eine Bekannte bat mich in folgendem Fall um Hilfe:
Paar seit vier Jahren getrennt lebend, jetzt 6-jähriger bei der Mutter.
Das Kind war vor kurzem für zwei Tage beim Vater zu Besuch, ca. 4 h nachdem er wieder bei der Mutter war, ist diese mit dem Kind im Krankenhaus aufgetaucht, weil dem Kind Blut aus dem After lief (schwere Verletzungen im Analbereich wurden festgestellt) und der Behauptung, der Vater sei Schuld. Nun war’s der Vater aber nicht (incl. Zeugen). Vor zwei Jahren ist das Kind von der Mutter schwer mißhandelt worden und bei der Mutter ist dann irgendeine psychische Störung festgestelt worden und Mutter und Kind sind dann zusammen für ein Jahr in eine Art Psycho-Heil-WG gekommen. Der Vater, nunmehr mit Anzeige am Allerwertesten, versucht nun alles, um sein Kind von der Mutter wegzukriegen, seinetwegen auch in eine Pflegefamilie oder so, die verantwortliche Jugendamts-Tante meinte aber auf den Hinweis auf die Gefahr für das Kind nur irgendetwas von wegen Mütter tun so etwas nicht wegen der Mutter-Instinkte und hat dem Vater 'ne Besuchssperre verpasst (mit der er wegen der Anzeige sowieso gerechnet hatte). Die Frage ist jetzt, was kann der Vater tun, an wen kann er sich wenden, um sein Kind zu schützen? Der Polizist des Örtchens beruft sich auf die Frau vom Jugendamt und tut garnix…
Also, wenn jemand Tips hat, die ich weitergeben könnte, würde ich mich freuen
Gruß
Sibylle
Wenn Du einen Verdacht hast, daß der Junge - egal von wem - sexuell mißbraucht wurde, kannst Du Dich z. B. an http://www.dunkelziffer.de (die helfen auch bei uneinsichten Jugendämtern witer) wenden.
Es ist übrigens überhaupt nicht unrealistisch, daß bei den Verletzungen am After die Mutter selbst ihr Hände im Spiel hatte. Das Stellvertreter-Münchhausen-Syndrom ist ebenso drin.
ohne jetzt für meinen Berufsstand Werbung machen zu wollen, aber bei einem so schwerwiegenden Vorwurf sollte man auf jeden Fall einen Anwalt einschalten. Nur der bekommt Einsicht in die Ermittlungsakten, und kann dann entscheiden, welche zusätzlichen und weiteren Schritte nötig sind.
Analverletzungen haben einen typischen Kausalverlauf, dies weißt Du sicher selbst, und hier den typischen Verlauf zu widerlegen undn einen atypischen Verlauf nachzuweisen, erfordert schon u.U. größere juristische Anstrengungen. Insoweit sollte der betroffenen Vater auch an sich selbst denken. Entsprechende Vorwürfe reichen in der momentan völlig überspannt reagierenden Presse und Öffentlichkeit schnell für ein zerstörtes Leben. Panik und Hysterie, geschürt von Boulevard-Medien, ist oft schlimmer als das eigentliche Verfahren. Und wenn dies dann auch eingestellt wird, so weißt Du, wie momentan die Standardantwort hierauf dann lautet.
Auch was das Kind angeht, dürfte professionelle anwaltliche Hilfe wohl der beste Weg sein. Nichts gegen die diversen Organisationen, die sich in dem Bereich so tummeln, aber auch da ist leider viel falsch verstandener Helferkomplex und wenig sachliche professionelle Beschäftigung mit den Tatsachen am Werk.
Gruß vom Wiz
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ohne jetzt für meinen Berufsstand Werbung machen zu wollen,
aber bei einem so schwerwiegenden Vorwurf sollte man auf jeden
Fall einen Anwalt einschalten. Nur der bekommt Einsicht in die
Ermittlungsakten, und kann dann entscheiden, welche
zusätzlichen und weiteren Schritte nötig sind.
Würde er ja gerne - aber wie findet man einen Anwalt, der nicht ganz so weit vom Schuß ist und möglichst noch Erfahrung in dem Bereich hat? Einer, der bisher nur mit Verkehrsrecht zu tun hatte (wie der, den er bisher mit dem Fall betraut hatte ), ist nicht so ganz das richtige - gibt’s da irgendwo 'ne Liste? Kennst Du viellleicht einen in Bayern, dessen Adresse ich weitergeben könnte? 'türlich kannst mir derartige Auskünfte auch per Mail geben - sollte es sonst als Werbung verstanden werden…
Insoweit sollte der betroffenen Vater auch an sich selbst
denken. Entsprechende Vorwürfe reichen in der momentan völlig
überspannt reagierenden Presse und Öffentlichkeit schnell für
ein zerstörtes Leben. Panik und Hysterie, geschürt von
Boulevard-Medien, ist oft schlimmer als das eigentliche
Verfahren. Und wenn dies dann auch eingestellt wird, so weißt
Du, wie momentan die Standardantwort hierauf dann lautet.
Das ist allen bewußt und einer der untergeordneten Gründe, warum der Vater unter extremem Stress steht…
Auch was das Kind angeht, dürfte professionelle anwaltliche
Hilfe wohl der beste Weg sein. Nichts gegen die diversen
Organisationen, die sich in dem Bereich so tummeln, aber auch
da ist leider viel falsch verstandener Helferkomplex und wenig
sachliche professionelle Beschäftigung mit den Tatsachen am
Werk.
Seh ich auch so und hab daher die Hoffung, daß diverse Organisationen auch entsprechende Anwälte kennen
Es ist übrigens überhaupt nicht unrealistisch, daß bei den
Verletzungen am After die Mutter selbst ihr Hände im Spiel
hatte. Das Stellvertreter-Münchhausen-Syndrom ist ebenso drin.
Ist mir klar - leider der Jugendamtstante und dem Dorfpolizisten nicht…
Du hast ganz recht, ein Verkehrsrechtler ist da sicher nicht die beste Wahl. Er sollte sich an einen Strafverteidiger wenden, also an einen Fachanwalt für Strafrecht. Wenn dieser sich zudem auch noch mit dem Bereich sexuellen Mißbrauchs und untergeschobene Mißbrauchfälle auskennt (bei Scheidungsverfahren eine Zeitlang regelrecht in Mode), um so besser. Ich würde mal bei der für den Wohnort zuständigen Rechtsanwaltskammer nachfragen und mir dort Strafverteidiger aus der Nähe nennen lassen. Weitergehende Auskünfte bekommt man bei den Kammer leider üblicherweise nicht. Man sollte daher dann gleich bei einer telefonischen Terminsvereinbarung ansprechen worum es geht, und dass man jemanden sucht, der sich mit diesem speziellen Thema auskennt.
Wenn es Probleme bei der Anwaltssuche gibt, kannst Du Dich ja noch mal per Mail melden. Ich selbst übe den Beruf nur nebenbei aus, und bin daher nicht so tief in den kollegialen Netzwerken drin, zumal Strafrecht auch überhaupt nicht meine Welt ist. Ich kenne aber in unserer Gegend einige ganz gute Strafverteidiger, die ich ggf. mal nach Kollegen im Süddeutschen Raum (wo genau müsstest Du mir dann per Mail schreiben) fragen kann.