Kindesunterhalt

Klassischer Fall: Die Kinder (13+9) leben bei der Mutter, ich (der Vater) 500km entfernt. Gemeinsames Sorgerecht.

Die Kinder wollen mich in den Ferien für 1Wo besuchen. Die Mutter ist einverstanden, verlangt aber, daß ich die Reisekosten voll und ganz übernehme. Auf Grund der Höhe der Reisekosten und der Tatsache, daß SIE zeitlebens ganztägig arbeitet, schwebte mir für die Fahrkarte eine fifty-fifty-Lösung vor.
Jedoch ihre Begründung: Grundsätzlich seien meine Kontakte zu den Kindern (finanziell) mein eigenes Problem.
Ich hatte angenommen, daß ich auch deshalb den Unterhalt zahle, damit die Kinder Urlaub machen und Reisen unternehmen können (egal wohin).

Stimmt die von der Mutter genannte Regel?

Mario

P.S. An alle verbitterten Scheidungselternteile: Es geht hier nur um die Sachfrage, nicht um eine GUT-und-BÖSE-Diskussion!

Hallo Mario,

soweit ich weiß, hat die Mutter in diesem Fall das Recht auf ihrer Seite. Ich nehme an, du zahlst ihr Kindesunterhalt, da ja die Kinder bei ihr leben. Damit sind alle anfallenden Kosten für Schule, Kleidung, Freizeit etc. zum Teil abgedeckt.

Nun sollen aber die Kinder für eine Woche zu dir fahren. Ich weiß, du willst nun keine Gut- und Böse-Diskussion entfachen, aber trotzdem könnte man in diesem Fall evtl. an die Vernunft dieser Dame appellieren: Solange die Kinder bei dir sind, erwachsen ihr keine Kosten. Ich persönlich fände es nur fair, wenn sie dann wenigstens zu 50 % für die Fahrtkosten aufkäme, wenn sie sich schon in dieser Woche Ausgaben für Nahrung usw. spart. Kann man denn nicht erwachsen miteinander sprechen??

Beste Grüße
Regina

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Hallo Regina,

  • ja, ich zahle Unterhalt (nach Düsseldorfer Tabelle).
  • ja, wir reden miteinander, aber in Sachen Geld bewegt sich generell nichts. Deshalb wollte ich ja auch wissen, wie die OFFIZIELLE Regelung aussieht. Das würde mir bei der Argumentation helfen.
    Ich weiß nicht, welche Erfahrungen Du gemacht hast, aber ich finde es einfach frustrierend, mir den Umgang mit meinen Töchtern „erkaufen“ zu müssen. Das kann doch wirklich nicht dem Sinn eines gemeinsamen Sorgerechts entsprechen?!
    Jedenfalls: Danke für Deinen Zuspruch!
    Mario

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