Kauf nhemen muss, um dies zu erhalten.

Ich weiss nicht, Ich würde Dir raten, mal zu einer Familienberatung zu gehen (zu verschiedenen), und den Fall zu schildern, und Dir sagen zu lassen, was man denn da tun kann, denn meiner Meinung nach ist die Situation für das Mädchen auf Dauzer nicht ertragbar.

Ganz ratlos und traurig,
K_K

Ich finde

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Lächerlich?
Guten Morgen!

Na wos! Früher hat man im Rheinischen gesagt „vom Hölzchen
aufs Stöckschen kommen“

Wenn schon, dann richtig: Vom Höcksken aufs Stöcksken - aber das nur nebenbei.

und Du kommst hier vom Popoklatscher
auf den Atomkrieg. Eine gewisse Lächerlichkeit fällt Dir da
wirklich nicht von selber schon auf?

Ich sehe hier zwar jemand, der sich lächerlich macht - Guido ist es ganz sicher nicht!

Und lass’ Dir bitte von niemandem hier einreden: Das hat sich
über Jahrtausenden bewährt und auch da niemandem geschadet!

Es ist aber so, und das bestreitest Du i.ü. auch garnicht. Du
sagst nur, daß man diese Wahrheit nicht sagen dürfe.

Du hast es echt drauf, Leuten die Worte im Mund zu verdrehen und noch dazu Äußerungen in selbigen zu legen!
Gerade Du solltest wissen, was er bestreitet und was nicht! Dazu ist es nicht von Nöten, dass er es jedesmal tut…
Und wo bitte hat er geschrieben, dass man das nicht sagen darf?!?!?!

Diesem Argument zu Folge dürften Frauen nicht wählen, gehören
an den Herd und haben gefälligst auch die regelmäßige
Züchtigung durch ihren Mann zu akzeptieren - schließlich war
das auch ewig lang Gang und Gebe, erprobt und somit auch
erfolgreich und legitim!

Das ist ein Fehlschluß,

Wie jetzt?

denn damals wie heute hat es stets
verschiedene Lebensformen gegeben, die auch gut waren.

Und es war gut, dass Frauen nicht wählen durften?
Dass sie an den Herd „gekettet“ waren und keine Arbeit ausüben durften?
Dass sie von ihrem Mann gezüchtigt werden durften?
Vielleicht habe ich Dein Statement ja falsch verstanden, aber Du hast ja die Möglichkeit, das aufzuklären…

Insbesondere siehst Du die Stellung der Frau in der Familie
vor der „Emanzipation“ reichlich schepps.

Das müsstest Du (glaube ich nicht nur) mir noch einmal verständlich aufschreiben! Mit schepps kann ich tatsächlich mal nichts anfangen!

Gruß
Pinky

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Hallo Leandra,

Ich denke daß sie eine tracht Prügel ab und zu ganz normal
finden ,da sie selber so aufgewachsen sind. Die Mutter

Das denke ich auch.

Deswegen ist es noch lange nicht in Ordnung.

Aber was passiert wenn sie mal richtig was anstellt, wird sie
dann krankenhausreif geprügelt?

Nein, wird sie nicht. Die meisten heute alten Menschen (und
tausende Generationen zuvor) wurden autoritär erzogen und
haben als Kind solche Haue bekommen - eine normale, anerkannte
Erziehungstechnik und absolut kein Anzeichen für
wahrscheinliche verbrecherische Mißhandlungen - keine
„Gewaltspirale“.

Genaugenommen ist diese "normale anerkannte Erziehungstechnik heute strafbar.
Und weil es früher anerkannt war ist es richtig. Dann führen wir doch gleich mal noch die Prügelstrafe in der Schule ein. Das war früher auch „anerkannt“
Ich bin der letzte Mensch der wegen einem kleinen Klapps oder ein paar auf die Finder einen Aufstand macht. Ich bin auch nicht für antiautoritäre Erziehung, aber Schläge mit Hilfsmitteln, (Latschen) sind schon ein anderes Kalliber und einem Kind systematisch die eigene Meinung aberziehen „Kinderwille ist Dreck Wert“ finde ich schrecklich.
Schlagen lähmt, es verletzt, körperlich und seelisch, es zerstört Vertrauen/Urvertrauen und macht nur gefügig.

Den möglichen Gang zum Jugendamt sollen wir offen ansprechen
und dann auch wahr machen, wenn die Gespräche nichts nützen.

Gespräche werden wohl nichts nützen, weil Dein Wissen über
Kindererziehung nicht viel Respekt findet.
Meldung ans Jugendamt aber bitte dann, wenn das Kind
mißhandelt wird. Es zeigt dann sowohl
Verhaltensauffälligkeiten als auch Spuren von Fußtritten,
Faustschlägen, Verbrennungen usw. und will nicht wieder hin.

Wo fängt Verhaltensauffälligkeit an? Ist ein eingeschüchtertes ängstliches Kind schon verhaltensauffällig.

hat bekommen habe. Darauf bekam ich nur zu höhren, ich solle
erstmal selber Kinder haben, bevor ich mitreden darf.

Ein wenig mehr Auskunft hätten sie Dir schon geben sollen,
aber ich habe das hiermit gern übernommen.

Jetzt ist mir klar das Du sehr altmodischen ansichten hast, ich bin froh, daß ich nicht in der haut deiner kinder stecke.

Meine tante hat übrigends selber keine kinder, ihr Lebensgefährte eine besgate Tochter, die mit 17 ein kind bekam und ihre ausbildung abgebrochen hat und mit 18 einen Alkoholiker geheiratet. Sehr kompetente Leute zu diesem Thema also.

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Hi Leandra!

Ich finde deine Reaktion gut!
Ruf doch bei dem Jugendamt an.
Schildere die Situation.

Liebe Grüsse
Siân

Hallo Wolfgang,

auf eine Grundsatzdiskussion moechte ich mich
mit dir nicht einlassen. Dass das nichts bringt,
wurde schon oefter in diesem Brett unter Beweis gestellt.

Aber trotzdem wollte ich kurz darauf eingehen:

Aber was passiert wenn sie mal richtig was anstellt, wird sie
dann krankenhausreif geprügelt?

Nein, wird sie nicht. Die meisten heute alten Menschen (und
tausende Generationen zuvor) wurden autoritär erzogen und
haben als Kind solche Haue bekommen - eine normale, anerkannte
Erziehungstechnik und absolut kein Anzeichen für
wahrscheinliche verbrecherische Mißhandlungen - keine
„Gewaltspirale“.

Es reicht doch, dass das Kind bereits jetzt
regelmaessig mit dem Schuh gepruegelt wird (das „regelmaessig“
entnehme ich den Tatsachen, dass es wegen ‚nicht-ins-Bett-gehen‘
geschah und dass es ohne Probleme vor anderen zugegeben wurde,
bzw. sich der Grossvater seine Methoden vor anderen nicht
versteckt). Ob die Gefahr, dass diese Misshandlungen (ja, sehe
ich als solche) sich vergroessern wirklich besteht oder nicht,
die Behandlungen, die das Kind jetzt bereits erfaehrt, sind
schlimm genug, um ein Eingreifen zu rechtfertigen.

Gruesse, ELke

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Hallo Leandra,

Schlagen lähmt, es verletzt, körperlich und seelisch, es
zerstört Vertrauen/Urvertrauen und macht nur gefügig.

Menn Du das wörtlich so glaubst, dann bist Du ideologisch in der Wolle gefärbt und von selbständigen, kritischen Denken weitweit entfernt.

Jedenfalls hat das Kind Vertrauen zu den Großeltern und ist gerne bei ihnen.
Dieses Vertrauen und diese Zuneigung kommt nicht von den kleinen Geschenken und Süßigkeiten. Wenn Kinder auf diese Weise käuflich wären, dann gäbe es viel weniger Probleme zwischen Kindern und dem neuen Lebensgefährten nach der Scheidung.

Mit herzlichem Gruß,

Wolfgang Berger

Hallo Elke,

vielleicht sollte man das Kind einer sozialpädagogischen Sonderbehandlung unterziehen, damit es lernt, seine Großeltern abzulehnen, so wie es die politische Korrektheit verlangt.

Mit herzlichem Gruß,

Wolfgang Berger

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Hallo Leandra,

Schlagen lähmt, es verletzt, körperlich und seelisch, es
zerstört Vertrauen/Urvertrauen und macht nur gefügig.

Menn Du das wörtlich so glaubst, dann bist Du ideologisch in
der Wolle gefärbt und von selbständigen, kritischen Denken
weitweit entfernt.

Ist man nur selbständig und kritisch wenn man Deiner Meinung ist? Ist deine Meinung etwa nicht ideologisch gefärbt?
Ich habe hier mal ein bißchen gestöbert und mir mal ein paar alte Postings von Dir angesehen. Mir ist dann etwas klarer geworden in welche ideologischen Farbe Deine Wolle hat.
Damit erübrigt sich jede Diskussion mit Dir für mich. Mit Leuten wie Dir Grundsatzdiskussionen zu führen ist mir zu mühsam.

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Hallo Wolfgang,
eine andere Reaktion als diese
hab ich von dir nicht erwartet.
Meine Posting war fuer
Mitleser gedacht.
Damit ist fuer mich die Diskussion
mit dir beendet.
Gruesse,
Elke

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Hallo Leandra,

ich habe soeben ein paar der Antworten auf deine Ausführungen gelesen und bin ziemlich erschrocken über die Selbstverständlichkeit, mit der Schläge gegenüber Kindern als üblich angesehen werden.

„Die Würde des Menschen ist unantastbar“, steht schon im Grundgesetz. Das klingt aufs Erste ziemlich hochgestochen, ist´s aber bei genauer Betrachtung nicht: Schwächere sollen in ihrer Würde gegen Übergriffe des Staates oder von Stärkeren geschützt werden. Interessant ist, dass z.B. das Leben oder die körperliche Unversehrtheit nicht diesen absoluten Schutz genießen. Einen Verbrecher, der andere Menschenleben bedroht, darf die Polizei zB erschießen, um Gefahr für Leib u Leben abzuwenden. Wenn das Erschießen aber die Würde des Verbrechers durch das Erschießen verletzt würde( würde, würde, Würde … :smile:), dürfte er nicht erschossen werden.

Das ist zwar wieder ein bisschen weit hergeholt, macht aber anschaulich, was Würde bedeutet.

Schläge mit einem Schuh würden, wenn sie gegen einen Dritten/Fremden ausgeübt würden, den Tatbestand der (gefährlichen) Körperverletzung erfüllen.

Wir reden ja nicht vom Ausrutscher/Klaps, der zwar auch zu missbilligen ist, aber wohl jeden Eltern im Zustand hilfloser Schwäche schon passiert ist (mir bisher glücklicherweise noch nicht).

am WE war der geburtstag meines Vaters. Dort war auch meine
Tante mit ihrem neuen Lebensgefährten und dessen 5-jähriger
Enkelin.

Die Kleine lebt in etwas schwierigen Verhältnissen. Die
Tochter des LG meiner Tante hat sie mit 17 bekommen. Die
Familie lebt von der Sozialhilfe. Der Vater hat ein
Alkoholproblem. Sie ist sehr oft bei den Großeltern, denen es
ganz gut so auch dieses WE, weil die Eltern umzogen.

Ich dachte immer es ist eigentlich sehr nett von ihnen, das
sie das Kind, daß ja nun mal in schwierigen Verhältnissen groß
wird unterstützen. Seit letztem WE bin ich anderer Meinung.
Die Kleine wird dressiert wie ein Hund, sobald sie
widerspricht wird ihr ein „Arschvoll“ angedroht, dauernd wird
ihr gesagt „Kinderwille“ ist Dreck wert usw.

Prima, das ist´s, was wir unseren Kindern vermitteln wollen: Andere/lästige Meinungen von Schwächeren werden ignoriert und/oder mit körperlicher Gewalt geahndet, das Ganze gespickt mit ein bisschen Gossen-Vokabular, da kann man gratulieren.

Meine Eltern meinten als sie bei meiner Tante zu Besuch waren,
hat sie einen Hintern voll (nicht nur einen Klaps, sondern
richtig mit dem Latschen) bekommen, weil sie nicht ins bett
wollte. Ihre Eltern standen daneben und fanden es in Ordnung,
daß der Großvater ihr den Hintern versohlt.

Es wird noch besser: Die, auf deren Schutz ein Kind hofft, lassen es im Stich. Noch ein Meilenstein auf dem Weg ins Erwachsenenleben.

die Eltern sind vielleicht mit dem Kind überfordert. Die
Mutter war 17 als das kind gebohren ist!
Ich denke daß sie eine tracht Prügel ab und zu ganz normal
finden ,da sie selber so aufgewachsen sind. Die Mutter
(Tochter des Großvaters) macht noch heute einen sehr
eingeschüchterten Eindruck. Ich habe den Eindruck die Mutter
ist dankbar, daß die Großeltern dem Kind ein paar Dinge bieten
kann, die sie ihr nicht bieten kann.
Die kleine ist trot allem gerne bei den Großeltern. Sie wächst
in einer eher armen Umgebung auf bei Eltern , die von der
Sozialhilfe leben und ihr deshalb materiell nicht viel bieten
können.

Von den großeltern bekommt sie Spielzeug, Süßigkeiten etc. Sie
fahren mit ihr mal ins Erlebnisbad, in den Zoo und anderes.
welchem Kind gefällt da nicht?

Aber was passiert wenn sie mal richtig was anstellt, wird sie
dann krankenhausreif geprügelt?
Auch meine Eltern finden das nicht in Ordnung, sind aber der
Meinung, es ginge sie nichts an.
Mir geht das ganze allerdings nicht mehr aus dem Kopf.
Kann man da was tun, muß man da was tun?

Ich habe gestern erstmal beim Kinderschutzbund angerufen, um
mit Fachleuten die genaue Vorgehenswiese zu klären.
Die meinten daß ich oder meine Eltern ertsmal mit meiner Tante
und ihrem LG reden sollten, um ihnen sozusagen die
Konsequenzen ihres Handelns klarzumachen.
Den möglichen Gang zum Jugendamt sollen wir offen ansprechen
und dann auch wahr machen, wenn die Gespräche nichts nützen.

Nur ist das alles nicht so einfach.
Das Problem ist ich wohne vom Ort des Geschehens 200km weg und
sehe meine Tante (Cousine meiner Mutter) vielleicht 3mal im
Jahr.

Natürlich ist es ein Problem, auf die Distanz zu helfen: Das Sinnvollste wäre, sich selbst ab und zu um die Kleine zu kümmern, das geht über diese Distanz aber nicht. Wenn du dich aus der Ferne einschaltest, indem du das Ganze kommentierst, wirst du sicherlich Gegenwind erfahren im Sinn von: Kümmere dich um deinen Kram, krieg erst mal selbst Kinder (wie du das ja geschildert hast), außerdem besteht ja die Gefahr, dass du INfos über Treffen Opa-Enkelin dann nur noch gefiltert erhältst.

Meine Eltern werden nichts unternehmen. Sie finden das ganze
zwar nicht in Ordnung und würden ein Kind nicht so behandlen,
aber als so dramatisch sehen sie es auch nicht an. Sie meinen
ich reagiere über.
Sie würden deshalb nie zum Jugendamt oder so gehen.
Also wenn ich was unternehemn will bin ich in dieser Hinsicht
Einzelkämpferin.

Ich habe am Samstag abend versuchtdie Sache anzusprechen, weil
ich fast einen Ausraster bei der Art wie der Opa sie behandelt
hat bekommen habe. Darauf bekam ich nur zu höhren, ich solle
erstmal selber Kinder haben, bevor ich mitreden darf.

Du hast deine eigene Kindheit als Erfahrung und du hast das Recht auf deiner Seite. Ich bin weder Psychologe noch Erzieher, nur erziehender Vater, aber ich finde es gut, dass du dich einmischst, so dezent wie das im Übrigen geschieht.

Spannend ist aber allemal, dass du wohl mehrere Anzeigen von Tierschützern am Hals hast, wenn du deinen Hund zu stark an der Leine ziehst; wenn du dein Kind in der Öffentlichkeit grün und blau prügelst, wird sich kaum jemand einmischen.

Das Argument, dass die älteren Generationen das eben nicht anders gelernt hätten, geht - höflich formuliert - wohl an deiner Frage vorbei. Denn die Frage, wie viele Personen es gewohnt sind, anderer Würde zu verletzen, macht diese Verletzung noch nicht zu etwas Positivem.

Weil wir alle mal schwach sind, jeder auf seine Weise, will ich niemanden vorschnell verurteilen, der - in erzieherischer Hilflosigkeit - mal einen Klaps austeilt. Dieses aber auch noch methodisch zu machen und gut zu heißen als richtig und „schon immer funktioniert“, das ist dumm.

Es hilft der Kleinen sicherlich auch nicht viel, dass es viele Kinder gibt, denen es sicherlich viel schlechter geht. Dann dürfte man aber keinem helfen. Denn es wird immer einen geben, der unserer Hilfe vielleicht noch mehr bedürfte.

Deshalb:Greife da ein, wo du helfen kannst. Hilf, so gut du kannst. Misch dich ein.

Das ist auch eine positive Erfahrung für ein Kind: Es gibt Menschen, die helfen wollen, auch wenn das nicht immer optimal funktionert, es gibt Menschen, die ohne Gegenleistung sich für Schwächere einsetzen, es gibt Menschen, die Courage genug haben, sich einzumischen, auch wenn sie sich dadurch unbeliebt machen können, und dass man auch mal schwach sein darf, ohne gleich eine drüber zu kriegen.

Das ist´s jedenfalls, was ich meiner Tochter - unter anderem - vermitteln will.

Bleibe stark, bleibe schwach, bleibe Mensch, viel Glück, beste Grüße, Jan

Ist man nur selbständig und kritisch wenn man Deiner Meinung
ist? Ist deine Meinung etwa nicht ideologisch gefärbt?

Naja, immerhin möchtest Du, daß Menschen durch Umerziehung oder Trennung und Bestrafung zu ihrem Glück gezwungen werden, das ist schon recht ideologisch.

Mit herzlichem Gruß,

Wolfgang Berger

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Hallo Elke, dem kann ich mich nur anschließen, so einen Unfug habe ich schon lange nicht mehr gelesen.

Beste Grüße, Jan

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

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